Einleitung
Das menschliche Gehirn ist ein komplexes Organ, das ständig gefordert wird. Um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern, ist regelmäßige Anregung und Training notwendig. In diesem Artikel werden verschiedene Aspekte der Gehirnaktivität, des Lernens und der damit verbundenen Herausforderungen beleuchtet. Dabei werden sowohl die kognitiven Prozesse als auch die Bedeutung des sozialen Umfelds und der individuellen Erfahrungen berücksichtigt.
Die Rolle des Gehirns bei Lernen und Gedächtnis
Arbeitsgedächtnis und Bewegung
Eine Studie von Gordon Dodwell, Dr. Thomas Töllner und Professor Hermann J. Müller vom Lehrstuhl für Allgemeine und Experimentelle Psychologie der LMU hat gezeigt, dass Bewegung die Effizienz des Arbeitsgedächtnisses verbessern kann. Mittels Elektroenzephalographie (EEG) wurde die Gehirnaktivität von Probanden gemessen, während sie Aufgaben lösten, die ihr visuelles Arbeitsgedächtnis beanspruchten. Die Probanden waren entweder in Bewegung (Laufen auf dem Laufband oder Treten in die Pedale) oder blieben ruhig stehen bzw. sitzen. Es zeigte sich, dass die Arbeitsgedächtnisleistung besser war, wenn die Probanden standen oder sich bewegten. Die Auswertung der EEG-Daten zeigte, dass das Gehirn Informationen im Arbeitsgedächtnis effizienter verarbeitete, sobald die Probanden liefen oder Rad fuhren. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass unser Gehirn am besten funktioniert, wenn wir uns aktiv bewegen“, sagt Thomas Töllner.
Sprachliche Bilder und Denken
Sprache kann Bilder im Kopf entstehen lassen, die unser Denken beeinflussen. Das generische Maskulinum kann beispielsweise falsche Bilder erzeugen.
Anregung des Gehirns durch Spiele
Kleine, schnelle Gesellschaftsspiele können das Gehirn herausfordern und verschiedene kognitive Funktionen aktivieren. Es ist wichtig, die Freude am Denken zu entdecken und Erfolgserlebnisse zu genießen.
Herausforderungen und Förderbedarf
Körperliche und motorische Entwicklung
Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung weisen geringe bis umfängliche, häufig dauerhafte körperliche Beeinträchtigungen auf. Diese Beeinträchtigungen können die Verhaltensmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler so beeinträchtigen, dass ihre Aktivitätsmöglichkeiten und die Selbstverwirklichung in sozialer Interaktion erschwert sind. Für die Verwirklichung ihrer individuellen Möglichkeiten benötigen die Schülerinnen und Schüler Unterstützung in individuell angemessener Form und Intensität. Diese Unterstützung erfolgt umfassend im Hinblick auf unterschiedliche Lebensvollzüge und Lernprozesse und berücksichtigt neben den körperlichen Erschwernissen auch sekundäre Beeinträchtigungen.
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Emotionale und soziale Entwicklung
Manche Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen mit einem zusätzlichen Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung fallen jedoch auf, wirken unangemessen und stellen eine Herausforderung dar. Dem pädagogischen Handeln im Förderschwerpunkt liegt das Verständnis zugrunde, dass eine Einordnung von Verhalten immer aufgrund einer spezifischen und individuellen Erwartungsnorm erfolgt. Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler kann ihr persönliches Empfinden und Handeln als angemessen angesehen werden. Diese subjektiv empfundene Sinnhaftigkeit muss erkannt und berücksichtigt werden.
Kommunikationsmöglichkeiten
Das Grundbedürfnis von Menschen, sich anderen mitzuteilen und sich auszutauschen, ist bei Kindern und Jugendlichen mit eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten in gleicher Weise vorhanden.
Lebenswirklichkeit und Entwicklungsverläufe
Unterricht und Förderung für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung berücksichtigen auch die Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schüler, deren Biografien von Operationen, längeren oder regelmäßigen Krankenhaus- oder Rehabilitationsaufenthalten und gesundheitlich kritischen sowie existentiell bedrohlichen Lebensphasen geprägt werden. Entwicklungsverläufe mit unter Umständen abwechselnd auftretenden Entwicklungsfort- oder -rückschritten und vor allem mit progredienten Erkrankungen stellen im Hinblick auf die Begleitung der betroffenen Schülerinnen und Schüler eine sonderpädagogische und auch menschliche Herausforderung für die Lehrkraft dar. Behinderung kann auch bedeuten, dass Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern sich bereits sehr früh mit dem Tod auseinandersetzen müssen. Bildung beinhaltet dann auch die Unterstützung bei der Gestaltung der verbleibenden Lebenszeit.
Pädagogische Grundsätze
Das pädagogische Handeln im Bildungs- und Erziehungsprozess von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung beruht auf den Grundsätzen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern sowie auf den in Artikel 131 der Verfassung des Freistaates Bayern genannten Bildungszielen. Auf der Grundlage dieser Werte, Grundsätze und Bildungsziele beobachten und überdenken die Schülerinnen und Schüler ihr Handeln und ihre Begegnungen mit Mitschülerinnen und Mitschülern in alters- und entwicklungsangemessener Weise. Sie erfahren und pflegen einen demokratischen, achtsamen, toleranten und respektvollen Umgang. Im gemeinsamen Schulleben und durch die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen und Lebensweisen erweitern sie ihren Erfahrungshorizont, ihre Bewertungsmaßstäbe sowie ihre Handlungsmöglichkeiten.
Unterstützung und Verantwortung
Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung erhalten Unterstützung auf ihrem Weg, Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen zu übernehmen, um als mündige Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und dieses mitzugestalten.
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Lernumfeld und pädagogische Beziehung
Alle Schulen, in denen Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung unterrichtet werden, haben den Auftrag, ein Lernumfeld zu gestalten, in dem Kinder und Jugendliche neben ihrer Gesamtpersönlichkeit besonders ihre motorischen Fähigkeiten mit dem Ziel größtmöglicher Selbständigkeit in der Gesellschaft entwickeln können. Eine wertschätzende und annehmende pädagogische Beziehung begleitet die Schülerinnen und Schüler und schafft Zutrauen in künftige Entwicklungen.
Förderzentrum und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Das Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung ist in seiner sonderpädagogischer Professionalität und Fachlichkeit in besonderer Weise auf die Lern-, Erziehungs- und Entwicklungsbedürfnissen der Kinder und Jugendlichen mit diesem Förderbedarf ausgerichtet. Mit hoher Diagnosekompetenz, qualifizierten methodisch-didaktischen, pädagogischen und individuellen Förderangeboten sowie durch die Gestaltung der Übergänge in die allgemeine Schule oder in die berufliche Vorbereitung unterstützt es die Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Entwicklung. Eine ganzheitliche Sichtweise auf die Schülerinnen und Schüler erfordert die Zusammenarbeit aller an Erziehung und Bildung Beteiligten, allen voran der Eltern und Erziehungs- und Sorgeberechtigten sowie der jeweiligen Fachkräfte. Letztere sind innerhalb eines interdisziplinären Teams organisiert, welchem Lehrkräfte für Sonderpädagogik, Heilpädagogische Förderlehrerinnen und -lehrer, Heilpädagoginnen und -pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Fachkräfte aus Therapie, Konduktiver Förderung und Pflege sowie Schulbegleitungen und weiteres Hilfspersonal angehören können. Jedes Mitglied des interdisziplinären Klassenteams bringt seine vielfältigen Kompetenzen in die pädagogische Arbeit ein.
Kooperation und Partnerschaft
Schule und Eltern bzw. Erziehungs- und Sorgeberechtigte tragen gemeinsame Verantwortung für erfolgreiche Bildungsprozesse und berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler. Das Förderzentrum gestaltet diese Beziehung im Sinne einer engen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Die familiäre Umgebung ist der prägende Bildungsort für Kinder und Jugendliche. Deshalb sind die Eltern bzw. die Erziehungs- und Sorgeberechtigten zusammen mit den Schülerinnen und Schülern die wichtigsten Gesprächspartner für die Lehrkräfte.
Diagnostik und Förderplanung
Um Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung gemäß ihres Entwicklungsstandes und ihrer persönlichen Stärken zu fördern, ist eine präzise Diagnostik und Förderplanung erforderlich. Kinder und Jugendliche werden dabei als Akteure ihrer eigenen Entwicklung mit vielfältigen Fähigkeiten und Entwicklungspotenzialen betrachtet. Der Förderbedarf wird durch eine breit angelegte interdisziplinäre Diagnostik im Sinne einer Kind-Umfeld-Analyse erhoben. Als diagnostische Verfahren zur Erhebung des Entwicklungsstandes in den Bereichen Kognition, Konzentrationsfähigkeit, Wahrnehmung, Motorik und Sprachhandeln kommen standardisierten Testverfahren und informelle Erhebungen zum Einsatz.
Migräne: Eine neurologische Erkrankung
Symptome und Auswirkungen
Migräne ist eine neurologische Erkrankung und entsteht nicht durch ein stressiges Leben. Den meisten Betroffenen sieht man die Krankheit nicht an, außer, man erwischt sie im akuten Anfall. Migräne, insbesondere die chronische Migräne, ist kein simpler Kopfschmerz, sondern eine der schlimmsten Schmerzzustände, die Menschen heimsuchen. Sie zählt zu den schwersten Behinderungen, insbesondere von Frauen. So bestehen nicht nur die typischen meist einseitigen, stechenden, hämmernden, pulsierenden Kopfschmerzen - nein, der gesamte Körper ist in Mitleidenschaft gezogen.
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Umgang mit Migräne
Betroffene lieben und brauchen frische Luft und gehen hinaus, so oft es möglich ist. Gemäßigter Ausdauersport kann prophylaktisch wirken und wird auch oft betrieben in schmerzfreien Zeiten. Während einer Attacke ist sportliche Betätigung nicht möglich. Viele sind bettlägerig und fühlen sich schwer krank.
Missverständnisse und Realitäten
Tipps, die Migräne heilen können, sind zwar gut gemeint, für Betroffene aber eher ein Ärgernis, denn hilfreich. Natürlich wird man die Attacke behandeln, doch meist bestehen ja nicht nur der Schmerz, sondern weitere schwer behindernde Zustände. Zudem wirkt nicht jede Tablette zuverlässig und ausreichend gut, mit einer einzigen Tablette ist es meist auch nicht getan. Richtig ist, dass mehr Frauen von Migräne betroffen sind als Männer, da die hormonellen Trigger hinzukommen. Migräne ist eine eigenständige primäre Erkrankung und nie das Symptom einer anderen Erkrankung! Betroffene sind weder arbeitsunwillig, psychisch krank noch suchen sie nach Aufmerksamkeit.
Ernährung und Migräne
Migräne ist eine eigenständige neurologische Erkrankung, die nicht durch Allergien bedingt ist. Auch besteht keine Vergiftung im Körper, nichts muss ausgeleitet, entschlackt oder entsäuert werden. Diäten sind wirkungslos. Wichtig ist vielmehr eine vollwertige Mischkost, die ausreichend Kohlenhydrate enthalten sollte.
Umgang mit Ratschlägen
Solche oder ähnliche Tipps und Fragen helfen keinem Betroffenen. Haben Sie sich auch schon solche Rat-“Schläge” anhören dürfen?
Das Lehramtsstudium und seine Anforderungen
Kompetenzerwerb und Vorkenntnisse
Im Lehramtsstudium werden Kompetenzen groß geschrieben. Sie erwerben nicht nur Fach-Wissen, sondern Sie erlernen Fähigkeiten, Methoden und Theorien an exemplarischen Beispielen. Es ist hilfreich, bestimmte Vorkenntnisse und Interessen mitzubringen, um die Herausforderungen des Studiums zu meistern.
Englischkenntnisse
Es wird erwartet, dass Sie sich noch verbessern möchten, um bis zu Ihrem Abschluss fast auf dem Niveau eines Muttersprachlers Englisch sprechen und schreiben zu können. Dafür müssen Sie schon ein gutes Sprachniveau mitbringen, um Erfolg im Studium zu haben. Im Studium wird weniger die Sprache selbst gelernt, sondern der Umgang mit ihr. Sie können die Hauptinhalte komplexer Texte verstehen, z.B. einführende Fachliteratur, einen Roman oder eine Theorie erarbeiten. Sie können sich spontan und fließend im Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Probleme verständigen. Sie können sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt erläutern sowie Vor- und Nachteile abwägen.
Lesekompetenz
Wenn Sie nicht gerne lesen, wird Ihnen das Englisch-Studium wenig Freude bereiten. Auch später im Beruf müssen Sie sich durch Lektüre immer wieder neue Texte selbständig erarbeiten. Das Schulcurriculum ändert sich. Themen und Texte sollen für die Lebenswelt der Schüler*innen interessant und aktuell dargestellt werden. Sie lesen gerne auch längere, fachliche oder komplizierte Texte. Außerdem sollte das Gelesene kritisch hinterfragt und reflektiert werden. Das Gelesene können Sie darüber hinaus auf Hausarbeiten oder Präsentationen anwenden.
Interesse an Kultur und Literatur
Ein Interesse an englischsprachiger Literatur und die Bereitschaft Texte im Original zu lesen ist sehr wichtig für den Studienerfolg. Auch Texte - im weitesten Sinne - zu analysieren und zu interpretieren, sich Kenntnisse über wichtige Literaturströmungen oder Autoren anzueignen, sollte selbstverständlich sein. Englischsprachige Medien, Politik und Kultur begeistern Sie. Gerne ergänzen Sie das Wissen vor Ort und sind bereit ins Ausland zu gehen, um in direkten Kontakt mit der englischen Sprache und Kultur zu treten.
Selbstverantwortung und Selbstdisziplin
Wer erfolgreich studieren und sein Sprachniveau stetig verbessern möchte, muss Selbstdisziplin beweisen. Das beginnt schon mit der Studienplanung und -gestaltung. "Practice makes perfect". Dabei ist es wichtig, nicht gleich aufzugeben, wenn es nicht beim ersten Mal perfekt ist! Sie üben auch aus Fehlern zu lernen und konstruktiv Kritik zu üben. „Life long learning“ ist das Motto.
Präsentationsfähigkeiten
Nicht nur die Freude am Präsentieren ist wichtig, sondern auch das freie Sprechen. Natürlich wird dies noch geübt. Sie sollten aber selbstbewusst genug sein, vor einer Gruppe zu sprechen und Ihren Standpunkt zu vertreten. Seminare beinhalten in der Regel Präsentationen oder die Gestaltung einer Sitzung als Studienleistung. Eine gute Rhetorik und die Fähigkeit Informationen interessant und frei vorstellen zu können gehören daher zum A und O dieses Studiengangs. So können Sie auch später Ihre Schülerinnen und Schüler begeistern.
Freude am Lehren
Das Lehramtsstudium fordert didaktisches Geschick, Interesse am Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Sie sollten Freude haben an der Vermittlung von Wissen, aber auch gut zuhören und beobachten können. Natürlich ist dies eine große Herausforderung. Sie lernen Ihre Fähigkeiten gründlich zu reflektieren. Dabei werden Sie kontinuierlich unterstützt, damit Sie den Lehrer-Beruf kompetent und professionell ausüben können.
Kontinuierliche Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten
Sprache lebt und verändert sich ständig - es gibt immer etwas Neues dazu zu lernen. Auch nach dem Studium. In Seminaren und Übungen sowie häufigen Gruppenarbeiten haben Sie Raum zur sprachlichen, fachlichen und persönlichen Entwicklung. Stärken und Kompetenzen können weiter entwickelt werden. Ein Auslandssemester oder ein Praktikum im Ausland fördert Ihre authentische Ausdrucksweise. Diese können Sie später mit Freude und Begeisterung Ihren Schüler*innen vermitteln. Damit können Sie eine Klassenfahrt ins Ausland organisieren oder ausländische Gäste betreuen. Motivation ist das A und O des Erfolgs. Selbstverständlich ist es unser Ziel, Sie auch von unserem Fachgebiet zu begeistern. Ein Grundinteresse jedoch sollten Sie schon haben - dann werden Sie viel leichter zum Ziel kommen.
Sprachliche Interessen
Sie schauen gerne Filme und Fernsehsendungen im Original. Sie sind bereit sich auch auf schwierige, längere Texte einzulassen. Sie probieren gerne neue Ausdrücke aus und versuchen Sie im richtigen Kontext in der Fremdsprache anzuwenden. Sie interessieren sich dafür, wie Sprache funktioniert, wie sie sich verändert, was zwischen den Zeilen steht.
Kulturelle Interessen
Sie interessieren sich für Nachrichten aus englischsprachigen Ländern, z.B. lesen die Zeitung wie die New York Times oder den Guardian. Sie finden Geschichte, Geographie und Politik der Länder spannend. Sie möchten differenzierte Kenntnisse erwerben, Stereotypen hinterfragen. Sie möchten gerne mit Austauschstudierenden am Institut sprechen, um etwas über deren Leben und Kultur zu erfahren. Sie sehen gerne auch mal einen Dokumentarfilm, z.B. Simon Schama A History of Britain oder vielleicht spezifische Filme über Kanada, z.B. beim National Film Board of Canada.
Interesse am Denken und Forschen
Sie sind bereit erworbenes Wissen zu hinterfragen, Theorien und Modelle zu vergleichen und zu erproben. Sie sind bereit zu experimentieren, z.B. mit neuen Medien - vielleicht einem Podcast oder interaktivem Whiteboard - oder einem Corpus.
Herausforderungen im Studium
Sie erwerben Fähigkeiten, Methoden, Theorien und Fachwissen. Nicht jeder Kursinhalt ist eins-zu-eins in die Lehrpraxis umsetzbar. Ihr Ziel ist nicht nur Veranstaltungen abzuhaken oder Punkte zu sammeln. Sie erwerben einen Hochschulabschluss, der Sie befähigt eigenständig zu forschen, z.B. für eine Doktorarbeit. Es gibt wirklich viel zu lesen. Das können schon einmal 5 bis 10 Bücher pro Semester sein. Dazu gehört die Primärliteratur, z.B. Romane oder Dramen sowie Sekundärliteratur, z.B. Theorien, Modelle, andere Forschungsliteratur zu den selbst gewählten Themen einer Hausarbeit. Die englischen Sprachkenntnisse können recht unterschiedlich sein. Je nach Lehrer, Schule oder Bundesland haben Sie unterschiedliche Fähigkeiten mehr oder weniger intensiv geübt. Sprache verändert sich ständig - deshalb müssen Sie sich auch kontinuierlich mit ihr beschäftigen: Sprechen - Lesen - Hören - Schreiben.
Erwartungen und Engagement
Wir erwarten, dass Sie lernen wollen und Interesse am Fach mitbringen. Das bedeutet, Sie nehmen regelmäßig, aktiv an den Veranstaltungen teil. Das geht nur, wenn Sie sich gut vorbereiten (die Texte lesen), Fragen stellen, Feedback einholen und reflektieren, wenn Sie die erarbeiteten Themen aus dem Seminar zu Hause nachbereiten. Das erfordert oft viel Selbstdisziplin. Trotz Interesse hat jedes Studium auch Teile, die Sie auf den ersten Blick weniger interessieren oder die Ihnen unterschiedlich leicht fallen werden. Hier ist auch mal Durchbeißen gefragt. Sie werden staunen - so entdecken Sie vielleicht eine neue Leidenschaft. Sie lernen Ihr Studium und Ihr Lernpensum selbst zu organisieren, Prioritäten abzuwägen, kontinuierlich an sich selbst zu arbeiten. Sie lernen zu lernen. Natürlich helfen wir Ihnen dabei.
Lebensgeschichtliche Erzählungen als Spiegel der Gesellschaft
Die Reihe "Rückblick" der LWL-Kommission
Die Volkskundliche Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) stellt zum Welttag des Buches die Reihe ¿Rückblick¿ in den Mittelpunkt. In der Reihe sind unterschiedliche lebensgeschichtliche Erzählungen zusammengefasst.
Vielfalt der Perspektiven
Die LWL-Kommission hat alle Menschen in Westfalen dazu aufgerufen, den Ablauf eines Tages aus persönlicher Sicht zu schildern. Dieses Projekt hatte eine erstaunliche Resonanz: 5.100 Berichte erreichten die LWL-Kommission, davon veröffentlichten die LWL-Volkskundler 100 im Buch ¿Mein 18. November. Menschen schreiben Alltagsgeschichte(n)¿. Das Buch bietet die Möglichkeit, über die einzelnen Erzählungen einen Eindruck davon zu bekommen, wie die Menschen in Westfalen- Lippe im Jahr ihren Alltag verbrachten. Außerdem spiegelt es, die ¿Unterschiedlichkeit des Erlebens und der Blickweisen der Menschen am Beginn des Jahrhunderts¿.
Schulwegerlebnisse
Ein Aufruf des ehemaligen Geschäftsführers der Kommission, Dietmar Sauermann, seinen ¿Briefkasten mit Berichten über Schulwegerlebnisse zu füllen¿, folgten ebenfalls viele Menschen. Entstanden ist daraus ein Buch, das zahlreiche Einblicke in die Lebenswelt und die Lebensbedingungen der Menschen zwischen und gibt, die über das eigentliche Thema ¿Schulweg¿ hinausgehen. ¿In den Erzählungen der einzelnen Autoren erhalten wir spannende, lustige und auch nachdenklich stimmende Einblicke in vergangene Lebenswirklichkeiten¿.
Berufsleben im Wirtschaftswunder
In dem jüngsten Buch der Reihe ¿Lebensraum Baustelle. Ein Schlosser erzählt vom Wirtschaftswunder¿ steht das Berufsleben eines Schlossers in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg bis in die er Jahre im Mittelpunkt. Aus den Aufzeichnungen des Schlossers Hubert Markmann lassen sich zahlreiche Rückschlüsse über die Themen Arbeit und Arbeitsethos in dieser Zeit ziehen. Hier entsteht aus der individuellen Perspektive des Schlossers ein Bild von Ereignissen in der Geschichte, die in Zukunft nur noch in der Theorie erfahrbar sein werden.
Kriegserfahrungen
Neben diesen Themen bieten verschiedene Bände der Reihe auch Erinnerungen an Krieg, Kriegsgefangenschaft sowie Flucht und Vertreibung während des Zweiten Weltkriegs.
Engagement der Autoren
¿Zugute kommt der Reihe ¿Rückblick` das große Engagement der einzelnen Autoren, die detailliert und engagiert geschrieben haben und die diese Informationen über ihren ganz persönlichen Alltag einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen¿.