Iberogast bei Migräne und Übelkeit: Eine umfassende Betrachtung

Viele Menschen mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt leiden unter wiederkehrenden funktionellen Magen-Darm-Beschwerden. Diese können vielfältig sein und einzeln oder gemeinsam auftreten. In solchen Fällen ist es hilfreich, auf ein Mittel zurückgreifen zu können, das mehrere Symptome gleichzeitig lindern kann. Hier kommt Iberogast ins Spiel, insbesondere Iberogast® ADVANCE, das eine Kombination aus sechs Heilpflanzenextrakten enthält, die an verschiedenen Stellen des Magen-Darm-Trakts wirken und so verschiedene Beschwerden gleichzeitig lindern (Multi-Target-Prinzip).

Was ist Iberogast® ADVANCE?

Iberogast® ADVANCE zeichnet sich durch eine hohe Konzentration an beruhigenden, entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Extrakten aus. Es ist ein pflanzliches Arzneimittel, das sowohl bei häufigen oder anhaltenden Beschwerden als auch bei Reizmagen oder Reizdarm geeignet ist. Die Inhaltsstoffe wirken schmerzstillend, krampflösend, säureregulierend und entblähend. Iberogast® ADVANCE ist rein pflanzlich, gut verträglich und ab 12 Jahren zugelassen.

Übelkeit: Ursachen und Behandlung

Übelkeit ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das im Rahmen verschiedener Erkrankungen auftreten kann und unterschiedliche Ursachen haben kann. Es handelt sich um ein unspezifisches Symptom, das oft weitere Untersuchungen erfordert, um die genaue Ursache zu finden. Übelkeit wird als ein unangenehmes Gefühl im oberen Bauchbereich wahrgenommen und kann von Brechreiz begleitet sein. Sie kann plötzlich, einmalig oder wiederholt auftreten.

Mögliche Ursachen für Übelkeit

Die Liste der möglichen Ursachen für Übelkeit ist lang. Dazu gehören:

  • Erkrankungen von Magen und Darm: Entzündung der Magenschleimhaut (z. B. durch Bakterien), Blinddarmentzündung, Magengeschwür.
  • Vergiftungen: Durch Arzneimittel, Alkohol oder Drogen.
  • Stoffwechselstörungen: Z. B. bei Nierenschwäche (Urämie).
  • Long-COVID: Anhaltende Übelkeit als Folge einer COVID-19-Erkrankung.
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS): Kopfverletzungen, erhöhter Gehirndruck, Migräne.
  • Starke Schmerzen.

Wann sollte man Übelkeit ärztlich abklären lassen?

Ein Magen-Darm-Infekt klingt meist innerhalb weniger Tage von alleine ab. Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn man keine Flüssigkeit mehr bei sich behalten kann, insbesondere wenn zusätzlich Fieber, Blut im Stuhl oder ein starkes Krankheitsgefühl auftreten. Auch wenn die Übelkeit nach mehr als drei Tagen nicht verschwindet, ist ein Arztbesuch ratsam, bei Kindern und älteren Menschen schon früher.

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Untersuchung und Behandlung von Übelkeit

Zur Diagnose von Übelkeit wird zunächst ein Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) geführt, gefolgt von einer körperlichen Untersuchung. Der Arzt tastet den Bauch ab, um ihn auf Druckempfindlichkeit zu untersuchen, und prüft die Lymphknoten. Bei Bedarf werden bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder Computertomografie (CT) eingesetzt. Eine Blutuntersuchung kann bei Verdacht auf eine Stoffwechselerkrankung durchgeführt werden.

Zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen können Ärzte Antiemetika verordnen, die Wirkstoffe wie Diphenhydramin, Dimenhydrinat oder Metoclopramid enthalten. Scopolamin kann gegen Reisekrankheit eingesetzt werden. Bei Übelkeit und Erbrechen nach Operationen können Haloperidol und Droperidol helfen. 5-HT3-Antagonisten wie Granisetron, Ondansetron und Palonosetron werden bei Übelkeit und Erbrechen durch Zytostatika, Bestrahlung oder operative Eingriffe eingesetzt. In besonderen Fällen, z. B. bei starker Übelkeit während einer Chemotherapie, können auch Medikamente mit Wirkstoffen aus der Cannabispflanze helfen.

Selbsthilfe bei Übelkeit

Viele Menschen empfinden es als hilfreich, sich zu schonen, in kleinen Schlucken Kräutertee zu trinken und/oder eine Wärmflasche zu verwenden. Schonkost wird empfohlen. Ein Spaziergang an frischer Luft kann ebenfalls helfen. Studien zeigen, dass sanfte Akupressur am Punkt P6 (am inneren Handgelenk) Übelkeit lindern kann. In der Schwangerschaft kann es hilfreich sein, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen, auf eine fettarme Ernährung zu achten und ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Ingwerprodukte wie Ingwerkapseln oder Ingwersirup können die Beschwerden lindern. Die Einnahme von Vitamin B6 kann sich ebenfalls positiv auf die Schwangerschaftsübelkeit auswirken. Wenn Ängste Grund für die Übelkeit sind, können Entspannungsübungen helfen.

Iberogast: Anwendung und Wirkung

Iberogast ist ein pflanzliches Arzneimittel, das bei Verdauungsbeschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Völlegefühl oder Bauchkrämpfen eingesetzt wird. Es lindert wirksam verschiedene Verdauungsprobleme dank seiner komplexen Wirkung, die auf dem ausgewogenen Gehalt an Extrakten aus verschiedenen Teilen von neun Kräutern beruht.

Inhaltsstoffe und Wirkungsweise

Iberogast Classic enthält den Extrakt von neun medizinischen und heilenden pflanzlichen Inhaltsstoffen:

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  1. Iberis amara (Bittere Schleifenblume)
  2. Angelikawurzel
  3. Kamillenblüten
  4. Kümmelfrüchte
  5. Melissenblätter
  6. Pfefferminzblätter
  7. Schöllkraut
  8. Süßholzwurzeln
  9. Mariendistelfrüchte

Diese Kombination und die unterschiedliche Wirkungsweise der verschiedenen Kräuter helfen, die Symptome verschiedener Magen-Darm-Beschwerden zu lindern, wie z. B. Magenschmerzen, Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit, Infektionen und Beschwerden nach fettigen Mahlzeiten oder auf Reisen.

Die Inhaltsstoffe wirken als natürliches Gemisch. Je nachdem, ob die Muskulatur des Verdauungstrakts eher verkrampft oder zu schlaff ist, kann das Gemisch entweder den Muskeltonus anregen oder entspannen.

Anwendungsgebiete

Iberogast wird bei der Behandlung von Magenbeschwerden eingesetzt. Zu den häufigsten Symptomen zählen hierbei Magenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen und Völlegefühl. Ebenso hilft es bei Magenschleimhautentzündungen und Darmkrämpfen.

Dosierung und Einnahme

Iberogast Classic wird oral eingenommen, vorzugsweise in etwas Wasser verdünnt, dreimal täglich, 20 Minuten vor einer Mahlzeit. Die übliche Dosis für Erwachsene beträgt 20 Tropfen, für Kinder über 6 Jahre 10-20 Tropfen, je nach Körpergewicht. Die Dauer der Behandlung sollte von einem Arzt in Abhängigkeit von den Beschwerden und deren Verlauf festgelegt werden.

Die flüssige Form von Iberogast bietet mehrere vorteilhafte Eigenschaften: Die Dosierung für Kinder und Erwachsene ist unterschiedlich, und die flüssige Lösung erleichtert die richtige Dosierung erheblich. Kinder und ältere Menschen bevorzugen oft die Einnahme von Flüssigpräparaten. Der Körper nimmt flüssige Präparate schneller und leichter auf.

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Iberogast kann in Wasser oder Tee aufgelöst werden. Allerdings darf die Temperatur der verwendeten Flüssigkeit nicht höher als 25 °C sein. Es sollte nicht in Grapefruit oder alkoholischen Getränken aufgelöst werden, da diese die Wirksamkeit verringern können.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Iberogast Classic darf nicht von Personen eingenommen werden, die auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Es wird auch nicht empfohlen bei Darmverschluss oder bei Patienten mit schweren Leberschäden. Vor der Einnahme sollte ein Arzt konsultiert werden, wenn Verdauungsstörungen oder Lebererkrankungen vorliegen oder andere Arzneimittel eingenommen werden.

Iberogast darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. Kinder unter 3 Jahren sollten das Arzneimittel ebenfalls nicht einnehmen.

Vorsicht ist geboten bei Allergie gegen Gewürze wie Anis, Beifuß, Dill, Fenchel, Karotte, Koriander, Kümmel, Paprika, Petersilie, Sellerie und Tomaten sowie bei Allergie gegen Korbblütler.

Nebenwirkungen

Iberogast Classic ist im Allgemeinen gut verträglich. In seltenen Fällen können jedoch Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen auftreten.

Iberogast bei Migräne

Obwohl Iberogast primär für die Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden entwickelt wurde, kann es indirekt bei Migräne helfen, insbesondere wenn diese mit Übelkeit verbunden ist. Einige Migränepatienten berichten, dass Iberogast die Übelkeit lindert, die oft mit Migräneanfällen einhergeht.

Die Rolle von Pfefferminze

Pfefferminzblätter, ein Bestandteil von Iberogast, sind für ihre vielfältigen medizinischen Eigenschaften bekannt. Sie wirken anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend und schmerzstillend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Blähungen und Bauchschmerzen, antimikrobiell und antiviral. Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet. In Iberogast wird Pfefferminze vor allem aufgrund ihrer entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Eigenschaften geschätzt. Zudem kann der Extrakt aus Pfefferminzblättern die Säureproduktion im Magen regulieren, antiulzerogen und krampflösend wirken.

Wann Iberogast verwenden?

Iberogast kann eingenommen werden, sobald Unwohlsein auftritt. Es wirkt gegen Übelkeit und beschleunigt die Verdauung, wodurch der Magen schneller entleert wird und das Völlegefühl sowie Sodbrennen schneller verschwinden. Die Einnahme bestimmter Medikamente kann zu Übelkeit und Erbrechen führen, auch dabei kann Iberogast helfen. Es ist jedoch ratsam, mögliche Wechselwirkungen mit Ärzten oder Apothekern abzuklären.

Iberogast Classic vs. Iberogast Advance

Iberogast Classic und Iberogast Advance unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und Konzentration der Heilpflanzen. Iberogast Advance enthält eine höhere Konzentration an Pfefferminzblättern, was es besonders wirksam bei Entzündungen und zum Schutz der Magen-Darm-Schleimhaut macht.

Wichtige Hinweise

Bei akuten Problemen kann Iberogast ohne Rücksprache mit einem Arzt 2-3 Tage lang eingenommen werden, bei chronischen Problemen 7 Tage lang. Wenn keine Besserung eintritt oder die Probleme weiterhin bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn sich die Bauchschmerzen innerhalb von 6 Stunden verschlimmern oder Erbrechen, Erbrechen von Blut, ungewöhnlich dunkler oder schwarzer Stuhl, Blut im Stuhl, Fieber oder Schwächegefühl auftreten, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Nach dem Öffnen der Flasche bleibt Iberogast bis zu 2 Monate „stabil“.

Was tun bei Übelkeit, wenn Iberogast nicht zur Hand ist?

Es gibt viele altbewährte Hausmittel gegen Übelkeit. Tee aus Pfefferminze oder Kamille kann in kleinen Schlucken getrunken werden. Ingwer wirkt natürlich antiemetisch (den Brechreiz unterdrückend). Frische Luft und Ruhe können ebenfalls helfen.

Stress und Übelkeit

Magenbeschwerden wie Sodbrennen und Übelkeit können oft als Symptom von anhaltendem Stress auftreten. Stress kann dazu führen, dass man weniger auf die Bedürfnisse des Körpers achtet, regelmäßig und gesund zu essen vergisst und Ruhephasen vernachlässigt. In diesem Fall zeigt die Übelkeit, dass man einen Gang zurückschalten sollte. Entspannungstechniken und das aktive Lösen von Problemen können helfen.

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