Infektiöse Ataxie bei Pferden: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Ataxie beim Pferd ist eine neurologische Erkrankung, die sich auf den Bewegungsapparat und die Mobilität des Pferdes auswirkt. Dabei sprechen die Gliedmaßen nur verzögert auf die Botschaften der Nervenzellen an. Was für Laien zunächst wie reine Unsicherheit in der Bewegung aussieht, ist in Wahrheit ein ernstes Warnsignal. Die Ursachen sind vielfältig - von Infektionen über Verletzungen bis hin zu Stoffwechselstörungen - doch gemeinsam ist ihnen: Der Körper ist aus dem Gleichgewicht geraten. Dieser Artikel soll einen umfassenden Überblick über infektiöse Ataxie bei Pferden geben, einschließlich Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsansätze.

Was ist Ataxie?

Der Begriff „Ataxie“ stammt aus dem Griechischen (ataxia „Unordnung, Unregelmäßigkeit“) und bezeichnet einen Symptomkomplex, der Bewegungs- und Koordinationsstörungen umfasst und neurologisch bedingt ist. Das heißt, die Symptome treten infolge von Beschädigungen an Nervenfasern auf, die wiederum verschiedene Ursachen haben können. Betroffen ist das zentrale Nervensystem (ZNS), das aus Gehirn und Rückenmark besteht. Beide Komponenten sind für die Reizweiterleitung im Körper zuständig. Ist ein Teil des Nervengewebes beschädigt, kann es keine Impulse mehr an die Muskeln oder das Gehirn weiterleiten. Dadurch kommt es zu Beeinträchtigungen und Störungen im Bewegungsablauf und in der Koordination.

Formen der Ataxie

Es werden hauptsächlich drei verschiedene Formen unterschieden:

  • Spinale Ataxie: Sie tritt bei Pferden am häufigsten auf. Hier ist das Rückenmark (Halswirbelsäule) betroffen. Bei der spinalen Ataxie liegt eine Schädigung der Nervenbahnen im Rückenmark aufgrund von Verletzungen des Wirbelkanals, Knochenbrüche oder Veränderungen an der Wirbelsäule vor. Von einem „Wobbler-Pferd“ wird gesprochen, wenn die Einengung des Wirbelkanals von Geburt an besteht. Dadurch entstehen degenerative und entzündliche Veränderungen, die bereits bei jungen Pferden auftreten können und zu Auffälligkeiten in den Bewegungsabläufen führen.
  • Zerebrale Ataxie: Hier sind Großhirn, Zwischenhirn und Mittelhirn des Pferds betroffen. Sie entsteht durch Traumata des Schädels, Hirntumore oder schwere Infektionen. Außerdem zählen Vergiftungen oder ein massiver Parasitenbefall zu den weiteren Auslösern. Dabei wird das Groß-, Mittel- oder Zwischenhirn des Pferdes angegriffen.
  • Zerebelläre Ataxie: Bei dieser Form liegt eine Schädigung des Kleinhirns vor. Schädigen schwere Infektionen, Vergiftungen, Traumata oder Parasiten das Kleinhirn, kann dies zur sogenannten zerebellären Ataxie führen.

Die Symptome sind bei allen Formen der Ataxie ähnlich, jedoch sind die Störungen bei der zerebellären und der zerebralen Ataxie sowohl in der Bewegung als auch im Stand zu erkennen. Bei der spinalen Ataxie ist dies nicht der Fall.

Ursachen der Ataxie

Ataktische Störungen beim Pferd können auf unterschiedliche Erkrankungen hindeuten. Neben Infekten, Parasitenbefall, Vergiftungen oder Traumata können auch andere Faktoren der Auslöser sein. Dazu zählen:

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  • Verletzungen: Frakturen und Traumata im Kopf-, Hals- und Rückenbereich können Schäden am zentralen Nervensystem verursachen und infolgedessen zu einer Ataxie führen. Eine spinale Ataxie kann beispielsweise entstehen, wenn sich das Pferd überschlägt und am Wirbelkanal verletzt.
  • Infektionen: Virusbedingte und bakterielle Infektionen sind weitere mögliche Ursachen. So tritt bei einer Infektion mit dem Equinen Herpesvirus (EHV-1) häufig eine Ataxie der Hintergliedmaßen auf. Mit fortschreitendem Stadium wird das Pferd immer unkoordinierter. Auch das Equine Parvovirus und der bakterielle Erreger Borrelia burgdorferi stehen in Verdacht, Ataxie bei Pferden zu erzeugen.
  • Degenerative Erkrankungen: Degenerative Erkrankungen wie Arthrose können Nervenschädigungen und Ataxie zur Folge haben. Wird die Knochensubstanz rissig, kann es im weiteren Verlauf zu arthritischen Veränderungen an den Wirbeln kommen, die Schwellungen verursachen und das Rückenmark verletzen.
  • Neoplasien: Neoplasien, also Neubildungen von Körpergewebe, können ebenfalls Nervenschäden und Ataxie zur Folge haben.
  • Vergiftung: Eine Ataxie kann auch im Zuge einer Vergiftung entstehen, beispielsweise durch die Aufnahme von Rattengift oder Giftpflanzen.
  • Nährstoffunterversorgung: Ein schwerer Nährstoffmangel kann Erkrankungen wie die degenerative Myeloenzephalopathie auslösen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Rückenmarks und Hirnstamms. Sie tritt vor allem bei jüngeren Tieren auf, die keinen Zugang zu frischem Gras haben.
  • Genetische Faktoren: Erbliche und rassespezifische Einflüsse können die Entstehung von Ataxie begünstigen. Eine Form der Ataxie, die sogenannte Kleinhirnataxie, ist allerdings erblich. Sie betrifft vorrangig Araber und Oldenburger. Eine Zucht mit erkrankten Tieren sollte auch hier grundsätzlich vermieden werden, um eine weitere Verbreitung der Krankheit einzuschränken.
  • degenerative Erkrankungen wie Arthrose im Bereich der Halswirbelsäule
  • neoplastische Umfangsvermehrung wie ein Tumor im Gehirn oder Rückenmark
  • entwicklungsbedingte Erkrankung wie das Wobbler-Syndrom
  • starker Nährstoffmangel
  • Stoffwechselerkrankung
  • erbliche Erkrankung

Symptome der Ataxie

Ataxie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Ausprägungen von Bewegungs- und Koordinationsstörungen. Neben Bewegungsstörungen können ataktische Pferde sensorische Störungen entwickeln. Manche Tiere reagieren beispielsweise atypisch (überempfindlich oder verzögert) auf Berührung, Schmerz und Temperatur.

Achte auf diese Anzeichen:

  • Dein Pferd stolpert plötzlich häufiger - nicht nur auf unwegsamem Boden, sondern auch in der Halle oder auf festem Untergrund.
  • Sein Bewegungsablauf wirkt unsicher, taumelnd oder auffällig schwankend - besonders in Wendungen oder beim Rückwärtsrichten.
  • Es gelingt ihm immer weniger, seine Gliedmaßen gezielt zu setzen - das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bewegungskoordination gestört ist.
  • Plötzliche Stürze ohne erkennbare Ursache sind ein ernstes Warnsignal.
  • Ein häufiges und auffälliges Anzeichen für Ataxie beim Pferd: Plötzliche Koordinationsverluste, bei denen die Hinterhand regelrecht wegsackt - oftmals ohne Vorwarnung.

Grundsätzlich ist der Bewegungsablauf eines Ataxie Pferdes gestört, seine Bewegungen wirken unkoordiniert. Es lässt sich nicht oder nur sehr schwer rückwärts richten, vermeidet stark abfallendes Gelände und hat auf unebenem Boden oder in engen Wendungen Probleme, es stolpert oder stürzt. Beim Führen an der Hand taumelt es und wirkt wie betrunken. Bei Ataxien im Bereich der Hinterhand lässt sich der Schweif gummiartig bewegen. Das Pferd leistet keinen Widerstand, wenn man den Schweif hebt, im Gegensatz zu einem gesunden Pferd.

Man unterscheidet je nach Ort der Nervenschädigung verschiedene Typen der Ataxie: spinale Ataxie, Kleinhirnataxie und cerebrale Ataxie.

Bei einer Gangataxie zeigen Pferde häufig einen Passgang, heben ihre Beine höher oder weniger hoch als gesunde Pferde oder drängen vermehrt zu einer Seite. Auch das Rückwärtstreten fällt betroffenen Pferden schwer oder ist sogar unmöglich. Viele Reiter kennen zum Beispiel den sogenannten Hahnentritt, bei dem das Pferd eines oder beide Hinterbeine ruckartig hochreißt und unkontrolliert zurück auf den Boden setzt. Der Hahnentritt kann durch eine Rückenmarksverletzung entstehen. Doch nicht jede Koordinationsstörung ist auf eine Ataxie zurückzuführen - deshalb sollte man immer einen Tierarzt zu Rate ziehen, wenn sich das Pferd auffällig bewegt.

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Der Schweregrad der Ataxie ist Teil der diagnostischen Einordnung durch den Tierarzt. Die Therapie und der Therapieerfolg sind auch von der Ausprägung abhängig. Die Schweregrade sind:

  • 0: gesundes Pferd
  • 1: neurologische Defizite, die durch spezifische Tests zutage treten
  • 2: Pferd zeigt bereits im Schritt auf der Geraden Auffälligkeiten
  • 3: Pferd zeigt im Schritt auf der Geraden deutliche Defizite, die auch vom Laien erkennbar sind
  • 4: Pferd stolpert und schwankt stark
  • 5: Pferd kann nicht mehr allein aufstehen

Diagnose der Ataxie

Da Ataxie durch verschiedene Erkrankungen und Störungen ausgelöst werden kann, kann es dauern, bis die Ursache gefunden wird. Bei der Diagnose beginnen Tierärzte und Tierärztinnen üblicherweise mit einer ausführlichen Anamnese und untersuchen den Körper des Pferdes. Des Weiteren analysieren sie dessen Gangbild. Mithilfe einfacher neurologischer Tests (Rückwärtslaufen, auf engem Zirkel drehen) kann man einen Eindruck gewinnen, ob das Pferd Probleme mit der Koordination hat oder auffällige Bewegungen zeigt. Gegebenenfalls folgen weitere neurologische Untersuchungen.

Es kann sein, dass bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie, Magnetresonanztherapie, ein Röntgenbild oder ein Ultraschall erforderlich sind, um die Ursache der Ataxie ausfindig zu machen. Es ist generell schwierig, neuronale Erkrankungen bei einem Pferd zu identifizieren. Zum einen erfordern manche Diagnosemaßnahmen eine Vollnarkose, die für das Tier je nach Gesundheitszustand Risiken mit sich bringt. Hier gilt es individuell abzuwägen, ob die Maßnahme wirklich durchgeführt werden muss. Zum anderen ergeben sich anatomisch bedingte Probleme. So kann man beispielsweise den Spinalkanal im Pferderücken bei bildgebenden Verfahren per se schlecht einsehen. Der Weg zur Diagnose kann daher lang sein. In dem Fall ist es gut, eine Pferdekrankenversicherung zu haben.

Eine gesicherte Diagnose einer Ataxie ist schwierig, insbesondere bei einer milden Ausprägung der Ataxie. Neurologische Tests im Rahmen einer klinischen Untersuchung bilden die Grundlage. Bestimmte Tests sind dabei besonders aussagekräftig:

  • Bewegung auf einem sehr engen Zirkel: Pferde mit Ataxie brechen mit der Hinterhand stark aus.
  • Rückwärtsrichten: Pferde mit Ataxie lassen sich in vielen Fällen nicht rückwärtsrichten.
  • Anhalten aus dem Schritt oder Trab: Die Pferde nehmen beim Halten meist eine breite Stellung mit der Hinterhand ein und korrigieren diese auch nicht.
  • Bergauf und bergab: Ein wechselnder Untergrund ist für Pferde mit Ataxie schwer zu bewältigen.

Um eine verbindliche Diagnose zu ermitteln, wäre häufig der Einsatz einer Vollnarkose notwendig. Allerdings ist dies bei Pferden mit Ataxie unter anderem wegen der fehlenden Koordination während des Aufwachprozesses gefährlich. Eine Spinalkanalstenose kann etwa durch die Gabe eines Kontrastmittels diagnostiziert werden. Grundsätzlich sind Erkrankungen bei Pferden, die mit dem zentralen Nervensystem zusammenhängen, schwierig zu diagnostizieren.

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Bei ataktischen Pferden liefert die Beobachtung des Bewegungsablaufs wichtige Hinweise auf den Schweregrad der Erkrankung.

Behandlungsmöglichkeiten

Eine Ataxie zu behandeln, bedeutet immer, die zugrundeliegende Ursache zu behandeln, denn Bewegungs- und Koordinationsstörungen sind nur Symptome. Sie drücken aus, dass etwas mit dem zentralen Nervensystem nicht stimmt. Je nach Erkrankung ist es möglich, Medikamente gegen Infektionen, Parasiten, Schwellungen oder Entzündungen zu geben.

Je nach Ursache der Ataxie gibt es verschiedene Therapieansätze:

  • Ist die Ataxie durch eine Infektion wie Borreliose oder Parasiten entstanden, muss dies mithilfe von Antibiotika primär therapiert werden.
  • Vergiftungen werden meist symptomatisch behandelt, die oft per Infusion verabreichte Kochsalzlösung spült die Giftstoffe aus dem Körper.
  • Arthrosen, die durch Traumata hervorgerufen wurden, behandelt der Tierarzt in der Regel gezielt mit Cortison und Hyaluronsäure.
  • Leidet das Pferd am Wobbler-Syndrom, können die Halswirbel im Rahmen einer Operation versteift werden und so zur Stabilisierung beitragen.

Vergleichsweise einfach ist die Therapie im Falle eines akuten Nährstoffmangels. Anhand der Ergebnisse einer Blutuntersuchung kannst du durch gezieltes Füttern von Nahrungsergänzungsmitteln die Defizite beheben. In manchen Fällen verbessern Akupunktur-Sitzungen das Krankheitsbild. Hierfür solltest du einen in der Pferdeakupunktur erfahrenen Fachmann konsultieren.

Weil Verletzungen oder Traumata im Rückenmark sowie im Groß- oder Kleinhirn zumeist irreversibel sind, ist die Ataxie in diesen Fällen in der Regel nur bedingt therapierbar. Für ein erfolgreiches Therapiekonzept ist daher eine gesicherte Diagnose umso bedeutsamer.

Taumelt das Pferd plötzlich und zeigt akute Symptome, können auch andere Ursachen zugrunde liegen. Abschwellende und entzündungshemmende Medikamente wie Glucocorticoide lindern solche Beschwerden.

Kortison bei Arthrose

Liegt beispielsweise eine Arthrose vor, kann es hilfreich sein, dem Pferd Kortison zu verabreichen und ihm somit Linderung zu verschaffen. Schmerzmittel können ebenfalls Bestandteil der Medikation sein. In manchen Fällen empfiehlt sich auch ein chirurgischer Eingriff. Beim Wobbler-Syndrom ist es beispielsweise möglich, die Halswirbel operativ zu versteifen und das Halsmark auf diese Weise zu entlasten.

Manuelle Therapie und Fütterung

Eine manuelle Therapie kann als Unterstützung sehr sinnvoll sein. Sie hilft dem Pferd dabei, seine Koordinationsfähigkeiten und Bewegungsabläufe zu verbessern und Muskulatur aufzubauen bzw. zu erhalten. Nicht zu vernachlässigen ist die richtige Fütterung, damit das Pferd mit allen Nährstoffen versorgt ist, die es braucht.

Heilungsaussichten

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine spinale Ataxie meist gut therapierbar ist. Bei der zerebellären und zerebralen Ataxie gestaltet sich die Behandlung schwieriger. Auch bei erblich bedingter Ataxie, schweren Traumata und Tumoren stehen die Chancen auf Therapieerfolge eher schlecht. Wichtig zu wissen ist, dass sich zerstörtes Nervengewebe nur sehr eingeschränkt regenerieren kann. Daher ist eine vollständige Heilung oft nicht möglich. Es kommt stark auf das Ausmaß der Nervenschädigung an.

Umgang mit einem Pferd mit Ataxie

Grundsätzlich sollten nur erfahrene Personen mit betroffenen Pferden umgehen. Wichtig ist die regelmäßige Bewegung des Vierbeiners. Dabei kann es sich um ausgedehnte Spaziergänge, Arbeit an der Hand oder die vorsichtige Arbeit mit der Doppellonge handeln. Ist das Pferd noch jung, besteht je nach Ausprägung die Möglichkeit, dass die Defizite des zentralen Nervensystems zumindest teilweise durch eine ausgeprägte Muskulatur und benachbarte Nervenzellen übernommen werden. Auf das Reiten sollte dennoch verzichtet werden. Eine große Box, in der sich das Pferd gut bewegen kann, ist ebenfalls notwendig.

Verschlechtert sich der Zustand des Pferdes trotz Behandlung und alternativer Therapieansätze, verbleibt die Euthanasie als letzte Möglichkeit. Das Einschläfern des Pferdes ist besonders dann in Betracht zu ziehen, wenn das Tier für sich und andere zur Gefahr wird.

Was tun bei Ataxie? Erste-Hilfe-Tipps

  • Muskelaufbau: Gezielter Muskelaufbau durch Arbeit an der Hand und Longe ist entscheidend für den weiteren Verlauf einer Ataxie. Allerdings ist der Erfolg vom Schweregrad und Alter des Pferdes abhängig.
  • Vitamin B-Komplex: Vitamin B spielt für die Funktion der Nerven eine wichtige Rolle. Dazu gehören vornehmlich B1, B6 und B12.
  • Akupunktur: Akupunktur kann in manchen Fällen helfen, die Nervenbahnen zu stimulieren.

Management im Alltag

Zunächst einmal sind Situationen zu vermeiden, die das Pferd überfordern oder Stress verursachen könnten. Das Tier sollte keine körperlichen Aktivitäten ausüben, die über seine Fähigkeiten hinausgehen. Sinnvoll ist auch, die Gruppengröße und -zusammensetzung anzupassen, um Konflikte mit Artgenossen zu vermeiden. Ebenso ist darauf zu achten, die Umgebung für das Pferd sicher zu gestalten und Stolperfallen zu entfernen.

Reiten bei Ataxie?

Vom Reiten solltest du bei einem Pferd mit Ataxie absehen. Zeigt eine Therapie keinen Erfolg, kann das Reiten gefährlich sein. Das Tier besitzt nur eine begrenzte Kontrolle über seine Bewegungsabläufe, zudem können sich die Beschwerden weiter verschlimmern.

Herdenhaltung

Auch eine Herdenhaltung solltest du genau abwägen und dein Pferd innerhalb der Herde im Blick behalten. Falls eine kleine Pferdegruppe infrage kommt, eignen sich ruhigere Artgenossen am besten.

Vorbeugende Maßnahmen

Präventive Maßnahmen umfassen eine gute Stallhygiene, regelmäßige Impfungen, eine ausgewogene Ernährung, die Vermeidung von Traumata und die sorgfältige Auswahl bei der Zucht, um genetisch bedingte Risiken zu minimieren.

Fütterung bei neurologischen Schädigungen

Bei neurologischen Schädigungen ist die Fütterung von B-Vitaminen wichtig. Zwar erhält das Pferd im Regelfall ausreichend B-Vitamine, bei einer Ataxie ist die Versorgung aber entscheidend für die optimale Unterstützung. Nährstoffmängel solltest du bei betroffenen Tieren in jedem Fall vermeiden.

Um die geringe Generationsfähigkeit der Nerven bestmöglich zu unterstützen, sollten Pferde mit neurologischen Erkrankungen bestmöglich mit für das Nervensystem wichtigen Nährstoffen versorgt sein. Gerade die Vitamine aus dem B-Komplex sind hier besonders wichtig. Im Normalfall nimmt das Pferd ausreichende Mengen der B-Vitamine über das Futter auf. Um die Deckung des Mehrbedarfs geschädigter Nerven zu sichern, ist eine Gabe von MASTERHORSE B-KOMPLEX an ataktische Pferde in jedem Fall sinnvoll. Es wurde speziell für die Unterstützung bei neurologischen Erkrankung entwickelt und ist so auch optimal auf die Bedürfnisse durch eine Ataxie abgestimmt.

Rechtliche Aspekte beim Kauf eines Pferdes mit Ataxie

Steht bereits beim Kauf des Pferdes eine Ataxie fest, bleibt es natürlich dir überlassen, ob du dich für das Tier entscheidest. Wird die Ataxie nach dem Kauf festgestellt, ist der Rücktritt vom Kaufvertrag in der Regel nicht möglich, denn eine Ataxie zählt nicht zu den Gewährsmängeln. Eine bereits erfolgte Klage vor einem Landgericht wurde in diesem Fall zurückgewiesen. Gewährleistungsrechte aufgrund der Ataxie geltend zu machen, reichen meist nicht mehr aus. Wird die Ataxie im Zuge der Ankaufsuntersuchung festgestellt, muss der Verkäufer den potenziellen Käufer darüber unterrichten.

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