Ein Schlaganfall ist ein einschneidendes Ereignis, das oft weitreichende Folgen für die Betroffenen hat. Die Knappschaft bietet als gesetzliche Krankenkasse umfassende Leistungen und Rehabilitationsmaßnahmen, um Patienten nach einem Schlaganfall bestmöglich zu unterstützen und ihnen die Rückkehr in ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.
Optimale Akutversorgung im Knappschaftskrankenhaus
Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop zeichnet sich durch eine hochmoderne Stroke Unit aus, die alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Behandlung von Schlaganfallpatienten bietet. Die Stroke Unit im Knappschaftskrankenhaus wurde erfolgreich überprüft. Patienten aus Bottrop und Umgebung müssen also im Ernstfall für eine optimale Behandlung keine weiten Wege zurücklegen.
Moderne Ausstattung und Verfahren: Die Stroke Unit verfügt über acht Behandlungsplätze im neuen Anbau West des Knappschaftskrankenhauses. Dazu gehört zum Beispiel die Thrombolyse, eine medikamentöse Auflösung eines Blutgerinnsels. Auch Thrombektomie-Behandlungen bei einem Verschluss größerer Gefäße können rund um die Uhr in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie durchgeführt werden. Dabei werden geschlossene Gefäße mit einem Katheter über die Leiste erreicht und das Gerinnsel herausgezogen. Neben dem Knappschaftskrankenhaus Bottrop bieten nur einige wenige Einrichtungen im Ruhrgebiet dieses Verfahren an. Durch die Kombination der verschiedenen Verfahren können heute Patienten gerettet werden, die früher verstorben oder zumindest stark beeinträchtigt gewesen wären.
Schnelle Versorgung vor Ort: „Diese schnelle Versorgung vor Ort ist ein entscheidender Pluspunkt für die Patienten bei der Therapie schwerer Schlaganfälle.
Frührehabilitation und Weiterbetreuung
Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop beginnt bereits am Folgetag einer Akutbehandlung die Frührehabilitation auf der Stroke Unit. Danach werden die Patienten auf der neurologischen Akutstation weiter betreut und im Anschluss daran ist eine ambulante oder stationäre Rehabilitation im angeschlossenen Reha-Zentrum prosper möglich. Auch nach Abschluss der Rehabilitation stehen Patienten und Angehörige nicht allein da.
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Interdisziplinäre Zusammenarbeit: „Von der Erstbehandlung bis zum Abschluss einer neurologischen Rehabilitation können wir die Patienten hier am Knappschaftskrankenhaus intensiv begleiten. Dies ermöglicht sowohl die enge Verzahnung unserer neurologischen Akutklinik mit dem Reha-Zentrum prosper, als auch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler verschiedener Berufsgruppen“, so Dr. Reinhold Dux, Chefarzt der Klinik für Neurologie und der Rehaklinik.
Zertifizierte Qualität: „Ich freue mich sehr, dass wir nun bereits zum achten Mal das Zertifikat der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft erhalten haben. Verschiedene Studien zeigen, dass Schlaganfallpatienten mit der speziellen Diagnostik und Therapie einer Stroke Unit ihre Erkrankung häufiger und mit geringeren Folgeerscheinungen und Behinderungen überleben.
Rehabilitation: Kur oder Reha?
Wenn von Erholung und Gesundheit die Rede ist, gibt es meist zwei Möglichkeiten: Vorbeugen oder wiederherstellen? Das ist die grundsätzliche Frage, wenn es um Kuren und Rehabilitation geht. Bei der Entscheidung für eine Kur oder eine Reha ist Ihr Gesundheitszustand entscheidend. Fühlen Sie sich ausgelaugt oder haben gesundheitliche Probleme, können Sie eine Kur beantragen. Wenn Sie Ihre Gesundheit wiederherstellen möchten, beispielsweise nach einem operativen Eingriff, können Reha-Maßnahmen helfen. Deshalb gibt es spezielle Einrichtungen, in denen Sie als Patienten oder Patientinnen bestens versorgt werden - wie zum Beispiel eine Reha-Klinik.
Darüber hinaus können Sie aus ergänzenden Reha-Leistungen wählen - für einen größeren Behandlungserfolg und mehr Sicherheit im Leben beziehungsweise im Alltag. Bevor Sie eine dieser Maßnahmen beginnen, steht ein ausführliches Gespräch mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt an. Die Ärztin oder der Arzt macht sich ein genaues Bild über Ihre Gesundheit und kann Sie am besten zu den Behandlungsmöglichkeiten und der medizinischen Notwendigkeit einer Rehabilitation oder Kur beraten. Auf dieser Basis fällt die Entscheidung für eine der beiden Maßnahmen.
Kur bei Erschöpfung: Sie fragen sich, welche Kur bei Erschöpfung hilft? Bei Stress und Überforderung gilt es, sich zu entspannen und Zeit für sich zu gewinnen. In einem Kurort: Ob an einem See, in den Bergen oder auf dem Land - eine reizarme Umgebung und viel Natur sowie frische Luft hilft Ihnen Ihre Gesundheit zu stärken und wieder zurück zu sich zu finden.
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Neurologische Kompetenz der Knappschaftskliniken
Die Fachklinik der Knappschaft deckt das gesamte Spektrum der Neurologie kompetent ab und arbeitet seit vielen Jahren eng mit den Fachdisziplinen Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie und Gefäßmedizin zusammen, um Patienten mit Erkrankungen der hirnversorgenden Gefäße optimal zu versorgen. Die Klinik ist an den Standorten Recklinghausen und Paracelsus Marl vertreten.
Standorte und Spezialisierungen: In Recklinghausen verfügt die Klinik über eine überregional zertifizierte Stroke-Unit, einschließlich Neuro-Intermediate-Care-Bereich, zwei Allgemeinstationen sowie Belegbetten auf der Komfortstation. In Marl sind Spezialstationen zur Behandlung der Parkinson-Krankheit sowie zur Neurologisch-Neurochirurgischen Frührehabilitation vorhanden.
Überregionale Stroke Unit/IMC: Die überregionale Stroke Unit/IMC verfügt über 15 Betten mit vollständiger Monitorausstattung. Patienten mit Erkrankungen der Hirngefäße behandeln wir in enger Abstimmung mit den Kollegen der Neurochirurgie, Neuroradiologie und Gefäßchirurgie. Auf unserer Spezialstation mit derzeit 20 Behandlungsplätzen werden Patienten so früh wie möglich nach einer akuten Erkrankung des Nervensystems behandelt.
Neuropsychologische Ambulanz: Die neuropsychologische Ambulanz bietet eine spezialisierte Diagnostik und Therapie für Menschen, die nach einer erworbenen Hirnschädigung (z.B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma) kognitive, emotionale oder verhaltensbezogene Beeinträchtigungen entwickeln, z.B.
Parkinson-Zentrum: Für die Diagnostik auf das Vorliegen einer Parkinson-Krankheit verfügt unser Zentrum über alle wichtigen Verfahren inklusive Sonografie der Substantia nigra und DaT-Scan. Die multimodale Komplexbehandlung der Parkinson-Krankheit kombiniert medikamentöse und aktivierende Therapieverfahren zu einer ganzheitlichen Behandlung durch unser speziell geschultes Team. Gemeinsam mit der Klinik für Geriatrie behandeln wir neurologische Erkrankungen, die vorwiegend im höheren Lebensalter auftreten. Hierzu zählen u.a.
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Multiple Sklerose Zentrum: Das gesamte Spektrum der modernen Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose ist in unserer Klinik fest verankert (zertifiziertes MS-Zentrum).
Epilepsie-Zentrum: Epileptische Anfälle können sehr unterschiedliche Symptome verursachen und im Einzelfall nicht einfach zu erkennen sein. Die Untersuchungen in unserer Klinik umfassen die Registrierung der elektrischen Aktivität des Gehirns mit dem Elektroenzephalogramm (EEG), bei Bedarf mit Langzeit-EEG (Ableitung über 24 Stunden) oder einem Video-Langzeit-EEG (Ableitung mit simultaner Videoaufzeichnung), die bildgebende Darstellung des Gehirns mittels Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT), daneben meist weitere Untersuchungen zur Klärung der Ursache der Anfälle. Zur Behandlung stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Eine anfallsartig auftretende, kurz anhaltende Bewusstlosigkeit (Synkope) kann neben epileptischen Anfällen auch vielfältige andere Ursachen haben. Die Ruhr-Epileptologie der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum um Prof. Dr. Jörg Wellmer bildet das universitäre Epilepsie-Referenzzentrum für das Ruhrgebiet. Mit ihrem Modellprojekt „Tele-Epileptologie“, an dem neben unserer neurologischen Klinik derzeit noch vier weitere Kliniken teilnehmen, besteht die Möglichkeit, über den telemedizinischen Transfer von Patienten-Daten und Untersuchungsbefunden mit den Spezialisten direkt in Kontakt zu treten und so die Behandlung und Diagnostik von Patienten mit Anfällen zu optimieren.
Behandlung von Polyneuropathien und Myopathien: Polyneuropathien sind sie oft Folge von Stoffwechselerkrankungen wie einem Diabetes mellitus. Seltener können aber auch Entzündungen der peripheren Nerven zu akuten schwerwiegenden Beschwerden führen. Gleiches gilt für diverse Erkrankungen der neuromuskulären Übertragung sowie der Muskeln selbst (Myopathien). In unserer Klinik können die wichtigsten Untersuchungen zur Klärung der Ursache einer Neuropathie oder Myopathie ausgeführt werden. Dazu werden elektrophysiologische Untersuchungen mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und der Muskelfunktion ausgeführt. Daneben kommen Laboruntersuchungen und, wenn nötig, eine operative Gewebeentnahme (Biopsie) von Nerven und Muskeln mit feingeweblicher Untersuchung zum Einsatz. Die Behandlung zielt auf die Beseitigung der Ursache der Grunderkrankung.
Schwindeldiagnostik: Schwindel beschreibt die individuelle Empfindung einer Gleichgewichtsstörung. Die Symptomatik ist oft unterschiedlich ausgeprägt, sie kann kurz oder lang andauern und unterschiedlich ausgeprägt sein. Es kann durch den Schwindel auch zu Übelkeit und Erbrechen und zu einer Gang- oder Standunsicherheit kommen. Spezifische Schwindelformen sind der "gutartige Lagerungsschwindel", der durch plötzliche Drehbewegungen des Kopfes auftritt. Wenn mit Schwindelattacken gleichzeitig Hörstörungen auftreten, kann ein sog. Eine weitere Form des akuten Drehschwindels kann durch eine Entzündung an den Gleichgewichtsnerven entstehen (Neuropathia vestibularis).
Wirbelsäulenerkrankungen: Die häufigste Erkrankung der Wirbelsäule ist die altersbedingte degenerative Osteochondrose („Verschleiß“) mit Bedrängung und Schädigung der Nervenwurzeln in den Zwischenwirbellöchern. Leitsymptome sind Schmerzen, nicht selten verbunden mit Lähmungen und Sensibilitätsstörungen. Die Therapie erfolgt individuell angepasst mit Medikamenten, physikalischer Behandlung und Physiotherapie, bei Bedarf auch mit lokalen CT-gesteuerten Injektionen oder der Vertebroplastie (Einbringen von knochenersetzendem Material) in Zusammenarbeit mit der Radiologie. Unsere Klinik ist am interdisziplinären Schmerzzentrum gemeinsam mit der Klinik für Anästhesiologie beteiligt. Zur gezielten Schmerzbehandlung muss die Ursache des Schmerzes festgestellt werden.
Neurologische Rehabilitation im Reha-Zentrum prosper
Das Reha-Zentrum prosper ist auf die neurorehabilitative Behandlung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems spezialisiert. Das Reha-Zentrum ist unmittelbar an die Knappschaft Kliniken Bottrop angegliedert und arbeitet dort intensiv mit der Klinik für Neurologie zusammen. Durch die unmittelbare Anbindung an das Akutkrankenhaus stehen darüber hinaus alle Fachrichtungen zur Verfügung, die für neurologische Patienten ebenfalls wichtig sein könnten. Es werden alle neurologischen Krankheiten rehabilitativ behandelt. Das Reha-Zentrum prosper ist seit Mitte 2013 als Verbund mit den Knappschaft Kliniken Bottrop nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) zertifiziert. Die Klinik für neurologische Rehabilitation ist Anfang Mai 2014 zusammen mit dem Knappschaftskrankenhaus Bottrop in die Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH überführt worden.
Umfassendes Angebot an Reha-Leistungen: Nachhaltiger Erfolg in der Rehabilitation ist unser Ziel. Jährlich nehmen rund 23.000 Patientinnen und Patienten die Leistungen unserer Reha-Kliniken in Anspruch. Damit zählt die Knappschaft-Bahn-See zu den größten Anbietern von Rehabilitationsleistungen in Deutschland. Allen unseren Häusern gemeinsam ist die Expertise und Erfahrung auf dem Gebiet der Rehabilitation, sowohl im Bereich der Anschlussheilbehandlungen als auch der Heilverfahren. Wünschen Sie weitergehende Informationen, können Sie sich selbstverständlich direkt an jede Klinik wenden.
Interventionelle Neuroradiologie bei Karotis- und intrakraniellen Stenosen
Der ischämische Schlaganfall ist eine häufige Todesursache, aber vor allem die am häufigsten zur Invalidität führende Erkrankung in unserer Gesellschaft. Eine der häufigeren Ursache für das Entstehen einer zerebralen Ischämie ist eine Stenose an den hirnversorgenden Gefäßen. Die interventionelle Neuroradiologie beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den endovaskulären Therapiemöglichkeiten sowohl beim akuten ischämischen Schlaganfall als auch bei der prophylaktischen Behandlung der Stenosen an den hirnversorgenden Gefäßen. Die technische Weiterentwicklung, das zunehmende pathophysiologische Wissen um die Abläufe beim Schlaganfall und die zunehmende Erfahrung der Interventionalisten hat dazu geführt, dass sich die Zahl neurointerventioneller Eingriffe bei Patienten mit zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat.
Neurothrombektomie: In der Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls erlangt die endovaskuläre Therapie zunehmend an Bedeutung. In Fällen, in denen die intravenöse Thrombolyse kontraindiziert ist, keine klinische Besserung innerhalb der ersten Stunde nach i.v. Lyse eintritt oder ein langstreckiger Verschluss der großen intrakraniellen Gefäße mit hoher Thrombuslast vorliegt, ist die intraarterielle Therapie auch im 4,5- Stunden-Zeitfenster eine zunehmend akzeptierte Behandlungsoption. Wenn bereits mehr als 4,5 Stunden vergangen sind, ist die lokale intraarterielle Behandlung die einzige vaskuläre Therapieoption.
Thrombolyse: Die selektive intraarterielle Thrombolyse mit r-tPA birgt im Vergleich zur systemischen Gabe ein geringeres systemisches Blutungsrisiko und führt gleichzeitig zu einer höheren Wirkstoffkonzentration am Thrombus. Weitere Vorteile dieser Herangehensweise sind die genaue angiografische Darstellung der Gefäßanatomie einschließlich der Kollateralisation, der Verschlussmorphologie und -lokalisation sowie die Kombinierbarkeit mit der mechanischen Thrombektomie. Bei proximalen Verschlüssen mit großer Thrombuslast- wie einem Karotis-T-Verschluss - sind die Rekanalisationsraten allerdings gering. Weitere Nachteile der intraarteriellen Lyse sind z. B. interventionsassoziierte Komplikationen und die nicht ubiquitär zur Verfügung stehende interventionsradiologische Expertise.
Thrombektomie: Verschiedene Methoden der mechanischen Thrombekotomie zur raschen Rekanalisierung akuter Verschlüsse intrakranieller Arterien stehen inzwischen zur Verfügung:
- Aspirationsthrombektomiesysteme werden proximal des Gefäßverschlusses platziert und das Thrombusmaterial, meist unterstützt durch eine manuelle Fragmentierung des Thrombus, durch maschinelle oder manuelle Aspiration am Führungskatheter entfernt.
- Clot-Retriever-Systeme, die bis distal des Thrombus vorgebracht werden müssen, werden von mehreren Herstellern in verschiedenen Designs, die von korkenzieher- bis körbchenartigen Konfigurationen reichen, angeboten.
- Zunehmend kommen in jüngerer Zeit vor allem Stent-ähnliche Neurothrombektomiesysteme zum Einsatz. Ihre Rekanalisations- und klinischen Ergebnisse sind sehr vielversprechend.
Prinzip der Stent-Retriever: Diese Stent-Retriever sind selbstexpandierende Stents, die durch einen Mikrokatheter bis distal des Thrombus geführt und dort entfaltet werden. Als Führungskatheter werden entweder proximale Ballonkatheter oder sog. „distal access catheters“ verwendet. Der Stent wird in entfaltetem Zustand für einige Minuten im Gefäßlumen an der Stelle der Okklusion belassen, wobei eine zumindest partielle Rekanalisierung des verschlossenen Gefäßabschnitts erreicht wird, falls der Thrombus die Stentlänge nicht überschreitet. Unter manueller Aspiration am Führungskatheter wird der Stent dann mit aufgeladenem Thrombusmaterial geborgen. Wiederholte Einsätze („passes“) desselben Stent-Retrievers sind möglich. Stent-Retriever kombinieren den Vorteil einer raschen Wiederherstellung des Flusses im thromboembolisch verschlossenen Gefäßsegment mit der Möglichkeit der Thrombektomie.
Ambulante und Stationäre Rehabilitation
Bei akuten Erkrankungen, nach Operationen oder wenn Sie chronisch krank sind, ist schnelle Hilfe gefragt. Hier kommen Reha-Maßnahmen ins Spiel. Eine Reha ermöglicht es Ihnen, aktiv am Leben teilzunehmen. Bei der ambulanten Reha wohnen Sie wie gewohnt zu Hause und erhalten die Reha-Leistungen in einer dafür zugelassenen Einrichtung in Ihrer Nähe. Reichen eine ambulante Krankenbehandlung oder Reha nicht aus, ist auch eine stationäre Reha möglich. Reha hilft Ihnen dabei, krankheitsbedingte Einschränkungen zu bewältigen, Ihre Alltagsfähigkeiten bestmöglich wiederherzustellen und Pflegebedürftigkeit abzuwenden oder abzuschwächen.
Reha-Team: In Reha-Einrichtungen arbeiten gemeinsam an der Umsetzung Ihrer Reha-Ziele: Ärztinnen verschiedener Fachgebiete, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopädinnen. Ist Ihr Reha-Ziel zum Beispiel, nach einer Operation am Knie wieder Treppen steigen zu können, um Ihre Wohnung im zweiten Stock zu erreichen.
Ambulante Reha: In vielen Fällen ist es sinnvoll, Reha-Leistungen ambulant durchzuführen. Ihr Vorteil liegt darin, dass Sie in der Nähe Ihres Wohnortes bleiben. Sie wohnen weiterhin zu Hause und können sich außerhalb der Therapiezeiten von Freunden, Verwandten und Bekannten besuchen lassen. Ihre Maßnahmen finden von Montag bis Freitag für vier bis sechs Stunden täglich statt. Dafür werden Sie morgens zu Hause abgeholt, nehmen tagsüber am Therapieprogramm teil und fahren nachmittags wieder zurück. Die ambulante Reha dauert in der Regel drei Wochen. Die ambulante Reha wird eingesetzt, wenn herkömmliche ambulante Behandlungsformen Ihren Gesundheitszustand nicht verbessern.
Stationäre Reha: Eine stationäre Reha ist sinnvoll, wenn die Behandlungsziele nicht mit ambulanten Behandlungen oder Reha-Maßnahmen zu erreichen sind. Denn manchmal ist es notwendig, die gewohnte Umgebung zu verlassen und sich voll und ganz auf die eigene Genesung zu konzentrieren. Die KNAPPSCHAFT bringt Sie dann in einer ausgewählten, qualifizierten Reha-Klinik unter. Diese ist speziell auf Ihr Erkrankungsbild ausgerichtet und bietet Ihnen eine hervorragende Behandlung. In manchen Fällen wird auch im Rahmen einer Pflegebegutachtung empfohlen, eine Reha durchzuführen. Sie müssen allerdings rehafähig sein und eine positive Erfolgsaussicht haben. Für pflegende Angehörige besteht ein erleichterter Zugang zur stationären Reha. Zugleich haben pflegende Angehörige bei einer stationären Reha auch Anspruch auf die Versorgung der Pflegebedürftigen. Soweit keine medizinischen oder sonstigen Gründe entgegenstehen, kann der oder die Pflegebedürftige in dieselbe Klinik aufgenommen werden.
Antragstellung und Kostenübernahme: Hält Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt eine Reha bei Ihnen für sinnvoll, händigt er oder sie Ihnen die entsprechenden Formulare für einen Antrag direkt aus. Sie können alle vier Jahre eine Reha beantragen. Eine Reha ist auch früher möglich, wenn sie medizinisch notwendig ist. Schließt sich eine Reha direkt an eine Krankenhausbehandlung an, spricht man von der sogenannten Anschlussrehabilitation. Bei einem Krankenhausaufenthalt können Sie mit Ihrer behandelnden Krankenhausärztin oder Ihrem behandelnden Krankenhausarzt besprechen, ob er oder sie Ihnen eine Anschlussrehabilitation empfiehlt. Wichtig für eine erfolgreiche Reha ist, dass Sie körperlich und seelisch ausreichend belastbar sind. Außerdem sollten Sie motiviert sein. Wenn wir Ihre Reha genehmigen, übernehmen wir die Kosten für die Reha-Einrichtung sowie die erforderlichen Fahrtkosten. Sie leisten lediglich die gesetzliche Zuzahlung. Von dieser können Sie sich in bestimmten Fällen befreien lassen. Solange Sie erwerbstätig sind, ist in der Regel die Rentenversicherung zuständig.
Rehabilitation bei Post-/Long-COVID
Nach einer Corona Infektion sind nicht alle Betroffenen wieder gesund. Ein Post-/ Longcovid- Syndrom kann nach einer Covid-19-Infektion unabhängig von der Schwere des akuten Verlaufes zu vielfältigen Symptomen, u.a. zu einem Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, allgemeiner Erschöpfung, Atembeschwerden und Hirnleistungsstörung führen. Haben Sie eine Covid-19- Infektion durchgemacht und Sie fühlen sich noch schlapp und abgeschlagen, dann ist eine Rehabilitationsmaßnahme sinnvoll.
Spezielle Reha-Angebote: In unserer Reha- Klinik für Kardiologie haben wir uns dieser Post- /Longcovid- Symptomatik angenommen. Wir bieten Ihnen eine medizinische Betreuung bei Herz- Kreislauf- Beschwerden, eine individuell angepasste Sport- und Bewegungstherapie, Atemtraining, eine psychotherapeutische Begleitung zur Krankheitsbewältigung, eine kognitive Leistungsdiagnostik und ein kognitives Training in einem multiprofessionellen Team. Sie erlernen mit der Erkrankung besser umzugehen. Ziel ist eine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, mehr sportliche Aktivität, mehr Kraft und Ausdauer, psychisches Wohlbefinden und die Linderung bestehender Beschwerden, um sich im Alltag und im Berufsleben wieder gut zurechtzufinden. Dies passiert mit Bewegung, Koordinations- und Krafttraining, einer Ergotherapie, einer langsamen Wiederaufnahme von Ausdauertraining und symptomorientierter Regenerationszeit. Die Rehabilitation soll Ihnen helfen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden.
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