Großeltern und Studium: Tipps zum Umgang mit Erwartungen und Vorurteilen

Studenten sehen sich oft mit Vorurteilen und Erwartungen konfrontiert, die von außen an sie herangetragen werden. Besonders Großeltern können hier eine Rolle spielen, die manchmal als nervig empfunden wird. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieser Thematik und gibt Tipps, wie man als Student damit umgehen kann.

Vorurteile gegenüber Studenten

Studenten werden oft als faul, eingebildet und dumm abgestempelt. Diese Vorurteile sind weit verbreitet und können von verschiedenen Seiten kommen: Großeltern, Nachbarn, Kioskbesitzer oder auch Mitreisende in öffentlichen Verkehrsmitteln. Nicht selten müssen sich Studenten Moralpredigten anhören und sich für ihr Studentenleben rechtfertigen.

Das Vorurteil der Faulheit

Eines der häufigsten Vorurteile ist, dass Studenten viel Freizeit haben und sich gerne auf der faulen Haut ausruhen. Es wird oft übersehen, dass ein Studium oft stressiger ist, als man denkt. Die Vor- und Nachbereitungszeit, die Lektüre im Vorfeld von Vorlesungen, die Prüfungsphasen mit nächtelangem Lernen und literweise Kaffee, Hausarbeiten und Praktika, die in den Semesterferien erledigt werden müssen, all das wird oft nicht gesehen. Viele Studenten arbeiten neben dem Studium, müssen den Haushalt führen oder haben eine Fernbeziehung. Ein Studium ist oft mehr als ein Fulltimejob und erfordert viel Fleiß, Disziplin und Organisationstalent.

Psychische Probleme und Leistungsdruck

Viele Studenten leiden unter psychischen Problemen, ausgelöst durch Prüfungen, Zukunftsängste, finanzielle Sorgen und die Doppelbelastung von Studium und Nebenjob. Es ist wichtig zu erkennen, dass ein Studium nicht nur aus Feiern und Faulsein besteht, sondern auch mit großem Leistungsdruck verbunden sein kann.

Das Vorurteil der Arroganz

Studenten werden oft als arrogant, überheblich und hochnäsig wahrgenommen. Dabei ist das reine Typsache. Nicht alle Studenten sind eingebildet. Viele Studenten haben andere Werte und Ziele als Karriere und Erfolg. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft „Ernst & Young“ hat die Familie den höchsten Stellenwert für deutsche Studenten.

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Finanzielle Aspekte

Oft wird behauptet, Studenten würden dem Staat nur auf der Tasche liegen, da sie Bafög beziehen oder ein Stipendium bekommen. Allerdings kommen die meisten Studenten selbst mit Nebenjob und finanzieller Unterstützung der Eltern kaum auf 600 Euro im Monat. Nach dem Studium gleichen sie dies durch höhere Steuern wieder aus.

Sinn des Studiums

Studenten werden oft mit Fragen konfrontiert wie „Das kann man studieren?“ oder „Was machst du später damit?“. Diese Fragen sind besonders nervig, da viele Studenten selbst noch nicht wissen, wo es beruflich hingehen soll. Viele Studiengänge sind breit gefächert und bieten eine Vielzahl an möglichen Berufsfeldern, was die Entscheidung erschwert.

Studiendauer und Berufsaussichten

Auch wenn manche Studenten länger brauchen, um ihr Studium abzuschließen, zahlt sich das Studium langfristig aus. Akademiker können das, was andere Leute in Ausbildungsberufen in fünf bis zehn Jahren verdienen, in kurzer Zeit aufholen.

Umgang mit nervenden Großeltern

Großeltern können aus verschiedenen Gründen nerven. Oft liegt es daran, dass sie sich Sorgen machen oder einfach nur am Leben ihrer Enkel teilhaben wollen. Es ist wichtig, die Perspektive der Großeltern zu verstehen, um besser mit ihnen umgehen zu können.

Verständnis für die ältere Generation

Viele ältere Menschen haben keine Ahnung von modernen Berufszweigen und Branchen. Das Internet, Fremdsprachen und neue Technologien sind für sie Neuland. Sie stellen Fragen, die aus ihrer Sicht berechtigt sind, aber für Studenten nervig sein können.

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Kommunikation ist der Schlüssel

Es ist wichtig, offen und ehrlich mit den Großeltern zu kommunizieren. Erklären Sie ihnen, wie stressig das Studium ist und welche Erwartungen Sie haben. Versuchen Sie, einen Kompromiss zu finden, der für beide Seiten akzeptabel ist.

Eigene Grenzen setzen

Es ist wichtig, eigene Grenzen zu setzen und diese auch zu kommunizieren. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Großeltern zu viel Druck ausüben oder sich zu sehr einmischen, sagen Sie ihnen das. Es ist Ihr Leben und Sie haben das Recht, Ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Positive Aspekte der Beziehung zu Großeltern

Trotz aller Herausforderungen kann die Beziehung zu den Großeltern auch sehr wertvoll sein. Sie können eine wichtige Stütze sein und wertvolle Lebenserfahrung weitergeben. Es ist wichtig, die positiven Aspekte der Beziehung zu pflegen und die negativen zu minimieren.

Fallbeispiele und Ratschläge

Das überfürsorgliche Verhalten der Großeltern

Einige Studenten berichten, dass ihre Großeltern seit der Geburt des ersten Enkelkindes sehr überfürsorglich geworden sind. Sie wollen viel Zeit mit dem Kind verbringen, reden ständig auf es ein und fassen es an. Das Kind schreit nach kurzer Zeit und die Eltern fühlen sich überfordert.

Ratschlag: Suchen Sie das Gespräch mit den Großeltern und erklären Sie ihnen, dass das Kind reizüberflutet ist und mehr Ruhe braucht. Bieten Sie ihnen an, das Kind in Ruhe zu lassen und sich stattdessen mit anderen Dingen zu beschäftigen.

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Das mangelnde Interesse der Großeltern

Andere Studenten berichten, dass ihre Großeltern wenig Interesse an ihren Enkelkindern zeigen. Sie fragen selten nach und bieten keine Unterstützung an.

Ratschlag: Versuchen Sie, das Gespräch mit den Großeltern zu suchen und fragen Sie sie, warum sie so wenig Interesse zeigen. Vielleicht gibt es Gründe, die Sie nicht kennen. Bieten Sie ihnen an, mehr Zeit mit den Enkelkindern zu verbringen und ihnen zu zeigen, wie wichtig sie sind.

Narzisstische Großeltern

Besonders problematisch wird es, wenn Großeltern narzisstische Züge aufweisen. Sie unterlaufen die von den Eltern aufgestellten Regeln, machen die Eltern bei den Kindern schlecht und fordern von ihren Enkeln Zuwendung.

Ratschlag: Reduzieren Sie den Kontakt zu den Großeltern und setzen Sie ihnen Grenzen. Holen Sie sich Unterstützung von außen, z.B. durch eine Therapie oder eine Beratungsstelle.

Tipps für ein entspanntes Studium

Um Stress abzubauen und das Studium entspannter zu gestalten, gibt es verschiedene Tipps:

  1. Atme tief durch: Eine bewusste Atmung kann helfen, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.
  2. Beweg Dich: Bewegung an der frischen Luft kann helfen, Stresshormone abzubauen und den Stoffwechsel in Schwung zu bringen.
  3. Mach einen Power-Nap: Ein Nickerchen zwischendurch kann helfen, dem Körper Ruhe zu gönnen und dem Geist neue Energie zu geben.
  4. Koch Dir etwas Gutes: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin B, Proteinen, Mineralstoffen und langkettigen Kohlenhydraten kann die Leistungsfähigkeit erhöhen und stressresistenter machen.
  5. Tausch Dich aus: Der Austausch mit anderen Studenten kann helfen, Motivation zu finden und Probleme zu lösen.

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