Kinderneurologie in der Region: Umfassende Versorgung und Expertise

Die Kinderneurologie spielt eine entscheidende Rolle bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Aspekte der kinderneurologischen Versorgung, von spezialisierten Kliniken bis hin zu erfahrenen Kinderärzten, und gibt einen Einblick in die Behandlungsansätze und die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Kinder- und Jugendmedizinische Versorgung: Ein Überblick

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bietet eine umfassende Versorgung für junge Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen. Ein Team aus Fachärztinnen und -ärzten, erfahrenen Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern sowie modernste Technik gewährleisten eine professionelle Diagnostik und Therapie. Je nach Krankheitsbild sind stationäre, teilstationäre oder ambulante Behandlungen möglich. Jährlich werden etwa 3.500 Kinder und Jugendliche stationär behandelt, und die Spezialambulanzen betreuen rund 3.000 Patientinnen und Patienten mit vorwiegend chronischen Erkrankungen. Die Klinik verfügt über modern und kindgerecht eingerichtete Stationen mit 77 Betten.

Schwerpunkte der Klinik:

  • Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit akuten oder chronischen allgemeinpädiatrischen Erkrankungen.
  • Spezialisierung auf Diabetes mellitus Typ 1, 2, 3 sowie seltene Diabetesformen (neonataler Diabetes, MODY).
  • Pädiatrische Hämatologie und Onkologie: Behandlung von bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems und Tumoren.
  • Kindernephrourologie: Behandlung von Krankheiten der Nieren und ableitenden Harnwege.
  • Angeborene und erworbene Herzerkrankungen bis zum 18. Lebensjahr.
  • Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Erkrankungen der Luftwege und der Lungen, einschließlich allergischer Erkrankungen und Immundefekte.
  • Behandlung von Gelenkrheuma bei Kindern und Jugendlichen.
  • Untersuchung und Behandlung schlafbezogener Erkrankungen/Störungen.
  • Neonatologie: Intensivmedizinische Behandlung von Frühgeborenen ab der 22. SSW sowie erkrankten Neugeborenen.
  • Neuropädiatrie: Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Erkrankungen oder Muskelerkrankungen.
  • Kinderpalliativmedizin: Komplexbehandlung auf allen Stationen der Kinderklinik.
  • Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber und der Bauchspeicheldrüse.
  • Begleitung und Beratung schwer- bzw. chronisch kranker Kinder bzw. Jugendlicher und deren Eltern.
  • Behandlung von angeborenen Stoffwechselerkrankungen.
  • Ernährungstherapien und -beratungen.

Neuropädiatrie: Fokus auf neurologische Entwicklungsstörungen

Die Neuropädiatrie ist ein Spezialgebiet, das sich mit der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter befasst. In enger Zusammenarbeit mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) werden Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten betreut.

Welche Erkrankungen werden behandelt?

Der Schwerpunkt der Neuropädiatrie liegt auf Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen und neurologischen Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem:

  • Epilepsie
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Autismus-Spektrum-Störungen
  • Zerebralparese
  • Muskelerkrankungen
  • Neurometabolische Erkrankungen
  • Neurodegenerative Erkrankungen

Die neuropädiatrische Ambulanz bietet eine umfassende Diagnostik und Beratung für Kinder und Jugendliche mit neurologischen Problemen. Die Vorstellung in der Ambulanz sollte in der Regel mit dem Kinderarzt abgesprochen werden.

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Stationäre und ambulante Versorgung

Neurologische Erkrankungen bei Kindern werden sowohl ambulant im Sozialpädiatrischen Zentrum und der neuropädiatrischen Ambulanz als auch stationär in der Kinderklinik abgeklärt und behandelt. Dies ermöglicht eine umfassende und individuelle Betreuung der jungen Patientinnen und Patienten.

Das Münchner Modell Neuropädiatrie

Ein besonderes Konzept ist das "Duale Neuropädiatrie - Münchner Modell Neuropädiatrie". Dieses Modell integriert die Akutversorgung im Dr. von Haunerschen Kinderspital mit der chronischen Versorgung im iSPZ Hauner. Dadurch wird eine umfassende und kontinuierliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Erkrankungen gewährleistet.

Kinderärzte mit Expertise

Neben den spezialisierten Kliniken gibt es auch Kinderärzte mit besonderer Expertise im Bereich der Neuropädiatrie. Ein Beispiel ist Frau Dr. med. Kugler Claudia Dr., die für ihre Kompetenz und ihr Engagement bekannt ist. Eltern schätzen ihre einfühlsame Art und die kurzfristigen Termine, die sie anbietet.

Engagement und Spendenaktionen

Die Kinderklinik der Medizinischen Universität Lausitz (MUL) - Carl Thiem erfährt regelmäßig Unterstützung durch Spendenaktionen. So engagieren sich Unternehmen aus der Region, Vereine und Privatpersonen für das Wohl der kleinen Patientinnen und Patienten.

Beispiele für Spendenaktionen:

  • Die Freiwillige Feuerwehr Kolkwitz unterstützte die Kinderklinik mit einer Spende im Rahmen einer Weihnachts-Benefizaktion.
  • Die Cottbuser Niederlassung der BERATA-GmbH Steuerberatungsgesellschaft spendete im Rahmen der Aktion „Spenden statt Weihnachtskarten“ an den Förderverein der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
  • Kunden der Edeka-Filiale in Peitz spenden ihre Pfandbons zugunsten krebskranker Kinder.
  • Der Verein Lower Eastside übergab gemeinsam mit dem Tropical Islands eine Spende an die Kinderkrebsstation der MUL - Carl Thiem.

Diese Spenden tragen dazu bei, die Versorgung der kleinen Patientinnen und Patienten zu verbessern und ihnen den Aufenthalt in der Klinik so angenehm wie möglich zu gestalten.

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Aus- und Weiterbildung

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin legt großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung von Assistenzärztinnen und -ärzten, Kinderkrankenpflegepersonal und Medizinstudentinnen und -studenten. Die Chefärztin besitzt die volle Weiterbildungsbefugnis, sodass die volle Weiterbildungszeit (60 Monate, einschließlich 6 Monate Neonatologie und Intensivmedizin) absolviert werden kann.

Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Allgemeine Pädiatrie
  • Neonatologie
  • Kinderkardiologie
  • Kinderpneumologie
  • Kindergastroenterologie
  • Neuropädiatrie
  • Kinderhämatologie und -onkologie

Studierende können ein Tertial (16 Wochen) des Praktischen Jahres als Wahlfach in der Klinik für Kinder- & Jugendmedizin ableisten. Auch Famulaturen sind möglich.

Forschung

Als Universitätsklinikum legt die Klinik großen Wert auf die medizinische Forschung. Patientinnen und Patienten, die für eine laufende Studie geeignet sind, werden ausführlich über den Inhalt der Studie informiert. Die Teilnahme an einer Studie ist freiwillig.

Wichtige Informationen für den Aufenthalt

Um den Aufenthalt in der Klinik so angenehm wie möglich zu gestalten, sind hier einige wichtige Informationen zusammengestellt:

  • Anmeldung: Die Aufnahmegespräche und -untersuchungen finden in der Aufnahmeabteilung der Klinik statt.
  • Visite: Die morgendliche Visite bietet die Möglichkeit eines Arztgesprächs.
  • Krankenhausschule: Ältere Kinder werden, wenn es der Gesundheitszustand erlaubt, in der Krankenhausschule beschult.
  • Anmeldung akut erkrankter Patientinnen und Patienten: Wochentags von 07:00 bis 18:00 Uhr ist die Anmeldung über die Ansprechpartner für ambulante Termine oder die jeweilige Station möglich.
  • Nachsorge: Bei Notwendigkeit ist die nachstationäre Betreuung bis 14 Tage nach Entlassung möglich.
  • Besuchszeiten: Prinzipiell sind Besuche täglich möglich, jedoch sollten diese in der Mittagspause (12:00-14:00 Uhr) vermieden und auf maximal 2 Personen beschränkt werden.

Spezialsprechstunden

Die Klinik bietet verschiedene Spezialsprechstunden an, um eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Einen Überblick über die Sprechstunden ist auf der Website der Klinik zu finden.

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Zusammenarbeit für die Patienten

Für Zuweiser stehen die jeweils fachlich zuständigen ärztlichen Kollegen der Stationen zur Verfügung. Zusätzlich sind Absprachen zu ambulanten Vorstellungen, teilstationären oder stationären Einweisungen bei den Ansprechpartnern für ambulante Termine oder bei der Stationskoordinatorin möglich. Der jeweilige Dienstarzt ist über die Telefonzentrale zu erreichen.

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