Nervenschmerzen, auch bekannt als neuropathische Schmerzen, können eine erhebliche Belastung darstellen. Die Behandlung dieser Schmerzen ist oft komplex und erfordert einen individuellen Ansatz. Sowohl Kälte- als auch Wärmeanwendungen können eine Rolle bei der Linderung von Nervenschmerzen spielen, wobei die Wahl der Methode von der Ursache und den spezifischen Symptomen abhängt. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkungsweisen von Kälte und Wärme, ihre Anwendungsbereiche und gibt praktische Tipps zur Anwendung.
Die Wirkung von Kälte bei Nervenschmerzen
Kälte hat eine schmerzhemmende Wirkung, da sie die Reizweiterleitung der Nerven herabsetzt. Die Reizweiterleitung wird durch Kälte verlangsamt, bei ausreichender Auskühlung kann es zu einer nahezu vollständigen Leitungsblockade kommen. Kälte verengt die Blutgefäße und reduziert die Durchblutung. Dieser Effekt wird genutzt, damit sich Schwellungen und Blutergüsse nicht ausbreiten. Außerdem dämpft Kälte örtliche Entzündungsvorgänge.
Anwendungsbereiche von Kälte
- Akute Verletzungen: Bei akuten Verletzungen, die mit Schwellungen oder Blutergüssen einhergehen, lindert Kälte den Schmerz und minimiert die Schwellung.
- Entzündungen: Kälte kann bei Entzündungen helfen, da sie den Blutnachschub reduziert und die Entzündungsreaktion drosselt. Dies kann beispielsweise bei einem Tennisarm oder bei Kniebeschwerden nach dem Sport hilfreich sein.
- Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie (CIPN): Bei Patienten, die mit taxanhaltigen Medikamenten (Paclitaxel, Docetaxel, nab-Paclitaxel) behandelt werden, kann eine Kühlung der Hände und Füße während der Therapie helfen, eine Polyneuropathie zu vermeiden.
Praktische Anwendung von Kälte
- Kühlpads: Kühlpads sind einfach anzuwenden und können im Gefrierfach gelagert werden.
- Eiswürfel: Zerstoßene Eiswürfel in einer Plastiktüte können ebenfalls verwendet werden.
- Kälte-Lolly: Ein selbstgemachtes Therapiegerät kann hergestellt werden, indem man Wasser in einen leeren Joghurtbecher füllt, einen Löffel reinsteckt und das Ganze in der Gefriertruhe erstarren lässt.
- TMX® RECOVERY SLEEVES: Diese innovativen Wärme- und Kühlbandagen sind speziell für die Regeneration und Entspannung von Muskeln und Gelenken entwickelt worden. Für den Kühleffekt den Sleeve mindestens 2 Stunden ins Gefrierfach oder in den Kühlschrank legen.
- Cool Pack Comfort Kalt Warm Kompresse: Legen Sie Cool Pack Comfort Kalt Warm Kompresse vor dem Gebrauch ca. 2 Stunden ins Gefrierfach. Schlagen Sie die Coolpack Comfort Kaltkompresse in ein dünnes Tuch ein und legen Sie diese auf die schmerzende Stelle.
Wichtig: Um Erfrierungen der Haut zu vermeiden, sollte die Kälteanwendung nicht direkt auf die Haut aufgebracht werden. Es ist ratsam, ein dünnes Tuch zwischen Kühlmittel und Haut zu legen.
Die Wirkung von Wärme bei Nervenschmerzen
Wärme weitet die Blutgefäße und steigert die Durchblutung. Folglich wird das Gewebe besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Überdies werden Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert. Wärme lockert außerdem Muskelverspannungen und steife Gelenke.
Anwendungsbereiche von Wärme
- Muskelverspannungen: Wärme kann bei Muskelverspannungen helfen, da sie die Durchblutung fördert und die Muskeln entspannt.
- Chronische Schmerzen: Bei chronisch entzündlichen Schmerzen kann eine lokale Wärmebehandlung helfen.
- Bauchkrämpfe: Wärme mildert Bauchkrämpfe.
- TMX® RECOVERY SLEEVES: Den Sleeve für 30-45 Sekunden in die Mikrowelle legen. Die Wärme fördert die Durchblutung, entspannt Muskeln und lindert Verspannungen.
- Cool Pack Comfort Kalt Warm Kompresse: Erwärmen Sie Cool Pack Comfort Kalt Warm Kompresse vor dem Gebrauch ca. 2 Minuten in bis zu 80°C heißem Wasser oder ca. 30 Sekunden bei 600 Watt in der Mikrowelle. Schlagen Sie die Coolpack Comfort Warmkompresse in ein dünnes Tuch ein und legen Sie diese auf die schmerzende Stelle.
Praktische Anwendung von Wärme
- Wärmflaschen: Wärmflaschen sind eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Wärme anzuwenden.
- Kirschkernkissen: In der Mikrowelle gewärmte Kirschkernkissen geben eine angenehme Wärme ab.
- Rotlichtlampe: Eine Rotlichtlampe kann ebenfalls zur Wärmebehandlung eingesetzt werden.
- TMX® RECOVERY SLEEVES: Diese innovativen Wärme- und Kühlbandagen sind speziell für die Regeneration und Entspannung von Muskeln und Gelenken entwickelt worden. Den Sleeve für 30-45 Sekunden in die Mikrowelle legen.
- Cool Pack Comfort Kalt Warm Kompresse: Erwärmen Sie Cool Pack Comfort Kalt Warm Kompresse vor dem Gebrauch ca. 2 Minuten in bis zu 80°C heißem Wasser oder ca. 30 Sekunden bei 600 Watt in der Mikrowelle. Schlagen Sie die Coolpack Comfort Warmkompresse in ein dünnes Tuch ein und legen Sie diese auf die schmerzende Stelle.
Paradoxe Effekte: Kälte als Auslöser von Schmerzen
Während Kälte bei gesunden Menschen mit akutem Schmerz schmerzhemmend sein kann, existiert bei Patienten mit Nervenschmerzen ein gegenteiliger Effekt: Sie reagieren häufig überempfindlich auf Kälte und empfinden manchmal schon bei einem leichten Luftzug starke Schmerzen. Dieser Effekt wird als Kälteallodynie bezeichnet.
Lesen Sie auch: Tabletten zur Linderung von Polyneuropathie-Symptomen
Ursachen der Kälteallodynie
Verantwortlich dafür sind Eiweiße der Zelloberfläche der Nerven, die die Nervensignale um ein Vielfaches steigern und zu der unangenehmen Wahrnehmung führen. Das Platinsalz wirkt nun wie eine Art „Fuß in der Tür“: Unter Kälte wird die Tür nicht vollständig geschlossen, sondern springt wieder auf und schlägt so in rascher Folge auf und zu.
Forschung zu Kälte und Schmerz
Die Forschungen zu Temperaturänderungen und zur Erregbarkeit von Nervenfasern helfen enorm, das zunächst verwirrend erscheinende Bild mit scheinbar widersprüchlichen Effekten zu klären. Medikamente, die eine Übererregbarkeit von Nervenzellen durch ihre Wirkung an Kaliumkanälen erzielen, werden bereits zur Behandlung von bestimmten Epilepsieformen eingesetzt.
Weitere Produkte und Hilfsmittel
- COOL*SAFE Medikamenten-Kühltasche: Diese Kühltasche ist ideal für den Transport von kühlkettenpflichtigen Medikamenten.
Lesen Sie auch: Polyneuropathie: Integrative Behandlung mit Akupunktur
Lesen Sie auch: Alternative Behandlungsmethoden bei Epilepsie
tags: #helfen #kuhlakkus #gegen #nervenschmerzen