Eine gesunde Halswirbelsäule (HWS) ist entscheidend für das allgemeine Wohlbefinden. Sie trägt nicht nur den Kopf und ermöglicht seine Beweglichkeit, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Atmung und der Funktion des Nervensystems. Störungen in diesem Bereich können vielfältige Beschwerden verursachen, von Nackenschmerzen und Schwindel bis hin zu Atemnot und neurologischen Ausfällen.
Anatomie und Funktion der Halswirbelsäule
Die HWS besteht aus sieben Wirbelkörpern, wobei die oberen zwei, die Kopfgelenke, eine Art Kugelgelenk für Neigung und Drehung des Kopfes bilden. Äußere und tiefe Muskeln stabilisieren den Kopf und sorgen für die entsprechenden Kopfbewegungen. Die feinen Halsmuskeln, die Zwischenwirbelscheiben und vor allen Dingen die kleinen Wirbelgelenke, auch Facettengelenke genannt, direkt zwischen dem 1. und 3. Halswirbelkörper spielen eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung der Position des eigenen Kopfes.
Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule
Eine Spinalkanalstenose der HWS ist eine Verengung des Rückenmarkkanals, die Rückenmark, Nerven und Blutgefäße abdrücken kann. Sie entwickelt sich meist im Laufe des Lebens aufgrund altersbedingter Abnutzung der Gelenke, Bänder und Bandscheiben. Dabei kommt es unter anderem zu Knochenauswüchsen (Osteophyten) bzw. Knochenanbauten (Spondylophyten) und Verdickungen von Bändern im Rückenmarkkanal, wodurch Rückenmark und abgehende Halsnerven eingeklemmt werden können (Kompression).
Symptome
Eine Halswirbelkanalverengung kann sich im Bereich des Gesichts, der Schultern, der Arme und der Hände bemerkbar machen. Meist treten starke Nacken- und Schulterschmerzen auf. Das Feingefühl, die Beweglichkeit und die Kraft der Hände können stark nachlassen, sodass Alltagstätigkeiten wie das Zuknöpfen eines Hemdes oder das Ergreifen kleiner Gegenstände nur noch schwer möglich sind. Im fortgeschrittenen Stadium können Lähmungserscheinungen aufgrund geschädigter Nerven auftreten. Weitere Symptome können sein:
- Missempfindungen in den Händen
- Störungen der Feinmotorik
- Gangunsicherheit
Diagnose
Aufgrund der vielfältigen Symptome, die eine Spinalkanalstenose der HWS auslösen kann, ist eine gründliche Ursachenforschung wichtig, um andere mögliche Erkrankungen auszuschließen. Die Diagnose umfasst:
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- Anamnese: Ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten über seine Beschwerden.
- Körperliche Untersuchung: Beurteilung der Körperhaltung, Wirbelsäulenausrichtung und Wirbelsäulenbeweglichkeit. Untersuchung der Arme und Beine auf Druck- und Bewegungsschmerzpunkte.
- Neurologische Untersuchung: Überprüfung von Empfindungsstörungen, Reflexen und Muskelkraft.
- Bildgebende Verfahren:
- Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule
- Magnetresonanztomografie (MRT): Präzise Darstellung des Spinalkanals, des Rückenmarks und der Nervenwurzeln.
- Computertomografie (CT): Alternative zur MRT, falls diese nicht geeignet ist.
- Myelografie/Myelo-CT: Kontrastmittelgestützte Untersuchung des Wirbelkanals in sehr seltenen Fällen.
- Elektromyografie (EMG): Untersuchung der elektrischen Aktivität der Muskeln.
Der Nervus phrenicus und seine Bedeutung für die Atmung
Der Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv) ist ein gemischter Nerv, der aus den drei zervikalen Segmenten des Rückenmarks C3 bis C5 (Halswirbel 3 bis 5) entspringt. Er innerviert das Zwerchfell (Diaphragma), den wichtigsten Atemmuskel. Bei einer Phrenicusparese (Lähmung des Nervus phrenicus), zum Beispiel aufgrund eines Wirbelkörperbruchs in der Halswirbelsäule, zieht sich das Zwerchfell auf der jeweiligen Seite nicht mehr zusammen und die Betroffenen leiden unter starken Atembeschwerden. Eine beidseitige Nervenlähmung ist lebensbedrohlich.
HWS-Syndrom und seine Auswirkungen
Beschwerden in der Halswirbelsäule (HWS-Syndrom) können ein viel größeres Problem darstellen. Über 70% der Webseiten-Besucher gaben an, dass Sie Probleme mit der Halswirbelsäule haben. Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen in der Halswirbelsäule können Hinweise auf eine weitaus gefährlichere Erkrankung sein: das obstruktive Schlafapnoe Syndrom.
Obstruktive Schlafapnoe und HWS
Das obstruktive Schlafapnoe Syndrom wird meist sehr spät erkannt, da es schlichtweg keine Schmerzen verursacht. Erst durch Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Tagesmüdigkeit und Diabetes kommen Ärzte dem Übeltäter auf die Spur: eine dauerhafte Sauerstoffunterversorgung durch Atemstillstände (Apnoen) in der Nacht. Schlafapnoe ist die häufigste Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt.
Menschen mit verengten Atemwegen müssen zwangsläufig den Kopf nach vorne strecken um die Atemwegsverengung zu weiten. Durch diese Fehlhaltung des Kopfes und der Halswirbelsäule werden die Halswirbel sehr in Mitleidenschaft gezogen. Verengte Atemwege sind meist einem zu kleinen oder schmalen Kiefer geschuldet. Wenn der Kiefer, aus welchen Gründen auch immer, nicht weit genug nach vorne gewachsen ist, dann verursacht das automatisch eine Verengung der Atemwege.
Diagnose und Therapie der Schlafapnoe
Der erste Schritt ist der Gang zum Hausarzt. Erläutern Sie diesem Ihre Beschwerden und bestehen Sie wenn möglich auf eine Überweisung zu einem Schlafmediziner. Die Kosten werden in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernommen.
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Wenn Sie die Diagnose Schlafapnoe erhalten haben, heißt es leider nicht, dass mit der eingeleiteten Therapie, in der Regel eine Beatmungsmaske (CPAP), die HWS Beschwerden verschwinden. Eine CPAP Therapie kann laut Studien auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall nicht auf ein Normalniveau senken.
Obstruktive Schlafapnoe kann durch eine Ursachenbeseitigung geheilt werden. Dafür muss die Ursache, das fehlende Wachstum der Kiefer, beseitigt werden. Durch eine chirurgische Kiefervorverlagerung kann die Ursache beseitigt werden und die Atemwege um ein Vielfaches erweitert werden. Durch die Weitung der Atemwege gewöhnt sich der Körper wieder eine aufrechte Kopf- und Halshaltung an. Ein Überstrecken ist nach der Ursachenbeseitigung nicht mehr notwendig.
In Zeiten vieler unnötiger Operationen an der Wirbelsäule wird die ärztliche Zweitmeinung immer wichtiger.
Nackenschmerzen, Schwindel und Atemmuskulatur
Viele Menschen leiden an Nackenschmerzen, häufig auch an zervikalem Schwindel. Häufig berichten diese Menschen über muskuläre Verspannungen, chronische Nackenschmerzen und Kopfschmerzen. Nackenschmerzen sind eine Volkskrankheit, fast jeder kennt sie. In Deutschland berichten 45,7 % der Erwachsenen über mindestens einmaliges Auftreten von Nackenschmerzen innerhalb von 12 Monaten. Frauen sind mit 54,2 % deutlich häufiger betroffen als Männer mit 36,9 %. Nackenschmerzen und muskuläre Verspannungen sind auch häufig mit Kopfschmerzen und zervikalem Schwindel verbunden.
Zervikaler Schwindel
Der zervikale Schwindel ist mit diagnostischen Messmethoden nur schwer zu erfassen, sodass bei den Betroffenen häufig das Problem nicht erkannt und eine adäquate Behandlung nicht eingeleitet wird. Bei dieser Art des Schwindels haben Sie bei Kopfwendungen mit offenen Augen das Gefühl, dass die Selbstwahrnehmung über den Hals im Verhältnis zur Außenwahrnehmung (Augen) verzögert ist. Sie haben das Gefühl, dass etwas „nachzieht“, ähnlich einem „Wischeffekt“ oder dass „Ebenen sich gegeneinander verschieben“, was dann dem Schwindel entspricht. Schließen Sie die Augen und wenden den Kopf, dann tritt dieser Schwindel nicht mehr auf.
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Ein Test ist zum Beispiel der JPE-Test („Cervical Joint Position Error Test“) mit verbundenen Augen. Hierbei wird ein Laserpointer mit einem Kopfband mittig an der Stirn angebracht und die Testperson sitzt aufrecht auf einem Stuhl und in 90 cm Abstand ist eine Zielscheibe an der Wand angebracht, wobei in der Ausgangsposition der Laserpunkt genau auf den Mittelpunkt der Zielscheibe ausgerichtet ist. Der Kopf wird dann bei verbundenen Augen vom Mittelpunkt wegbewegt und die Testperson wird aufgefordert, den Kopf wieder in die Ausgangsposition zurückzubewegen.
Atemmuskulatur und Nackenschmerzen
Die meisten Menschen atmen mit einer flachen Mund-Brustatmung anstatt mit einer Nasen-Bauchatmung. Dieses hat zur Folge, dass das Zwerchfell dekonditioniert, das heißt muskulär geschwächt wird. Die Atemmuskelkraft lässt sich einfach, schnell und zuverlässig messen. Dabei werden die maximale Inspirationskraft (MIP) und die maximale Expirationskraft (MEP) in cmH2O bestimmt. Das Messergebnis wird in Relation zum Mittelwert bezogen auf Geschlecht und Altersgruppe gesetzt. Werte von <100% des Mittelwertes gelten als therapie- beziehungsweise trainingsbedürftig. Zusätzlich messen wir die maximale Handmuskelkraft an der dominanten Hand (MHP) mit einem Dynamometer. Wird die Atemmuskelkraft niedriger gemessen als die Handmuskelkraft, dann können wir von einer zentral-peripheren muskulären Dysbalance sprechen.
Die vorderen Halsmuskeln (M. sternocleidomastoideii, M. scalenii) müssen vor allen Dingen bei körperlicher Anstrengung die Schwäche des Zwerchfells ausgleichen, was wiederum mit einer vermehrten muskulären Spannung im vorderen Halsbereich verbunden ist. Um den Kopf gerade zu halten, müssen folglich die hinteren Halsmuskeln aktiviert werden, um ein Gegengewicht zu bilden. Ziel des Atemmuskeltrainings bei Atemmuskelschwäche, Nackenverspannungen und zervikalem Schwindel ist es, durch eine Stärkung der Atemhauptmuskeln der Einatmung, die Atemhilfsmuskulatur am Hals zu entlasten.
Therapie bei Nackenschmerzen und Schwindel
Wenn Sie an chronischen Nackenschmerzen, eventuell auch mit einem zervikalen Schwindel leiden, dann sollten Sie grundsätzlich die Ursachen medizinisch sorgfältig abklären lassen. Zusätzlich sollte die Atemmuskelkraft gemessen werden. Ist vor allen Dingen die Kraft der Einatmenmuskulatur auf <50% des erwarteten Mittelwertes eingeschränkt, dann sollte mit einem Atemmuskeltraining begonnen werden. Sie müssen dabei darauf achten, dass vor allen Dingen das Zwerchfell mit der richtigen Atemtechnik trainiert. Ein apparatives Atemmuskeltraining ist optimal. Eine Nasen-Zwerchfellatmung in den Bauch, das heißt Einatmung und Ausatmung durch die Nase sollte im Alltag die Regel sein.
Grundlage für eine gesunde Atmung ist eine reine Nasen-Zwerchfellatmung in den Bauch, das heißt Einatmung und Ausatmung ausschließlich durch die Nase in allen Alltagssituationen. Anfänglich kann die Nasen-Zwerchfellatmung mit einem Führungswiderstand, zum Beispiel mit einem Ball im Sitzen, geübt und dann schrittweise in den Alltag übernommen werden. Für ein effizientes Training empfehlen wir auf jeden Fall auch ein apparatives Atemmuskeltraining. Die besten Ergebnisse werden langfristig allerdings erzielt, wenn der Übende ein Feedback zum Trainingsfortschritt erhält. Hier machen wir die besten Erfahrungen mit dem AiroFit Pro Atemtrainer. Dieses System verfügt nicht nur über App-geführte Programme zum Training von inspiratorischer sowie expiratorischer Muskelkraft sowie zum Apnoetraining, sondern auch über eine zuverlässige Messeinheit zur Bestimmung der inspiratorischen und expiratorischen Muskelkraft.
Weitere Ursachen für Beschwerden im HWS-Bereich
- Schulterschmerzen: Bei Schulterschmerzen ist eine Untersuchung der Halswirbelsäule ebenfalls erforderlich. Schulterschmerzen können entweder isoliert im Schultergelenk bei bestimmten Bewegungen auftreten oder auch vom Nacken aus in den ganzen Arm ausstrahlen. Auch Schmerzen, die im Handgelenk beginnend sich bis in die Schulter ziehen wie z. B. beim Karpaltunnelsyndrom sind möglich. Häufige Auslöser von Schulterschmerzen sind Haltungsprobleme, die zum Schulterimpingement führen können.
- Ohrenschmerzen und Gesichtsschmerzen: Schmerzen tief im Ohr oder Schmerzen am Knochen hinter dem Ohr können ihren Ursprung in einer Irritation der Nerven oder der Muskulatur aus dem zweiten oder dritten Halswirbelkörper haben. Stirn- und Gesichtsschmerzen sind nicht nur Folge einer Nebenhöhlenentzündung, sondern lassen sich auch auf eine Fehlfunktion der oberen Halswirbelsäule zurückführen.
- Kloßgefühl im Hals und Stimmstörungen: Das Kloßgefühl im Hals kann seinen Grund in Pathologien der oberen HWS haben - ebenso Stimmstörungen mit Heiserkeit sowie Druck im Kehlkopf nach längerem Sprechen.
Asthma und die Halswirbelsäule
Grundsätzlich kann Asthma durch verschiede Ursachen ausgelöst werden. Eine davon ist muskulärer Natur. Diese lässt sich meist sehr gut behandeln oder heilen.
Damit der Brustkorb (Thorax) Richtung Kopf bewegt werden kann, ist zwischen Kopf und Brustkorb ein Aufhängepunkt installiert: die Halswirbelsäule (HWS). Diese dient als Stützpfeiler, an dem der Thorax hochgezogen wird. Hierbei muss die HWS entsprechend stabil sein und darf bei der Einatmung nicht einknicken. Genau dies passiert jedoch bei Asthmatikerinnen und Asthmatikern.
Wenn Asthmatikerinnen und Asthmatikern versuchen einzuatmen, also den Thorax nach oben zu ziehen, gelangt der Thorax nicht nach oben, sondern die HWS wird nach unten gezogen. Die Einatmung stockt und die instabile HWS knickt nach vorne und unten. Je kräftiger die betroffene Person versucht einzuatmen, desto schlimmer wird die Instabilität. Am Ende ist der Thorax maximal nach oben gezogen und die HWS maximal nach unten gestaucht - der sogenannte „status asthmaticus“. Hier droht Erstickungsgefahr, wenn nicht durch entsprechende Medikamente Abhilfe geschaffen wird.
Biokinematische Therapie des Asthmas
Soll diese gestörte Wechselfunktion zwischen Thorax und HWS beendet werden, muss die HWS korrigiert werden. Konkret muss die mechanische Funktion der HWS wiederhergestellt werden, also deren Muskulatur- und Gelenkfunktion. Grundsätzlich handelt es sich bei der Störung, die Asthma auslöst, um eine Verschiebung des Halswirbelkörpers (HWK) 6 oder des HWK 5 nach vorne. Anstatt stabil zu bleiben, rutscht der HWK 5 nach vorne und lässt die darüber liegende HWS inklusive Schädel einknicken. Ursache für das Verrutschen nach vorne ist eine Minderfunktion der hinteren HWS im betroffenen Segment, also der tiefen Nackenmuskulatur. Diese Muskulatur ist nicht mehr richtig ausgebildet und wird bei der Einatmung nicht rekrutiert.
Parallel zu der Fehlfunktion der hinteren Muskulatur des tiefen Nackens entwickelt sich auf der Vorderseite der betroffenen HWS-Segmente eine Verkrampfung der Muskulatur, die versucht, die Rippen Richtung HWS zu ziehen. Beides zusammengenommen, die kontrakte unnachgiebige vordere und tiefe Halsmuskulatur in Verbindung mit der übermäßig „lockeren“ hinteren Halsmuskulatur verhindern eine spontane Normalisierung der Funktion. Da es nicht möglich ist, die Atemmuskulatur ruhen zu lassen, bleibt diese Fehlfunktion bestehen.
Die HWS reagiert bei jeder psychischen Aktion. Bei Stress ziehen wir den Nacken ein. Wenn die HWS bereits instabil ist, genügt ein beliebiger Anlass, um das System zum Entgleisen zu bringen. Von der Kinematik des Körpers her betrachtet ist Asthma folglich ein Problem der unteren Halswirbelsäule.
Beim Asthma dauert das gezielte Umbauen der HWS-Muskulatur ebenfalls einige Tage. Da die HWS kompliziert gebaut ist, kann nicht alles auf einmal behoben werden. Die Veränderung entsteht schrittweise. Eine erfolgreiche Therapie dauert ein bis zwei Wochen.
Die Therapie des Asthmas nach biokinematischen Grundsätzen ist eine sehr wirksame und schnelle Therapie. Medikamente werden nicht benötigt. Eine Besserung tritt bereits bei der Erstbehandlung ein, wir mit speziellen manuellen Techniken die passiven muskulären Sperrungen der vorderen HWS-Muskulatur beheben.
Diagnostik und Behandlung von HWS-Erkrankungen
Die Diagnostik der HWS-Pathologien hat ihren Schwerpunkt (neben dem Gespräch und der Beobachtung der Patienten) auf der Palpation, also der Untersuchung durch die Hand des Arztes.
Die Behandlung von oben genannten HWS-Erkrankungen ist eine Domäne der Physiotherapie und Osteopathie. Geschickte Lockerungen von Dysfunktionen der Wirbelgelenke, muskelentspannende Maßnahmen, Anleitung zur Eigenbehandlung und Änderungen im Arbeitsumfeld helfen, die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Die eigene Gymnastik zur Vorbeugung HWS-bedingter Erkrankungen kann nicht hoch genug bewertet werden!
Fazit
Der Zusammenhang zwischen HWS, Nerven und Atmung ist komplex und vielschichtig. Störungen in diesem Bereich können vielfältige Beschwerden verursachen, die oft schwer zu diagnostizieren sind. Eine gründliche Ursachenforschung und eine individuelle Therapie sind entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Neben konventionellen medizinischen Ansätzen können auch alternative Therapien wie Physiotherapie, Osteopathie und Atemmuskeltraining eine wichtige Rolle spielen. Es ist wichtig, die Signale des Körpers ernst zu nehmen und bei Beschwerden im HWS-Bereich frühzeitig einen Arzt aufzusuchen.