Nahrungsergänzung für Hunde: Unterstützung des Nervensystems

Das Nervensystem spielt eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden und Verhalten von Hunden. Stress, Angst und Nervosität können das Nervensystem stark belasten. Eine gezielte Nahrungsergänzung kann hier unterstützend wirken und zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit des Hundes beitragen.

Die Bedeutung des Nervensystems für Hunde

Das Nervensystem ist ein komplexes Regulationssystem, das eng mit Umweltreizen, Alltagssituationen und der individuellen Lebensphase des Hundes verbunden ist. Es steuert zahlreiche Körperfunktionen und beeinflusst das Verhalten maßgeblich. Viele Hundehalter suchen online nach Futterzusätzen, um ihren Hund im Alltag ganzheitlich zu unterstützen.

Ursachen von Stress und Nervosität bei Hunden

Stress ist eine normale Alarmreaktion des Körpers. Angst beim Hund bewahrt vor Schaden, indem es den Körper auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Biologisch betrachtet ist Angst beim Hund also durchaus sinnvoll. Nimmt das Gehirn eine Gefahr wahr, erhöht sich der Herzschlag, die Atmung und die Muskelspannung. Die Pupillen weiten sich und die Körpertemperatur steigt an. Adrenalin und Noradrenalin sorgen für diese rasche Stressreaktion, wohingegen Cortisol später ausgeschüttet wird, um den Körper langfristig leistungsfähig zu halten. Diese Reaktion kann durch physikalische Reize (z.B. Hitze), soziale Reize (z.B. Mobbing), mechanische Reize (z.B. Berührungen), psychische Reize ausgelöst werden.

Es gibt viele Situationen, in denen Hunde Stress erleben können. Dazu gehören:

  • Laute Geräusche (z.B. Silvesterfeuerwerk)
  • Tierarztbesuche
  • Ausstellungen
  • Trennungsangst
  • Autofahren
  • Besitzerwechsel
  • Schlechte Erfahrungen oder Misshandlungen

Die Persönlichkeit des Hundes beeinflusst ebenfalls die physiologischen Stressreaktionen, insbesondere die Ausschüttung von Hormonen wie Adrenalin und Cortisol. Hunde, die als ängstlich oder unsicher gelten, zeigen häufig eine erhöhte Cortisol-Ausschüttung in stressigen Situationen. Welcher Persönlichkeitstyp sich entwickelt, wird bereits in der Welpenzeit bestimmt. Jungtiere, die frühen Stress erfahren haben (z. B. zu früh von der Mutter getrennt wurden), weisen zeitlebens eine erhöhte Stressanfälligkeit auf.

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Möglichkeiten zur Unterstützung ängstlicher Hunde

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ängstliche Hunde zu unterstützen:

  1. Alltagsgestaltung: Klare Strukturen, gleichförmige Abläufe, bekannte Gassi-Strecken und strukturierte Ruhephasen können unsicheren Hunden helfen, Stress zu reduzieren. Eine ausreichende körperliche und mentale Beschäftigung ist ebenfalls entscheidend für das Wohlbefinden.
  2. Bindung zur Bezugsperson: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Cortisolspiegel in Stressreaktionen geringer ist, wenn die Bezugsperson anwesend ist. Aversivreize sind unbedingt zu vermeiden, da dies Stress und Angst mit der Bezugsperson verknüpft und den beruhigenden Effekt reduziert.
  3. Selbstwirksamkeit: Einem Individuum die Kontrolle über eine Situation zu geben, kann Angstverhalten reduzieren. Hunde können stressige Situationen oft besser bewältigen, wenn sie selbst entscheiden können, Distanz zum Stressor aufzubauen.
  4. Ernährung: Die Ernährung kann Angst beim Hund beeinflussen, indem sie den Gehirnstoffwechsel und die Verfügbarkeit entscheidender Nährstoffe reguliert.

Ernährung und Nervensystem: Eine wichtige Verbindung

Verhalten und Ernährung hängen eng zusammen. Die richtige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Angst beim Hund. Zahlreiche Studien belegen, dass eine ausgewogene Ernährung mit essentiellen Nährstoffen zur Stabilisierung der psychischen Gesundheit beiträgt und Angst beim Hund reduzieren kann. Auch die Darmgesundheit beeinflusst die Angst beim Hund.

Die Ernährung kann Angst beim Hund beeinflussen, indem sie den Gehirnstoffwechsel und die Verfügbarkeit entscheidender Nährstoffe reguliert. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin, die als Grundbausteine für das Glückshormon Serotonin dienen. Serotonin wirkt ausgleichend und beruhigend auf das Nervensystem und beeinflusst das Verhalten von ängstlichen Hunden positiv. Die Verdaulichkeit und Menge dieser Aminosäuren sind entscheidend für ihre Verfügbarkeit. Besonders wichtig ist das Verhältnis von Tryptophan zu anderen Aminosäuren wie Tyrosin, Leucin und Isoleucin, da diese um den Transport durch die Blut-Hirn-Schranke konkurrieren. Ein niedriger Tryptophan-Spiegel im Gehirn kann die Serotoninproduktion einschränken und zu erhöhter Nervosität und Unausgeglichenheit führen. Eine proteinreiche, aber kohlenhydratarme Ernährung kann diesen Mangel verstärken, während Kohlenhydrate den Insulinspiegel erhöhen und dadurch die Konkurrenz anderer Aminosäuren reduzieren. Zusätzlich können bestimmte Fette und Fettsäuren, insbesondere Eicosapentaensäure (EPA), eine angstlindernde Wirkung haben. Der Vitamin-B-Komplex spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für das Nervensystem von Hunden. B-Vitamine unterstützen die Produktion von Serotonin und Dopamin, regulieren den Energiehaushalt des Gehirns und stabilisieren das Nervensystem in stressigen Situationen.

Wichtige Nährstoffe für das Nervensystem

  • Tryptophan: Aminosäure, die für die Serotoninproduktion benötigt wird.
  • Tyrosin: Aminosäure, wichtig für die Dopaminproduktion, fördert Wachsamkeit und Motivation (Rindfleisch, Hühnerfleisch, Fisch bes. Thunfisch, Lachs, Milchprodukte bes.).
  • Vitamin-B-Komplex: Essentiell für Nervenfunktion und Stressbewältigung (Leber, Eier, Spinat, Brokkoli, Haferflocken, brauner Reis, Fisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, bes.).
  • Eicosapentaensäure (EPA): Omega-3-Fettsäure mit angstlindernder Wirkung.

Zu vermeidende Inhaltsstoffe bei ängstlichen Hunden

Bei ängstlichen Hunden gibt es bestimmte Zutaten, die das Angstverhalten verstärken oder das Nervensystem negativ beeinflussen können:

  • Zucker und einfache Kohlenhydrate: Zucker kann den Blutzuckerspiegel stark schwanken lassen, was Unruhe, Nervosität und Stress verstärken kann. Daher Finger weg von Weißmehlprodukten wie Brot, Nudeln sowie von industriellem Zucker wie er z. B. in Fertigfutter, Hundesnacks enthalten ist. (Geschmacksverstärker z. B.
  • Koffein und stimulierende Substanzen: Diese Stoffe wirken auf das Nervensystem anregend und können Angst oder Unruhe verstärken.
  • Zu viel Fett oder schwer verdauliches Futter: Schwer verdauliche Fette können Magen-Darm-Beschwerden verursachen, die wiederum Stress auslösen (sehr fettreiches Fleisch z.B.
  • Hochverarbeitete Trockenfutter mit minderwertigen Proteinen: Ein Mangel an hochwertigen Proteinen kann sich negativ auf den Neurotransmitterhaushalt auswirken und Stress oder Angst verstärken (Tierprotein, Füllstoffe z.B. Mais ist reich an einfachen Kohlenhydraten, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und ebenso rasch wieder abfallen lassen.

Mais im Hundefutter: Ein Problem für ängstliche Hunde?

Mais enthält nur geringe Mengen an der Aminosäure Tryptophan, die ein wichtiger Baustein für die Serotoninproduktion ist. Da gleichzeitig andere Aminosäuren in Mais die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn blockieren können, wird die Serotoninsynthese gehemmt. Mais enthält zudem oft hohe Mengen an Omega-6-Fettsäuren, die in Übermaß entzündliche Prozesse im Körper fördern können. Chronische Entzündungen stehen im Verdacht, neurologische Funktionen zu beeinträchtigen und das Stresslevel zu erhöhen. Um das Angstverhalten von Hunden positiv zu beeinflussen, sollte auf ein maisfreies Futter zurückgegriffen werden. Obwohl Mais nicht prinzipiell ungesund ist verwenden es manche Hersteller in großen Mengen als günstigen Füllstoff (Energiequelle und Bindemittel). Weitaus besser wären hochwertige Zutaten, wie z.B.

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Futterergänzungen zur Unterstützung des Nervensystems

Es gibt eine Reihe von Futterergänzungsmitteln, die dazu beitragen können, Stress und Nervosität bei Hunden zu lindern. Einige Beispiele sind:

  • Nervenheld Kapseln (Naturavetal): Entwickelt zur ernährungsbedingten Unterstützung der normalen Funktion des Nervensystems des Hundes. Kann kurzzeitig in Stresssituationen oder längerfristig im individuellen Bedarfsfall gefüttert werden.
  • Futter und Ergänzungsfuttermittel mit hohem Proteingehalt: Eine ausreichende Proteinzufuhr kann dazu beitragen, die Stimmung und das Verhalten von Hunden zu verbessern.
  • Futter und Ergänzungsfuttermittel mit B-Vitaminen: B-Vitamine, insbesondere Thiamin (Vitamin B1) und L-Tryptophan, können dazu beitragen, Stress und Angst zu reduzieren.
  • Futter und Ergänzungsfuttermittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen: Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Chamomille, Lavendel und Johanniskraut können beruhigend auf den Hund wirken.
  • Melatonin, GABA und L-Theanin: Weitere Nahrungsergänzungsmittel, die Stress und Nervosität bei Hunden lindern können.
  • Bachblüten: Können zur Unterstützung der emotionalen Balance eingesetzt werden.
  • Calma (cdVet): Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsbedingten Unterstützung bei Nervosität und vor Stresssituationen.
  • MagicRelax (Alpenwuff): Spezielles Hundefutter für gestresste Hunde mit Hanf, Kräutern und Spinat.

Auswahl von Futterergänzungen

Bei der Auswahl von Futterergänzungen ist es wichtig, auf hochwertige Inhaltsstoffe und eine schonende Verarbeitung zu achten. Eine "offene Deklaration" der Inhaltsstoffe ermöglicht es Tierhaltern, fundierte Entscheidungen zur Ernährung ihres Hundes zu treffen. Kaltgepresstes Futter wird bei niedrigeren Temperaturen hergestellt, wodurch natürliche Nährstoffe besser erhalten bleiben und die Verdaulichkeit verbessert wird.

Fallbeispiele und Produkte

  • Nervenheld von Naturavetal: Die Canis Extra Nervenheld Kapseln von Naturavetal wurden zur ernährungsbedingten Unterstützung der normalen Funktion des Nervensystems des Hundes entwickelt. Ruhe und Ausgeglichenheit können so nutritiv unterstützende gefördert werden. Beispielsweise in Stress-Situationen für den Hunde wie Tierarztbesuche, Ausstellungen, Trennungen oder Besitzerwechsel. Auch Angstzustände, die beispielweise durch schlechte Erfahrungen oder Misshandlungen entstanden sein können und bei sehr nervösen Hunden, die nur schwer zur Ruhe kommen, können die Nervenheld Kapseln unterstützend gegeben werden. Nervenheld kann so auch zu einem gesunden, erholsamen Schlaf beitragen helfen und nervösen Hunden durch die Nutritive Unterstützung zur Beruhigung helfen, den Tag besser zu überstehen. Die Naturavetal Kapseln können Hunden entweder kurzfristig in Stresssituationen oder längerfristig bei individuellem Bedarf gefüttert werden.
  • MagicRelax von Alpenwuff: Das pflanzliche und purinarme Nassfutter für entspannte Momente: Unser veganes Alleinfuttermittel versorgt ausgewachsene Hunde ab dem 1. Lebensjahr mit allem, was sie brauchen. Die ausgewogene Rezeptur kombiniert nährstoffreichen Spinat, beruhigenden Hanf und wertvollen Leinsamen. Diese Zutaten können zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen und helfen, innere Ruhe in stressigen Phasen zu fördern.

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