Tipps, um nicht genervt zu sein: Gelassenheit im Alltag finden

Sind Sie auch manchmal von Ihren Mitmenschen genervt? Unsere Autorin kennt das Problem nur zu gut. Menschen können Stimmungskiller sein, besonders wenn sie sich unachtsam oder rücksichtslos verhalten. Doch es gibt Wege, um gelassener zu reagieren und sich nicht von solchen Situationen die Laune verderben zu lassen. Dieser Artikel gibt Ihnen Ratschläge, wie Sie Ihre Nerven stärken und entspannter durch den Alltag gehen können.

Die Ursachen von Gereiztheit erkennen

Oft sind es Kleinigkeiten, die uns aufregen: Im Supermarkt drängeln sich Leute an der neuen Kasse vor, an der U-Bahnstation blockieren Fahrgäste den Ein- und Ausstieg, und Fußgänger beachten nicht den Radweg. Es ist wichtig zu erkennen, dass solche Situationen immer wieder vorkommen werden. Man kann die Verhaltensweisen anderer Menschen nicht ändern, aber man kann beeinflussen, wie man selbst darauf reagiert.

Die Macht des Lachens

Ein prägendes Erlebnis verhalf der Autorin zu einer wichtigen Erkenntnis: Ein unaufmerksamer Mann lief auf den Radweg und beschimpfte sie, als sie ihm ausweichen musste. In diesem Moment wurde ihr klar, dass es immer Situationen geben wird, in denen sich Menschen nicht so verhalten, wie man es sich wünscht. Doch die Reaktion darauf liegt in der eigenen Hand. Anstatt sich zu ärgern, kann man die Situation mit Humor nehmen.

Lachen kann eine wirksame Strategie sein, um sich vor einem Stimmungstief zu bewahren. Auch wenn die Situation nicht immer lustig ist, kann es helfen, sich die Lachnummer vor Augen zu führen. Oft ist es wie beim Lächeln: Selbst wenn es anfangs erzwungen ist, wird es nach kurzer Zeit natürlich und die Laune bessert sich. Auch die Einstellung zu den vermeintlichen Stimmungskillern kann sich dadurch verbessern.

Stress als Resultat der Selbstwahrnehmung

Psychologe Jens Eitmann erklärt, dass Stress oft ein Resultat der Selbstwahrnehmung ist. Nicht der Stau an sich ist das Problem, sondern die eigene Bewertung der Situation als stressig, weil man denkt, zu spät zu kommen oder Zeit zu verlieren. Es geht darum, eine Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

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Strategien zur Stressbewältigung

Es gibt verschiedene Techniken, um die Reizbarkeit zu senken und gelassener zu reagieren. Dazu gehören:

  • Entschleunigung: Statt sich über Staus oder Wartezeiten zu ärgern, kann man die Zeit nutzen, um abzuschalten und sich durch ein nettes Gespräch den Tag zu versüßen.
  • Wut zulassen: Es ist wichtig, die Wut anzuerkennen und zu spüren, wo sie im Körper sitzt. Allein das Zulassen kann bereits einen Teil des Drucks nehmen.
  • Kommunikation: Nervereien in Beziehungen entstehen oft, wenn man sich vom Gegenüber nicht wahrgenommen fühlt. Offene Kommunikation und das Ansprechen von Problemen können helfen, die Reizbarkeit zu reduzieren.
  • Selbstreflexion: Oft ärgert man sich über Verhaltensweisen anderer, weil man mit sich selbst nicht im Reinen ist. Bevor man sich beschwert, sollte man darüber nachdenken, warum man sich gerade ärgert.
  • Entspannungstechniken: Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation können helfen, die innerliche Anspannung zu reduzieren und Stresshormone abzubauen.
  • Perspektivenwechsel: Sich zu fragen, welche Bedeutung ein Streit in fünf oder zwanzig Jahren haben wird, kann helfen, die Situation zu relativieren und lockerer zu werden.

Was tun gegen Nervereien?

Das Leben hält viele kleine Nervereien bereit, mit denen wir uns arrangieren müssen. Doch es gibt auch Strategien, um damit umzugehen:

  • Kulturelle Unterschiede akzeptieren: Die Vielfalt der Kulturen in unserem Land bringt unterschiedliche Gewohnheiten mit sich, die uns fremd erscheinen und nerven können. Es ist wichtig, tolerant und offen zu sein.
  • Innere Unruhe bekämpfen: Innere Unruhe und Nervosität können durch Ängste und Sorgen entstehen. Es ist wichtig, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um schwerwiegendere Probleme zu vermeiden.

10 Tipps für starke Nerven

  1. Den Körper spüren: Bewegung, besonders an der frischen Luft, hilft, Ängste abzubauen und die Gedanken zu beruhigen.
  2. Die Nerven mit Nahrung versorgen: Eine vollwertige Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ist wichtig für einen ruhigen Geist.
  3. Zur Ruhe kommen: Ausreichend Schlaf und Ruhepausen sind essenziell für einen ausgeglichenen Geist und einen leistungsfähigen Körper.
  4. Auslöser kennen: Tagebuch führen kann helfen, die Ursachen für kreisende Gedanken zu erkennen und gezielt Gegenstrategien zu entwickeln.
  5. Achtsamkeit lernen: Atemübungen und Meditation helfen, achtsamer zu leben und die Verbindung von Körper und Geist bewusst wahrzunehmen.
  6. Gedankenkontrolle üben: Menschen können lernen, ihre Gedanken bewusst auszuwählen und manipulative, ängstigende Gedanken loszulassen.
  7. Gefühle annehmen lernen: Leidvolle Gefühle wie Angst oder Unsicherheit rauben Energie, haben aber auch einen Nutzen. Es ist wichtig, Gefühle bewusst wahrzunehmen und nicht wegzuschieben.
  8. Die eigenen Ressourcen kennen: Die eigenen Kraftquellen zu kennen und regelmäßig aufzuladen, hilft, leistungsfähig zu bleiben.
  9. Mit einem Arzt oder Therapeuten sprechen: Bei dauerhafter Unruhe und Gereiztheit sollte ein Arzt konsultiert werden, um körperliche oder psychische Ursachen auszuschließen.
  10. Begleitende Maßnahmen nutzen: Ein Coaching oder homöopathische Komplexmittel können den Umgang mit den Herausforderungen des Lebens verbessern.

Ärger akzeptieren und konstruktiv nutzen

Ärger gehört zum Leben dazu und hat einen biologischen Sinn. Er zeigt uns, dass uns etwas stört, und bereitet uns auf Kampf und Auseinandersetzung vor. Es ist wichtig, den Ärger zuzulassen, ohne gleich aktiv zu werden, und dann nach einer konstruktiven Lösung des Problems zu suchen.

  • Sich selbst befragen: Welches Bedürfnis steckt hinter dem Ärger? Wenn man das herausfindet, kann man entspannter nach Wegen suchen, es zu befriedigen.
  • Gespräche führen: Sagen Sie der anderen Person, was Sie gern anders hätten und warum das für Sie wichtig ist, ohne Vorwürfe oder Unterstellungen zu machen.
  • Sich ablenken: Widmen Sie sich einer anderen Tätigkeit, die Ihnen Freude bereitet, um schnell wieder gut drauf zu sein.
  • Relativieren: Ist die Situation es wirklich wert, dass Sie sich darüber aufregen? Fragen Sie sich, wie Sie in einem Monat oder einem Jahr darüber denken werden.
  • Lachen: Humor ist sehr effektiv, um Ärger zu bewältigen und die gute Laune schnell zurückzubringen.

Stress im Arbeitsumfeld bewältigen

Gestresste Mitarbeiter und Kollegen können sich schnell auf die eigene Stimmung auswirken. Um trotzdem gelassen zu bleiben, empfiehlt Psychologe Gert Kaluza die 4-A-Strategie:

  1. Akzeptanz: Nehmen Sie wahr, dass der Kollege gestresst ist, und akzeptieren Sie die Situation, wie sie ist.
  2. Abkühlung: Machen Sie sich klar, dass der Stress beim anderen liegt und nicht bei Ihnen selbst.
  3. Auszeit: Gewinnen Sie Abstand von der gestressten Person, um Ruhe zu bewahren.
  4. Auftreten: Ein ruhiges Auftreten hilft Ihnen selbst und kann beruhigend auf die Umgebung wirken.

Nervenstärke entwickeln

Starke Nerven sind nicht angeboren, sondern entwickeln sich und können unterstützt oder gefördert werden. Um in angespannten Situationen und im Alltag gelassen zu bleiben, hilft es, in ruhigeren Zeiten Kraft zu tanken und die Nerven zu stärken.

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  • Regelmäßige Bewegung: Wirkt positiv auf Körper und Nervensystem, besonders in der Natur.
  • Entspannung: Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation und progressive Muskelentspannung tragen zu einer deutlichen Verbesserung des persönlichen Stressempfindens bei.
  • Atemtechniken: Fördern insbesondere mentale Stabilität.
  • Power Nap: Ein kurzer „Minutenschlaf“ schafft Erholung und neue Kraft.
  • Zeit für sich selbst: Machen Sie etwas, dass Ihnen Freude bereitet.
  • Selbstwertgefühl stärken: Schätzen und vertrauen Sie sich selbst.
  • Stärken entdecken: Sie helfen Ihnen, Krisen leichter zu bewältigen.
  • Ziele setzen: Setzen Sie sich konkrete und realistische Ziele, dann erreichen Sie diese auch leichter.

Nervennahrung für starke Nerven

Die Ernährung hat einen Einfluss auf unser Nervensystem. Vor allem B-Vitamine haben wichtige Funktionen für Nerven und Psyche.

  • Vitamin B12: Ist für den Schutz und die Regeneration der Nervenzellen zuständig.
  • Vitamine C, B1, B2, B9 (Folsäure) sowie Magnesium: Liefern viel Energie für die Nerven und fördern die Konzentrationsfähigkeit. Sie stecken vor allem in Nüssen und getrockneten Früchten, aber auch in Rapsöl, Fisch, Paprika, Kakao, Avocados und Hülsenfrüchten.

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