Heilpraxis Nervenschmerzen Behandlung: Ein ganzheitlicher Ansatz zur Linderung

Nervenschmerzen, auch neuropathische Schmerzen oder Neuralgien genannt, sind ein weit verbreitetes Leiden, von dem schätzungsweise 7-10 % der Weltbevölkerung und etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Diese Schmerzen entstehen durch Reizung oder Schädigung von Nervenzellen oder Nervenfasern und können sich in vielfältiger Weise äußern. Typisch ist ein Ausstrahlungsschmerz in Beine oder Arme, der oft als brennend oder ziehend empfunden wird.

Als Heilpraktikerin und Physiotherapeutin mit über 30 Jahren Erfahrung in der Begleitung von Menschen auf ihrem Weg zur Genesung und verbesserten Lebensqualität, betrachte ich den Menschen im Sinne der Ganzheitlichkeit. Mein Ziel ist es, für jeden Patienten individuell die bestmögliche Behandlung zu entwickeln.

Ursachen und Formen von Nervenschmerzen

Nervenschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Dazu gehören:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Ein eingeklemmter, gereizter oder entzündeter Nerv, wie bei der Ischiasneuralgie, oder eine Verengung des Spinalkanals.
  • Kompression des Trigeminusnervs: Oft verursacht durch ein benachbartes Blutgefäß, was zu einer Trigeminusneuralgie führt.
  • Verletzungen, Unfälle oder Operationen: Können ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (Morbus Sudeck) auslösen.
  • Infektionen: Wie die Gürtelrose, bei der das Varizella-Zoster-Virus die Nerven entzündet.
  • Diabetes mellitus: Führt zu Nervenschädigungen an den Füßen und Händen (diabetische Polyneuropathie).
  • Alkoholmissbrauch: Kann die Nerven schädigen und zu einer Polyneuropathie führen.
  • Zentrale Neuropathie: Ausgelöst durch Schlaganfall oder Erkrankungen wie Multiple Sklerose.
  • Tumorerkrankungen: Können Auswirkungen auf das Nervensystem haben, ebenso wie deren Therapie (Nervenschädigungen durch Chemotherapie).

Häufige Formen von Neuralgien sind:

  • Hexenschuss (Lumbago, Lumbalgie): Mit Ausstrahlungsschmerzen in das Bein (Ischialgie, Ischiasneuralgie).
  • Post-Zoster-Neuralgie: Nach einer Gürtelrose durch Herpes-Zoster.
  • Trigeminusneuralgie: Entzündung des Trigeminusnervs im Gesicht.

Symptome von Nervenschmerzen

Nervenschmerzen werden meist als brennende, kribbelnde, stechende oder elektrisierende Schmerzen beschrieben. Sie können plötzlich einschießen oder den betroffenen Bereich übersensibel machen. Nervenschmerzen im Bein können auch zu kurzen neurologischen Ausfällen führen. Häufig treten die Symptome bei Ruhe oder in der Nacht auf, was zu Schlafstörungen führen kann. Chronische Nervenschmerzen können sich auch auf das Gemüt auswirken und zu Rückzug und depressiven Verstimmungen führen.

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Diagnose von Nervenschmerzen

Die Diagnose von Nervenschmerzen erfordert eine gründliche Anamnese und neurologische Untersuchung. Dabei werden typische Beschwerden wie Taubheit, Lähmungserscheinungen oder Allodynie (Schmerzen bei sanfter Berührung) erfasst. Es kann die Nervenleitgeschwindigkeit untersucht und bildgebende Verfahren (CT, MRT) eingesetzt werden, um Nervenschädigungen sichtbar zu machen. Das Führen eines Schmerztagebuches kann für Patienten hilfreich sein, um Klarheit über das Auf und Ab der Beschwerden zu gewinnen.

Heilpraktische Behandlungsansätze bei Nervenschmerzen

Als Heilpraktikerin biete ich verschiedene Therapieformen an, die darauf abzielen, die Ursachen von Nervenschmerzen zu behandeln und die Symptome zu lindern. Dabei betrachte ich den Menschen ganzheitlich und berücksichtige sowohl körperliche als auch seelische Aspekte.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die darauf abzielt, Schmerzen und Funktionsstörungen im Körper durch Injektionen von Lokalanästhetika zu lindern. Dabei werden Lokalanästhetika, meist Procain oder Lidocain, in bestimmte Punkte des Körpers injiziert, die als Auslöser für Schmerzen oder Funktionsstörungen identifiziert wurden. Die Injektionen sollen das vegetative Nervensystem beruhigen, die Durchblutung verbessern und die Heilungsprozesse im Körper anregen.

Es gibt verschiedene Formen der Neuraltherapie:

  • Segmenttherapie: Das Betäubungsmittel wird in die Hautsegmente gespritzt, die mit den betroffenen Organen oder Körperbereichen in Verbindung stehen.
  • Erweiterte Segmenttherapie: Das Lokalanästhetikum wird in die Grenzstränge gespritzt, die parallel zur Wirbelsäule verlaufen und die Schaltstellen des vegetativen Nervensystems enthalten.
  • Störfeldtherapie: Diese Form basiert auf der Theorie, dass im Körper Störfelder entstehen können, die Dauerreize an entfernte Körperstellen senden und Erkrankungen und Schmerzen verursachen. Der Neuraltherapeut schaltet das Störfeld mittels Anästhetikum aus, wodurch sich die Beschwerden schlagartig bessern sollen. Typische Störfelder sind Narben, chronische Entzündungsherde oder erkrankte Zähne.

Die Neuraltherapie kann bei akuten und chronischen Erkrankungen eingesetzt werden, insbesondere bei chronischen Schmerzen, Entzündungen, Nervenschmerzen, funktionellen Störungen, Gelenkerkrankungen, hormonellen Beschwerden, Depressionen und Allergien.

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Akupunktur

Akupunktur ist eine traditionelle chinesische Heilmethode, die seit Tausenden von Jahren angewendet wird. Sie basiert auf der Vorstellung, dass der Körper über Meridiane (Energiebahnen) verfügt, durch die die Lebensenergie (Qi) fließt. Durch das Setzen von Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten entlang dieser Meridiane soll das energetische Gleichgewicht im Körper wiederhergestellt und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Bei der Behandlung von Nervenschmerzen können bestimmte Akupunkturpunkte ausgewählt werden, die den betroffenen Nerven oder Körperbereich beeinflussen. So können beispielsweise bei einer Trigeminusneuralgie Punkte entlang des Verlaufs der drei Äste des Nervus trigeminus genadelt werden.

Chiropraktik nach Dr. Ackermann

Chiropraktik nach Dr. Ackermann ist eine spezielle Form der chiropraktischen Behandlung, die von Dr. W.P. Ackermann entwickelt wurde. Diese Methode zeichnet sich durch präzise diagnostische Techniken und sanfte Manipulationstechniken aus, die auf die Korrektur von Fehlstellungen in der Wirbelsäule und anderen Gelenken abzielen. Durch die Korrektur von Fehlstellungen können Nerven entlastet und Reizungen reduziert werden.

Osteopathie

Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Therapieform, die darauf abzielt, Funktionsstörungen im Körper zu erkennen und zu behandeln. Sie basiert auf der Idee, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden und dass der Körper die Fähigkeit zur Selbstheilung besitzt. Osteopathen verwenden manuelle Techniken, um Funktionsstörungen in Muskeln, Gelenken, Bindegewebe und Organen zu ertasten und zu behandeln. Ziel ist es, die Beweglichkeit zu verbessern, die Durchblutung zu fördern, Spannungen zu lösen und das Zusammenspiel der verschiedenen Körpersysteme zu optimieren.

Mesotherapie

Mesotherapie ist eine minimalinvasive Behandlungstechnik, bei der kleine Mengen von Medikamenten, Vitaminen, Mineralstoffen oder homöopathischen Mitteln in die mittlere Hautschicht (Mesoderm) injiziert werden. Sie wird unter anderem zur Schmerztherapie eingesetzt, um die Durchblutung zu fördern, den Stoffwechsel zu stimulieren und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

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Schröpfen

Schröpfen ist eine alternativmedizinische Therapieform, bei der spezielle Gläser oder Schröpfköpfe auf die Haut aufgesetzt werden, um ein Vakuum zu erzeugen. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und die Muskulatur entspannt. Schröpfen wird häufig in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sowie in verschiedenen alternativen Therapien eingesetzt.

Bio-Lifting nach Prof. Dr. med.

Diese Behandlung ist ein Lifting zur Regeneration der Haut und bietet somit eine langanhaltende Wirkung. Falten werden deutlich reduziert oder verschwinden gänzlich, die Kollagenbildung kann gesteigert werden, die Haut kann die Feuchtigkeit besser speichern und wirkt deshalb jünger. Eine Verbesserung von Akne-Narben (Narben allgemein werden deutlich weniger) und eine vitale und frische Ausstrahlung können erzielt werden. je nach Anwendungsgebiet werden generell ca. 1. 2. 3. 4. Gesicht, Hals und Dekolleté werden sorgfältig behandelt und gepflegt. 5. Diese nicht-chirurgischen Techniken haben den Vorteil, dass sie weniger invasiv sind, eine kürzere Erholungszeit haben und in der Regel mit weniger Risiken und Nebenwirkungen verbunden sind als traditionelle chirurgische Faceliftings.

Weitere naturheilkundliche Maßnahmen

Neben den genannten Therapieformen können auch weitere naturheilkundliche Maßnahmen zur Behandlung von Nervenschmerzen eingesetzt werden, wie z.B.:

  • Phytotherapie: Pflanzliche Mittel mit schmerzlindernden, entzündungshemmenden und nervenberuhigenden Eigenschaften.
  • Homöopathie: Individuell ausgewählte homöopathische Mittel, die die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen.
  • Ernährungstherapie: Eine ausgewogene Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln und Vermeidung von Triggerfaktoren.
  • Entspannungstechniken: Stressreduktion durch Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation oder autogenes Training.
  • Bewegungstherapie: Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Förderung der Durchblutung.
  • Orthomolekulare Medizin: Gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen wie B-Vitaminen, Magnesium und Vitamin D, die für die Nervenfunktion wichtig sind.

Was Sie selbst tun können

Neben der professionellen Behandlung durch einen Heilpraktiker oder Arzt können Sie auch selbst einiges tun, um Ihre Nervenschmerzen zu lindern:

  • Ursachen behandeln: Liegt eine Grunderkrankung wie Diabetes oder Alkoholerkrankung vor, sollte diese behandelt werden.
  • Vermeiden Sie Alkohol und Nikotin: Diese Substanzen können die Nerven schädigen.
  • Ernähren Sie sich vollwertig: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten.
  • Achten Sie auf Ihre Körperhaltung: Vermeiden Sie Fehlhaltungen und einseitige Belastungen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Moderate Bewegung kann die Durchblutung fördern und die Muskulatur stärken.
  • Sorgen Sie für ausreichend Schlaf: Schlafmangel kann die Schmerzen verstärken.
  • Reduzieren Sie Stress: Entspannungsübungen können helfen, Stress abzubauen.
  • Achten Sie auf Verletzungen: Bei verringertem Schmerzempfinden ist es wichtig, auf Verletzungen oder Wunden in den betroffenen Bereichen zu achten.
  • Passen Sie Ihre Kleidung an: Wenn sich Ihre Probleme bei kaltem Wetter verschlechtern, passen Sie Ihre Bekleidung entsprechend an.

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