Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, aber eine frühzeitige Diagnose kann die Behandlungsergebnisse erheblich verbessern. Es ist wichtig, auf Warnzeichen zu achten und diese ärztlich abklären zu lassen.
Früherkennung von Krebs
Wissenschaftler arbeiten kontinuierlich an neuen Methoden zur Früherkennung von Krebs. Eine Studie der Universität Göteborg hat Veränderungen in Zuckermolekülen (Glykanen) in Krebszellen gefunden, die im Speichel und Blut nachweisbar sind. Diese Veränderungen könnten zur Früherkennung von Magen-, Leber-, Prostata-, Darm- und Eierstockkrebs genutzt werden. Es wird erwartet, dass solche Tests in den nächsten Jahren für Patienten verfügbar sein werden.
Warnzeichen für Krebs
Da Früherkennungstests noch nicht allgemein verfügbar sind, ist es wichtig, auf den Körper zu achten und Krebs-Warnzeichen frühzeitig zu erkennen. Diese Symptome können auch harmlose Ursachen haben, aber eine rechtzeitige ärztliche Abklärung kann lebensrettend sein.
Allgemeine Symptome
- Schmerzen in den Knochen
- Hautausschläge
- Juckreiz
- Schmerzen in den Augen
- Häufige und neu auftretende Kopfschmerzen
- Sodbrennen
- Schluckbeschwerden
- Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen
- Permanentes Aufstoßen und Erbrechen
- Fatigue (Müdigkeit und Erschöpfung)
- Fieber
- Braune oder schwarze Punkte oder Streifen unter den Fingernägeln
- Neurologische Störungen (Lähmungserscheinungen, Sprach- und Koordinierungsstörungen, Ungeschicklichkeit)
- Husten oder Heiserkeit, die nicht verschwinden
Spezifische Symptome bei Frauen
- Bräunlicher Ausfluss außerhalb der Monatsblutung
Spezifische Symptome bei Männern
- Blut in der Samenflüssigkeit
- Erektionsprobleme
Hirntumoren: Symptome, Diagnose und Behandlung
Ein Hirntumor ist eine Masse oder ein Wachstum von abnormalen Zellen im Gehirn. Es gibt verschiedene Arten von Hirntumoren, sowohl gutartige als auch bösartige. Die Symptome eines Hirntumors können allgemein oder spezifisch sein und hängen von der Größe, Art und Lage des Tumors ab.
Allgemeine Symptome von Hirntumoren
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Muskellähmungen
- Wasserkopf (Hydrozephalus)
- Neurologische Störungen (Konzentrations- und Gedächtnisschwäche)
- Hormonelle Störungen (Über-/Untergewicht, Wachstumsstörungen)
- Vermehrtes Wasserlassen und Trinken
- Herzrasen
- Durchfall/Verstopfung
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Hirntumoren und Wasserlassen Probleme
Ein Hirntumor kann indirekt Probleme beim Wasserlassen verursachen, insbesondere wenn er den Hypothalamus oder die Hypophyse beeinträchtigt. Diese Bereiche des Gehirns steuern die Produktion des antidiuretischen Hormons (ADH), das den Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert.
Lesen Sie auch: Hirntumorbedingter Schlaganfall
- Diabetes insipidus: Ein Mangel an ADH führt zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser über den Urin (Polyurie) und starkem Durst (Polydipsie).
- Andere hormonelle Störungen: Hirntumoren können auch andere hormonelle Störungen verursachen, die indirekt den Flüssigkeitshaushalt und die Nierenfunktion beeinflussen können.
Diagnose von Hirntumoren
Die Diagnose eines Hirntumors beginnt mit einer Anamnese und körperlichen Untersuchung. Weitere Tests umfassen:
- Bildgebung: Magnetresonanztomografie (MRT) ist das bevorzugte Verfahren, aber auch eine Computertomografie (CT) kann durchgeführt werden.
- Liquordiagnostik: Untersuchung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit.
- Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur mikroskopischen Untersuchung.
Differentialdiagnose
Es gibt viele Erkrankungen, die ähnliche Symptome wie ein Hirntumor verursachen können, darunter:
- Hirnabszess
- Zerebrovaskuläre Erkrankungen
- Entzündliche ZNS-Erkrankungen
- Virale Meningoenzephalitis
- Tuberkulom
- Toxoplasmose
- Strahlennekrose
Behandlung von Hirntumoren
Die Behandlung von Hirntumoren hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Alter des Patienten, bestehende Vorerkrankungen und der Karnofsky-Index. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören:
- Chirurgischer Eingriff: Entfernung des Tumors, wenn möglich.
- Strahlentherapie: Einsatz von hochenergetischen Strahlen zur Abtötung von Krebszellen.
- Chemotherapie: Einsatz von Medikamenten zur Bekämpfung von Krebszellen.
- Medikamentöse Behandlung: Linderung von Symptomen und Behandlung von Begleiterkrankungen (z.B. Antikonvulsiva bei epileptischen Anfällen, Glucocorticoide zur Reduzierung von Schwellungen im Gehirn).
- Hormonersatztherapie: Ausgleich von Hormonmängeln.
Kraniopharyngeom
Das Kraniopharyngeom ist ein gutartiger Tumor im Kopf, der aus Zellresten aus der Embryonalzeit entsteht. Er kann ähnliche Symptome wie andere Hirntumoren verursachen, einschließlich hormoneller Störungen, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen.
Harnröhrenkrebs
Harnröhrenkrebs (Urethrakarzinom) ist eine seltene Krebsart, die die Harnröhre betrifft. Symptome können Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen und ein abgeschwächter Harnstrahl sein. Die Behandlung besteht normalerweise aus der operativen Entfernung oder Strahlentherapie.
Lesen Sie auch: Informationen für Patienten und Angehörige
Prävention von Krebs
Laut Medizinern des DKFZ gehen 50 Prozent aller Krebserkrankungen auf einen ungesunden Lebensstil zurück. Der Europäische Krebs-Kodex enthält zehn Anti-Krebs-Regeln, die helfen können, das Krebsrisiko zu minimieren.
Lesen Sie auch: Epilepsie durch Hirntumor