Epilepsie bei Katzen: Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die bei Katzen zwar seltener auftritt als bei Hunden, aber dennoch eine bedeutende Rolle in der Tiermedizin spielt. Sie äußert sich durch wiederkehrende Anfälle, die für die betroffenen Tiere und ihre Besitzer sehr belastend sein können. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Epilepsie bei Katzen.

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine neurologische Störung, die durch wiederholte Anfälle gekennzeichnet ist, die mit Krämpfen, Zuckungen und Zittern einhergehen können. Diese Anfälle entstehen durch eine plötzliche, abnorme und übermäßige elektrische Entladung im Gehirn, die das Gleichgewicht der Neurotransmitter stört. Neurotransmitter sind biochemische Botenstoffe, die Reize und Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle weiterleiten. Ein Ungleichgewicht zwischen erregenden (z.B. Glutamat und Aspartat) und hemmenden (z.B. Gamma-Aminobuttersäure - GABA) Neurotransmittern kann zu einer Störung der Reizweiterleitung und somit zu einem epileptischen Anfall führen. Das Wort Epilepsie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „ergriffen“ oder „überwältigt werden“, was die plötzliche und unkontrollierbare Natur der Anfälle widerspiegelt.

Ursachen von Epilepsie bei Katzen

Epilepsie bei Katzen kann in zwei Hauptformen unterteilt werden: idiopathische (primäre) und symptomatische (sekundäre) Epilepsie.

Idiopathische Epilepsie

Die idiopathische Epilepsie ist eine angeborene Form, bei der keine erkennbare Ursache für die Anfälle gefunden werden kann. Es wird vermutet, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt, aber die genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig verstanden. Im Gegensatz zu Hunden ist die idiopathische Epilepsie bei Katzen eher selten. Bei dieser Form der Epilepsie verspricht eine Therapie wenig Erfolg, da diese angeborenen Formen in der Regel nicht beeinflussbar sind.

Symptomatische Epilepsie

Die symptomatische Epilepsie tritt als Folge einer anderen Erkrankung oder eines äußeren Einflusses auf. Mögliche Ursachen sind:

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  • Intrakranielle Ursachen (Ursachen innerhalb des Gehirns):
    • Hirnverletzungen: Traumatische Ereignisse, die zu Schäden im Nervengewebe führen.
    • Tumore: Neubildungen im Gehirn, die die normale Funktion der Nervenzellen beeinträchtigen. Eine der häufigsten Ursachen für Krampfanfälle bei älteren Katzen sind Hirntumore.
    • Entzündungen: Infektionen des Gehirns (Enzephalitis) oder der Hirnhäute (Meningitis), die durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht werden können. Auch immunvermittelte Entzündungen des Gehirns (immunvermittelte Enzephalitiden) können epileptische Anfälle auslösen. Ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna hat eine Ursache für eine bestimmte Art der Epilepsie bei Katzen entdeckt: eine fehlgeleitete Immunantwort, die bestimmte Proteine in der Zellmembran von Nervenzellen angreift.
    • Gefäßerkrankungen: Schlaganfälle oder andere Durchblutungsstörungen im Gehirn.
    • Missbildungen: Angeborene Fehlbildungen des Gehirns.
  • Extrakranielle Ursachen (Ursachen außerhalb des Gehirns):
    • Stoffwechselstörungen: Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, Diabetes mellitus oder Schilddrüsenüberfunktion können Krampfanfälle auslösen. Die Epilepsie tritt nicht allein infolge einer Störung des zentralen Nervensystems auf, sondern wird durch eine Funktionsstörung der Leber beeinträchtigt. Da der Leberstoffwechsel mit der Epilepsie in Zusammenhang zu stehen scheint, ist auf eine stetige leberschonende Entgiftung und Unterstützung der Leber Wert zu legen. Auch die Nierentätigkeit ist unterstützenswert.
    • Vergiftungen: Toxische Substanzen, wie bestimmte Medikamente (z.B. Permethrin, das in einigen Ektoparasitenmitteln enthalten ist), Haushaltsreiniger, Frostschutzmittel, Pflanzenschutzmittel oder giftige Pflanzen (z.B. Alpenveilchen, Dieffenbachia), können Krampfanfälle verursachen.
    • Sauerstoffmangel: Unzureichende Sauerstoffversorgung des Gehirns.
    • Hormonelle Imbalancen: Störungen des Hormonhaushaltes.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genaue Ursache für Epilepsie bei Katzen nicht immer feststellbar ist.

Symptome von Epilepsie bei Katzen

Epileptische Anfälle bei Katzen können in ihrer Art und Intensität stark variieren. Die Symptome können von leichten, kaum wahrnehmbaren Anzeichen bis hin zu schweren Krämpfen mit Bewusstlosigkeit reichen. Ein epileptischer Anfall kann sich auch ankündigen.

Phasen eines epileptischen Anfalls

Ein epileptischer Anfall kann in verschiedene Phasen unterteilt werden:

  • Prodromalphase: In dieser Phase, die Stunden oder Tage dauern kann, kündigt sich der Anfall an. Die Katze kann nervös oder ängstlich sein, vermehrt die Nähe zum Besitzer suchen oder ungewohntes Verhalten zeigen.
  • Aura: Die Aura ist die Phase kurz vor dem eigentlichen Anfall, die nur wenige Sekunden dauert. Viele Katzen zeigen in dieser Phase ein stärkeres Verlangen nach Nähe zum Besitzer. Es äußert sich in leichteren Veränderungen des Wesens, beispielsweise Starren ins Leere.
  • Iktus (Anfall): Dies ist der eigentliche Anfall, der von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten dauern kann. Der häufigste Anfallstyp ist der tonisch-klonische Grand-mal-Anfall. Er beginnt in der Regel mit Zuckungen, dann folgen generalisierte Krämpfe, Kieferschlagen, Harn- und Kotabsatz, Speicheln, massive Zuckungen der Gliedmaßen und Muskulatur. Die Katze kann das Bewusstsein verlieren und unkontrollierte Bewegungen machen. Die Katze wird für kurze Zeit starr, das Verhalten verändert sich aufgrund der Epilepsie augenblicklich, die Pupillen sind weit geöffnet, sie fährt ihre Krallen aus und beginnt zu fauchen. Dieser wird oft für einige Sekunden unterbrochen und die Katze jagt durch den Raum oder sie verharrt knurrend in ihrem Versteck. Selten tritt bei Epilepsie Aggressivität auf, meist ist die Katze ebenso erschrocken über ihr Verhalten wie wir.
  • Postiktale Phase: Nach dem Anfall tritt die postiktale Phase ein, die von wenigen Minuten bis zu mehreren Tagen dauern kann. Das Tier zeigt Erschöpfungszustände, Desorientierung und manchmal unbegründete Aggressivität. Katzen können noch Stunden nach einem Anfall benommen, desorientiert, aggressiv oder ängstlich wirken. Nach einem Anfall kann eines oder mehrere Gehrinareale ausgeschaltet werden. Das äußert sich in Desorientiertheit, Abwesenheit, ja sogar in Blindheit und gelähmten Gliedmaßen.

Weitere Symptome

Neben den typischen Krämpfen können bei Epilepsie folgende Symptome auftreten:

  • Starrer Blick: Die Katze starrt zu Beginn eines Anfalls einen willkürlichen Punkt an.
  • Zuckungen einzelner Körperteile: Unkontrollierte Muskelzuckungen, die auf bestimmte Körperregionen beschränkt sind. Unmotiviertes Bellen, Zuckungen einzelner Körperteile, Fliegenschnappen ebenso wie zwanghaftes im Kreis Laufen stellen komplexe Anfälle als Verhaltensauffälligkeiten dar.
  • Speicheln: Vermehrter Speichelfluss. Bei Katzen sind die Symptome dieser speziellen Epilepsieform zuckende Gesichtsmuskeln, ein starrender Blick, Kaubewegungen und triefender Speichel.
  • Unkontrollierter Harn- und Kotabsatz: Die Katze verliert die Kontrolle über Blase und Schließmuskel.
  • Bewusstseinsverlust: Die Katze reagiert nicht auf ihre Umgebung.
  • Blindheit und Taubheit: Nach einem Anfall können Katzen vorübergehend blind oder taub sein.
  • Desorientierung: Die Katze wirkt orientierungslos und unkoordiniert.
  • Verhaltensänderungen: Die Katze kann ängstlich, aggressiv oder verwirrt sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Katzen alle diese Symptome zeigen und dass die Symptome und ihre Intensität von Anfall zu Anfall variieren können.

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Anfallsarten

Die Epilepsie wird nochmals in partielle oder fokale Epilepsie unterteilt; hier wird zwischen einfachen, komplexen und Anfällen mit sekundärer Generalisation unterschieden. Die generalisierte Epilepsie wird in verschiedene Gruppen unterteilt und diese nochmals in verschiedene Phasen.

  • Partielle oder fokale Epilepsie: einzelne Gehirnregionen beteiligt.
  • generalisierte Epilepsie: Der gesamte Körper zeigt ungebremste Muskelaktivität, die sich entweder tonisch darstellt, also in fest gespannter Muskelaktivität, oder in rhythmischen Zuckungen aller Gliedmaßen, des Kopfes und der Gesichtsmuskulatur.

Cluster-Anfälle und Status epilepticus

Als Cluster- oder Serienanfall bezeichnet der Mediziner das Auftreten von zwei oder mehr epileptischen Anfällen innerhalb von 24 Stunden. Der Status epilepticus definiert einen epileptischen Anfall, bei dem die Katze mehr als fünf Minuten das Bewusstsein verliert. Wie oben erwähnt kann auch aus einem Serienanfall ein Status epilepticus werden, wenn die Katze zwischen den einzelnen Anfällen das Bewusstsein nicht wiedererlangt. Dieser ist immer lebensbedrohend und ein Notfall!

Diagnose von Epilepsie bei Katzen

Wenn eine Katze einen Krampfanfall erlitten hat, ist es wichtig, sie einem Tierarzt vorzustellen. Die Diagnose von Epilepsie basiert in der Regel auf einer Kombination aus Anamnese, klinischer Untersuchung und verschiedenen diagnostischen Tests.

Anamnese

Der Tierarzt wird den Besitzer ausführlich nach der Krankengeschichte der Katze befragen. Wichtige Fragen sind:

  • Wie lange hat der Anfall gedauert?
  • Welche Symptome hat die Katze gezeigt?
  • Unter welchen Umständen kam es zu dem Anfall?
  • Wie häufig treten die Anfälle auf? Die zeitlichen Abstände der Epilepsieanfälle bei Katzen sind verschieden und variieren nicht nur von Tier zu Tier, sondern auch bei dem betroffenen Tier selbst. Epilepsieanfälle können mehrmals täglich, wöchentlich, im Abstand von mehreren Monaten oder auch Jahren auftreten.
  • Gibt es auslösende Faktoren?
  • Wie sind die Ernährung, die Haltungs- und Lebensbedingungen der Katze?
  • Woher stammt die Katze?

Es ist hilfreich, den Anfall möglichst als Video zu dokumentieren, um dem Tierarzt einen besseren Eindruck von den Symptomen zu vermitteln. Empfehlenswert ist das Führen eines Epilepsie- Tagebuchs für Ihre Katze, in dem Sie die Dauer und Stärke eines Anfalls festhalten sowie seine Begleitumstände und seine Vorboten. Eventuell kommen Sie so auslösenden Faktoren, beispielweise bestimmte Geräusche, auf die Spur.

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Klinische Untersuchung

Nach der Anamnese folgt eine allgemeine klinische Untersuchung, um den allgemeinen Gesundheitszustand der Katze zu beurteilen.

Diagnostische Tests

Um die Ursache der Anfälle zu ermitteln, können verschiedene diagnostische Tests durchgeführt werden:

  • Blutuntersuchung: Um Stoffwechselstörungen, Vergiftungen oder andere Erkrankungen auszuschließen. Neben den Standardtests muss die Funktion der Leber (Ammonikatest) aus einer Blutprobe umgehend nach Entnahme überprüft werden.
  • Urinuntersuchung: Um Nierenerkrankungen oder andere Harnwegsprobleme zu erkennen.
  • Liquoruntersuchung (Nervenwasseruntersuchung): Um Entzündungen im Bereich von Hirn und Rückenmark zu prüfen.
  • Bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT): Um innere Verletzungen, Tumore oder andere strukturelle Anomalien im Gehirn zu identifizieren. Es gibt kein Verfahren (z.B. Computertomografie, Magnet-Resonanz-Tomografie), um eine Epilepsie festzustellen.
  • Elektroenzephalografie (EEG): Um die elektrische Aktivität des Gehirns zu messen.

Es ist wichtig zu beachten, dass es keinen spezifischen Test gibt, um Epilepsie zu beweisen. Die Diagnose wird in der Regel durch Ausschluss anderer möglicher Ursachen gestellt.

Behandlung von Epilepsie bei Katzen

Epilepsie ist eine unheilbare Erkrankung. Ziel der Behandlung ist es, die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu reduzieren und die Lebensqualität der Katze zu verbessern.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie ist die häufigste Behandlungsform bei Epilepsie. Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Kontrolle von Anfällen eingesetzt werden können:

  • Phenobarbital: Ein Barbiturat, das die Aktivität bestimmter Gehirnareale dämpft. Es ist eines der am häufigsten verschriebenen Medikamente zur Behandlung von Epilepsie bei Katzen. Neben der Therapie der Epilepsie wird Phenobarbital in der Narkosevorbereitung angewandt. Die möglichen Nebenwirkungen bei falscher Dosierung reichen über Atemlähmung bis zum Kreislaufversagen und Nierenschädigung. Erwähnenswert ist, dass es kein Gegenmittel bei einer Überdosierung gibt.
  • Kaliumbromid: Wird oft zusammen mit Phenobarbital verabreicht, um die Wirksamkeit zu verstärken.
  • Diazepam: Wird im Akutfall zur Unterbrechung eines Anfalls eingesetzt.

Antiepileptika können wie alle anderen Medikamente von Katzen unterschiedlich vertragen werden. Zudem gibt es mögliche Nebenwirkungen, beispielsweise gesteigerten Appetit, gesteigerten Durst, Schläfrigkeit, Hyperaktivität oder Ataxie. Werden Antiepileptika auf den gesundheitlichen Zustand der Katze angepasst, sind sie jedoch weitgehend sicher.

Chirurgische Eingriffe

Seltener kommen chirurgische Eingriffe in Betracht, beispielsweise wenn eine Missbildung oder strukturelle Wucherung ursächlich für die Epilepsie ist. Bei Tumoren können auch eine Bestrahlung oder Chemotherapie infrage kommen.

Alternative Therapien

Einige Tierbesitzer suchen nach alternativen Therapien zur Behandlung von Epilepsie bei Katzen. Dazu gehören:

  • Homöopathie: Hier ist die homöopathische Therapie von Katzen meist die einzige Alternative, die andere Alternative heißt hier: keine Therapie, was natürlich keine Alternative für das betroffene Tier darstellt!
  • Kräutertherapie: Nach anschließender Futterumstellung auf Nehls Katzenfutter und Beginn der empfohlenen Kräuter für Katzen und Homöopathie für Katzen wurden die Anfälle immer schwächer und seltener.
  • Akupunktur:
  • Ernährungsumstellung:

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit dieser Therapien wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist. Sie sollten nur in Absprache mit einem Tierarzt angewendet werden.

Ernährung und Haltung

Anpassungen in der Ernährung und den Haltungsbedingungen können ebenfalls dazu beitragen, die Anzahl und Intensität der epileptischen Anfälle zu verringern.

  • Feste Tagesabläufe: Wir empfehlen dringend feste Tagesabläufe und eine ruhige und stressfreie Umgebung bei unseren Patienten.
  • Ruhige Umgebung: Eine Umgebung, ein Haushalt, welcher dem Tier zusätzlichen Stress bereitet durch beispielsweise häufige Besuche, laute Geräusche, keine festen Tagesabläufe usw. sollte vermieden werden. Starkes Speicheln, ggf. sowie laute Geräusche vom Tier ferngehalten werden. Diese können weitere Anfälle triggern.
  • Spezialdiäten: Geht es um Spezialdiäten, liegt der Fokus häufig auf einem hohen Fettanteil und wenig Kohlenhydraten. Allerdings lässt sich hier in Sachen Wirksamkeit nichts pauschalisieren.

Was tun während eines Anfalls?

Wenn Ihre Katze einen epileptischen Anfall hat, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  • Abstand halten: Die Katze kann ihre Bewegungen während des Anfalls nicht koordinieren. Es besteht das Risiko, dass sie beißt oder kratzt. Fassen Sie die Katze deshalb nicht an. Schützen Sie sie aber vor Verletzungen, indem Sie gefährliche Gegenstände beiseiteräumen oder abpolstern. Besteht jedoch die Gefahr, dass sie sich durch einen Sturz oder einen Schlag auf eine harte Oberfläche verletzt, sollten Sie Ihr Tier an einen sichereren Ort bringen.
  • Äußere Reize reduzieren: Lärm und grelle Beleuchtung können zusätzlichen Stress beim Tier auslösen. Schalten Sie helle Lichter und laute Geräusche aus, um die Stimulation zu minimieren. Schalte das Licht aus, aber stelle sicher, dass du noch sicher sehen kannst, indem du eine Lampe brennen lässt oder die Tür einen Spalt breit offenlässt, während in einem Nebenraum Licht brennt. Alles, was laut ist, wie z. B. Fernseher oder Radio, sollte ausgeschaltet werden.
  • Zeit messen: Notieren Sie die Dauer des Anfalls. Die Zeitspanne dokumentieren. Notieren Sie den Beginn und das Ende des Anfalls. Die Dauer kann von wenigen Sekunden bis zu 10 Minuten oder mehr variieren, und diese Information ist für den Tierarzt sehr nützlich. Unsere Zeitwahrnehmung kann jedoch unter stressigen Umständen verzerrt sein, daher ist es äußerst hilfreich, wenn du dir den Beginn und das Ende des Anfalls notieren. Ein Anfall, der nach 5 Minuten noch nicht aufgehört hat, ist besorgniserregend, und du solltest einen tierärztlichen Notdienst hinzuziehen.
  • Tierarzt kontaktieren: Wenn der Anfall länger als fünf Minuten dauert oder die Katze mehrere Anfälle kurz hintereinander hat (Cluster-Anfälle), sollten Sie umgehend einen Tierarzt kontaktieren. Bei einem Anfall, der länger als 5 Minuten dauert, solltest du einen Notarzt rufen.

Leben mit einer Katze mit Epilepsie

Die Diagnose Epilepsie kann für Tierbesitzer beängstigend sein. Mit der richtigen Behandlung und Pflege können Katzen mit Epilepsie jedoch ein relativ normales Leben führen. Wichtig ist, eine Katze mit Epilepsie engmaschig zu betreuen und regelmäßig durchchecken zu lassen, um ihren Zustand im Blick zu behalten und die Therapiemaßnahmen gegebenenfalls anzupassen. Eine Katzenkrankenversicherung ist in dem Fall eine große Hilfe.

Vorbeugung von Epilepsie bei Katzen

Wirklich verhindern lässt sich Epilepsie bei Katzen leider nicht. Was genetische Prädispositionen betrifft, so sollte man bei der Zucht und Anschaffung von Katzen darauf achten, dass die Elterntiere gesund und nicht durch Epilepsie belastet sind.

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