Die neurologischen Kliniken der DIAKOVERE, bestehend aus dem Friederikenstift und dem Henriettenstift in Hannover, arbeiten eng zusammen, um eine umfassende Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Gehirns, Rückenmarks, der peripheren Nerven, des vegetativen Nervensystems sowie der Muskulatur anzubieten. Dieser Artikel beleuchtet die Schwerpunkte der Neurologie im Henriettenstift, gibt Einblicke in die Behandlungsschwerpunkte und fasst Patientenperspektiven zusammen.
Neurologische Versorgung im DIAKOVERE Verbund
Die steigende Lebenserwartung führt zu einer Zunahme von Hirn- und Nervenerkrankungen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen die Kliniken im DIAKOVERE Verbund auf eine professionelle, breit aufgestellte und patientenzentrierte medizinische Versorgung in der Akutmedizin.
Prof. Dr. Fedor Heidenreich, Chefarzt der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie im Henriettenstift, betont, dass von den jährlich etwa 2700 neurologischen Patienten rund 1000 einen Schlaganfall erleiden. Der Schwerpunkt liegt daher auf vaskulären Behandlungen wie Lysen, Thrombektomien oder Carotisoperationen. Zudem ist im Henriettenstift die erste neurologische Frührehabilitation des Stadtgebietes angesiedelt.
Behandlungsschwerpunkte im Henriettenstift
Das Henriettenstift deckt ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Zu den wichtigsten Schwerpunkten zählen:
- Schlaganfall: Zertifizierte Stroke Unit mit Fokus auf Akutversorgung und Frührehabilitation.
- Multiple Sklerose (MS): Umfassende Diagnostik im eigenen Liquorlabor sowie ambulante MS-Sprechstunden und Therapieambulanz, insbesondere in der Immuntherapie und -beratung.
- Neuromuskuläre Erkrankungen: Stationäre Versorgung von Parkinson und anderen Bewegungsstörungen.
- Neurophysiologische Diagnostik: Das gesamte Spektrum inklusive Bildgebung wird angeboten.
Spezialisierung und Kooperation
Neben den genannten Schwerpunkten profitieren Patienten von der engen Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Seit 2006 findet ein interdisziplinäres Tumorboard der Klinik für Neurologie des DIAKOVERE Henriettenstifts und der Neurochirurgie der MHH statt.
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Patientenperspektiven und Erfahrungen
Die Erfahrungen von Patienten mit der Neurologie im Henriettenstift sind vielfältig. Einige Patienten berichten von sehr positiven Erfahrungen:
- Positive Erfahrungen: Mehrere Patienten loben die Kompetenz und Freundlichkeit der Ärzte, Pfleger und des weiteren Personals. Die zügige Diagnose und erfolgreiche Operationen, beispielsweise im Rahmen der Stroke Unit, werden hervorgehoben. Auch die individuelle Zuwendung und die Berücksichtigung der seelischen Ebene werden positiv erwähnt. Die moderne Ausstattung der Stationen und die Qualität des Essens werden ebenfalls gelobt.
- Kritische Stimmen: Es gibt auch kritische Stimmen, die auf verbesserungswürdige Aspekte hinweisen. Einige Patienten bemängeln mangelnde Kommunikation mit Ärzten und Pflegepersonal, fehlende Informationen über Behandlungen und Untersuchungsergebnisse sowie lange Wartezeiten. In Einzelfällen wird von lebensbedrohlichen Situationen aufgrund verzögerter Reaktionen berichtet. Auch die hygienischen Zustände und die mangelnde Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme werden kritisiert. Einige Patienten mit psychischen Vorerkrankungen fühlen sich nicht ausreichend berücksichtigt und behandelt.
Zusammenfassung der Patientenmeinungen
Die Patientenmeinungen zum Henriettenstift sind gespalten. Während viele Patienten die medizinische Kompetenz, die Freundlichkeit des Personals und die moderne Ausstattung loben, gibt es auch Kritikpunkte hinsichtlich Kommunikation, Organisation und individueller Betreuung. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich hierbei um subjektive Erfahrungen handelt, die nicht verallgemeinert werden können.
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