Globuli bei Nervosität und Aggressivität: Ein umfassender Ratgeber

Nervosität und Aggressivität sind Zustände, die jeden betreffen können, insbesondere in stressigen Lebensphasen oder bei der Pflege von Angehörigen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Nervosität und Aggressivität, wobei ein besonderer Fokus auf die Anwendung von Globuli liegt.

Ursachen und Auslöser von Nervosität und Aggressivität

Nervosität und Aggressivität können vielfältige Ursachen haben. Oftmals sind es äußere Reize, das familiäre Umfeld oder Stress, die diese Zustände auslösen. Bei der Pflege von Menschen können Unruhe oder Angstzustände auftreten, da Angst ein menschliches Gefühl ist. Sie kann wach machen und Lösungsstrategien ermöglichen, aber auch Mutlosigkeit verursachen.

Häufige Auslöser sind:

  • Stress: Zeiterscheinungen wie Stress, Hektik und Leistungsdruck können zu Nervosität führen.
  • Sorgen und Ängste: Sorgen um Angehörige, finanzielle Probleme oder die Angst vor Veränderungen können Unruhe auslösen.
  • Überforderung: Überforderung im Beruf oder in der Pflege kann zu Erschöpfung und Aggressivität führen.
  • Körperliche Beschwerden: Unbequemes Liegen, Harndrang, schlechte Luft oder störende Geräusche können Unruhe verursachen.
  • Veränderungen: vermeintlich kleine Veränderungen wie eine neue Bezugsperson oder das Umstellen der Möbel im Zimmer können Angst auslösen.
  • Psychische Belastungen: Trauer, Kummer oder traumatische Erlebnisse können zu Nervosität und Aggressivität führen.

Symptome von Nervosität und Aggressivität

Die Symptome von Nervosität und Aggressivität können sowohl körperlicher als auch seelischer Natur sein.

Körperliche Symptome:

  • Zittern
  • Herzrasen
  • Kalte Schweißausbrüche
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen

Seelische Symptome:

  • Innere Unruhe
  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Unsicherheit
  • Ängste
  • Stimmungsschwankungen
  • Gereiztheit
  • Überforderung
  • Bedürfnis nach Rückzug
  • Schlaflosigkeit

Homöopathische Behandlung von Nervosität und Aggressivität

Die Homöopathie bietet eine sanfte und natürliche Möglichkeit, Nervosität und Aggressivität zu behandeln. Dabei wird nicht nur das Symptom behandelt, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet. Die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels hängt von den individuellen Beschwerden, den Auslösern und den Begleiterscheinungen ab.

Bedeutung der Anamnese:

In der Homöopathie ist die Anamnese, also die ausführliche Befragung des Patienten, von großer Bedeutung. Dabei werden nicht nur die aktuellen Beschwerden erfasst, sondern auch die Lebensumstände, die Persönlichkeit und die Krankheitsgeschichte des Patienten berücksichtigt.

Lesen Sie auch: Homöopathie bei Rückenschmerzen

Grenzen der Selbstmedikation:

Es ist wichtig zu beachten, dass die Selbstmedikation mit homöopathischen Mitteln ihre Grenzen hat. Bei anhaltender oder sich verschlimmernder Nervosität, bei starken körperlichen oder seelischen Symptomen sowie bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung sollte unbedingt ein Arzt oder Heilpraktiker konsultiert werden.

Bewährte homöopathische Mittel:

Es gibt eine Vielzahl von homöopathischen Mitteln, die bei Nervosität und Aggressivität eingesetzt werden können. Einige der häufigsten und bewährtesten Mittel sind:

  • Avena comp., Globuli velati: Mit echtem Hafer und Baldrian regulieren den Schlaf-Wach-Rhythmus und gleichen aus, wenn das Gedankenkarussell immer weiter kreist.
  • Passiflora comp., Globuli velati: Wirken ebenfalls bei Unruhe und Schlafstörungen.
  • Calmvalera Globuli: Enthält eine Kombination von drei sorgfältig ausgesuchten Wirkstoffen, die bei Überreizung und Nervosität auf natürliche Weise wirken. Calmvalera Globuli ist bereits für Kinder ab 6 Monaten geeignet.
    • Avena sativa (Hafer) wird bei nervöser Unruhe, nervöser Erschöpfung (Neurasthenie) sowie bei Ein- und Durchschlafstörungen eingesetzt. Es eignet sich gut zur Anwendung bei Kindern.
    • Nux vomica (Brechnuss) beruhigt vor allem bei erhöhter Reizbarkeit, gesteigerter Empfindlichkeit sowie Nervosität, zum Beispiel auch auf Reisen. Die dadurch bedingten Schlafstörungen werden gebessert. Nux vomica hilft auch bei nervösen oder stressbedingten Magen-Darm-Beschwerden.
    • Zincum valerianicum (Zinkisovalerianat) fördert den Schlaf und lindert nervös bedingte Beschwerden.
  • Ignatia amara: Ist eines der gebräuchlichsten homöopathischen Mittel, wenn es um die Behandlung nervlich bedingter Beschwerden geht. Es wird zum Beispiel bei Aufregung, Ärger und Kummer verwendet. Außerdem setzen Homöopathen Ignatia bei Kopfschmerzen, Migräne, Asthma, Magen- und Menstruationsbeschwerden ein.
  • Nux vomica: Für den hektischen, von Reizüberflutung und Streß überforderten Menschen.
  • Lycopodium: Für Menschen mit mangelndem Selbstvertrauen, die dies durch eine "Bluff-Mentalität" kompensieren.
  • Argentum nitricum: Bei großer Schwäche, zitternden Händen, Frösteln, Gehetztheit, Antriebslosigkeit, Scheu und Ängstlichkeit.
  • Coffea: Für reizbare, rastlose und überempfindliche Personen mit geschärften Sinnen.
  • Kalium bromatum: Für nervöse, zappelige und zitternde Personen, die ihre Hände nicht ruhig halten können.
  • Phosphorus: Für erregbare Patienten, die zu cholerischen Ausbrüchen neigen, ängstlich sind und sich in der Dämmerung fürchten.
  • Tarantula hispanica: Bei Nerven, die zum Zerreißen gespannt sind, Zuckungen, Hysterie, Zittern der Gliedmaßen, beschleunigtem Herzschlag und Atmung sowie Stimmungsschwankungen.

Dosierung und Anwendung:

Homöopathische Einzelmittel werden üblicherweise in Form von kleinen Streukügelchen (Globuli) angewendet. Außerdem gibt es die Mittel in Form von homöopathischen Tropfen und Tabletten. In der Selbstbehandlung von akuten Krankheiten werden niedrige Potenzen (D6, D12 oder D30) empfohlen.

Bachblüten:

Auch Bachblüten können unterstützend bei Nervosität und Aggressivität eingesetzt werden. Die Bachblüten Globuli "Aggression" enthalten eine gezielte Kombination klassischer Blütenessenzen nach Dr. Bach und können helfen, emotionale Stabilität zu fördern.

Weitere Maßnahmen zur Beruhigung und Entspannung

Neben der homöopathischen Behandlung gibt es eine Reihe weiterer Maßnahmen, die zur Beruhigung und Entspannung beitragen können:

Lesen Sie auch: Sanfte Hilfe bei Muskel- und Nervenschmerzen

  • Gespräche: Gespräche mit Angehörigen, Freunden oder einem Therapeuten können helfen, Sorgen und Ängste zu verarbeiten.
  • Berührungen: Berührungen können beruhigend wirken und Geborgenheit vermitteln.
  • Rituale: Rituale geben Sicherheit und Halt.
  • Entspannungstechniken: Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, Stress abzubauen und innere Ruhe zu finden.
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kann Stress abbauen und die Stimmung verbessern.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann die Nerven stärken.
  • Vermeidung von Reizen: Vermeiden Sie übermäßige Reize wie Lärm, grelles Licht oder lange Bildschirmzeiten.
  • Handbäder: Handbäder mit beruhigenden Zusätzen können ein seelisches Angebot machen.
  • Sohlenabstriche: Ein Sohlenabstrich mit einem beruhigenden Öl kann erden und zur Ruhe kommen lassen.
  • Herz-Salbenlappen: Ein Herz-Salbenlappen mit WALA Aurum comp., Salbe* kann bei Herzrasen, innerer Unruhe, Depression, Angst oder Erschöpfung eingesetzt werden.
  • Etwas zum Festhalten geben: Einem Menschen, der im Bett sehr unruhig oder aggressiv ist, kann man etwas zum Festhalten geben.

Die Rolle der Pflegenden

Pflegende Angehörige sind oft selbst stark belastet und können unter Ängsten und Erschöpfung leiden. Es ist wichtig, dass sie sich selbst nicht vergessen und sich Unterstützung suchen.

Mögliche Hilfsangebote sind:

  • Gespräche mit der Familie oder Freunden
  • Beratungsstellen
  • Pflegedienste
  • Selbsthilfegruppen

Fazit

Nervosität und Aggressivität sind häufige Begleiterscheinungen von Stress, Überforderung und psychischen Belastungen. Die Homöopathie bietet eine sanfte und natürliche Möglichkeit, diese Zustände zu behandeln und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Neben der homöopathischen Behandlung können auch andere Maßnahmen wie Gespräche, Entspannungstechniken und eine gesunde Lebensweise zur Beruhigung und Entspannung beitragen. Es ist wichtig, die Ursachen der Nervosität und Aggressivität zu erkennen und entsprechend zu handeln. Pflegende Angehörige sollten sich selbst nicht vergessen und sich bei Bedarf Unterstützung suchen.

Lesen Sie auch: Nervenschmerzen im Zahn? So können Globuli helfen

tags: #globuli #nerven #aggressivitat