Homöopathische Arzneimittel erfreuen sich großer Beliebtheit als natürliche Unterstützung bei verschiedenen Beschwerden, darunter auch nervöse Störungen. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendung und Dosierung solcher Mittel, insbesondere im Hinblick auf Nerventonika. Dabei werden sowohl allgemeine Hinweise zur Anwendung homöopathischer Arzneimittel als auch spezifische Beispiele und Produkte betrachtet.
Allgemeine Hinweise zur Dosierung und Anwendung
Bei der Anwendung homöopathischer Arzneimittel sind einige grundlegende Aspekte zu beachten:
- Individuelle Dosierung: Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Es ist ratsam, sich immer an die Anweisungen des behandelnden Arztes zu halten.
- Erstverschlimmerung: Bei der Anwendung homöopathischer Arzneimittel kann es vorübergehend zu einer Verschlimmerung der vorhandenen Beschwerden kommen (Erstverschlimmerung). In diesem Fall sollte das Arzneimittel abgesetzt und ein Arzt konsultiert werden.
- Dauer der Anwendung: Ohne ärztlichen Rat sollten homöopathische Arzneimittel nicht länger als eine Woche eingenommen werden. Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen.
- Überdosierung: Im Allgemeinen sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden.
- Altersgerechte Dosierung: Besonders bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen ist auf eine gewissenhafte Dosierung zu achten. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt oder Apotheker befragt werden.
- Gegenanzeigen: Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe sollte das Arzneimittel nicht angewendet werden.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung homöopathischer Arzneimittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.
Spezifische Homöopathische Mittel und ihre Anwendung
Neuro Balance Bio Ashwagandha Tonikum Salus
Das Neuro Balance Bio Ashwagandha Tonikum Salus bietet eine natürliche Unterstützung für Nerven und Psyche. Es enthält natürliches Vitamin C aus Bio-Acerolakirschen, das für die normale Funktion des Nervensystems wichtig ist und Zellen vor oxidativem Stress schützt. Zusätzlich liefert das Tonikum täglich 600 mg Ashwagandha-Extrakt sowie weitere pflanzliche Inhaltsstoffe wie Passionsblume, Lavendel, Melisse, Rosmarin und Pfefferminze. Es ist vegan, vegetarisch, laktosefrei, glutenfrei, alkoholfrei und frei von Konservierungsstoffen.
Zutaten:
- Wässriger Kräuterauszug (aus Melissenblättern, Lavendelblüten, Pfefferminzblättern, Passionsblumenkraut, Rosmarinblättern)
- Wasser
- Agavendicksaft
- Mangopüree
- Ananassaftkonzentrat
- Guavenpüree
- Orangensaftkonzentrat
- Acerolasaftkonzentrat (4 %)
- Ashwagandhawurzelextrakt
- Passionsfruchtsaftkonzentrat
- Stabilisator Johannisbrotkernmehl
- Limetten-Aromaextrakt
Nährstoffe pro Tagesdosis (20 ml):
- Vitamin C: 80 mg (100 % der Referenzmenge)
- Ashwagandhawurzelextrakt: 600 mg
Wichtige Hinweise: Das Produkt ist nicht für Kinder, Schwangere und Stillende sowie Personen mit Lebererkrankungen geeignet. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und gesunde Lebensweise verwendet werden.
Wala Passiflora Nerventonikum
Das Wala Passiflora Nerventonikum wird bei nervösen Unruhezuständen und Einschlafstörungen eingesetzt. Es enthält Auszüge aus Hafer, Hopfen und Baldrian.
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Dosierung:
- Bei Schlafstörungen: Vor dem Schlafengehen 1 bis 3 Teelöffel Sirup in etwas warmem Wasser schluckweise einnehmen.
- Bei nervöser Unruhe: 3-mal täglich 2 Teelöffel Sirup unverdünnt oder mit Wasser verdünnt einnehmen.
Dauer der Anwendung: Die Behandlung sollte nach 2 Wochen abgeschlossen sein. Tritt innerhalb von 2 - 3 Tagen keine Besserung ein, ist ein Arzt aufzusuchen.
Gegenanzeigen: Das Arzneimittel soll nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Hafer, Hopfen und Baldrian.
Wichtige Hinweise: Bei länger anhaltenden oder unklaren Beschwerden muss ein Arzt aufgesucht werden. Wie alle Arzneimittel sollte dieses in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.
Nervoregin® H Tabletten
Nervoregin® H Tabletten können helfen, den Teufelskreis von Nervosität und Erschöpfung zu durchbrechen und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Die spezielle Wirkstoffkombination wirkt beruhigend und ausgleichend am Tag und hilft dadurch, auch abends zur Ruhe zu kommen.
Inhaltsstoffe: Scheinmyrthe (Anamirta cocculus), Hafer (Avena sativa), echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum), Passionsblume (Passiflora incarnata) und Phosphorsäure (Acidum phosphoricum).
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Anwendung: Besonders geeignet für Menschen, die tagsüber unter innerer Unruhe und Nervosität leiden. Für Erwachsene und Kinder ab dem 1. Lebenstag.
Vorteile: Das homöopathische Komplexmittel hat keine Neben- und Wechselwirkungen, macht nicht schläfrig und die Tabletten können schon morgens eingenommen werden. Nervoregin® H Tabletten machen nicht abhängig und es gibt keinen Gewöhnungseffekt.
Weitere Homöopathische Mittel
Neben den genannten Produkten gibt es eine Vielzahl weiterer homöopathischer Mittel, die bei nervösen Beschwerden eingesetzt werden können. Einige Beispiele sind:
- Argentum nitricum: Wird oft bei Prüfungs- und Erwartungsangst eingesetzt.
- Kava-Kava: Kann bei Angst-, Spannungs- und Erschöpfungszuständen hilfreich sein.
- Alraune: Gilt als hilfreich bei ängstlichen und depressiven Stimmungslagen.
- Panax Ginseng: Wird traditionell zur Nervenstärkung eingesetzt und kann bei nervöser Erschöpfung und Anspannung hilfreich sein.
- China: Kann bei starken körperlichen und geistigen Erschöpfungszuständen sowie Verdauungsproblemen eingesetzt werden.
- Cimicifuga: Wird häufig bei hormonell bedingten Beschwerden von Frauen eingesetzt, die mit Nervosität und wechselnden Gemütszuständen einhergehen.
Die Rolle der Homöopathie
Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren.
Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vis Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert.
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