Herbert Knebels Affentheater, die Ruhrpott-Institution, begeistert seit Jahrzehnten mit einer einzigartigen Mischung aus Comedy und Live-Musik. Ihr Programm "Männer ohne Nerven" ist ein Paradebeispiel für den spröden Charme und den trockenen Humor, der die Truppe um Uwe Lyko alias Herbert Knebel auszeichnet. Das Programm nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch den Alltag des Ruhrgebietsopas, der sich über Politik, Sport, Modetrends und natürlich seine Ehefrau Guste aufregt.
Ein Programm für treue Fans
Für Fans von Herbert Knebels Affentheater bedeutet "Männer ohne Nerven" keine große Umstellung. Die Essenz der Show bleibt erhalten: Skurrile Geschichten aus dem Leben gegriffen, kombiniert mit umgedichteten Rock- und Pop-Klassikern. Die vier Herren der Rentnerband präsentieren sich gewohnt selbstironisch und machen sich auf der Bühne zum Affen.
Skurrile Geschichten aus dem Alltag
Uwe Lyko beweist erneut sein Talent, alltägliche Situationen in urkomische Geschichten zu verwandeln. Knebels Schilderungen, beispielsweise von einem missglückten Schwimmbadbesuch mit seiner nichtschwimmenden Gattin Guste, ziehen das Publikum sofort in seinen Bann. Auch der Besuch beim Inder "Zum Ghandi", bei dem Guste unter den Folgen von Herberts scharfem Gericht leidet und Linderung im Hundenapf sucht, verspricht ein Klassiker zu werden. Weitere Highlights sind Herberts Einkauf im Schuhgeschäft mit einem Rieseneishörnchen in der Hand und andere Anekdoten, die das Publikum vor Lachen Tränen in die Augen treiben lassen.
Musikalische Glanzleistungen
Neben den humorvollen Geschichten sind die musikalischen Einlagen ein fester Bestandteil von Herbert Knebels Affentheater. Die Band, bestehend aus Ernst Pichl (Bass), dem Trainer (Schlagzeug) und Ozzy Ostermann (Gitarre), überzeugt mit erstklassigem Können und originellen Interpretationen bekannter Songs. Aus "Wild Thing" wird "Wahnsinn" und aus "You Sexy Thing" mit steifem Hüftschwung "Du sexy Ding". Auch Klassiker wie "Die Currywurst mit Curry dran, das ist es was man hier gut kann … - du Fleisch im Darm, du hast viel Charme…" zur Melodie von „Imitation Of Life“, R.E.M. werden auf unnachahmliche Weise umgetextet.
Das Bühnenbild: Eine Reise in die Vergangenheit
Das Bühnenbild von Herbert Knebels Affentheater ist liebevoll gestaltet und versetzt das Publikum in die 60er-Jahre zurück. Ein großes Antik-Radio und eine Wohnzimmereinrichtung aus dieser Zeit sorgen für eine nostalgische Atmosphäre. Auch das Outfit der Bandmitglieder trägt zum Gesamtbild bei: In Pomade getränkte Seitenscheitel, Hemden, die schon bessere Tage gesehen haben, und Bundfaltenhosen beweisen, dass die Meinung der Frauenwelt diesen Männern vollkommen gleichgültig geworden ist.
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Männer ohne Nerven: Was bedeutet das eigentlich?
Der Titel des Programms "Männer ohne Nerven" ist natürlich ironisch gemeint. Herbert Knebel und seine Mannen demonstrieren auf der Bühne auf humorvolle Weise, in welchen Situationen Männer im Leben an ihre Grenzen stoßen. Ob bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht, beim Kindergeburtstag oder in der Essener Innenstadt nach 18 Uhr - die Affentheater-Truppe zeigt, dass man(n) in solchen Momenten starke Nerven braucht.
Pointen, die im Gedächtnis bleiben
Herbert Knebel ist ein Meister der Pointen. Seine Sprüche sind oft derb, aber immer treffend und bringen das Publikum zum Lachen. Einige Beispiele:
- "Ich habe Schweißfüße. Eigentlich sind meine Schuhe ein Fall für den Salzstock."
- "Petra Schlecker hatte mich schon wegen ihres Namens angezogen - Petra."
- "Jungen Leuten beschreibst du eine Jukebox am besten als einen mehrere 100 Kilo schweren Ipod."
Ein Fazit mit Augenzwinkern
Herbert Knebels Affentheater hat mit "Männer ohne Nerven" erneut bewiesen, dass die Kombination aus Comedy und Live-Musik bestens funktioniert. Die Show ist ein Muss für alle Fans des Ruhrpotthumors und für alle, die einen unterhaltsamen Abend verbringen möchten. In diesem Sinne sei Herbert Knebel mit einem seiner berühmten Zitate zitiert: „Je älter du wirst, desto mehr wirst du weniger." Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald schon das 14. Programm der liebenswürdigen Dauerrentner.
Ein Blick zurück: Herbert Knebel und sein Affentheater
Herbert Knebel, alias Uwe Lyko, ist seit über 25 Jahren mit seinem Affentheater auf den Bühnen Deutschlands unterwegs. Der bekennende Essener hat mit seiner Ruhrgebietsfigur längst Kultstatus erreicht. Zusammen mit seinen kongenialen Musikern Ernst Pichel, Ozzy Ostermann und dem Trainer begeistert er das Publikum mit humorvollen Geschichten und rockigen Klängen.
Die Musik: Coverversionen mit Augenzwinkern
Ein Markenzeichen von Herbert Knebels Affentheater sind die Coverversionen bekannter Rock- und Pop-Klassiker mit humoristisch-hintergründigen Texten in deutscher Sprache. Die Band versteht es, den Originalsongs eine ganz eigene Note zu verleihen und das Publikum zum Mitsingen und Mitlachen zu animieren.
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Der Ruhrpott-Charme: Authentisch und liebenswert
Herbert Knebel verkörpert den Ruhrpott-Charme wie kein anderer. Seine Authentizität und seine liebenswerte Art machen ihn zu einem Publikumsliebling. Er nimmt sich selbst nicht zu ernst und plaudert offen über seine Zipperlein, Sorgen und den Ehealltag mit seiner Frau Guste.
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