Eine komplexe Wechselwirkung zwischen Fieber und Hirndruck kann bei verschiedenen Erkrankungen des zentralen Nervensystems auftreten. Dieser Artikel beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Fieber und Hirndruck, insbesondere im Kontext von Meningitis und Enzephalitis, und bietet einen umfassenden Überblick über Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.
Einführung
Fieber und erhöhter Hirndruck sind zwei Zustände, die oft in Verbindung mit Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute auftreten. Es ist wichtig, die komplexen Zusammenhänge zwischen diesen beiden Faktoren zu verstehen, um eine frühzeitige Diagnose und eine effektive Behandlung zu gewährleisten.
Meningitis: Eine Entzündung der Hirnhäute
Bei einer Meningitis entzünden sich die Hirnhäute, die sich zwischen den Schädelknochen und dem Gehirn befinden. Anders als häufig angenommen, können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene an Meningitis erkranken. Bleibt die Erkrankung unerkannt und unbehandelt, kann sie lebensgefährliche Folgen haben und im schlimmsten Fall innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Das gilt insbesondere für Fälle, die durch Bakterien (meist Meningokokken oder Pneumokokken) ausgelöst werden. Umso wichtiger ist es, mögliche Warnzeichen frühzeitig zu erkennen.
Leitsymptome der Meningitis
Ein Leitsymptom einer Hirnhautentzündung sind starke, anhaltende Kopfschmerzen. Diese setzen meist plötzlich ein und können sich bei Bewegung verschlimmern. Auch Nackensteifigkeit ist ein Leitsymptom bei Meningitis. Betroffene können ihren Kopf dabei kaum und nur unter Schmerzen nach vorne beugen. Dazu kommt es, weil die Hirnhäute im Nacken Schmerzrezeptoren besitzen, die auf die Entzündung reagieren. Fachleute sprechen auch von Meningismus. Zu Beginn der Erkrankung sind die Beschwerden meist noch schwach ausgeprägt, verstärken sich aber im Verlauf. Das dritte charakteristische Leitsymptom einer Hirnhautentzündung ist hohes Fieber von bis zu 40 Grad Celsius, das in Schüben auftritt. Die hohe Körpertemperatur ist eine Reaktion des Immunsystems auf die Infektion.
Weitere Symptome der Meningitis
Schüttelfrost ist ein Versuch des Körpers, das für Hirnhautentzündungen typische Fieber zu bekämpfen. Eine Hirnhautentzündung kann das Gleichgewichtssystem beeinträchtigen, was unter Umständen zu Schwindel führt. Dieser kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Menschen mit Meningitis fühlen sich mitunter innerlich unruhig und verwirrt. Das kann sich zum Beispiel in Konzentrationsstörungen, Desorientierung oder Rastlosigkeit äußern. Bei einigen Erkrankten kommt es im Rahmen einer Meningitis zu extremer Schläfrigkeit. Die betroffene Person fühlt sich dann ungewöhnlich müde und schläft deutlich mehr als sonst. Auch ein apathisches Verhalten ist möglich. Entzündete Hirnhäute können zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht (Photophobie) führen. Betroffene Personen empfinden dieses als unangenehm oder sogar schmerzhaft. Insbesondere bei bakterieller Meningitis kann ein charakteristischer Hautausschlag auftreten. Typischerweise bilden sich kleine rot-bräunliche Flecken, die Petechien ähneln. Im Verlauf vergrößern sie sich. Bei einer schweren bakteriellen Hirnhautentzündung kann es zu einer vorübergehenden Bewusstlosigkeit kommen. Dieser Zustand deutet möglicherweise darauf hin, dass eine Meningoenzephalitis vorliegt. Das bedeutet, dass nicht nur die Hirnhäute (Meningen), sondern auch das Gehirn (Enzephalon) entzündet ist. Lähmungen, insbesondere im Gesicht (Fazialisparesen), gelten ebenfalls als Warnzeichen einer durch Bakterien verursachten Hirnhautentzündung. Insbesondere bei bakteriellen Hirnhautentzündungen können im Krankheitsverlauf verschiedene, mitunter lebensbedrohliche Komplikationen auftreten.
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Meningitis-Erreger
Eine Meningitis kann durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Erreger können über die Schleimhäute der Atemwege, aber auch von einem angrenzenden Entzündungsherd (z.B. bei einer Mittelohrentzündung) oder einer Verletzungsstelle (z. B. offener Schädelbruch) aus einwandern. Im Frühjahr und Sommer besteht die Gefahr, dass durch einen Zeckenbiss die von Viren verursachte, so genannte Frühsommer-Meningo-Enzephalitis oder eine bakterielle Meningitis durch Borrelien übertragen werden. In verschiedenen Altersgruppen können bestimmte Erreger/Auslöser überwiegen. So sind im Neugeborenenalter Herpes-Viren häufige Auslöser einer viralen Meningitis, während im Kleinkindalter u.a. Masern-, Mumps- oder Echovirus oft die Ursache für eine Erkrankung sind. Eine bakterielle Meningitis beruht im Säuglingsalter meist auf einer Infektion mit Streptokokken der Gruppe B, mit Escherichia coli oder mit Listerien. Im Säuglings- und Kleinkindalter werden Hämophilus, Meningokokken und Pneumokokken u.a.
Diagnose und Behandlung der Meningitis
Wenn der Verdacht besteht, wird der Arzt den Wirbelkanal punktieren (Lumbalpunktion) und daraus Nervenflüssigkeit (Liquor) entnehmen und sie untersuchen. Meningitis erfordert häufig eine intensivmedizinische Behandlung im Krankenhaus. Wenn Bakterien die Verursacher sind, erhält das Kind Infusionen mit Antibiotika. Gegen einige Meningitis-Erreger kann vorbeugend geimpft werden: So sind z.B. Impfungen gegen die Bakterien Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Pneumokokken und Meningokokken beim Baby möglich. Nicht selten ist eine Meningitis auch die Folge einer Mumps-Infektion.
Vorbeugung von Meningitis
Impfungen gegen Meningokokken vom Typ C, Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b sind Bestandteil der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) empfohlenen Grundimmunisierung für Kinder. Sie schützen vor Infektionen beziehungsweise schweren Verläufen der durch diese Erreger ausgelösten Erkrankungen. Damit reduzieren die Impfungen auch das Risiko für eine bakterielle Meningitis stark. Die Impfung gegen Meningokokken C wird für alle Kinder im Alter von zwölf Monaten empfohlen. Eine fehlende Impfung sollte bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.
Enzephalitis: Eine Entzündung des Gehirns
Die Enzephalitis ist eine Gehirnentzündung, die in den meisten Fällen durch Viren ausgelöst wird. Besonders gefährdet, an einer Enzephalitis zu erkranken, sind Kinder und junge Erwachsene sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem.
Ursachen und Risikofaktoren der Enzephalitis
Die Gehirnentzündung wird meist von Viren verursacht. Oft befallen die Viren zunächst einen anderen Teil des Körpers und lösen eine Krankheit wie Röteln, Masern, Mumps oder Dreitagefieber aus. Später dringen die Viren dann ins Gehirn vor. Ärzte unterscheiden zwischen der primären und sekundären Form der viralen Enzephalitis. Bei der primären Form dringen die Viren direkt in das Gehirn ein. Bei der sekundären Enzephalitis entgleist das körpereigene Abwehrsystem als Reaktion auf eine Virusinfektion: Es entstehen Antikörper, die fälschlicherweise auch das Gehirn angreifen (Autoimmunreaktion). Dies kann im späteren Krankheitsverlauf passieren, aber auch, nachdem der eigentlich Virusinfekt bereits abgeklungen ist.
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Hierzulande treten Gehirnentzündungen vor allem durch folgende Viren auf:
- Herpes-Simplex-Viren
- Varizella-Zoster-Viren
- Ebstein-Barr-Viren
- Masernviren
- Mumpsviren
- Rötelnviren
- Enteroviren
- FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis)-Viren
Weltweit gibt es noch andere Viren, die als Erreger einer Gehirnentzündung in Frage kommen:
- Lyssaviren (Tollwut)
- West-Nil-Viren
- Arboviren (Japanische Enzephalitis)
- Zikaviren
- Ebolaviren
Neben den Viren gibt es noch weitere Auslöser einer Enzephalitis. Dazu zählen:
- Bakterien (z.B. die Erreger der Syphilis, der Tuberkulose oder der Borreliose)
- Parasiten (z.B. Würmer oder die Erreger der Toxoplasmose)
- Pilze
- Autoimmunerkrankungen (z. B. Multiple Sklerose)
Bakterien erreichen das Gehirn entweder über das Blut (etwa bei einer vorangegangenen Entzündung im Kopfbereich), über die Haut (zum Beispiel durch ein Hautfurunkel am Kopf) oder direkt (zum Beispiel bei einer Operation am Kopf). Die Ursache einer autoimmun bedingten Enzephalitis lässt sich nicht immer herausfinden. In manchen Fällen entsteht sie auf dem Boden einer Krebserkrankung. Daher suchen Ärzte immer auch nach einem Tumor im Körper, wenn sie eine Autoimmunenzephalitis vermuten.
Symptome der Enzephalitis
Die Leitsymptome einer manifesten akuten Enzephalitis sind Fieber, Bewusstseinstrübung sowie das Auftreten von neurologischen Ausfallserscheinungen wie beispielsweise Sprachstörungen, halbseitigen Lähmung, Ungeschicklichkeit beim Greifen, unsicherem Gang, aber auch Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen oder Halluzinationen. Auch epilepitsche Anfälle können auftreten. Kopfschmerzen sind oft ebenfalls vorhanden, aber nicht immer. Eine Verwirrtheit (verminderte Orientierung) und Wesensänderung (Reizbarkeit, Apathie oder Ängstlichkeit) wird häufig beobachtet. Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und ein steifer Nacken und Rücken sind mögliche weitere Beschwerden, insbesondere wenn die Hirnhäute mitentzündet sind (Meningoenzephalitis).
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Bei Babys und Kleinkindern ist eine Enzephalitis oft schwer zu erkennen. Folgende Anzeichen weisen darauf hin: Ihr Körper wirkt steif, sie schreien vermehrt und beruhigen sich nicht, wenn sie hochgenommen werden, sondern brüllen eher noch lauter. Sie trinken kaum und erbrechen sich möglicherweise. Einen weiteren Hinweis kann die Fontanelle geben, also der Bereich am Kopf eines Babys, der weicher ist als der Rest, weil sich hier die Schädeldecke erst nach zwei Jahren komplett schließt. Bei einer Hirngewebsentzündung kann sich dieser leicht nach außen wölben.
Diagnose und Behandlung der Enzephalitis
Um eine Enzephalitis festzustellen, fragt der Arzt nach den Beschwerden und der Krankengeschichte. Er befragt dabei sowohl den Patienten als auch seine Angehörigen (Fremdanamnese). Das ist notwendig, weil Personen mit einer Enzephalitis nur noch eingeschränkt denken, wahrnehmen und sich mitteilen können. Unter anderem erkundigt sich der Arzt nach typischen Beschwerden wie Kopfschmerzen und hohes Fieber. Zudem stellt er weitere Fragen, etwa:
- Haben Sie chronische Erkrankung bzw. eine bekannte Immunschwäche?
- Hatten Sie vor Kurzem eine virale Infektion?
- Wurden Sie von einem Insekt gestochen?
- Waren Sie auf einer Urlaubsreise?
- Hatten Sie Kontakt zu Menschen mit Gehirnentzündung?
Als nächstes macht der Arzt eine genaue körperliche und neurologische Untersuchung. Dabei testet er unter anderem, ob die Haltung und die Bewegungen des Patienten auffällig oder dessen Gleichgewicht gestört sind. Zudem prüft er das Bewusstsein. Darüber hinaus untersucht er die Haut: Ein Hautausschlag oder Hauteinblutungen können darauf hinweisen, dass Bakterien die Hirnhäute befallen haben.
Vermutet der Arzt eine Enzephalitis, nimmt er dem Patienten Blut und Nervenwasser (Liquor) ab. Das Nervenwasser fließt durch Gehirn und Rückenmark und enthält gegebenenfalls einen Teil der Erreger. Eine Probe dieser Flüssigkeit gewinnt der Arzt mittels einer Lumbalpunktion. Dabei sticht er mit einer Nadel in den Rückenmarkskanal des Patienten, auf Höhe der Lendenwirbelsäule. Im Labor werden Blut und Nervenwasser unter anderem auf Entzündungszeichen untersucht. Hat ein Erreger die Enzephalitis verursacht, lässt sich dieser gegebenenfalls nachweisen. Oft sind anfangs noch keine Erreger in der Gehirnflüssigkeit nachweisbar. Dann stellt der Arzt die genaue Diagnose zunächst nach den Symptomen. Bei einer Autoimmunenzephalitis können Mediziner spezielle Antikörper im Nervenwasser finden.
Der Arzt führt außerdem eine Kernspintomografie (MRT) des Kopfes durch, um andere Hirnerkrankungen auszuschließen, wie eine Hirnblutung oder einen Hirnabszess. Manchmal macht er zusätzlich eine Computertomografie (CT). Diese zeigt aber normalerweise erst im Verlauf der Krankheit sichtbare Veränderungen. Zudem macht der Arzt eine Elektroenzephalografie (EEG). So kann er schon früh feststellen, ob und wie sich die Entzündung auf die Gehirnfunktion auswirkt. In Ausnahmefällen stellt er durch die EEG auch den Erreger fest.
Eine Enzephalitis behandeln und überwachen Ärzte stets im Krankenhaus. So können sie schnell auf Komplikationen reagieren, die unter Umständen lebensbedrohlich sind. Hat der Patient starke Symptome, ist eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig. Der Arzt behandelt die Gehirnentzündung abhängig vom Auslöser. Gegen Viren verabreicht er beispielsweise Virustatika, gegen Bakterien Antibiotika und gegen Pilze Antimykotika. Sie töten die jeweiligen Erreger ab oder hemmen ihre Vermehrung.
Vorbeugung von Enzephalitis
Zur Vorbeugung einer Enzephalitis gibt es gegen viele der Erreger Impfungen. Flächendeckend werden Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Kinderlähmung (Poliomyelitis) angeboten. Darüber hinaus gibt es Schutzimpfungen für Personen, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an einer Enzephalitis zu erkranken. Dazu zählt die Impfung gegen FSME für Bewohner von Gebieten, in denen gehäuft FSME-Viren durch Zecken übertragen werden (FSME-Gebiete). Außerdem ist es für Reisende nach Südostasien ratsam, sich gegen die Japanische Enzephalitis impfen zu lassen, sofern sie vorhaben, sich dort länger aufzuhalten oder in ländliche Gebiete zu reisen.
Hirndruck: Ursachen, Symptome und Behandlung
Bei erhöhtem Hirndruck herrscht innerhalb des Schädels zu hoher Druck. Ursachen können zum Beispiel Tumore oder Entzündungen sein. Die Symptome reichen von Kopfschmerzen bis Atemstillstand. Durch den knöchernen Schädel sind die verschiedenen Elemente in unserem Kopf räumlich begrenzt. Nehmen Hirngewebe, Blut oder das umgebende Hirnwasser an Volumen zu, verdrängen sie dadurch die jeweils anderen Elemente. Das Hirnwasser, auch Liquor oder Nervenflüssigkeit genannt, kann die Volumenzunahme in einem gewissen Rahmen ausgleichen, indem es in Räume entlang des Rückenmarks entweicht und so den Kopf entlastet. Doch dieser Spielraum ist auf wenige Milliliter begrenzt.
Symptome von erhöhtem Hirndruck
Ein erhöhter Hirndruck führt durch die Komprimierung von Hirnstrukturen zu Ausfallerscheinungen. Die Symptome unterscheiden sich je nach Ursache und den betroffenen Elementen. Besonders häufig kommt es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen. Ebenso können unterschiedlich große Pupillen oder Sehstörungen auftreten. Bei fortgeschrittenem Hirndruck kommt es zum Blutdruckanstieg, einem Abfallen der Herzfrequenz und Atemstörungen.
Ursachen von erhöhtem Hirndruck
Die Ursachen für einen Anstieg des Hirndrucks können vielfältig sein: Entzündungen wie Meningitis, Blutungen, Infarkte, Aneurysmen, Tumore oder auch eine erhöhte Nervenwasserproduktion kann zu erhöhten Drücken führen. Bei einem erhöhten Hirndruck mit unklarer Ursache spricht man vom sogenannten Pseudotumor cerebri, weil die Symptome ähnlich denen eines Tumors sein können, jedoch eben kein Tumor oder eine andere umfassend erklärende Ursache für den erhöhten Druck vorhanden ist. Besonders häufig davon betroffen sind übergewichtige Frauen im gebärfähigen Alter. Warum das so ist, weiß man bisher nicht.
Häufige Symptome des Pseudotumor cerebri sind Kopfschmerzen und Sehstörungen. So können Betroffene zum Beispiel unter sogenannten Gesichtsfeldausfällen leiden, das heißt, dass man einen Teil des normalerweise gesehenen Raums gar nicht mehr oder nur noch abgedunkelt sehen kann. Ebenso kann es zu Doppelbildern, einem Verlust des Scharfsehens oder im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung kommen. Insbesondere das Sehvermögen kann durch einen zu hohen Hirnwasserdruck bei einem Pseudotumor cerebri gefährdet werden. Ist der Druck über längere Zeit deutlich zu hoch, kann das für das Sehen wichtige Gehirnbereiche irreversibel schädigen. Daher ist eine zügige Therapie oft wichtig.
Behandlung von erhöhtem Hirndruck
Je nach Dringlichkeit stehen dafür Körpergewichtsreduktion, eine Verringerung der Hirnwasser-Neu-Produktion durch Medikamente und das Ablassen von Nervenwasser durch eine oder mehrere Lumbalpunktionen zur Verfügung. Bei einem sogenannten Normaldruckhydrozephalus kommt es zu einer teilweisen Erweiterung der Hohlräume, in denen sich das Hirnwasser im Schädel befindet. Der gemessene mittlere Hirndruck ist dabei jedoch normal. Zu den Symptomen des Normaldruckhydrozephalus zählen Demenz, Gangstörungen und Urininkontinenz. Alle drei Beschwerden nehmen mit Fortschreiten der Erkrankung immer mehr zu.
Für eine Diagnose werden zunächst die Symptome unter die Lupe genommen. Mithilfe von CT- und Kernspin-Bildern können Veränderungen im Gehirn festgestellt werden. Deuten die Symptome dann auf einen Normaldruckhydrozephalus hin, sorgt meist der Liquorablasstest für Klarheit: Dabei lässt der Neurologe etwas Hirnwasser (30 bis 50 Milliliter) aus dem Rückenmarkkanal ab. Dadurch bessern sich bei vielen Betroffenen die Symptome - vor allem das Gangbild - relativ zügig. Um das Gehirn bei Normaldruckhydrozephalus auf Dauer vom Nervenwasser zu entlasten, setzen Neurochirurgen einen sogenannten Shunt. Dabei wird ein Ventilsystem in den Kopf eingesetzt, das sich bei Überdruck öffnet und Hirnwasser durch einen Schlauch in die Bauchhöhle leitet. Das Ventilsystem ermöglicht dabei eine Regulation des Abflusses und verhindert so, dass zu viel Hirnwasser abgeleitet wird. Die individuelle Einstellung kann dann auch von außen durchgeführt werden. Eine rechtzeitige OP ist wichtig, um bleibende Schäden zu verhindern. Die Symptome wie Gangstörungen, Inkontinenz und auch beginnende Demenz bessern sich dadurch erheblich.
Fiebermanagement bei neurologischen Erkrankungen
Ich bin der Meinung, dass Fieber in der Akutphase eines SHT aggressiv behandelt werden muss. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich mal gelernt, dass Fieber sich sehr negativ auf das Outcome nach Hirnblutungen bzw. Wir hatten kürzlich einen "kleinen" Patienten mit sehr schweren SHT, wobei hohe Temperaturen (über 39,5°C) über längere Zeit toleriert wurden (dazu kommt, dass in dieser Phase ein erhöhtes pCO2 zu beobachten war -> > 65). Zum Thema SHT und Fieber, kann ich nichts sagen, damit hab ich keine Erfahrung; ich kann nur sagen, 39,5°C und das über längere Zeit, ist denn da nichts dagegen unternommen worden? Ich meine jetzt fiebersenkende Mittel, Antibiose ggf. Wir geben in der Regel ab 38,5°C etwas, v.a. die normalen Maßnahmen zur Senkung von Fieber sind natürlich (leider ohne Effekt) durchgeführt worden (Paracetamol, Wadenwickel, …). Das Fieber war auch nicht auf eine Infektion zurück zu führen (da innerhalb von kurzer Zeit nach Unfall und Einblutung in den Hirnstamm). Ich bin nur der Meinung, man hätte großzügiger und schneller aktiv kühlen müssen (was wir im Verlauf auch gemacht haben). nach Schaedigung des Hirnstammes,oder Zwischenhirns, kommt es gerne zur Hyperthermie,wenn saemtliche fiebersenkenden Massnahmen nicht fruchten,haben wir auch schon zur Novalgin DI gegriffen. Lb. ich komm aus der Erwachsenenpflege und kann sagen das wir runterkühlen mit klaten Infusionen und Eisspülungen über die MS. Wie das bei kleinen Kindern ist, weiß ich leider auch nicht so genau. Auch bei Pat. mit Schlaganfall sollte die Temp.