Die neurologische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung, insbesondere bei akuten neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen. Das Josef Stift Moers bietet ein umfassendes Leistungsspektrum in der Neurologie, von der Akutversorgung bis zur Rehabilitation. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen Versorgung am Josef Stift Moers und gibt einen Einblick in die angebotenen Leistungen und Schwerpunkte.
Zentrale Notaufnahme (ZNA) - Erste Anlaufstelle bei akuten Beschwerden
Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Josef Stift Moers ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für Patienten mit akuten körperlichen Beschwerden geöffnet. Sie dient als erste Anlaufstelle bei Notfällen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Knochenbrüchen oder starken Bauchschmerzen.
Anmeldung und Erstversorgung:
Bei Ankunft in der ZNA werden Notfallpatienten gebeten, sich umgehend an der Anmeldung zu melden. Ein Mitglied des Pflegeteams erfasst die Patientendaten und führt eine erste Befragung durch, um eine erste Zuordnung zu einer medizinischen Fachabteilung vorzunehmen. Je nach Dringlichkeit und Patientenaufkommen werden die Patienten entweder sofort in einen Untersuchungsraum begleitet oder gebeten, im Wartebereich Platz zu nehmen. Patienten, die mit dem Rettungsdienst eintreffen, werden über die Liegendanfahrt aufgenommen.
Erstdiagnostik und Erstbehandlung:
In der ZNA werden die Erstdiagnostik und Erstbehandlung durchgeführt. Dies umfasst Labor-, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen direkt vor Ort. Nach Abschluss der Diagnostik wird mit dem Patienten der weitere Behandlungsplan besprochen, einschließlich der Entscheidung, ob eine sofortige oder planmäßige stationäre Behandlung im Krankenhaus oder eine ambulante Weiterbehandlung erforderlich ist.
Stiftung Bethanien: Tradition und moderne Medizin
Die Stiftung Bethanien vereint eine über 170-jährige Geschichte und Tradition mit einer modern ausgerichteten Medizin sowie individueller Beratung, Betreuung und Begleitung von Menschen in allen Lebensphasen. Das Stiftungsleitbild "Miteinander - Würde - Menschlichkeit" steht im Zentrum des Handelns aller Mitarbeiter. Empathie und Mitgefühl sowie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende ärztliche und pflegerische Leistungen fließen in die tägliche Arbeit ein.
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Onkologisches Zentrum Bethanien Moers
Das Onkologische Zentrum Bethanien Moers bietet eine umfassende Betreuung für Krebspatienten. Die Diagnose einer bösartigen Erkrankung stellt einen tiefgreifenden Einschnitt im Leben dar, und das Zentrum legt Wert auf eine ganzheitliche Betreuung, die über die Behandlungstherapien hinausgeht. Ärztlicher Leiter des Onkologischen Zentrums Bethanien Moers ist Dr. med.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Zertifizierung:
Im Onkologischen Zentrum und Krankenhaus Bethanien Moers arbeiten die Ärzte interdisziplinär zusammen, um den Patienten die bestmöglichen Therapien zu ermöglichen. Die Organzentren sind zertifiziert, und es wird derzeit an der Gesamt-Zertifizierung des Onkologischen Zentrums gearbeitet, um den Patienten zu versichern, dass sie in besten Händen sind.
Partnerdienstleister und Zweitmeinung:
Partnerdienstleister erleichtern den Patienten das Leben nach einer Krebsdiagnose. Das Zentrum bietet auch die Möglichkeit, eine zweite Meinung einzuholen, da viele Betroffene dies nach der Krebsdiagnose wünschen.
Abteilung für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie
Die Abteilung für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie bietet eine schnelle, präzise und schonende bildgebende Diagnostik für stationäre und ambulante Patienten. Dank eines hochqualifizierten Teams und innovativer radiologischer Verfahren wird eine effiziente und patientenschonende Diagnostik garantiert.
Moderne Ausstattung und Verfahren:
Die Abteilung verfügt über eine vollständig digitalisierte Infrastruktur, die einen verzögerungsfreien Informationsfluss von der Bilderstellung bis zur Befundübermittlung ermöglicht. Sämtliche Verfahren stehen an zwei hochmodernen Arbeitsplätzen zur Verfügung. Zu den angebotenen Verfahren gehören:
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- MRT (Magnetresonanztomographie)
- CT (Computertomographie)
- Digitales Röntgen
- Angiographie
Konventionelle Röntgentechnik:
Die Vorteile der konventionellen Röntgentechnik sind unverzichtbar, wobei besonderes Augenmerk auf den Strahlenschutz gelegt wird. Die eingesetzte digitale Technik sorgt für eine minimale Strahlendosis bei maximalem Informationsgewinn.
Durchleuchtungsgeräte:
An zwei vorhandenen Durchleuchtungsgeräten können sowohl Diagnostik als auch Therapie besonderer Fragestellungen durchgeführt werden, wie z.B.:
- Thoraxdurchleuchtung
- Dynamische Untersuchungen des Gastrointestinaltraktes
- Drainagenanlagen, z. B. Gallenwegsdrainage (PTD)
- Myelographie und Liquorpunktionen
- Gelenkpunktionen
- Darstellung und Überprüfung von implantierten Gefäßzugängen (Zentraler Venenkatheter, Port-Shunt, Dialyse-Shunt, Drainagen)
- Defaecographie
- Tränengangsdarstellung
- Fisteldarstellung
Magnetresonanztomographie (MRT):
An dem 1,5-Tesla-Gerät neuester Bauart werden diagnostische Untersuchungen durchgeführt. Die exzellente Darstellung der Weichteile des Körpers ermöglicht die Beantwortung spezifischer Fragestellungen mit hoher Sicherheit und zudem ohne Röntgenstrahlung. In enger Kooperation mit den klinischen Abteilungen werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Spezielle Schlaganfall-Diagnostik
- Wirbelsäulenuntersuchung
- Gelenkuntersuchung
- Gefäßdarstellung aller Körperregionen
- Untersuchungen des Bauchraumes einschließlich der Darstellung von Leber, Gallenwegen (MRCP) und der Bauchspeicheldrüse.
- Untersuchung des Dünndarmes (MR-Sellink)
- Untersuchung des Herzens in Ruhe und unter Belastung
- MR-Mammographie
- Darstellung der Prostata
- Ganzkörper-MRT
Computertomographie (CT):
An zwei modernen Geräten, 128- und 64-Zeilen Tomographen, können die entscheidenden Vorteile dieser Methode genutzt werden: Schnelligkeit und Präzision. Mit einem Minimum an Strahlenbelastung werden Untersuchungen in der Notfalldiagnostik oder immer dann, wenn höchste Ortsauflösung erforderlich ist, durchgeführt. Neben diesen Eigenschaften ist die häufigste bewegungsfreie Darstellung großer Körperabschnitte häufig notwendig. Hierzu zählen zum Beispiel onkologische Fragestellungen oder die simultane Untersuchung der sich bewegenden Lunge, des Herzens und der Bauchorgane. Aufgrund dieser Eigenschaften ist die Computertomographie ein ideales Werkzeug der bildgesteuerten Intervention. 3-D Rekonstruktionen ermöglichen die räumliche Vorstellbarkeit und verbessern die anatomische Orientierung. Zu den angebotenen Leistungen gehören:
- Hochauflösende Darstellung sämtlicher Körperregionen bis zu einer minimalen Schichtdicke von 0,6 Millimetern
- Isotrope Gefäßdarstellung mit computergestützter Auswertung, einschließlich der Untersuchung von Gehirn- und Herzkranzgefäßen
- Spezielle Programme für die Schlaganfalldiagnostik
- CT-Coloscopie, virtuelle Dickdarmuntersuchung
- CT-gesteuerte Interventionen: in der Schmerztherapie (PRT, Sympathikolyse), bei Gewebeentnahmen, zur Drainage von Abszessen oder der minimalinvasiven Tumortherapie durch Radiofrequenzablation.
Sonographie:
Klärung spezifischer Fragestellungen im bewegten Bild einschließlich spezieller Gefäßuntersuchungen in konventioneller Technik, in farbkodierter Duplexsonographie oder / und mit Kontrastmittelunterstützung.
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- Thorax-, Pleura- und Abdomensonographie
- Schilddrüsensonographie
- Mammasonographie
- Ultraschallgesteuerte Punktionen zur Gewebeentnahme oder Drainage krankhafter Prozesse
- Transcranieller Ultraschall des Neugeborenen
- Untersuchung der Säuglingshüften
Angiographie:
Über einen Gefäßzugang, meist in der Leiste oder der Ellenbeuge, können Katheter im Gefäßsystem bewegt werden. Dieses Verfahren gewährleistet die z. Zt. genaueste Abbildung der Gefäße des Körpers und ermöglicht minimal-invasive Interventionen. Hierzu gehören:
- Spezifische Gefäßdiagnostik sämtlicher Körperregionen, unter anderem der Halsschlagadern und des Gehirnes
- Akutbehandlung des Schlaganfalls (Thrombektomie)
- Wiedereröffnung verschlossener Gefäße und ggf. Stentimplantation im Bereich der Extremitäten, im Bauch-, Brust- und Halsraum einschließlich der Halsschlagadern
- Verschluss von Gefäßen eines Tumors oder bei akuter Blutung
- Tumortherapie mit einer Kombination von Chemotherapie an “Ort und Stelle” und Aufhebung der Tumordurchblutung, z. B. in der Leber (Chemoembolisation)
- Therapie der Bauchwassersucht bei Lebererkrankungen durch Anlage einer Verbindung zwischen Pfortader und Lebervenen (TIPSS)
- Verschluss der V. testicularis (Hodenvene) i.R. einer Infertilitätsbehandlung des Mannes bzw.
Dialysezentren und nephrologische Praxen
Das Josef Stift Moers arbeitet mit einem Verbund aus drei Dialysezentren und zwei nephrologischen Praxen in Moers und in Duisburg Rheinhausen zusammen. Sie bieten kompetente Ansprechpartner in allen Fragen der Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Das Team aus langjährig erfahrenen Ärzten und das Praxis- und Pflegepersonal werden regelmäßig fortgebildet. Moderne Technik und deren sicherheitstechnische Kontrolle sind von großer Bedeutung. Es wird ein internes Qualitätsmanagement geführt und gelebt.
Das Team der Neurologie - St. Josef Krankenhaus
Das Team der Neurologie am St. Josef Krankenhaus bietet ein breites Spektrum an Leistungen zur Behandlung neurologischer Erkrankungen.
Team:
- Chefarzt: Prof. Dr. med.
- Oberärztin Stroke Unit: Dr. med.
- Weitere OberärztInnen: Maria Skrimpa, Dr.
Behandlungsspektrum:
Die Klinik hat ihren Schwerpunkt in der Akutversorgung von neurologischen Patienten. Als einzige neurologische Klinik in Moers kümmert sie sich mit modernsten Methoden um eine schnelle diagnostische Klärung und die Einleitung der besten Therapie.
Schlaganfallversorgung:
Im Mittelpunkt steht die Schlaganfallversorgung auf der überregional DSG zertifizierten Stroke Unit mit 11 Betten. In den ersten Stunden nach Beschwerdebeginn besteht die Möglichkeit, das verschlossene Blutgefäß durch eine medikamentöse Behandlung (Thrombolyse) und/oder einen Kathetereingriff (Thrombektomie) wieder zu eröffnen. Während der Monitoring-Phase werden EKG, Blutdruck, Atmung etc. sorgfältig überwacht und unterstützt.
Rehabilitation:
Damit die Patienten anschließend wieder in den Alltag zurückkehren können, ist oft eine Rehabilitation notwendig, welche bereits auf der Stroke Unit beginnt und ggf. in der eigenen Frührehabilitation fortgesetzt werden kann.
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