Henriettenstift Neurologie: Ein umfassender Überblick über das Team und seine Schwerpunkte

Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie im DIAKOVERE Henriettenstift in Hannover bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur. Unter neuer Leitung von Chefärztin Prof. Dr. Susanne Petri wird die Klinik stetig weiterentwickelt, um den wachsenden Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht zu werden.

Das Team der Neurologie im Henriettenstift

Das 15-köpfige Team der Klinik umfasst Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Pflegekräfte und Therapeutinnen und Therapeuten. Durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen wird eine umfassende und individuelle Betreuung der Patientinnen und Patienten gewährleistet.

  • Chefärztin: Prof. Dr. Susanne Petri leitet die Klinik seit dem 1. Oktober 2024. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Neurologie und hat sich insbesondere auf neuromuskuläre Erkrankungen spezialisiert.
  • Oberärzte: Oberarzt Jens Diekmann und Oberarzt Dr. Bernhard Badel tragen maßgeblich zur Patientenversorgung und Weiterentwicklung der Klinik bei.
  • Assistenzärzte: Assistenzärztin Laura Valentina Garcia Forero unterstützt das Team bei der täglichen Arbeit.
  • Pflegekräfte: Pflegefachkraft Sarah Firus und Pfleger Indra Bahadur Thapa gewährleisten eine kompetente und zugewandte Pflege der Patientinnen und Patienten.
  • Weitere Teammitglieder: Das Team wird durch medizinisch-technische Assistentinnen und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen ergänzt.

Schwerpunkte der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie im Henriettenstift deckt ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören:

  • Schlaganfälle: Die Klinik verfügt über eine zertifizierte Stroke Unit zur Akutversorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten. Jährlich werden über 500 Notfallpatientinnen und -patienten mit Schlaganfall behandelt.
  • Anfallsleiden (Epilepsie)
  • Multiple Sklerose (MS): Im Henriettenstift profitieren MS-Patientinnen und -Patienten von einer umgehenden Diagnostik im hauseigenen Liquorlabor sowie von den ambulanten MS-Sprechstunden. Auch die Therapieambulanz, insbesondere in der Immuntherapie und -beratung, wird gut angenommen.
  • Hirntumore: Seit 2006 findet das interdisziplinäre Tumorboard der Klinik für Neurologie des DIAKOVERE Henriettenstifts und der Neurochirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) statt.
  • Parkinson-Erkrankung und andere Bewegungsstörungen: Neuromuskuläre Erkrankungen wie Parkinson und andere Bewegungsstörungen werden auch hier umfassend stationär versorgt.
  • Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzen
  • Bandscheibenvorfälle
  • Polyneuropathien und andere Schädigungen peripherer Nerven
  • Erkrankungen der Muskulatur

Ausbau der Behandlung von ALS

Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik liegt auf der Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Ab Dezember wird eine spezielle Sprechstunde für Betroffene und deren Angehörige am Henriettenstift angeboten. Prof. Petri hat sich frühzeitig klinisch und wissenschaftlich für das Gebiet der neuromuskulären und speziell der Motoneuronenerkrankungen interessiert und ihre Expertise besonders im Bereich der ALS immer weiter vertieft. Ihr Wunsch ist es, klinische Therapiestudien hierfür im Haus zu verankern. Bisher gibt es für ALS noch keine Heilung.

Neurologische Frührehabilitation

Die neurologische Frührehabilitation im Henriettenstift bietet schwer erkrankten Patientinnen und Patienten, die oftmals direkt von der neurologischen Intensivstation im Friederikenstift (DKF) und Henriettenstift (DKH) kommen, ein nahtloses und wohnortnahes Angebot zur Rehabilitation im Anschluss an die Akutphase angeboten. Typische Krankheitsbilder in Phase B sind zum Beispiel Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumen, neurochirurgisch behandelte Hirn- und Wirbelsäulenerkrankungen oder entzündliche Nervenläsionen. Die individuelle Behandlungszeit beträgt dabei 300 Minuten am Tag.

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Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten

Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie verfügt über ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, um neurologische Erkrankungen umfassend zu untersuchen und zu behandeln. Dazu gehören:

  • Neurophysiologische Diagnostik: Das gesamte Spektrum der neurophysiologischen Diagnostik samt Bildgebung ist möglich, zwei medizinisch-technische Assistentinnen sind vor Ort.
  • Bildgebende Verfahren: Die enge Zusammenarbeit mit anderen diagnostischen und therapeutischen Abteilungen im Henrietten- und im Friederikenstift wie der Radiologie, der Neuro- oder der Gefäßchirurgie und der Inneren Medizin bietet eine herausragende fachärztliche Versorgung in der Klinik. Oberarzt Jens Diekmann prüft die Durchgängigkeit und Strömungsverhältnisse in Gefäßen am Hals.
  • Liquordiagnostik: Im hauseigenen Liquorlabor könnenLiquoruntersuchungen durchgeführt werden.
  • Ambulante Sprechstunden: Etablierte ambulante Sprechzeiten für die Bereiche Multiple Sklerose, Hirntumoren oder die Botulinumtoxintherapie bleiben bestehen.
  • Komplexbehandlungen: Im Bereich der häufigsten neurologischen Krankheitsbilder wie Schlaganfall, MS, Parkinson, Epilepsie oder auch bei der Schmerztherapie bieten beide Kliniken gezielte und hoch spezialisierte Behandlungsprogramme, auch als Komplexbehandlungen.

Kooperationen und Vernetzung

Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie im Henriettenstift arbeitet eng mit anderen Kliniken und Institutionen zusammen, um eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Dazu gehören:

  • DIAKOVERE Friederikenstift: Die neurologischen Kliniken der DIAKOVERE im Friederikenstift und im Henriettenstift in Hannover bieten in enger Zusammenarbeit eine umfassende Diagnostik und Therapie.
  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH): Seit 2006 findet das interdisziplinäre Tumorboard der Klinik für Neurologie des DIAKOVERE Henriettenstifts und der Neurochirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) statt.
  • Beratungszentrum KOMPASS: Ab Herbst 2024 eröffnet mit KOMPASS ein spezialisiertes Beratungszentrum in DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen in Hannover-Mittelfeld. Erstmalig im Raum Hannover richtet sich ein solches Angebot an Menschen ab 18 Jahren, die nach einer Hirnschädigung dauerhafte Einschränkungen der körperlichen und vor allem psychischen Leistungsfähigkeit erleben.

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