Kekse gegen Migräne: Genussvolle Linderung und was wirklich hilft

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die das tägliche Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann. Neben medikamentösen Behandlungen und Entspannungstechniken spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung und Linderung von Migräneattacken. In diesem Artikel werden wir uns mit der Bedeutung der Ernährung bei Migräne auseinandersetzen und aufzeigen, wie bestimmte Lebensmittel und Gewürze helfen können, die Symptome zu lindern und die Häufigkeit von Anfällen zu reduzieren. Dabei werden wir uns auch mit dem Mythos "Kekse gegen Migräne" beschäftigen und untersuchen, inwiefern dieser Ansatz tatsächlich sinnvoll sein kann.

Die Rolle der Ernährung bei Migräne

Die Ursachen von Migräne sind vielfältig und noch nicht vollständig geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen und dass das Gehirn von Betroffenen einen besonders hohen Energiebedarf hat. Zudem können bestimmte Faktoren wie Stress, hormonelle Schwankungen, Überanstrengung oder das Auslassen von Mahlzeiten Migräneattacken auslösen. Diese Auslöser werden in der Medizin auch als Trigger bezeichnet.

Eine angepasste Ernährung kann einen bedeutenden Unterschied machen, indem sie potenzielle Auslöser minimiert und Nährstoffe bereitstellt, die helfen können, Migräneattacken zu reduzieren. Dabei ist es wichtig, Unterzuckerungen zu vermeiden und persönliche Trigger zu entlarven. Migräniker haben ein besonders schnelles „Betriebssystem“; es kommt also auf die Energieversorgung an. Frühstück ausfallen lassen, Low-Carb- und Extremdiäten sind nicht das Richtige fürs Gehirn.

Ernährungsempfehlungen für Migräniker

Um Migräneattacken vorzubeugen, sollten Betroffene auf eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung achten. Hier sind einige Empfehlungen, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Häufigkeit von Anfällen zu reduzieren:

  • Regelmäßige Mahlzeiten: Halten Sie sich an feste Essenszeiten, um Schwankungen des Blutzuckerspiegels zu vermeiden. Sorgen Sie für fünf kleine Mahlzeiten am Tag, essen Sie in Ruhe und lassen Sie keine Hauptmahlzeit ausfallen, vor allem nicht das Frühstück. Nehmen Sie spätestens 2,5 Stunden vor dem Schlafengehen Ihr Abendbrot ein.
  • Kohlenhydratreiche Ernährung: Essen Sie eher kohlenhydratreich und setzen Sie auf komplexe Kohlenhydrate wie Haferflocken, Hülsenfrüchte, Vollkornbrot oder Kartoffeln.
  • Obst und Gemüse: Auf den Speiseplan der Migräne-Ernährung gehören zudem zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse.
  • Gesunde Fette: Fettreiche Seefische wie Hering, Lachs und Makrele glänzen mit der Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Leinöl hat den höchsten Gehalt an Alpha-Linolensäure (ALA) unter den heimischen Pflanzenölen. Diese Omega-3-Fettsäure sorgt für eine gute Fließeigenschaft des Blutes; zudem kann der Körper einen kleinen Teil an EPA und DHA aus Alpha-Linolensäure selbst herstellen.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie mindestens zwei Liter pro Tag und am besten Wasser.
  • Magnesiumreiche Lebensmittel: Bevorzuge eine Ernährung, die reich an frischem Obst und Gemüse ist, besonders solchen mit hohem Gehalt an Magnesium, wie Spinat, Avocado, Bananen und Süßkartoffeln. Magnesium kann helfen, Blutgefäße zu entspannen und Migräneattacken vorzubeugen.
  • Vollkornprodukte: Entscheide dich für Vollkornprodukte wie braunen Reis, Haferflocken und Vollkornbrot, die reich an Ballaststoffen sind. Ballaststoffe können dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und somit Migräneauslöser zu vermeiden.
  • Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse und Leinsamen sind gute Quellen für Vitamin E und Magnesium, die beide helfen können, Migräneanfälle zu reduzieren.

Lebensmittel, die Migräne auslösen können

Einige Lebensmittel können bei manchen Menschen Migräneattacken auslösen. Es ist wichtig, die eigenen Trigger zu identifizieren und diese Lebensmittel zu meiden. Zu den häufigsten Auslösern gehören:

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  • Süßigkeiten, Kekse oder Kuchen: Sie liefern dem Gehirn zwar blitzartig Energie, sie führen aber auch zu einem raschen Anstieg sowie Abfall des Blutzuckerspiegels. Das bereitet den Boden für eine neue Attacke.
  • Süße Alkoholika: Likör, lieblicher Rotwein sowie Sekt sind Trigger und können eine Attacke auslösen.
  • Fertiggerichte: Viele Fertiggerichte, aber auch Wurst und Chips sind zu salzig, zu fettreich und liefern Unmengen an gesättigten Fettsäuren. All das setzt den Gefäßen zu und erhöht das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten.
  • Gereifter Käse, Sekt, Rotwein, reife Bananen, Fischkonserven oder Zitrusfrüchte: Die vermeintlichen Übeltäter sind die enthaltenen biogenen Amine wie Histamin, Phenylethylamin, Serotonin oder Tyramin.
  • Glutamat: Glutamat aus asiatischem Essen, Fertiggerichten sowie -saucen oder das Natriumnitrat beziehungsweise -nitrit.
  • Koffein: Obwohl Koffein in Maßen für einige Menschen mit Migräne vorteilhaft sein kann, kann ein übermäßiger Konsum von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, Tee und Energydrinks Migräneauslöser sein. Achte darauf, deinen Koffeinkonsum zu kontrollieren.
  • Zusatzstoffe und künstliche Süßstoffe: Lebensmittel und Getränke, die künstliche Süßstoffe wie Aspartam enthalten, können bei einigen Migränikern Migräneanfälle auslösen.

Kekse als potenzielles Hilfsmittel gegen Migräne?

Der Gedanke, dass Kekse gegen Migräne helfen können, mag zunächst überraschend erscheinen. Tatsächlich können bestimmte Inhaltsstoffe in Keksen jedoch potenziell positive Auswirkungen auf Migränesymptome haben. Hierbei spielen vor allem die verwendeten Gewürze eine Rolle.

Weihnachtsgewürze und ihre heilende Wirkung

Viele Weihnachtsgewürze, die in Plätzchen und Lebkuchen enthalten sind, haben eine heilende Wirkung und können bei Migräne helfen:

  • Ingwer: Ingwer ist die absolute Superwurzel: Er wird in China schon seit mehreren hundert Jahren als pflanzliches Heilmittel verwendet. Ingwer kann sozusagen fast alles: Er hilft gegen Übelkeit, zum Beispiel auch bei Seekrankheit, wirkt entzündungshemmend und lindert Schmerzen. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er sogar bei Migräne eingesetzt. Auch bei lästigen Erkältungen wirkt er Wunder. Seine Inhaltsstoffe Gingerole und Shogaole bremsen Entzündungen aus und können so Schmerzen lindern. Studien deuten darauf hin, dass die Knolle die Schmerzintensität einer Attacke verringern kann.
  • Muskat: Muskat gehört in jeden Lebkuchen. In Asien gilt die kostbare Nuss als Heilpflanze, sie soll Nerven und Verdauung stärken. In der Homöopathie wird Muskat bei nervösen Beschwerden und Wahrnehmungsstörungen verwendet.
  • Kardamom: Kardamom wirkt verdauungsfördernd und krampflösend. Außerdem regt er die Produktion von Speichel, Magen- und Gallensaft an. Er ist deshalb oft in Medikamenten enthalten.
  • Gewürznelken: Gewürznelken regen nicht nur die Verdauung an, sondern wirken bei Zahnschmerzen wahre Wunder. Sie enthalten ätherische Öle, die verhindern, dass sich Viren und Bakterien im Körper ausbreiten - zudem betäuben sie die schmerzende Stelle, wenn man sie sich in den Mund legt.
  • Anis: Anisfrüchte enthalten ätherische Öle, die krampflösend, schleimlösend und verdauungsfördernd wirken. Sie werden daher auch zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Anis eignet sich besonders für Lebkuchen, Honigkuchen und Kekse.
  • Sternanis: Sternanis hat ein intensiveres und würzigeres Aroma als der süßliche Anis. Sternanis wird häufig in Gewürzmischungen, süßen Speisen und Getränken wie Glühwein verwendet.

Vorsicht bei Zimt und Safran

Beim Verzehr von Zimt und Safran ist jedoch Vorsicht geboten:

  • Zimt: Zu viel Zimt kann dem Körper auch schaden, da er den sekundären Pflanzenstoff Cumarin enthält. Große Mengen Cumarin können Kopfschmerzen, Leberschäden und sogar Krebs verursachen. Insbesondere der günstige Cassia-Zimt besitzt einen hohen Cumarin-Anteil. Daher sollte man das Gewürz nur in gesunden Maßen verzehren. Nach Einschätzung des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) ist die tägliche Aufnahme von 0,1 mg Cumarin pro kg Körpergewicht ohne gesundheitliche Beeinträchtigung. Diese Menge entspricht 2 g Zimt.
  • Safran: Auch bei Safran sollte man aufpassen. Hohe Dosen können Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen hervorrufen.

CBD-Kekse als Alternative?

Eine weitere Möglichkeit, Kekse zur Linderung von Migränesymptomen einzusetzen, sind CBD-Kekse. CBD (Cannabidiol) ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid, das aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) hat CBD keine berauschende Wirkung. Stattdessen wird es oft zur Linderung von Angstzuständen, Schmerzen und anderen Beschwerden verwendet.

CBD-Kekse ermöglichen eine präzise Dosierung des Cannabidiols und können in vielen Geschmacksrichtungen und Variationen zubereitet werden. Zudem können sie aus biologischen und gesunden Zutaten hergestellt werden, die nicht nur gut schmecken, sondern auch nährstoffreich sind.

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Rezept für Energiekekse nach Hildegard von Bingen

Ein Rezeptklassiker für nervenstärkende Kekse sind die Energiekekse nach Hildegard von Bingen. Dieses Rezept enthält eine gute Portion Mandeln, die viel Vitamin E, Magnesium, Phosphor, Mangan, Kupfer und pflanzliches Eiweiß enthalten. Die Wirkung der Kekse beruht aber hauptsächlich auf dem psychoaktiv-wirkendem Muskat, der reichlich in den nervenstärkenden Keksen enthalten ist.

Zutaten:

  • 300 g Dinkelmehl
  • 150 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Muskat
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Nelken

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Den Teig zu einer Rolle formen und in Scheiben schneiden.
  3. Die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  4. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 10-12 Minuten backen.
  5. Die Kekse aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Wichtiger Hinweis: Da Muskat in großen Mengen zu Vergiftungen führen kann, sollten nicht mehr als 5 Plätzchen am Tag gegessen werden.

Weitere Maßnahmen zur Migräneprophylaxe

Neben der Ernährung gibt es weitere Maßnahmen, die zur Migräneprophylaxe beitragen können:

  • Strukturierter Tagesablauf: Da Schwankungen und Wechsel die Entstehung von Attacken fördern können, sollten Betroffene auf einen strukturierten Tagesablauf sowie regelmäßige Mahlzeiten achten.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie ausreichend Wasser, um Dehydration zu vermeiden.
  • Viel frische Luft: Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung an der frischen Luft.
  • Reduzierter Umgang mit elektronischen Medien: Vermeiden Sie übermäßige Bildschirmzeit.
  • Vermeidung von körperlicher Überlastung: Achten Sie auf eine ausgewogene Balance zwischen Aktivität und Ruhe.
  • Ausreichend Schlaf: Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und einen regelmäßigen Schlafrhythmus.
  • Entspannungsmethoden: Entspannungsmethoden wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Qigong bauen Stresshormone effektiv ab und können somit Migräne vorbeugen.
  • Regelmäßiger Ausdauersport: Regelmäßiger Ausdauersport hat die gleiche positive Wirkung wie Entspannungsmethoden.
  • Kopfschmerzkalender: Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch, um mögliche Trigger zu identifizieren.

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