In unserer schnelllebigen Zeit sind Stress, Nervosität und Schlafstörungen weit verbreitete Probleme. Glücklicherweise bietet die Natur eine Vielzahl von Heilpflanzen, die uns helfen können, zur Ruhe zu kommen und unser inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Diese Pflanzen haben sich als wertvolle Unterstützung bei der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems und der Psyche erwiesen. Einige von ihnen wirken stimmungsaufhellend und angstlösend und können bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt werden. Eine Tasse warmer Kräutertee in einer ruhigen Minute kann Wunder wirken und zu Entspannung und Wohlbefinden beitragen.
Gesunder Schlaf und starke Nerven: Die Bedeutung von Heilpflanzen
Ein gesunder Schlaf ist essenziell für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Er ermöglicht uns, im Wachzustand leistungsfähig zu sein, Erlebnisse zu verarbeiten und Antikörper zu bilden. Wer zu wenig schläft, neigt zu Reizbarkeit und Nervosität. Umgekehrt kann Nervosität, beispielsweise durch Stress, Schlafstörungen verursachen. Hier können Heilpflanzen auf natürliche Weise Abhilfe schaffen. Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume sind bekannt dafür, nervöse Unruhe sowie Ein- und Durchschlafprobleme zu lindern.
Bekannte Heilpflanzen für Psyche und Schlaf
Viele Heilpflanzen können eingesetzt werden, um Unruhe, Angst, Schlafstörungen und einen nervösen Magen zu behandeln.
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Echter Lavendel wird traditionell bei Unruhe, Angst, Schlafstörungen und Verdauungsproblemen eingesetzt. Die ätherischen Öle des Lavendels wirken beruhigend und angstlösend. Ein Lavendelbad oder ein paar Tropfen Lavendelöl auf dem Kopfkissen können Wunder wirken.
Baldrian (Valeriana officinalis)
Baldrian dient als pflanzliches Beruhigungsmittel bei Schlafproblemen und leichten nervösen Störungen. Er gilt dank seiner beruhigenden Inhaltsstoffe als probates Mittel gegen Schlaflosigkeit und nervöser Anspannung. Für einen Tee zwei Teelöffel zerkleinerte Wurzel zwölf Stunden in einer Tasse kaltem Wasser ziehen lassen. Danach abseihen, den Tee erwärmen und trinken.
Lesen Sie auch: Schlaganfall und Heilpflanzen
Passionsblume (Passiflora incarnata)
Die Passionsblume hilft gegen nervöse Unruhe und Einschlafstörungen. Sie beruhigt das Nervensystem und wird häufig bei Angstzuständen und Schlafstörungen eingesetzt. Die Passionsblume kann als Tee genossen werden, aber wir empfehlen die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, da sie praktisch und leicht zu dosieren sind und eine gleichmäßige Einnahme ermöglichen.
Hopfen (Humulus lupulus)
Der Hopfen wird schon seit langem als beruhigendes und schlafförderndes Heilmittel genutzt. Er wird oft in Kombination mit Baldrian eingesetzt, etwa als Teemischung.
Melisse (Melissa officinalis)
Die Melisse hilft bei leichten Stresssymptomen, Schlafproblemen und leichten Magen-Darm-Krämpfen. Melisse vertreibt nervöse Unruhe und wirkt beruhigend auf das Nervensystem.
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Johanniskraut wird bei depressiven Episoden sowie zur Wundbehandlung angewendet. Es wirkt stimmungsaufhellend und schlaffördernd. Sein Inhaltsstoff Hypericin vertreibt leichtere Depressionen und wirkt außerdem schlaffördernd.
Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)
Cimicifuga kann Stimmungsschwankungen, etwa während der Wechseljahre oder vor der Regelblutung (PMS), lindern. Die Traubensilberkerze wird bei psychischen und neurovegetativen Wechseljahresbeschwerden wie Schlafstörungen, nervöse Reizbarkeit und Hitzewallungen empfohlen.
Lesen Sie auch: Traditionelle Anwendungen von Prunella vulgaris
Wichtig: Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.
Schlaf und Schlaf-Wach-Rhythmus
Der Schlaf-Wach-Rhythmus und viele andere biologische Abläufe im Körper, die sich täglich wiederholen, werden durch „innere Uhren“ gesteuert, wie sie in jeder Körperzelle sitzen. Diese werden vom Hirnstamm aufeinander abgestimmt und ungefähr auf einen 24-Stunden-Takt eingestellt. Als Anhaltspunkt dient dabei der tägliche Hell-Dunkel-Wechsel.
Normalerweise setzt sich der Nachtschlaf aus fünf bis sechs Schlafzyklen zusammen, die jeweils etwa 1,5 Stunden dauern. Jeder Zyklus kann in zwei Phasen unterteilt werden: Non-REM-Phase und REM-Phase.
Non-REM- und REM-Phase
REM steht für den englischen Begriff „rapid eye movement“: Gemeint sind schnelle, ziellose Augenbewegungen, die in der REM-Phase auftreten. Zudem kommt es in diesem Schlafabschnitt zu einem Ansteigen von Herz- und Atemfrequenz, Blutdruck, Hirndurchblutung, Magen- und Darmaktivität sowie Erektionen und einer verstärkten Durchblutung der Vagina.
Im Non-REM-Schlaf fehlen all diese Phänomene. Träume können in beiden Schlafphasen auftreten.
Lesen Sie auch: Diagnose von Schmerzen an der Außenseite des Knies
Heilpflanzen bei häufigen Problemen mit Psyche und Schlaf
Schlafstörungen können ganz unterschiedliche Ursachen haben - von äußeren Einflüssen (schlechte Matratze, Lärm, Zeitverschiebung etc.) über Ärger, nervöse Unruhe oder Angst bis hin zu Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Auch bei Erkrankungen wie Depressionen sowie körperlichen Schmerzen resultieren oftmals Schlafprobleme. Zu den häufigsten Formen von Schlafstörungen zählen Ein- und Durchschlafstörungen.
Baldrian gilt dank seiner beruhigenden Inhaltsstoffe als probates Mittel gegen Schlaflosigkeit und nervöser Anspannung. Er wird oftmals in Kombination mit dem ebenfalls stark beruhigend wirkenden Hopfen eingesetzt, etwa als Teemischung.
Auch Lavendel, Melisse und Passionsblume eignen sich zur Beruhigung bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe.
Weitere Heilpflanzen und ihre Wirkung
Ashwagandha
Ashwagandha ist ein natürliches Adaptogen, das dem Körper hilft, sich an Stress anzupassen, indem es das endokrine System reguliert und den Cortisolspiegel, das Stresshormon, senkt. Es reduziert Angst, verbessert die Stimmung, gibt mehr Energie und Vitalität, unterstützt die kognitiven Funktionen und fördert einen besseren Schlaf.
Rosenwurz (Rhodiola Rosea)
Rosenwurz (Rhodiola rosea) senkt die Ausschüttung von Stresshormonen. Das konnte eine schwedische Studie nachweisen. In Skandinavien nutzt man das Naturheilmittel auch gegen saisonal bedingte seelische Verstimmungen.
Damiana
Damiana stammt aus Mittelamerika und ist dort eine traditionelle Medizin gegen Stress. Neue Forschungen zeigen, dass die enthaltenen Flavonoide und Glykoside tatsächlich angstlösend und entspannend wirken. Die Pflanze kann als Tee oder Tinktur aus der Apotheke eingesetzt werden.
Jiaogulan
Kraut der Unsterblichkeit ist der zweite Name der Jiaogulan. Die Inhaltsstoffe der Blätter lindern Erschöpfung und stärken den Organismus. Sie können für einen Tee verwendet werden.
Weißdorn
Damit Stress das Herz nicht belastet, kann man zum Weißdorn greifen, er kräftigt das Herz. Alternativ zu einem Tee gibt es Extrakte in der Apotheke.
Lavendelsirup
Entspannend und dazu lecker: Lavendelsirup schmeckt zum Beispiel im Tee, aber auch in kalten Getränken. Dazu 500 ml Wasser mit 350 g Zucker und dem Saft einer Bio-Zitrone aufkochen. Zehn Minuten köcheln lassen, etwas abkühlen lassen. Dann fünf bis sechs Esslöffel getrocknete Lavendelblüten unterrühren. In ein verschließbares Glas geben, einen Tag durchziehen lassen. Dann durch ein Sieb abseihen.
Kräuter für Entspannung und Wohlbefinden
- Minze: Wirkt sehr hilfreich, wie in Studien und Untersuchungen belegt wurde.
- Fenchelkraut: Kann hilfreich eingesetzt werden, wenn man sich schon verkrampft, wenn man nur daran denkt, dass einem am Freitag dem 13. eine schwarze Katze von links ihren Weg kreuzt.
- Jiaogulan: Kann Abhilfe schaffen, wenn Angst und Stress Begleiterscheinungen hervorrufen. Bluthochdruck ist daher keine Seltenheit, wenn Sie sich ängstigen und unter Stress stehen.
- Schlüsselkraut: Um Verkrampfungen zu lindern, kann ein Tee aus Schlüsselkraut wahre Wunder wirken.
- Thymian: Kann nicht nur die Nerven beruhigen, sondern auch gegen trübe Gedanken vorgehen. Ein Tee aus Thymian kann so die schlechte Stimmung schnell vertreiben. Doch Vorsicht, wer mit niedrigem Blutdruck zu tun hat, sollte das Kraut nur in sehr geringer Menge verwenden, da es auch eine blutdrucksenkende Wirkung aufweist.
- Schnittlauch: Hat eine blutdrucksenkende Wirkung und kann eingesetzt werden, um Ängste zu bekämpfen und zu entspannen.
- Kümmel: Kümmel ist bekannt, dass es eine verdauungsfördernde Wirkung aufweist und auch bei Magenbeschwerden hilfreich eingesetzt werden kann.
- Korianderblätter: Kann die Symptome einer Bindehautentzündung lindern und gleichzeitig auch Ihr Immunsystem stärken.
- Rosmarin: Wird schon seit dem Mittelalter eingesetzt, um die Psyche aufzuhellen.
- Salbei: Ist dafür bekannt, dass es ein hervorragendes Kraut bei übermäßigem Schwitzen ist. Wer aufgrund des Tages Hitzewallungen an den Tag legt, hat mit einem Salbeitee einen wichtigen Helfer für sich.
- Basilikum: Hat heilende Eigenschaften und kann beispielsweise gegen Stress vorgehen. Zudem ist Basilikum ein Kraut, welches auch bei Schlafstörungen zum Einsatz kommt.
Anwendung von Heilpflanzen
Heilpflanzen können auf verschiedene Arten angewendet werden:
- Tee: Kräutertees sind eine einfache und wohltuende Möglichkeit, die beruhigenden Eigenschaften von Heilpflanzen zu nutzen.
- Tinkturen: Tinkturen sind alkoholische Auszüge von Heilpflanzen, die eine konzentrierte Form der Wirkstoffe enthalten.
- Ätherische Öle: Ätherische Öle können in einem Diffusor verwendet, in ein Trägeröl gemischt und auf die Haut aufgetragen oder dem Badewasser hinzugefügt werden.
- Kapseln und Tabletten: Fertigpräparate in Form von Kapseln und Tabletten sind eine praktische Option für die Einnahme von Heilpflanzen.
- Badezusätze: Kamille und Lavendel können auch als Badezusätze verwendet werden. Über ätherische Öle kann bereits der Duft eine beruhigende Wirkung haben.
Rezept für eine beruhigende, angstlösende Teemischung
Sinnvollerweise werden bei Teezubereitungen Heilpflanzen zu einer Rezeptur zusammengestellt, die eine ähnliche Wirkrichtung haben. Um eine beruhigende und angstlösende Mischung zu erhalten, haben sich neben der Passionsblume Hopfen, Baldrian, Orangenblüten und Lavendel bewährt.
- 10 g Passionsblumenkraut (Passiflorae herba)
- 10 g Hopfenzapfen (Lupuli strobulus)
- 10 g Baldrianwurzeln (Valerianae radix)
- 10 g Lavendelblüten (Lavandulae flos)
- 10 g Orangenblüten (Aurantii flos)
Dosierung: 1-3 × tgl. 1 TL dieser Teemischung mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 10-15 min bedeckt ziehen lassen und dann abseihen.
Rezept für eine beruhigende, angstlösende und nervenstärkende Tinktur
In der Volksheilkunde werden auch die Wurzeln der Erzengelwurz (Angelica archangelica) eingesetzt. Ihr volkstümlicher Name Angstwurz deutet auf den Einsatz bei Angstzuständen hin. Wurzeln bieten zudem das Potenzial, wieder „festen Boden unter den Füßen“ zu gewinnen, was in Angstsituationen hilfreich sein kann.
- 5 g Lavendelblüten (Lavandulae flos)
- 5 g Erzengelwurzwurzeln (Angelicae radix)
- 50 ml Ethanol 70 % (v/v)
Lavendelblüten und Erzengelwurzwurzeln in einem Mörser etwas zerkleinern. In ein Auszugsgefäß mit Glasstopfen geben und mit dem Ethanol übergießen. 3 Wochen an einem warmen Ort ausziehen lassen und dabei jeden Tag leicht bewegen. Abseihen und in ein braunes Tropffläschchen abfüllen.
Dosierung für Erwachsene: 3-4 × tgl. 20-30 Tr. einnehmen.
Wichtige Hinweise zur Anwendung von Heilpflanzen
Heilpflanzen sind zunächst einmal Hilfsmittel aus der Natur, die in den meisten Fällen gut verträglich sind. Dennoch kann es auch bei Pflanzen zu allergischen Reaktionen kommen. Treten nach der Anwendung von pflanzlichen Produkten in irgendeiner Form Beschwerden auf, sollte man auf eine weitere Anwendung verzichten und feststellen lassen, ob womöglich eine Allergie vorliegt.
Darüber hinaus gibt es bei manchen Pflanzen auch Gegenanzeigen. Zitronenmelisse sollte man beispielsweise nicht nehmen, wenn Schilddrüsenprobleme bestehen.
Die Anwendung von Heilpflanzen basiert oft auf langjährigen Erfahrungswerten. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit gibt es jedoch nicht in allen Fällen. Ob die Pflanzen Wirkung zeigen und die Beschwerden tatsächlich lindern können, ist also nicht unbedingt in jedem Fall gesagt. Außerdem ist es bei der Anwendung von pflanzlichen Mitteln häufig so, dass man sie über einen gewissen Zeitraum ausprobieren muss, weil sich eine mögliche Wirkung erst nach einer Weile einstellt. Wer es mit den natürlichen Helfern versuchen möchte, braucht möglicherweise also ein wenig Geduld.
Angstlösende Heilpflanzen in der Therapie
Angstlösende Heilpflanzen und deren Präparate besitzen einen großen Stellenwert in der Therapie verschiedener Beschwerdebilder. Denn viele Heilpflanzen werden nicht nur bei Angstzuständen eingesetzt, sie wirken auch beruhigend auf das vegetative Nervensystem bei Stress und Nervosität und lindern Kummer und Sorgen. Auch bei Einschlafstörungen kommen diese Heilpflanzen oft in Kombinationen zum Einsatz.
Der Wunsch der Patienten nach einer Behandlung mit Phytotherapie nimmt zu, insbesondere da bei der Verwendung synthetischer Präparate wie beispielsweise der Benzodiazepine Nebenwirkungen und die Gefahr einer Abhängigkeit auftreten können.
Sinnvoll ist es jedoch auf jeden Fall, dass im Vorfeld der Behandlung eine umfassende Diagnose mit Abklärungen der möglichen Ursachen erfolgt.
Bei leichten bis mittleren Angststörungen können Heilpflanzen mittel- bis langfristig als alleinige Therapie eingesetzt werden. Bei schweren Angststörungen kommen synthetische Arzneimittel zum Einsatz, die jedoch durch Heilpflanzen in ihrer Wirkung unterstützt werden können. Um der Entwicklung schwerer und generalisierter Angsterkrankungen vorzubeugen, ist es sinnvoll, schon früh, das heißt bei Anzeichen leichter bis mittlerer Angststörungen mit der Anwendung pflanzlicher Anxiolytika zu beginnen, da deren volle Wirkung erst nach 2-3 Wochen beginnt.
Schmalblättriger Lavendel (Lavandula angustifolia/officinalis)
Der Schmalblättrige Lavendel, auch Arznei-Lavendel genannt, ist ein verholzender Halbstrauch, der bis zu 60 cm hoch werden kann und grüngraue, schmal-lanzettliche Blätter trägt. Berühmt wurde dieser Lippenblütler aufgrund seiner endständigen Blütenähren mit vielen kleinen, hell- bis dunkelvioletten Einzelblüten, die in grau behaarten Kelchen sitzen und einen starken Duft verströmen.
Verantwortlich für die beruhigende und angstlösende Wirkung der Lavendelblüten ist das ätherische Öl. Dieses ist ein Vielstoffgemisch aus 160-180 unterschiedlichen Substanzen. Die Leitsubstanzen sind bis zu 50 % Monoterpenester, vor allem Linalylacetat, und bis zu 40 % Monoterpenole wie Linalool.
Phytotherapeutisch werden die Lavendelblüten ebenso wie das ätherische Lavendelöl zur Behandlung von Unruhezuständen, bei Einschlafstörungen, bei Erregung, zur Besserung leichter Stress-und Erschöpfungssymptome und außerdem bei Angst (zum Beispiel Prüfungsangst, Lampenfieber oder Reizüberflutung) eingesetzt.
Fleischfarbene Passionsblume (Passiflora incarnata)
Die Fleischfarbene Passionsblume (Passiflora incarnata) ist ein immergrüner, ausdauernder Kletterstrauch, der bis 6 m lange, verholzende Triebe entwickelt. Auffallend sind die betörend duftenden, großen Blüten mit einem Farbspektrum von Weiß, Rosa bis Violett.
Im Kraut, das phytotherapeutisch verwendet wird, finden sich charakteristische Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Flavonoide. Dabei handelt es sich vor allem um von Apigenin und Luteolin abgeleitete Flavonglykoside wie Isovitexin, Schaftosid, Isoorientin und Swertosin. Freie Aminosäuren (unter anderem Gamma-Amino-Buttersäure, GABA), Glykoproteine sowie ätherisches Öl sind in Spuren vorhanden.
Passionsblumenkraut wirkt angstlösend, beruhigend und schwach krampflösend.
Aufgrund der nicht ausreichenden Studienlage wurde die Passionsblume von der Kommission E, der ESCOP und dem HMPC nur bei Unruhezuständen, Angespanntheit und leichten Stresssymptomen sowie als Schlafhilfe monografiert. In der Volksheilkunde wird die Heilpflanze jedoch unter anderem auch bei Angstzuständen und nervösen Herzbeschwerden eingesetzt.
Natürliche Methoden zur Stressbewältigung
Anstatt nur auf Medikamente zu setzen, können natürliche Methoden zur Bewältigung von Stress und Angst eine nachhaltigere Lösung mit weniger Nebenwirkungen bieten.
Natürliche Methoden umfassen Entspannungstechniken, Bewegung, Meditation und die Verwendung von Heilpflanzen.
Vorteile natürlicher Methoden
- Weniger Nebenwirkungen: Heilpflanzen haben im Allgemeinen weniger Nebenwirkungen im Vergleich zu pharmazeutischen Medikamenten.
- Leicht erhältlich: Viele Heilpflanzen sind leicht verfügbar und können sogar zu Hause angebaut werden.
- Ganzheitlich: Heilpflanzen behandeln oft nicht nur die Symptome, sondern auch die zugrunde liegenden Ursachen von Stress und Angst.
- Ernährungsbeitrag: Neben ihren heilenden Eigenschaften bieten viele Pflanzen zusätzliche ernährungsphysiologische Vorteile.
tags: #heilpflanze #gut #fur #die #nerven