Manuka-Honig: Studien zu Migräne und mehr

Manuka-Honig, ein einzigartiges Naturprodukt aus Neuseeland, erfreut sich aufgrund seiner vielfältigen gesundheitlichen Vorteile großer Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Eigenschaften von Manuka-Honig, seine traditionelle Verwendung und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu seinen Wirkungen, insbesondere im Hinblick auf Migräne und andere Beschwerden.

Ursprung und Geschichte des Manuka-Honigs

Die Ursprünge des Manuka-Honigs liegen in den unberührten Landschaften Neuseelands, wo der Manuka-Strauch (Leptospermum scoparium) wild wächst. Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, bezeichnen die Pflanze in ihrer Sprache als Manuka. Sie nutzten traditionell Blätter, Rinde und Honig der Südseemyrte, auch Manuka genannt, zur Desinfektion von Wunden und zur Förderung der Heilung. Die Maori verwendeten die Südseemyrte, um Leiden wie Magen-Darm-Beschwerden, Erkrankungen der Blase, Erkältungen, Hautkrankheiten und sogar Wunden zu kurieren. Sie bereiteten dafür einen Sud zu. Der Honig wurde gegen Erkältungen, Blasenentzündungen und andere Infektionen eingenommen.

Was macht Manuka-Honig so besonders?

Manuka-Honig unterscheidet sich von anderen Honigsorten durch seinen hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Alle Honigsorten enthalten Wasserstoffperoxid, das antiseptisch wirkt. Doch im Manuka-Honig ist noch ein weiterer Stoff enthalten, der das Produkt so wirkungsvoll macht: Methylglyoxal (MGO). Dieses Zuckerabbauprodukt haben Forscher der TU Dresden als entscheidenden Wirkstoff für die besondere antibakterielle Wirkung des Honigs identifiziert. MGO entsteht aus Dihydroxyaceton (DHA), das im Manuka-Nektar natürlich vorkommt. Die Umwandlung erfolgt im Bienenstock bei der Trocknung des Honigs in den Waben.

Die Wirkung von Methylglyoxal (MGO)

Methylglyoxal (MGO) ist der Hauptwirkstoff, der Manuka-Honig seine besonderen Eigenschaften verleiht. Studien haben gezeigt, dass MGO gegen verschiedene Bakterienarten wirksam ist, darunter Staphylokokken, die häufig Wundinfektionen verursachen, und Kolibakterien, die Darmbeschwerden und Durchfall auslösen können. Professor Thomas Henle von der Universität Dresden hat Manuka-Honig und die Substanz MGO genau untersucht. MGO blockiert den Stoffwechsel der Bakterien, wodurch die Krankmacher absterben. Außerdem konnten die Tests keine Resistenzbildung der Bakterien nachweisen. Das heißt, die Erreger wurden auch durch dauerhafte Anwendung von Manuka-Honig nicht immun gegen MGO.

Qualitätsmerkmale: MGO- und UMF-Wert

Beim Kauf von Manuka-Honig sollte man auf Qualitätskriterien wie den MGO- oder UMF-Wert achten. Der MGO-Wert gibt an, wie hoch die Menge an Methylglyoxal im Honig ist. Je höher der MGO-Gehalt, desto stärker ist die antibakterielle Wirkung des Honigs. Der UMF-Wert (Unique Manuka Factor) bezieht sich bei seiner Angabe der antibakteriellen Wirkung auf den Referenzwert einer phenolischen Lösung. Nur Mitglieder im Verband der Unique Manuka Factor Honey Association (UMFHA) dürfen diese Kennzeichnung nutzen. Dabei entspricht UMF 10 etwa MGO 100.

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Anwendungsgebiete von Manuka-Honig

Manuka-Honig kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Innere Anwendung

  • Erkältungen und Halsschmerzen: Ein Löffel Manuka-Honig im Tee oder pur gelöffelt wirkt wohltuend und desinfizierend. Beginnende Erkältungen, Reizhusten oder Halsweh können Sie schon mit niedrigeren Konzentrationen bekämpfen.
  • Verdauungsprobleme: Manuka-Honig kann die Darmflora beruhigen und bei Magenbeschwerden helfen. Er kann bei der Behandlung von Verdauungsproblemen wie dem Reizdarmsyndrom oder Gastritis helfen.
  • Stärkung der Abwehrkräfte: Wer bei Infekten oder auch dauerhaft seine Abwehrkräfte stärken möchte, rührt morgens einen Teelöffel Manuka in seinen Tee oder Kaffee.

Äußere Anwendung

  • Wundheilung: Manuka-Honig fördert die Regeneration der Haut und hilft bei kleinen Schnitt- und Brandverletzungen. Er wird traditionell zur Förderung der Wundheilung eingesetzt. Bei Hautverletzungen, Wunden und leichten Verbrennungen lässt sich Manuka-Honig ebenfalls einsetzen, um die Wundheilung zu fördern und Keime zu reduzieren.
  • Hautpflege: Manuka-Honig ist ideal bei Akne, Ekzemen oder Hautreizungen. Die natürlichen antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften lassen Manuka-Honig in einer Vielzahl von Hautpflegeprodukten und Schönheitsbehandlungen zum Einsatz kommen.
  • Mundgesundheit: Manuka-Honig hat sich auch als wirksam bei der Bekämpfung von Mundbakterien erwiesen und soll aufgrund des keimhemmenden Effekts vor Karies und Paradontose schützen.

Manuka-Honig und Migräne

Obwohl Manuka-Honig traditionell nicht als spezifisches Mittel gegen Migräne eingesetzt wird, gibt es einige Aspekte, die im Zusammenhang mit Migräne interessant sein könnten:

  • Entzündungshemmende Eigenschaften: Studien haben gezeigt, dass Manuka-Honig bei Tierversuchen entzündungshemmend wirkt. Da Entzündungen bei Migräne eine Rolle spielen können, könnten diese Eigenschaften potenziell von Vorteil sein.
  • Unterstützung des Immunsystems: Manuka-Honig enthält wertvolle Nährstoffe, die das Immunsystem stärken können. Ein starkes Immunsystem kann dazu beitragen, den Körper widerstandsfähiger gegen verschiedene Auslöser zu machen, die möglicherweise Migräneattacken provozieren.
  • Wundheilung: Er fördert die Regeneration der Haut und hilft bei kleinen Schnitt- und Brandverletzungen.

Es ist wichtig zu beachten, dass es derzeit keine spezifischen Studien gibt, die die Wirkung von Manuka-Honig auf Migräne direkt untersucht haben. Die potenziellen Vorteile beruhen auf den allgemeinen Eigenschaften des Honigs und seiner Fähigkeit, Entzündungen zu reduzieren und das Immunsystem zu unterstützen.

Weitere gesundheitliche Vorteile von Manuka-Honig

Neben den bereits genannten Anwendungsgebieten wird Manuka-Honig auch mit weiteren gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht:

  • Antibakterielle und antivirale Eigenschaften: Manuka-Honig ist bekannt für seine starken antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften.
  • Hilfe bei Verdauungsproblemen: Manuka-Honig kann bei der Behandlung von Verdauungsproblemen wie dem Reizdarmsyndrom oder Gastritis helfen.
  • Erhöhung der Immunabwehr: Manuka-Honig enthält viele wertvolle Nährstoffe, darunter Aminosäuren, B-Vitamine und Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei jedem Naturprodukt gibt es auch bei Manuka-Honig einige Aspekte zu beachten:

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  • Allergische Reaktionen: Menschen, die allergisch auf Bienen oder Honig sind, können allergische Reaktionen auf Manuka-Honig zeigen.
  • Hoher Zuckergehalt: Honig hat einen hohen Zuckeranteil und sollte daher in Maßen konsumiert werden, insbesondere von Diabetikern.
  • Interaktion mit bestimmten Medikamenten: Manuka-Honig kann die Wirksamkeit bestimmter Medikamente beeinträchtigen. So kann er beispielsweise die blutverdünnende Wirkung von Warfarin erhöhen.
  • Botulismus bei Säuglingen: Kleine Kinder sollten bis zu einem Alter von etwa einem Jahr generell keinen Manuka-Honig zu sich nehmen, da er Bakterien enthalten kann, die Botulismus auslösen können.

Worauf Sie beim Kauf von Manuka-Honig achten sollten

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Manuka-Honig gibt es viele Produkte auf dem Markt, die möglicherweise nicht die erwartete Qualität aufweisen. Hier sind einige Tipps, um sicherzustellen, dass Sie hochwertigen Manuka-Honig kaufen:

  • Achten Sie auf den MGO- oder UMF-Wert: Diese Werte geben Aufschluss über den Gehalt an Methylglyoxal und die antibakterielle Wirkung des Honigs.
  • Prüfen Sie die Herkunft: Achten Sie darauf, dass der Honig tatsächlich aus Neuseeland stammt.
  • Kaufen Sie bei vertrauenswürdigen Anbietern: Wählen Sie Händler, die für ihre Qualität und Transparenz bekannt sind.
  • Achten Sie auf das Etikett: Das Etikett sollte klar und deutlich Informationen über den MGO- oder UMF-Wert, die Herkunft und die Inhaltsstoffe enthalten.

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