Das St. Vinzenz Krankenhaus in Essen ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in der Region Ruhr. Als Akutkrankenhaus mit katholischer Trägerschaft legt es großen Wert auf die individuelle Betreuung der Patienten und die christliche Nächstenliebe. Es gehört zum Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) und bietet gemeinsam mit anderen Krankenhäusern der Region eine hochspezialisierte Versorgung. Im Folgenden wird ein detaillierter Einblick in die neurologische Abteilung des Krankenhauses gegeben, unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte wie Behandlungsspektrum, Patientenerfahrungen und Kooperationen.
Einführung in das St. Vinzenz Krankenhaus und seine neurologische Abteilung
Das St. Vinzenz Krankenhaus ist ein Akutkrankenhaus in Düsseldorf, an der Grenze der Stadtteile Pempelfort und Derendorf. Es verfügt über 322 Betten und behandelt jährlich mehr als 38.000 Patienten stationär und ambulant. Das Krankenhaus gehört seit 2004 zum Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf | VKKD. Im St. Vinzenz-Krankenhaus behandeln zahlreiche Spezialisten in multiprofessionellen Teams vor allem Erkrankungen und Schmerzen des Bewegungsapparats. Bei besonderen fachübergreifenden Fragestellungen wird die medizinische Versorgung durch die Klinik für Anästhesie & Intensivmedizin und die Klinik für Innere Medizin unterstützt.
Im neurologischen Bereich des St. Vinzenz-Krankenhauses werden interdisziplinär und interprofessionell alle akuten und chronischen Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark sowie Nerven und Muskeln diagnostiziert und behandelt. Hierzu werden sowohl die abteilungseigene, moderne apparative Ausstattung als auch die technischen Einrichtungen der Kooperationspartner intern und extern genutzt. Basierend auf individuellen Therapiekonzepten optimiert das Krankenhaus den Therapieerfolg durch die Zusammenarbeit verschiedener therapeutischer Berufsgruppen im Hause sowie durch engen Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten.
Behandlungsspektrum der neurologischen Abteilung
Die neurologische Abteilung des St. Vinzenz Krankenhauses bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Behandlung verschiedenster neurologischer Erkrankungen. Zu den Schwerpunkten gehören:
Schlaganfallversorgung
Patienten mit neurologischen Erkrankungen werden über die zentrale Notfallambulanz aufgenommen. Bei Schlaganfallsymptomen wie Lähmungen, Gefühls- oder Sprachstörungen sollte immer sofort der Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 alarmiert werden, denn der Schlaganfall ist immer ein Notfall. Jede Minute zählt um bleibende Schäden zu begrenzen und weitere Komplikationen zu verhindern. Das Krankenhaus verfügt über acht Betten auf einer Station, die mit modernster Monitortechnik ausgestattet sind und die kontinuierliche Überwachung von Herzrhythmus, Atmung, Blutdruck und Körpertemperatur gewährleisten. Unmittelbar nach der Akutbehandlung setzt die Frührehabilitation durch Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie ein. Zudem wird durch weitergehende Diagnostik die Ursache des Schlaganfalls ermittelt um eine gezielte Therapieplanung durchführen zu können.
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Parkinson-Erkrankung und andere Bewegungsstörungen
Die Parkinsonerkrankung, dementielle Erkrankungen sowie Gangstörungen im höheren Lebensalter sind mit erheblichen Einschränkungen für die Betroffenen verbunden, Alltagsaktivitäten können nur noch erschwert oder kaum mehr durchgeführt werden. Im Einzelfall muss abgeklärt werden, welche medikamentösen oder weitergehenden Behandlungsansätze zur Linderung der Symptome neben der unterstützenden Therapie durch Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie infrage kommen.
Schwindel und Kopfschmerzen
Schwindel und Kopfschmerz können die Befindlichkeit dauerhaft einschränken, aber bei akutem Auftreten gelegentlich auch Symptom einer schwerwiegenden Grunderkrankung sein. Die genaue diagnostische Abklärung der zugrunde liegenden Störung ist daher notwendig, um neben der symptomorientierten ggf. eine ursächliche Therapie einleiten zu können.
Multiple Sklerose (MS)
Alle Maßnahmen, um die Multiple Sklerose zu diagnostizieren und von ähnlich verlaufenden Erkrankungen abzugrenzen, können in unserem Bereich durchgeführt werden. Hierzu zählen neben der Kernspintomographie von Gehirn und Rückenmark die Analyse des Nervenwassers sowie die Ableitung sog. Evozierter Potentiale im Rahmen der neurophysiologischen Diagnostik. Bei Krankheitsschüben führen wir hier eine hochdosierte Kortisontherapie durch und leiten ggf. eine weitergehende medikamentöse Behandlung zur Schubprophylaxe ein. Zudem überprüfen wir, inwieweit eine symptomorientierte Therapie zur Behandlung von Spastik, Blasenstörungen, Schmerzen oder Erschöpfung angezeigt ist.
Erkrankungen der peripheren Nerven
Erkrankungen der peripheren Nerven werden durch neurophysiologische Verfahren diagnostiziert und müssen hinsichtlich ursächlicher und symptomatischer Therapiemöglichkeiten überprüft werden. Neben häufigen Ursachen wie Zuckerkrankheit und Vitaminmangel sind auch seltenere Ursachen zu berücksichtigen, die ggf. durch Nervenwasseranalyse oder feingewebliche Nervenuntersuchungen erkannt werden. Bei den Nervenwurzelerkrankungen, die häufig mit Schmerzen und Taubheitsgefühl sowie auch mit Lähmungen einhergehen, finden sich Bandscheibenvorfälle und Einengungen des Wirbelkanals als häufigste Ursachen. Sollte eine operative Therapie erforderlich sein, leitet das Krankenhaus die Patienten an entsprechende Spezialabteilungen weiter.
Epilepsie
Epileptische Anfälle können Folge einer Erkrankung des Gehirns sein, die dringend abgeklärt werden muss. Hierzu stehen diagnostische Verfahren wie Kernspintomographie, Elektroenzephalographie und ggf. Nervenwasseranalyse zur Verfügung. Wiederholen sich epileptische Anfälle ohne erkennbaren Auslöser ist meist eine Epilepsie die Ursache. Diese erfordert in der Regel eine medikamentöse Dauerbehandlung zur Vermeidung weiterer Anfälle. Medikamentöse Ein- bzw. Umstellungen nimmt das Krankenhaus im stationären Bereich vor.
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Diagnostische Verfahren
Diagnostisch werden alle gängigen neurosonologischen (Doppler- und Duplexsonographie) und neurophysiologischen (Elektroenzephalographie, Evozierte Potentiale, Neurographie und Elektromyographie) Verfahren durchgeführt.
Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Das St. Vinzenz Krankenhaus legt großen Wert auf Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit, um eine umfassende und qualitativ hochwertige Patientenversorgung zu gewährleisten. Zu den Kooperationspartnern gehören:
- Radiologische Praxis Dr. Falck: Durchführung moderner Schnittbilddiagnostik wie Computer- und Kernspintomographie sowie nuklearmedizinischer Verfahren.
- Praxis Frau Dr. Mielke: Schmerztherapeutische Versorgung.
- Kardiologen im Hause: Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Gefässchirurgische Abteilung im Elisabeth-Hospital Iserlohn: Gefäßchirurgische Eingriffe.
- Abteilung Hämatologie/Internistische Onkologie und der Abteilung Strahlentherapie/Radioonkologie: Behandlung von Tumorerkrankungen.
Patientenerfahrungen und Bewertungen
Die Erfahrungen von Patienten mit der neurologischen Abteilung des St. Vinzenz Krankenhauses sind vielfältig. Einige Patienten berichten von einer sehr guten medizinischen und pflegerischen Betreuung, während andere Kritik äußern. Es ist wichtig, die verschiedenen Perspektiven zu berücksichtigen, um ein umfassendes Bild zu erhalten.
Positive Erfahrungen
- Hervorragende Betreuung auf der Stroke Unit: Mehrere Patienten loben die schnelle und professionelle Behandlung auf der Stroke Unit nach einem Schlaganfall. Besonders hervorgehoben werden die Kompetenz des Ärzteteams, die aufmerksame Pflege und die gute Koordination der verschiedenen Therapien (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie).
- Empathie und Menschlichkeit: Viele Patienten betonen die freundliche und mitfühlende Art des Pflegepersonals und der Ärzte. Sie fühlen sich ernst genommen und gut aufgehoben.
- Kompetente Diagnostik und Therapie: Die Patienten schätzen die gründliche Diagnostik und die individuellen Therapiekonzepte.
- Gute interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche wird positiv hervorgehoben.
Negative Erfahrungen
- Lange Wartezeiten in der Notaufnahme: Einige Patienten berichten von langen Wartezeiten in der Notaufnahme, insbesondere bei nicht eindeutigen Symptomen.
- Mangelnde Kommunikation: Einige Patienten bemängeln die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten und Angehörigen. Es wird berichtet, dass es schwierig sein kann, Auskünfte über den Gesundheitszustand des Patienten zu erhalten.
- Fehlende Wertschätzung: Einige Patienten fühlen sich nicht als Individuum wahrgenommen, sondern als "Nummer". Ihre Beschwerden werden nicht ernst genommen.
- Behandlung durch Assistenzärzte: Einige Patienten äußern Bedenken hinsichtlich der Behandlung durch Assistenzärzte und wünschen sich eine stärkere Einbindung von erfahrenen Fachärzten.
- Mangelnde Hygiene: Einige Patienten bemängeln die Hygiene in den Patientenzimmern und Sanitäranlagen.
Zusammenfassung der Patientenerfahrungen
Die Patientenerfahrungen mit der neurologischen Abteilung des St. Vinzenz Krankenhauses sind gemischt. Während viele Patienten die medizinische und pflegerische Betreuung loben, gibt es auch Kritikpunkte, die nicht ignoriert werden sollten. Es ist wichtig zu beachten, dass die Erfahrungen subjektiv sind und von verschiedenen Faktoren abhängen können, wie z.B. der Art der Erkrankung, dem Schweregrad der Symptome und den persönlichen Erwartungen.
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