Die Jahrestagung der Österreichischen Parkinson Gesellschaft bietet eine Plattform für den Austausch neuester Forschungsergebnisse, klinischer Erfahrungen und innovativer Therapieansätze im Bereich der Parkinson-Krankheit und verwandter neurologischer Erkrankungen. Ziel ist es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten kontinuierlich zu verbessern und neue Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.
Aktuelle Schwerpunkte in der neurologischen Forschung und Versorgung
Schlaganfallbehandlung und Prävention
Die Errungenschaften der modernen Schlaganfallbehandlung kommen in Österreich bei der Mehrzahl der Patienten auch tatsächlich an. Im internationalen Vergleich ist die Versorgung hierzulande vorbildlich. Die Behandlung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Für die Akuttherapie stehen derzeit drei sehr effektive Maßnahmen zur Verfügung: die Behandlung auf einer Stroke Unit, die intravenöse Thrombolyse und die endovaskuläre Thrombektomie. Österreich hat ein flächendeckendes Netzwerk von Stroke Units und Interventionszentren für die endovaskuläre Behandlung. Auch die Forschung sei "gut aufgestellt". Vermehrte Anstrengungen seien hingegen noch bezüglich Prävention und Früherkennung zu unternehmen. Mit Öffentlichkeitsarbeit sollen die Symptome des Schlaganfalls ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden. Es geht aber auch darum, nach der Akutversorgung die Weiterbetreuung und Rehabilitationsphase optimal zu gestalten. Hier hat der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) 2017 einige Strukturvorgaben festgelegt. So sieht der Plan etwa sogenannte Spezialzentren vor, die bezüglich der dort durchgeführten Behandlungen einen hohen Grad an Expertise sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich machen, jedoch nicht im Rahmen einer eigenen Organisationsform geführt werden. Ein explizit genannter Anwendungsbereich dieser Kooperationsform ist die endovaskuläre Schlaganfalltherapie.
Die hauptsächlichen Risikofaktoren für Schlaganfall sind lebensstilabhängig. In Österreich sind leider viele dieser Risikofaktoren - wie Hypertonie, Hypercholesterinämie, Nikotinabusus und Vorhofflimmern - oft schon in der jungen Bevölkerung (bei Personen jünger als 40 Jahre) anzutreffen. Hier müsse man ansetzen. Dass mit der Beeinflussung des Lebensstils das Schlaganfallrisiko gesenkt werden kann, hätte sich z.B. schon durch das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden gezeigt. Auch in der Sekundärprävention bleibt die Lebensstilumstellung ein herausforderndes Hauptthema. Strukturierte Nachsorgeprogramme können hierbei hilfreich sein. So konnten z.B. in einer australischen Studie Erfolge mit personalisierten Nachrichten, die mehrmals pro Woche per App an Patienten mit koronarer Herzerkrankung gesendet wurden, erzielt werden: "Nach sechs Monaten hatten diese Patienten bessere Cholesterin- und Blutdruckwerte als die Vergleichsgruppe. Sie waren auch körperlich aktiver, hatten mehr Gewicht verloren und deutlich mehr von ihnen hatten mit dem Rauchen aufgehört".
Demenzforschung und digitale Unterstützung
Die im Forschungsprojekt „multimodAAL“ getestete App unterstützt Patient*innen mit Alzheimerdemenz im stationären Setting sowie zu Hause. Die Kombination kognitiver, physischer und sozialer Aktivierung durch spielerische Ansätze verspricht ein erhebliches Erfolgspotenzial in der Demenzforschung. In einer nun abgeschlossenen Referenzstudie wurde erstmals die Diagnostik mittels neurologischer Magnetresonanztomografie mit pflegewissenschaftlichen Untersuchungen und Tablet-basiertem aktivierendem Training zusammengeführt. In der entwickelten App steht jede Trainingseinheit von circa 45 Minuten unter einem bestimmten Thema und enthält eine Abfolge von Übungsaufgaben, welche die unterschiedlichen Sinne des Menschen anregen. Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen werden gefolgt von Wissensfragen, Rechenaufgaben, Lückenwörtern, Puzzles, Fehlersuchbildern, Liedern und mehr. Alle Trainingseinheiten stehen in vier Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Jede einzelne Aufgabe kann im eigenen Tempo durchgeführt werden, man kann jederzeit eine Pause machen oder sich über die gezeigten Inhalte unterhalten. Wichtig sind die Freude am Training und die soziale Interaktion dabei. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass computergestütztes kognitives und physisches Training nach einer Trainingsdauer von 6 Monaten Betroffenen mit Alzheimerdemenz dabei hilft, ihre globale kognitive Leistungsfähigkeit beizubehalten. So haben Personen mit betreuten Trainings nach einer 6-monatigen Intervention mit dem App-Prototypen einen signifikant höheren Wert bei der Mini-Mental State Examination (MMSE) als die Wartegruppe ohne entsprechende Intervention. Active and Assisted Living (AAL) und Digitalisierung in der Pflege sind ein Schwerpunkt des Instituts DIGITAL der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft. Ein besonderer Fokus wird auf neurodegenerative Erkrankungen und digitale Biomarker gelegt. Durch die Evaluierung des Trainings anhand neuropsychologischer Parameter und bildgebender Indikatoren (MRT) wird die Wirksamkeit zielgerichteter, längerfristiger, multimodaler Interventionen an der Univ.-Klinik für Neurologie, Medizinische Universität Graz, überprüft. Dies ist relevant für den künftigen Einsatz derartiger Trainingsprogramme, um die individuelle Lebensqualität betroffener Personen zu steigern, die Progredienz zu verlangsamen und gleichzeitig die krankheitsbezogenen Gesundheitskosten zu reduzieren. Darüber hinaus baut die Medizinische Universität Graz mit diesem Projekt ihren Schwerpunkt zu neuen Technologien in der Pflege weiter aus. Das gezielte Training der vorhandenen Kompetenzen soll die persönliche Selbstständigkeit so lange wie möglich erhalten. In der Praxis werden Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen dabei durch das Rote Kreuz Steiermark bedarfsgerecht unterstützt und ihre Fähigkeiten bestmöglich gefördert. Begleitend zur Interventionsstudie wird die gesundheitsökonomische Perspektive durch Maria M.
Die in der Forschung durch JOANNEUM RESEARCH entwickelte Lösung wird nun von ihrem Spin-off DIGITAAL life zur innovativen App BRAINMEE weiterentwickelt, die Vitalität durch ganzheitlich aktivierendes Training fördert und die kognitiven Leistungsfähigkeit aktiviert. Der Einsatz ist im Einzel- und Gruppensetting, in stationären Einrichtungen, bei mobilen Dienstleistungen und zu Hause möglich. Das Forschungsprojekt multimodAAL wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Programm benefit gefördert.
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Kopfschmerzforschung und -behandlung
In diesem Jahr haben wir den Kongress vollkommen neu aufgestellt! Zunächst einmal hat sich die Dauer des Kongresses von zwei auf vier Tage erweitert, wodurch wir das Angebot enorm ausweiten können. Uns war wichtig, den Kongress mit gänzlich neuen und aufregenden Elementen zu bereichern. Eine solche Idee ist z.B. das „headache theatre“, ein eigener Raum mit einer Bühne und Theatereinrichtung. Für mich persönlich ist ein besonderes Highlight in diesem Jahr die Verleihung des neu gegründeten EHF-Awards. Inhaltlich stehen wir in der Migräneforschung derzeit an einer Schwelle, die viele Neuheiten in der Prophylaxe und Akuttherapie mit sich bringt. Darauf wollen wir selbstverständlich eingehen und diese Themen in den Vorträgen breit diskutieren. Darüber hinaus werden wir auch Aspekte aufgreifen, die in der Vergangenheit aus meiner Sicht unterrepräsentiert waren. Dazu zählen etwa die Frage der Lebensqualität oder auch der Leidensdruck zwischen Migräneanfällen. Ja, das war ein großes Anliegen bei der Kongressplanung. Dafür haben wir eigens eine deutschsprachige Session eingerichtet, die die Österreichische Kopfschmerzgesellschaft inhaltlich gestalten wird. Als Präsident hat man nicht nur Pflichten, sondern auch gewisse Freiheiten. Für mich war vollkommen klar, dass der Kongress in meinem ersten Präsidentschaftsjahr in Wien stattfinden soll. Damit setzen wir ein Ausrufezeichen hinter die österreichische Forschung und können Wien und Österreich international präsentieren. Da wir in der EHF im ersten Jahr meiner Präsidentschaft einen klaren Schwerpunkt auf die Edukation von jungen Kolleginnen gesetzt haben, ist mir diese Frage besonders wichtig. Wir werden auf dem Kongress ein „Headache Juniors Forum“ gründen, wo sich junge Kolleginnen, die sich für das Thema Kopfschmerz interessieren, während des Kongresses zusammenfinden, austauschen und zur gemeinsamen Diskussion treffen. Allen voran unsere „School of Advanced Studies“, kurz SAS. In diesem Rahmen veranstalten wir zweimal jährlich ein Meeting, zu dem wir Jungwissenschaftlerinnen einladen. Unter dem Motto „Meet the Professor“ möchten wir sie ermuntern, an etablierte Wissenschaftlerinnen heranzutreten, sich auszutauschen und ohne Scheu Fragen zu stellen. Außerdem bietet dieses Treffen die Gelegenheit, sich nicht nur zum Thema Kopfschmerz weiterzubilden, sondern auch wesentliche Skills für wissenschaftliches Arbeiten zu erlernen, etwa: Wie gelingt eine umfassende Literaturrecherche? Wie lese ich wissenschaftliche Arbeiten kritisch? Wir haben im vergangenen Jahr vor allem die Ausrichtung der Gesellschaft und ihrer Aufgabenbereiche umgestaltet, etwa den angesprochenen Schwerpunkt zur Aus- und Weiterbildung junger Ärzt*innen. Eines meiner großen Anliegen und auch ein erster Erfolg war der Ausbau unserer internationalen Zusammenarbeit. Zum Beispiel konnten wir die Gründung der neurologischen Gesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten entscheidend unterstützen und daraus eine internationale „Headache Special Interest Group“ aufbauen. Ich gehe davon aus, dass wir mit dem Armamentarium, das wir derzeit sowohl in der Akuttherapie als auch in der Prophylaxe haben, eine bestmögliche individuelle Therapie anbieten können. Im Sommer hat die EHF eine Guideline zu monoklonalen Antikörpern publiziert. Wir arbeiten an einer Reihe von Publikationen. Derzeit befindet sich eine Guideline in Publikation, bei der wir definitorische Fragen aufgreifen und Klarheit bei der Unterscheidung von therapierefraktärer und -resistenter Migräne schaffen. Auch eine Publikation zu den verschiedenen Verschreibungsrestriktionen und Erstattungen der europäischen Länder ist geplant. Und dann kann ich noch verraten, dass wir auf dem Kongress eine weitere spannende Publikation präsentieren werden.
Phoniatrie, Logopädie und Audiologie
Rund 300 TeilnehmerInnen aus dem deutschsprachigen Raum kann Kongresspräsident Patrick Zorowka, Leiter der Innsbrucker Universitätsklinik für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen (HSS) zur Tagung in Innsbruck erwarten. So wurde das 2018 neu verabschiedete Konzeptpapier zum österreichweiten Neugeborenen-Hörscreening, das sich als Durchführungsrichtlinie an alle HNO-ÄrztInnen richtet, vorwiegend von ExpertInnen der Innsbrucker HSS-Klinik ausgearbeitet. Diese Vorreiter-Rolle nimmt der Standort Innsbruck bereits seit mehreren Jahrzehnten ein. Bei Hörstörungen handelt es sich um die häufigsten angeborenen Erkrankungen. „Eines von tausend Neugeborenen hat eine Hörstörung, bei einigen davon wird eine einseitige Taubheit diagnostiziert. Eine frühzeitige Diagnose und Intervention sind für die lautsprachliche und in der Folge auch psychische und soziale Entwicklung daher besonders wichtig“, betont Phoniatrie-Experte Patrick Zorowka, der die Spezialdisziplin bzw. Noch vor zehn Jahren führte die Diagnose Schwerhörigkeit oder Taubheit auf einem Ohr nicht in jedem Fall zu therapeutischen Maßnahmen. Wie es in einer Mitteilung der HSS-Klinik heißt, herrschte unter MedizinerInnen die Meinung, dass ein Ohr für den Spracherwerb und -gebrauch und damit für eine gesunde Entwicklung des Kindes ausreiche. Die Antwort auf diese Diagnose werde in Fachkreisen inzwischen kontrovers diskutiert. Denn neue Studien belegen, dass einseitig taube oder hörgestörte Kinder ohne Therapie durchaus Defizite entwickeln, etwa die fehlende Fähigkeit, den Schall lokalisieren zu können. Diese sei aber im Alltag wichtig, etwa im Straßenverkehr oder beim Sprachverstehen in geräuschvoller Umgebung. „Der Vorteil einer frühen Intervention mit Cochlea-Implantat liegt darin, dass das taube Ohr von Beginn an geschult wird. Schluckstörungen treten häufig auf und können die Folge verschiedener Erkrankungen wie Schlaganfall, Multipler Sklerose oder Parkinson, aber auch von - oftmals durch Humane Papilloma-Viren induzierte - Krebserkrankungen im Kopf-Hals-Bereich sein. Die HSS-Klinik arbeitet auf diesem Gebiet eng mit anderen Kliniken und Disziplinen am Standort (interdisziplinäres Kopf-Hals-Tumorboard des Klinikums) zusammen. Auch das Altern beim Menschen geht oft mit Schluckproblemen einher. „Zwischen 60 und 70 Prozent der Bewohner von Altenheimen haben Schluckprobleme, was in der Folge zu Lungenentzündungen führen kann und für geschwächte und ältere Menschen oft lebensbedrohlich wird. Die Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde steht im Fokus beim Programmpunkt Neurolaryngologie, wo über innovative Entwicklungen in der Diagnostik und Behandlung von Stimmlippenlähmungen diskutiert wird. Dieses Symptom kann die Folge von Nervenverletzungen nach Kehlkopfoperationen sein und verändert nicht nur die Stimme, sondern erschwert den Betroffenen auch das Atmen, da sich die Stimmlippen bei Belastung nicht mehr weit genug öffnen. Die Implantierung eines Kehlkopfschrittmachers kann die Lebensqualität der PatientInnen wieder deutlich erhöhen, indem sich durch elektronische Stimulation die Stimmlippen wieder öffnen. Die Innsbrucker Univ.-Klinik für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen, Österreichs größte Einrichtung für Phoniatrie, Logopädie und (Päd)Audiologie, nützt die Dreiländertagung in Innsbruck aber nicht nur zum wissenschaftlichen Austausch mit Ihren FachkollegInnen aus der Schweiz und Deutschland, sondern auch zum Feiern: Am Freitag, den 21. September wird zur Festsitzung 50 Jahre Lehrstuhl Phoniatrie & Audiologie in Innsbruck ins Ausbildungszentrum West (AZW), Innrain 98, geladen.
Auch 2025 bietet der Arbeitskreis (AK) Kindersprache im Deutschen Bundesverband für Logopädie (dbl) wieder Online-Treffen via Zoom an. Die erste Veranstaltung ist am 24. März 2025 von 19.30 bis etwa 21 Uhr. Das Online-Treffen beschäftigt sich auf Wunsch einer Teilnehmerin im vergangenen Jahr mit dem Themenbereich „Auditive Verarbeitungsstörungen“ (AVS). Interessierten … Mit rund einer Million Euro fördert der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ein bundesweites logopädisches Versorgungsforschung-Projekt. Die auf drei Jahre angelegte Studie „Multidimensionale Versorgungsverbesserung durch (digitale) Sprachtherapie in gemischten GRuppen bei APhasie und PArkinson (GRAPPA)“ will ein Online-Angebot zur Gruppentherapie entwickeln und in gemischten Gruppen von Patient:innen mit Schlaganfall und … Auch in diesem Jahr findet am 6. März wieder der Europäische Tag der Logopädie bzw. Sprachtherapie statt. Unter dem Motto „Spielen - entdecken - Sprache fördern! Ein sprachreiches Umfeld für jedes Kind“ will der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) über das Thema Sprachförderung aufklären. Auch 2025 wird die kostenfreie Online-Veranstaltungsreihe „Logopädie digital“ fortgesetzt. Zum Auftakt referiert Professorin Adriana Gerarda Bus von der norwegischen Universität Stavanger am 30. Januar 2025 zum Thema „Enhancing Picture Book Reading: Empowering Young Children through Participatory Technology Solutions“. Im Mittelpunkt des 24. Wissenschaftlichen Symposiums des Deutschen Bundesverbandes für akademische Sprachtherapie und Logopädie (dbs) steht das Thema „Erst denken, dann sprechen …“ - Kognitive Grundlagen von Sprache und Kommunikation. Es findet am 14. und 15. März 2025 an der Universität zu Köln statt. Karim (57) verliert an Kraft, die Schwäche in seinem Körper breitet sich aus. Aktivitäten und Bewegungen, die für ihn lange Zeit selbstverständlich waren, fallen ihm zunehmend schwer, obwohl er beruflich wie privat ständig in Bewegung ist. Auch das Schlucken gelingt inzwischen nicht mehr zuverlässig. Eine Neurologin diagnostiziert schlussendlich eine entzündliche … Im Rahmen der Vortragsreihe „ILO&Co“ lädt die österreichische Fachhochschule Joanneum (FH Joanneum) am 18. Dezember 2024 von 18 bis 19 Uhr zu einer kostenfreien Online-Veranstaltung ein. Eine Stunde lang präsentieren die Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 21 ihre Bachelorarbeiten und gewähren damit Einblicke in aktuelle Themen und Entwicklungen der Logopädie. … Vom 24. bis 28. August 2025 findet auf Malta der 33. Weltkongress der International Association of Logopedics and Phoniatrics (IALP) statt. Alle Interessierten haben noch bis zum 30. Januar 2025 die Möglichkeit, ein Abstract in englischer Sprache einzureichen. Ab dem 1. Januar 2025 steigen die GKV-Preise für Leistungen der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie um 5,51 Prozent. Das hat nun die Schiedsstelle entschieden, nachdem die Verhandlungen zwischen den maßgeblichen Verbänden und dem GKV-Spitzenverband gescheitert waren. Die Preissteigerung gilt für alle Positionen - mit einer Laufzeit bis zum 31. … Vom 15. bis 16. November 2024 findet die 13. Interdisziplinäre Tagung über Sprachentwicklungsstörungen (ISES 13) in Halle an der Saale statt. Bereits am 14. November gibt es die 11. Nachwuchsschool (NWS 2024) „Sprachentwicklung und ihre Störungen“ für (Post)-Doktorandinnen und -Doktoranden. Unter dem Motto „Leipzig mit Allerlei - Kognition, Outcome-Prädiktion und weitere Zutaten für eine effiziente Sprachtherapie“ findet vom 14. bis 16. November 2024 die 23. Jahrestagung der Gesellschaft für Aphasieforschung und -behandlung (GAB) statt. Das vorläufige Programm ist jetzt online. Unter dem Motto „Setz dich ein für SES“ findet am 18. Oktober 2024 wieder der Internationale Tag der Sprachentwicklungsstörung (SES) statt. An diesem Tag wird weltweit auf die häufigste Entwicklungsstörung im Kindesalter aufmerksam gemacht und über aktuelle Ergebnisse informiert. Auch in diesem Jahr lädt das Universitätsspital Zürich wieder zur Zürcher Stimmtagung ein. Die Veranstaltung findet am 30. November 2024 von 8.30 bis 17.00 Uhr im Großen Hörsaal D304, NORD1 statt. Veranstalter ist das Stimm- und Schluckzentrum, Abteilung Phoniatrie und Klinische Logopädie an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und … „Sprache, Sprachförderung und gesunde Praxis-Kommunikation“ lautet das diesjährige Thema der 28. Bad Nenndorfer Therapietage. Die Veranstaltung findet am 16. November 2024 von 9 bis 18.30 Uhr in der Wandelhalle Bad Nenndorf statt. Anmeldeschluss ist der 27. Oktober. Auch in diesem Jahr lädt die RWTH Aachen wieder zu ihrem Kolloquium zur Logopädie ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 22. November 2024 von 14.00 bis 17.50 Uhr und am Samstag, 23. November 2024 von 9.30 bis 16.50 Uhr statt. Veranstaltungsort ist wie in den Vorjahren die Uniklinik RWTH … Im Fokus der kostenfreien Online-Veranstaltung „Logopädie digital“ steht am 24. Oktober 2024 von 17 bis 18 Uhr „PeerPAL - ein digitales soziales Netzwerk für Menschen mit Aphasie“. Die App wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „Peer-to-Peer-Unterstützung: Digitale Vernetzung bei Aphasie zur Steigerung der Lebensqualität“ entwickelt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der … Nach den gescheiterten Honorarverhandlungen in der Logopädie, haben die Berufsverbände nach eigenen Angaben jetzt eine umfangreiche Begründung für die Gesamtforderung nach einer Erhöhung der Vergütung von 26,42 Prozent bei der Schiedsstelle eingereicht. Das Thema „Erfassung von Alltagskommunikation und Teilhabe bei Aphasie“ steht am 5. Oktober 2024 von 12 bis 15 Uhr im Mittelpunkt der Vortragsreihe „Fachgespräche Logopädie Osnabrück“ (FLO). Gastgeber ist der Fachbereich Logopädie des Studiengangs Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie der Hochschule Osnabrück. Die Online-Veranstaltung ist kostenlos und findet über Zoom statt. … Laut Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe (BVSS) stottern mehr als 830.000 Menschen in Deutschland, das entspricht rund einem Prozent der Bevölkerung. Um die richtige Therapeutin oder den richtigen Therapeuten zu finden, hat der gemeinnützige Verein ein Therapeutenverzeichnis mit Adressen von Stottertherapeut:innen aus ganz Deutschland erstellt. Das Verzeichnis kommt hauptsächlich bei der … Oftmals ist es für Logopädinnen und Logopäden schwierig, sich in ihrem Praxisalltag ausreichend und regelmäßig Zugang zur aktuellen Forschungslage zu verschaffen.
Die Rolle der Krankenhausreform in der neurologischen Versorgung
Hintergrund und Ziele der Krankenhausreform
Die Krankenhausreform ist ein zentrales Thema in der deutschen Gesundheitspolitik und hat auch Auswirkungen auf die neurologische Versorgung. Thomas Bschor hat sich in zahlreichen Vorträgen und Diskussionen mit den Hintergründen, der Umsetzung und den Herausforderungen der Krankenhausreform auseinandergesetzt. Ziel der Reform ist es, die Qualität und Effizienz der Krankenhausversorgung zu verbessern, die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und die finanzielle Stabilität der Krankenhäuser zu sichern.
Auswirkungen auf die Psychiatrie und Psychosomatik
Ein besonderer Fokus liegt auf den Auswirkungen der Krankenhausreform auf die Psychiatrie und Psychosomatik. Bschor betonte die Notwendigkeit, die Weiterentwicklung der Krankenhausversorgung für Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen voranzutreiben. Es geht darum, die sektorenübergreifende Versorgung zu verbessern und die Ambulantisierung psychischer Erkrankungen zu fördern.
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Herausforderungen und Lösungsansätze
Die Krankenhausreform birgt auch Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Zentralisierung und Konzentrierung von Krankenhausbehandlungen. Bschor diskutierte die Chancen und Risiken dieser Entwicklung und betonte die Bedeutung einer qualitätsorientierten Zentralisierung der Krankenhauslandschaft. Er forderte eine Entökonomisierung, Qualität und Entbürokratisierung im Gesundheitswesen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern.
Weitere Themen und Schwerpunkte
Medikamentöse Depressionsbehandlung
Bschor referierte über die medikamentöse Depressionsbehandlung in der Allgemeinmedizin und stellte neue Behandlungsansätze vor. Er diskutierte auch die Bedeutung von Esketamin und Psilocybin in der Depressionsbehandlung und ging auf die Schwierigkeiten beim Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika ein.
Genderaspekte in der Medizin
Ein weiterer Schwerpunkt von Bschor war die Benachteiligung des Mannes in der Medizin. Er thematisierte die Bedeutung von Genderaspekten für die psychische Gesundheit und forderte eine gendersensible Medizin.
Telemedizin im Rettungsdienst
Bschor setzte sich auch mit dem Stellenwert der Telemedizin im Rettungsdienst auseinander und präsentierte Einschätzungen und Empfehlungen der Regierungskommission Krankenhäuser.
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