Kinderklinik Bremerhaven: Neurologische Versorgung für Kinder und Jugendliche

Die Kinderklinik Bremerhaven ist die größte Klinik für Kinder von Geburt bis zum 18. Geburtstag in der Region. Gemeinsam mit niedergelassenen Kinderärzten und kooperierenden Abteilungen sichert sie die allgemeine und spezialisierte medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Klinik ist die Neurologie (Neuropädiatrie), die sich mit der Untersuchung und Behandlung von Entwicklungsauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Schulschwierigkeiten, Sprach- und Bewegungsstörungen befasst.

Umfassende medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche

Die Klinik bietet ein breites Spektrum an Leistungen für Kinder und Jugendliche mit neurologischen Problemen. Dazu gehören:

  • Diagnostik und Therapie von Anfallsleiden und Epilepsie: Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Abklärung von Anfallsleiden und die Therapie epileptischer Anfälle.
  • Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen und Stoffwechselstörungen: Die Klinik bietet auch die Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen und Stoffwechselstörungen (außer Diabetes mellitus) an.
  • Früherkennung von Entwicklungsstörungen: In der angeschlossenen Früherkennungsstelle werden Entwicklungsbeurteilungen im Vorschulalter multiprofessionell durchgeführt und Förderpläne erstellt.

Neurologische Notfälle

Bei neurologischen Notfallsituationen wie Bewusstseinsstörung, Verwirrtheit, Krampfanfällen, starken Kopfschmerzen, Lähmungen, Sehstörungen oder Hirnhautentzündung ist in der Regel eine stationäre Behandlung auf der Kinderstation oder den Intensivstationen erforderlich.

Die Kinderambulanz: Anlaufstelle für Notfälle

Für akute Notfälle sowie für Behandlungen, die keine stationäre Aufnahme erfordern, verfügt die Kinderklinik über eine Kindernotfallambulanz. Es ist ratsam, vor dem Besuch der Kinderambulanz zu überlegen, ob dem Kind durch eine kinderärztliche Praxis oder den kinderärztlichen Bereitschaftsdienst ebenso gut oder besser geholfen werden kann. Die Kinderambulanz kümmert sich um medizinische Notfälle bei Kindern und Jugendlichen, wenn keine kinderärztliche Praxis geöffnet hat und der kassenärztliche Bereitschaftsdienst geschlossen ist. Um sehr lange Wartezeiten von mehreren Stunden zu vermeiden, wird darum gebeten, sich möglichst früh zwischen 8-9 Uhr morgens telefonisch anzumelden. Nach Möglichkeit und Kapazität wird eine ungefähre Behandlungszeit in der Akutsprechstunde ab 11 Uhr vergeben.

Stationäre Versorgung und Ausstattung

Für schwere Fälle ist die Kinderstation als „Intermediate Care“ mit zentraler Überwachung ausgerüstet, und intensivmedizinische Behandlung ist möglich. Für Kinder und Jugendliche mit hochansteckenden Infektionen gibt es spezielle Isolationszimmer. Die Klinik behandelt gemäß den Antibiotic-Stewardship-Richtlinien in enger Zusammenarbeit mit der Krankenhausapotheke und der Krankenhaushygiene.

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Kinderorthopädie und Neuroorthopädie

Die Klinik für Neuro- und Kinderorthopädie ist eine der größten Neuroorthopädien in Deutschland. Sie besteht aus einer Ermächtigungsambulanz und einer Station für Kinder und Erwachsene. Die Klinik ist traditionsgemäß eingebettet in ein Netzwerk unterschiedlichster Institutionen, die um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen Sorge tragen. Im Verbund mit diesen Institutionen werden die Betroffenen durch alle Lebensphasen begleitet.

Leistungsspektrum der Kinderorthopädie

Die Kinderorthopädie beschäftigt sich mit Erkrankungen und Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates, die typisch für das Kindes- und Jugendalter sind. Dabei werden die besonderen Entwicklungsgesetze der Kinder berücksichtigt. Zum Behandlungsspektrum gehören:

  • Angeborener Klumpfuß (Behandlung nach z. B. Ponseti)
  • Alle Arten der Fußfehlformen
  • Morbus Perthes
  • Epiphysiolysis capitis femoris (Hüftkopfgleiten)
  • Coxitis fugax (Hüftschnupfen)
  • Angeborene Hüftdysplasie und Hüftluxation
  • Osteochondrosis dissecans
  • Fehlbildungen von Armen und Beinen, X-Beine, O-Beine (Behandlung mit Fixateur externe, TSF, 8-Plate)
  • Orthopädische Neugeborenenversorgung

Spezielle Kinderorthopädie

Zur speziellen Kinderorthopädie gehören die Behandlung von:

  • Alle Formen von Fehlbildungssyndromen
  • Myopathien
  • Neuropathien
  • Spina bifida
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
  • Alle Formen der Infantilen Cerebralparese (ICP, hirnbedingte Bewegungsstörungen)
  • Myofasziotomie nach Ulzibat
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Syndrome wie M. Down, Rett-Syndrom, TAR-Syndrom
  • Therapie von Beinlängendifferenzen, Achsabweichungen und Rotationsfehlern, konservativ und operativ, mit und ohne Fixateur extern (Ilizarov, TSF)

Neuroorthopädie

Die Neuroorthopädie behandelt Folgen neurologischer Grunderkrankungen am Stütz- und Bewegungsapparat bei Betroffenen jeglichen Alters. Zu neurologischen Grunderkrankungen zählen die Infantile Zerebralparese, Muskeldystrophien, das Schädel-Hirn-Trauma, die Spina bifida, Schlaganfälle, Dystonien, das Rett-Syndrom, M. Parkinson, Poliomyelitis und viele andere mehr. Ziel der Behandlung ist der Erwerb und der Erhalt einer größtmöglichen Selbständigkeit der Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung ihrer speziellen Lebensumstände.

Technische Orthopädie und therapieresistente Erkrankungen

Im Bereich Technische Orthopädie werden Störungen des Stütz- und Bewegungsapparates unter Hinzunahme technischer Hilfsmittel wie z.B. Einlagen, Schuhe, Schienen (Orthesen), Körperteilersatz (Prothesen), Sitzversorgungen, Rollstühle, Geh- und Stehhilfen, Korsette, etc. behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von sogenannten therapieresistenten Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, wenn konservative Therapien und Operationen nicht zu einer wesentlichen Verbesserung der Beschwerden führen.

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Ausbildung und Karriere

Die Kinderklinik Bremerhaven bietet auch Möglichkeiten zur Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte. Sie verfügt über Weiterbildungsermächtigungen (WBE) für Kinder- und Jugendmedizin (48 Monate), für Neonatologie (12 Monate) und für Neuropädiatrie (18 Monate).

Kontaktaufnahme und Anmeldung

Eltern, die ihre Kinder in der Praxis anmelden möchten, sollten beachten, dass die Aufnahmekapazität für Neupatienten derzeit ausgeschöpft ist. Ausnahmen bilden Neugeborene aus dem Einzugsgebiet (hauptsächlich Wulsdorf). Die Anmeldung für eine neurologische Untersuchung erfolgt über den behandelnden (Kinder-)Arzt bzw. die behandelnde (Kinder-)Ärztin oder durch die Eltern. Auf der Basis der geschilderten Beschwerden wird festgestellt, wie dringend der Besuch ist, das vorläufige Untersuchungsprogramm geplant und ein oder mehrere Termine vereinbart.

Elterntelefon und NINA-Infotelefon

Für Eltern, die Unterstützung benötigen, stehen das Elterntelefon (0800 - 1110 550, kostenfrei, Mo + Mi. 9-11 Uhr, Di + Do.) und das NINA -Infotelefon gegen Kindermissbrauch (01805 - 123 465, kostenpflichtig; Mo 9-13 Uhr, Di + Do.) zur Verfügung.

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