Koffeinfreie Getränke für ein ausgeglichenes Nervensystem

In unserer modernen Gesellschaft, in der Kaffee und Energydrinks oft als tägliche Begleiter gelten, suchen immer mehr Menschen nach Alternativen, die ohne Koffein auskommen und dennoch erfrischen, beleben oder einfach nur gut tun. Dieser Artikel beleuchtet sowohl warme als auch kalte Getränkeoptionen, erklärt ihre gesundheitlichen Vorteile und gibt praktische Tipps, wie diese in den Alltag integriert werden können.

Die Rolle des Koffeins: Vor- und Nachteile

Kaffee und Tee zählen zu den beliebtesten Getränken der Welt. Beide gelten aufgrund ihres enthaltenen Koffeins als der Energie-Kick am Morgen. Doch was ist Koffein eigentlich und welche Wirkung hat es? Koffein ist eine Verbindung, die in ihrem Aufbau dem Botenstoff Adenosin ähnelt. Adenosin signalisiert dem Körper Müdigkeit. Koffein kann aufgrund des ähnlichen Aufbaus die Adenosin-Rezeptoren in den Nervenzellen blockieren, was dazu führt, dass das Müdigkeitsgefühl abgeschwächt wird. Diese Wirkung setzt etwa 30 - 45 Minuten nach dem Genuss von koffeinhaltigen Getränken ein. Solange braucht das Koffein, um sich über den Blutkreislauf im Körper zu verteilen. Wie lange die Koffein-Wirkung anhält, hängt auch von äußeren Faktoren wie der Nahrungsaufnahme ab. In der Regel sind das zwischen zwei und fünf Stunden.

Koffein hat unbestritten einige Vorteile: Es kann die Konzentration steigern, hält wach und erhöht kurzfristig die Leistungsfähigkeit. Zu viel Koffein kann jedoch zu Schlafstörungen, innerer Unruhe, Herzrasen und Magenproblemen führen. Deshalb erfreuen sich koffeinfreie Getränke zunehmender Beliebtheit.

Hast du schon einmal gehört, dass Kaffee müde macht? Wenn die Wirkung des Koffeins nachlässt, kann es tatsächlich passieren, dass du dich müder fühlst als zuvor. Vor allem, wenn du dir nicht ausreichend Schlaf gönnst und versuchst dies durch zu viel Kaffee zu kompensieren. Auch die Kombination von Kaffee und Zucker oder zuckerhaltigen Lebensmitteln kann dich müde machen. Nach einem kurzen Hoch fällt der Blutzuckerspiegel rasant ab - du fühlst dich unkonzentriert und müde. Schuld ist hier aber vor allem der Zucker und nicht das Koffein.

Eine Tasse Kaffee enthält mit 80 mg Koffein ungefähr genauso viel wie ein kleiner Espresso und damit teilweise deutlich mehr als Tee. Während du das Koffein aus dem Kaffee relativ schnell bereits im Magen aufnimmst, wird das Koffein aus dem Tee langsam und langanhaltend freigesetzt. Im Tee ist das Koffein an Gerbstoffe gebunden und wird erst im Darm langsam gelöst und im Körper verteilt - die anregende Wirkung tritt später ein und hält länger an. Wenn du empfindlich auf Kaffee reagierst oder ihn gar nicht verträgst, kannst du Tee statt Kaffee wählen und dennoch vom Koffein profitieren.

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Alternativen zu koffeinhaltigen Getränken: Ein Überblick

Warme, koffeinfreie Getränke

Der Vorteil warmer Getränke liegt nicht nur in ihrem Komfortfaktor. Viele Tees und Heißgetränke wirken entspannend, fördern die Verdauung oder unterstützen das Immunsystem.

  1. Kräutertees: Kamille, Pfefferminze, Melisse und Fenchel sind Klassiker unter den koffeinfreien Getränken.
  2. Früchtetees: Sie bestehen oft aus Hagebutte, Hibiskus, Apfelstückchen oder Beeren. Sie enthalten von Natur aus kein Koffein, schmecken fruchtig-süß und sind auch bei Kindern beliebt.
  3. Goldene Milch (Kurkuma Latte): Ein traditionelles ayurvedisches Getränk, das aus Pflanzenmilch (zum Beispiel Mandel- oder Hafermilch), Kurkuma, Zimt und Ingwer zubereitet wird. Besonders in der kalten Jahreszeit eine wohltuende Wahl.
  4. Malzkaffee: Eine beliebte Alternative zu Bohnenkaffee. Er wird aus geröstetem Getreide wie Gerste, Roggen oder Zichorie hergestellt.
  5. Chi-Cafe free: Chi-Cafe free ist eine harmonische Mischung aus entkoffeiniertem und grünem Kaffee Arabica und Robusta, die zu jeder Tageszeit puren Genuss verspricht. Die samtige Textur und Süße der Akazienfaser vereint sich mit der Cremigkeit der Kokosmilch und schafft ein unvergleichlich harmonisches Mundgefühl. Abgerundet durch die zartherbe Note von Ginseng und Reishi-Pilz wird jeder Schluck zu einem wahren Glücksmoment - und das bei vollem Kaffee-Aroma.

Kalte, koffeinfreie Getränke

Besonders in den wärmeren Monaten des Jahres oder nach körperlicher Aktivität sind kalte koffeinfreie Getränke eine erfrischende und gesunde Wahl.

  1. Infused Water: Der Klassiker unter den Detox-Getränken. Einfach stilles oder sprudelndes Wasser mit frischen Zutaten wie Gurkenscheiben, Zitronen, Beeren, Ingwer oder Minzblättern verfeinern.
  2. Kokoswasser: Es ist reich an Elektrolyten wie Kalium und Magnesium, was es zum idealen Getränk nach dem Sport macht.
  3. Selbstgemachte Limonade: Mit natürlichen Zutaten wie Zitrusfrüchten, Honig und frischer Minze lässt sich eine gesunde Limonade herstellen, die keinerlei künstliche Zusätze oder Koffein enthält.
  4. Frucht- oder Gemüse-Smoothies: Sie liefern eine Vielzahl an Vitaminen, Ballaststoffen und Antioxidantien.
  5. Milchprodukte (Joghurt, Kefir): Diese Milchprodukte liefern hochwertiges Eiweiß, wirken sättigend und erfrischen zugleich.
  6. NUTREND CARNITIN ACTIVITY Getränk: Ein funktionelles Getränk, das für die Flüssigkeitszufuhr bei intensivem Training und an einem anstrengenden Tag sorgt. Es ist angereichert mit L-Carnitin, Taurin und Vitamin B3. Eine hochwertige Quelle einer artesischen Quelle garantiert Ihnen 100 % Reinheit dieses Wassers. Vitamin B3 ist Bestandteil vieler wichtiger Coenzyme und trägt maßgeblich zum optimalen Energiestoffwechsel, zur Unterstützung des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.

Kaffee-Alternativen mit Koffein

Es muss definitiv nicht immer Kaffee sein. Eines der bekanntesten und beliebtesten Kaffee-Ersatzgetränke ist Schwarztee. Die anregende Wirkung des Tees ist im Vergleich zum herkömmlichen Kaffee langsamer, aber meistens länger anhaltend. In schwarzem Tee steckt Koffein bzw. Teein, doch dieses ist an bestimmte Stoffe gebunden. Grüntee ist ein perfekter Wachmacher, der im Unterschied zum Schwarztee nicht fermentiert wird. Das enthaltene Koffein bzw. Teein ist an viele Aminosäuren und Gerbstoffe gebunden, daher entfaltet es die Wirkung sehr langsam und auch schonend. In den vergangenen Jahren hat sich Matcha-Tee zu einem echten Trendgetränk entwickelt und das völlig zu Recht! Matcha ist im Grunde nichts anderes als hoch dosierter Grüntee, doch im Vergleich dazu werden die ganzen Pflanzenblätter zu Pulver gemahlen und anschliessend mit heissem Wasser überbrüht. Für die Einwohner des Amazonas-Gebietes ist die Guarana-Pflanze ein echtes Superfood! Es gilt nicht nur als besonders gut bekömmlich, sondern kommt der Wirkung von herkömmlichem Bohnenkaffee sehr nahe! Guarana enthält wertvolle Ballaststoffe und pflanzliche Gerbstoffe, die sogenannten Tannine. Diese werden erst im Verdauungstrakt freigesetzt und genau das ist einer der Hauptgründe, warum Guarana so gut verträglich ist. Das enthaltene Koffein - auch als Guarin bezeichnet - wird somit nicht vom Magen, sondern vom Darm aufgenommen. Auch Mate ist ein echtes Trendgetränk und eine perfekte Kaffee-Alternativ. Mate-Tee hat eine säuerlich-süsse Eigennote und ist somit reine Geschmackssache.

Weitere Alternativen

  1. Adaptogene: Adaptogene wie Ashwagandha, Reishi-Pilze oder Rhodiola helfen dem Körper, besser mit Stress umzugehen.
  2. Vegane Protein-Shakes: Diese Shakes sind eine ideale Nahrungsergänzung für aktive Menschen, die keine tierischen Produkte oder Koffein konsumieren wollen.

Sanfter Übergang: Tipps zur Umstellung

Ein abrupter Verzicht auf Koffein kann Kopfschmerzen, Müdigkeit und gereizte Stimmung hervorrufen. Deshalb ist es ratsam, schrittweise das Lieblingsgetränk durch koffeinfreie Alternativen zu ersetzen.

Gesundheitliche Vorteile koffeinfreier Getränke

Die Umstellung von koffeinhaltigen auf koffeinfreie Getränke bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich.

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Ein großer Vorteil, den unsere Kaffee-Alternativen bieten, ist die langsamere Freisetzung des Koffeins im Körper. Dadurch profitierst du vom Langzeiteffekt.

  • Sodbrennen vermeiden: Dies geschieht, weil Koffein die Magenzellen anregt, mehr Salzsäure freizusetzen, die der Hauptbestandteil des Magensaftes ist. Normalerweise fördert dies die Verdauung - bei leerem Magen kann es dagegen zu Sodbrennen oder Unwohlsein führen.
  • Reduzierung der täglichen Kalorien- und Zuckerzufuhr: Und zwar dann, wenn du deinen Kaffee bis jetzt mit Zucker, Sirup oder viel Milch getrunken hast. Zwei Teelöffel Zucker (ca. 6 Gramm) enthalten zwar nur rund 25 Kilokalorien, aber du nimmst damit bereits 25 Prozent der von der WHO empfohlenen täglichen Zuckermenge zu dir.
  • Der Kaffeesucht trotzen: Regelmäßiger und hoher Konsum von Koffein führt zu einem starken Gewöhnungseffekt. Wenn du aus heiterem Himmel aufhörst Kaffee zu trinken, kann das eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen. Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit oder Kopfschmerzen können beim Koffeinentzug auftreten. Am besten reduziert du deinen Kaffee-Konsum schrittweise - unsere Alternativen helfen dir dabei.
  • Verbesserte Schlafqualität: Für eine gute Nachtruhe ist Koffein vor allem am späten Nachmittag und Abend nicht ideal. Trinke daher mindestens vier Stunden vor dem Schlafengehen, besser noch ab 14 Uhr, keine stark koffeinhaltigen Getränke mehr.

Nachhaltigkeit und bewusster Konsum

Die Umweltauswirkungen von Kaffee

Jährlich werden mehr als 9,5 Milliarden Kilogramm Kaffee produziert, und es wird erwartet, dass sich die Nachfrage bis 2050 verdreifacht. Der Anbau von einem Kilogramm Arabica-Kaffee in Brasilien und Vietnam verursacht in beiden Ländern Treibhausgasemissionen, die durchschnittlich 15,33 Kilogramm Kohlendioxid entsprechen. In diesem Fall handelt es sich um konventionell angebauten Kaffee: Würde man weniger Dünger verwenden, die Bewässerung und den Energieverbrauch beim Mahlen effizienter gestalten und die Bohnen mit Frachtschiffen statt mit dem Flugzeug exportieren, würde der Wert auf 3,51 Kilogramm CO2 sinken.

Es gibt jedoch regionale Alternativen zur beliebten Kaffeebohne, auf die wir zurückgreifen können: zum Beispiel den Lupinenkaffee, der einen würzigen Geschmack und ein nussiges Aroma hat und zudem entkoffeiniert ist. Du musst nicht komplett umsteigen, aber wenn du einen Teil deines Kaffees durch (regionale) Alternativen ersetzt, kannst du bereits einen wichtigen Beitrag leisten.

Bio-Qualität

97 Prozent des weltweit getrunkenen Kaffees stammt nicht von Bio-Plantagen und wird mit Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden und anderen Chemikalien behandelt. Und leider finden diese Stoffe häufig ihren Weg in deinen morgendlichen Kaffee. Um eine Tasse Kaffee ohne Pestizidrückstände zu gewährleisten, solltest du zu Kaffee in Bio-Qualität greifen. Der kontrolliert biologische Anbau verzichtet auf den Einsatz schädlicher Substanzen. Wenn schon Kaffee, dann aus Bio-Anbau und nur vom Hersteller, dem du in Sachen Nachhaltigkeit und Fairtrade vertraust.

Zusätzliche Tipps für einen energiegeladenen Start in den Tag

Neben der richtigen Ernährung und dem Verzicht auf Kaffee, kannst du noch ein paar Dinge tun, um energiegeladen in den Tag zu starten.

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  • Yoga am Morgen: Wenn du den Morgen mit etwas Yoga oder Meditation beginnst, wird dies deinen Tag erheblich verbessern. Es genügen bereits 15 Minuten. Mach' dir die tägliche Yoga-Praxis zur Gewohnheit und spüre schon bald die Veränderungen.
  • Tageslicht: Im Winter, wenn der Himmel grau und die Tage kurz sind, kann dein Schlaf- und Wachzyklus leiden. Der Mangel an Sonnenlicht bewirkt, dass mehr vom Schlafhormon Melatonin produziert wird. Das macht dich müde und energielos. Tageslicht hemmt die Synthese von Melatonin - ein ganz natürlicher Wachmacher also. Daher lohnt es sich auch in der warmen Jahreszeit, den Tag mit einem Aufenthalt im Freien zu beginnen. Steige ein bisschen früher aus Bus oder Bahn oder verlege deine morgendliche Yoga-Einheit in den Park.
  • Sport im Freien: Körperliche Aktivitäten an der frischen Luft sind nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für das geistige und psychische Wohlbefinden. Regelmäßig Sport zu treiben, reduziert Stress und regt die Produktion von Endorphinen, den Glückshormonen, an.

Manchmal sind Müdigkeit und Energielosigkeit aber auch auf andere Faktoren zurückzuführen - in diesem Fall helfen unsere Kaffee-Alternativen wahrscheinlich nicht weiter.

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