Hund pur nerven Ursachen: Ein umfassender Leitfaden

Hunde sind bekannt für ihre Fähigkeit, uns Freude und Gesellschaft zu schenken. Doch manchmal können sie auch Verhaltensweisen zeigen, die uns Rätsel aufgeben oder sogar nerven. In diesem Artikel werden wir uns mit den Ursachen für nerviges Verhalten bei Hunden befassen, von gesundheitlichen Problemen bis hin zu psychischen Belastungen, und wie man ihnen entgegenwirken kann.

Gesundheitliche Ursachen für nerviges Verhalten

Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Probleme können sich auf vielfältige Weise äußern und das Verhalten eines Hundes stark beeinflussen.

  • Futtermittelallergien: Allergische Reaktionen auf einzelne Bestandteile des Hundefutters können sich durch zu dünnen, breiigen und/oder wechselnden Kot und Durchfallerkrankungen äußern. In solchen Fällen empfiehlt sich eine Ausschlussdiät über mindestens drei Monate, um das Verdauungssystem auf die neue Nahrung umzustellen. Eine Kombination mit beruhigenden, besänftigenden und regulierenden Kräutermischungen kann Magen und Darm sanft unterstützen. Allergien können auch durch Zusatzstoffe wie künstliche Vitamine entstehen.
  • Würmer: Ein massiver Befall mit Würmern kann ebenfalls eine Gastritis verursachen. Präparate gegen Würmer sollten sämtliche "gängigen" Wurmarten, einschließlich des Bandwurms, mit einbeziehen. Überträger sind unter anderem Flöhe.
  • Gastritis: Die Entzündung der Magenschleimhaut zeigt sich in einer Hemmung der Magensaftsekretion und vermehrter Schleimbildung. Die Magenschleimhaut kann so stark geschädigt werden, dass sich Geschwüre bilden und es zu Blutungen kommt. Ursachen einer Gastritis können ein massiver Befall mit Würmern, aber auch Stress sowie Fütterungs- und Haltungsfehler sein.
  • Enteritis: Eine lebensbedrohliche Magen- und Darmerkrankung stellt die Enteritis bzw. katarrhalische Entzündung des Darms dar. Auch die häufigste Ursache der Enteritis sind Fütterungsfehler und Stress. Diese kann aber auch infolge einer Leukopenie mit hohem Fieber oder bei schweren bakteriellen Infekten auftreten.
  • Vorbeugung: Eine Vorbeugung von Magen- und Darmerkrankungen lässt sich in erster Linie durch eine artgerechte natürliche und gesunde Fütterung von Hunden praktizieren. Auch sollten Futterveränderungen bei Hunden langsam vorgenommen werden über einen Zeitraum von mehreren Tagen bzw.
  • Magendrehung: Eine Magendrehung ist ausschließlich durch eine Operation zu regulieren und tritt bei disponierten Hunden nicht selten mehrmals auf. Einige Hunde bringen bereits durch eine falsche Fütterung im Welpenalter und/oder durch erbliche Dispositionen eine gewisse Veranlagung zu Magen- und Darmproblemen mit.

Übersäuerung

Ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt kann zu einer Überproduktion von Magensäure führen, die die Magenschleimhaut reizt. Typische Symptome einer Übersäuerung sind:

  • Schmatzen oder Maulschlecken, vor allem nach dem Fressen oder nachts
  • Grasfressen - ein instinktiver Versuch, die Säure zu neutralisieren
  • Erbrechen von gelbem Schaum auf nüchternen Magen, meist morgens
  • Lecken an Teppichen, Decken, Wänden oder dem Boden
  • Schluckauf, Würgen oder sichtbares Aufstoßen
  • Unruhe nach den Mahlzeiten, z. B. ständiges Umhergehen oder Winseln
  • Wählerisches Fressverhalten oder völlige Appetitlosigkeit
  • Trägheit, Rückzug oder Gereiztheit

Die Ursachen für Übersäuerung können vielfältig sein:

  • Falsches oder minderwertiges Futter
  • Stress und psychische Belastung
  • Bewegungsmangel und Übergewicht
  • Medikamente und Nebenwirkungen
  • Lange Futterpausen
  • Chronische Krankheiten

Nervenkrankheiten

Nervenkrankheiten oder neurologische Erkrankungen beim Hund betreffen das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) sowie das periphere Nervensystem, das die Nervenbahnen im restlichen Körper umfasst. Einige Beispiele sind:

Lesen Sie auch: Hundpur Nerven mit Glückskomplex: Ein detaillierter Überblick

  • Bandscheibenvorfall: Wenn eine Bandscheibe zwischen den Wirbeln im Rückenmark beschädigt oder verschoben wird, kann dies Druck auf die umliegenden Nerven ausüben, was zu Schmerzen und Bewegungsproblemen führt.
  • Neuropathien: Erkrankungen, die die peripheren Nerven betreffen. Sie können angeboren oder durch Verletzungen, Infektionen oder Autoimmunerkrankungen verursacht werden.
  • Epilepsie: Eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende Anfälle (Krampfanfälle) gekennzeichnet ist.
  • Morbus Cushing: Betrifft die Nebennieren und kann indirekt neurologische Symptome verursachen. Die Erkrankung führt zu einer Überproduktion von Cortisol, was zu einer Vielzahl von Symptomen wie Muskelschwäche, Zittern und Verhaltensänderungen führen kann.
  • Degenerative Myelopathie: Eine progressive Erkrankung des Rückenmarks, die bei älteren Hunden häufiger auftritt. Sie betrifft hauptsächlich die hinteren Gliedmaßen und führt zu einer langsamen, fortschreitenden Lähmung.
  • Hydrozephalus: Auch als "Wasserkopf" bekannt, ist eine neurologische Erkrankung, bei der sich zu viel Flüssigkeit im Gehirn ansammelt. Dies kann zu neurologischen Beeinträchtigungen führen, da der Druck auf das Gehirn die normalen Funktionen stört.

Die Ursachen für neurologische Erkrankungen bei Hunden können vielfältig sein:

  • Genetische Veranlagung
  • Infektionen
  • Toxische Substanzen
  • Trauma

Schmerzen

Leider können unsere Vierbeiner uns nicht sagen, was sie bedrückt und wo sie Schmerzen haben. Das äußern sie über körperliche Anzeichen. Zittern kann so ein Anzeichen bei Schmerzen sein. Beobachtest Du diese Symptome bei Deinem Liebling, solltest Du ihn einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker vorstellen.

Eine veränderte Körperhaltung, Lustlosigkeit, Fressunlust sowie jegliche Abweichung vom Normalverhalten deines Vierbeiners können weitere Hinweise auf Schmerz oder Erkrankung sein.

Psychische Ursachen für nerviges Verhalten

Depressionen

Auch Hunde können unter Depressionen leiden. Unter dem Begriff Depression beim Hund versteht man eine chronisch verlaufende, ernst zu nehmende psychische Störung, die sich durch komplexe neurobiologische und verhaltensbezogene Veränderungen auszeichnet. Studien zeigen, dass bei betroffenen Hunden neurochemische Ungleichgewichte, insbesondere im Serotonin- und Dopaminhaushalt, eine Rolle spielen können.

Die Symptome einer Depression beim Hund sind oft subtil und werden leicht mit anderen Zuständen verwechselt. Dennoch gibt es eindeutige Warnzeichen, die Sie als verantwortungsbewusster Hundehalter ernst nehmen sollten. Depressive Hunde zeigen häufig sozialen Rückzug. Sie meiden den Kontakt zu Menschen und anderen Tieren, reagieren kaum auf Ansprache und ziehen sich in ruhige Ecken zurück. Ein weiteres häufiges Anzeichen ist ein plötzlicher Verlust des Appetits. Viele betroffene Tiere zeigen ein übermäßiges Schlafbedürfnis oder einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus.

Lesen Sie auch: Glückskomplex für Hunde

Depressionen bei Hunden haben viele Facetten und sind das Ergebnis unterschiedlicher Einflüsse:

  • Umweltveränderungen, Verlust des Besitzers oder eines Artgenossen
  • Stress, Langeweile und Isolation
  • Krankheiten und Schmerzen als Auslöser

Trennungsstress

Du gehst zur Arbeit, kurz zum Einkaufen oder nur zum Briefkasten - und hinter dir beginnt das Geheul? Dann steckt ziemlich sicher Trennungsstress dahinter. Viele Hunde haben Schwierigkeiten damit, allein zu bleiben. Besonders junge Tiere oder Hunde aus dem Tierschutz, die vielleicht schon einmal Verlassenwerden erlebt haben, reagieren hier besonders sensibel.

Jaulen ist in solchen Momenten ein Hilferuf: „Ich bin allein - und ich fühl mich nicht wohl damit.“

Aufregung und Langeweile

Nicht jedes Jaulen hat einen tiefen Hintergrund. Manchmal geht’s auch einfach nur um Aufmerksamkeit. Dein Hund hat gelernt: „Wenn ich jaule, passiert was.“ Vielleicht bekommt er dann einen Keks, eine Streicheleinheit - oder du sprichst ihn an.

Auch Langeweile kann eine Rolle spielen. Wenn dein Hund unterfordert ist, sucht er sich eben eine eigene Beschäftigung.

Lesen Sie auch: Diagnose von Schmerzen an der Außenseite des Knies

Zittern als Ausdruck von Emotionen und mehr

Hunde zittern aus den unterschiedlichsten Gründen. Diese körperliche Reaktion bei unseren Vierbeinern kann sowohl harmlose aber auch ernsthafte Ursache haben.

  1. Emotionen: Hunde zeigen ihre Emotionen durch körperliche Reaktionen wie z.B. zittern.
  2. Aufregung: Der Hund wedelt mit dem Schwanz, er bellt und zittert beim Begrüßen von Frauchen oder Herrchen. Was viele Hundebesitzer als Freude bei ihrem Vierbeiner identifizieren, ist eigentlich nur Aufregung.
  3. Anstrengung: Anstrengende Aktivitäten, übermäßiges Beanspruchen von Muskelpartien oder besonders aufregende Erlebnisse können auch bei unseren Vierbeinern zu kurzzeitigem Zittern führen.
  4. Frieren: Ja, auch Hunde frieren und das zeigen sie ebenfalls durch zittern. Vor allem Hunde, die kaum oder gar keine Unterwolle haben, frieren schneller als ihre von Natur aus warm eingepackten Artgenossen.
  5. Hitzschlag: Auch ein Hitzschlag kann beim Hund ein Zittern auslösen.
  6. Alter: Auch ein alter Hund zeigt weiche Knie und sollte öfter mal geschont werden. Zudem kann Zittern bei Hunden im Alter auf eine Arthrose hindeuten.
  7. Schmerzen: Zittern kann so ein Anzeichen bei Schmerzen sein.
  8. Fieber: Wirkt Dein Hund abgeschlagen, zittert und rührt sein Essen nicht an? Dann kann es sein, dass er Fieber hat.
  9. Vergiftung: Unwohlsein kann sich häufig als Zittern bei Hunden äußern. Der Vierbeiner fühlt sich schlecht, verkrampft und erbricht. Das kann darauf hindeuten, dass sich Dein Liebling vergiftet hat.
  10. Epilepsie: Auch Hunde leiden an Epilepsie.

Was tun bei nervigem Verhalten?

Tierärztliche Untersuchung

Sind Hunde krank, ist in erster Linie wichtig, die Ursache und eine Diagnose herauszufinden. Abgestellt auf die vorhandene Erkrankung bzw. Im weiteren Verlaufe wird im günstigsten Fall anhand der bei Erstvorstellung des Tieres geschilderten Anamnese (Krankengeschichte) die Ursache ermittelt.

Behandlung von Magen-Darm-Problemen

  • Ausschlussdiät: Bei Verdacht auf Futtermittelallergie empfiehlt sich eine Ausschlussdiät.
  • Entwurmung: Je nach Fütterung und Haltung des jeweiligen Tieres sollten mindestens 2 x jährliche Entwurmungen stattfinden.
  • Artgerechte Fütterung: Eine Vorbeugung von Magen- und Darmerkrankungen lässt sich in erster Linie durch eine artgerechte natürliche und gesunde Fütterung von Hunden praktizieren.

Behandlung von Übersäuerung

  • Hausmittel: Karotten, Naturjoghurt, Fencheltee, Süßkartoffel, Eschenrinde
  • Ernährungsumstellung: Gut verträglich sind Kartoffeln & Süßkartoffeln, Karotten, Kürbis, Zucchini, mageres Fleisch, Naturjoghurt, gekochter Reis oder Hirse. Besser vermeiden sollte man getreidehaltiges Trockenfutter, Zucker, künstliche Farb- und Aromastoffe, Schweinefleisch und fettreiche Fleischreste, Milch, Sahne, Käse, lange Fütterungspausen.
  • Tierärztliche Behandlung: Diätfuttermittel, Natriumbicarbonat-Infusionen, Protonenpumpenhemmer

Behandlung von Depressionen

  • Verhaltenstherapie
  • Hundgerechte Umgebung, tägliche Routinen und abwechslungsreiche Beschäftigung
  • Antidepressiva oder angstlösende Medikamente (in Absprache mit dem Tierarzt)
  • Emotionale Bindung zum Besitzer stärken

Umgang mit Trennungsstress

  • Alleinbleiben langsam üben
  • Große Abschiedsszenen vermeiden
  • Zusätzliche Hilfe bei Nervosität, z. B. mit Relax Time

Umgang mit Jaulen

  • Ursache herausfinden
  • Ruhig, klar und freundlich bleiben
  • Rituale schaffen
  • Ruhiges Verhalten belohnen

Erfolgsgeschichten

Viele Hundebesitzer haben positive Erfahrungen mit ganzheitlichen Therapien gemacht. Hier sind einige Beispiele:

  • Trixi: "Sie ist fit, kein Gras fressen mehr, kein Erbrechen, kein Bauchweh, normales Ess- & Trinkverhalten. Ich bin begeistert. Sie hat auch ihre zuvor verlorenen 5 Kilo fast wieder zugenommen und sieht einfach verdammt gut aus."
  • Cooper: "Er hat nun schon seit einigen Wochen nicht mehr gebrochen & auch sein Stuhlgang ist normal. Auch vom äußeren Erscheinungsbild gefällt er mir total…sein Fell glänzt und er ist total gut drauf."
  • Amigo: "Kot ist zwar zwischendrin immer wieder etwas weich aber kein reiner Durchfall (Wasser) mehr. Er war anfangs auch mit dem Futter von Nehls sehr mäkelig, aber mittlerweile frisst er es für seine Verhältnisse recht gut (auch mit den Globuli, Kräutersäfte etc."
  • Luna: "Luna fraß das Futter mit großem Appetit und kann es jedes Mal kaum erwarten, bis es fertig zubereitet ist. Und wenn es Zeit für die Globuli ist, steht Luna schon in freudiger Erwartung vor uns und frisst diese begeistert von der Hand. Auch die Kotkonsistenz verbesserte sich sehr schnell und schon nach wenigen Tagen war kein Schleim mehr zu erkennen."
  • Jessie: "Jessie hat sehr gut zugenommen, sie frisst ordentlich, hat eine wunderbare Verdauung und hatte schon seit vielen, vielen Wochen keinen Durchfall mehr. Alle aus unserem Umfeld sind erstaunt, wie gut Jessie wieder zurecht ist. Auch hat sie keinen Mundgeruch mehr, darüber freue ich mich auch total."
  • Oskar: "Ich bin so froh und glücklich, dass es Oskar jetzt, dank der Produkte, so richtig gut geht. Ich kann Sie nur unbedingt weiterempfehlen. Endlich hat die Ursachenforschung und das schlechte Allgemeinbefinden meines Hundes ein Ende."
  • Stella: "Nach nur 6 Wochen Therapie habe ich einen völlig veränderten Hund!"

tags: #hundpur #nerven #wie #lange