Besuchszeiten in der Kopfklinik Neurologie: Was Sie wissen müssen

Die Neurologische Klinik ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskulatur. Um den Patienten eine optimale Genesung zu ermöglichen, sind Besuche ein wichtiger Bestandteil. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die Besuchszeiten in der Kopfklinik Neurologie und was Sie dabei beachten sollten.

Bedeutung von Besuchen für Patienten

Besuche von Familie und Freunden sind für Patienten von großer Bedeutung. Sie tragen zur Genesung bei und geben den Patienten Kraft und Zuversicht. Die Klinik für Neurologie legt daher Wert darauf, Besuche zu ermöglichen, bittet jedoch um Verständnis, dass es auch Einschränkungen geben kann.

Allgemeine Besuchszeiten

Die allgemeinen Besuchszeiten in der Kopfklinik Neurologie sind wie folgt geregelt:

  • Neurologische Allgemeinstation: Täglich von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr
  • Neurologische Intensivstation: Täglich von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr
  • Stroke Unit: Täglich von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Es ist ratsam, sich vorab auf der Internetseite der jeweiligen Station über die aktuellen Besuchszeiten zu informieren, da diese variieren können.

Ausnahmen von den Besuchszeiten

Es gibt bestimmte Situationen, in denen die allgemeinen Besuchszeiten eingeschränkt oder angepasst werden müssen. Dies betrifft insbesondere:

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  • Intensiv-, Infektions- und psychiatrische Stationen: Hier sind Besuche nur zu bestimmten Zeiten und von nahen Angehörigen nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und den Pflegekräften möglich.
  • Bereiche mit besonders schutzbedürftigen Patienten: Auch hier können Besuche nur eingeschränkt und nach Absprache erfolgen.
  • Verlängerung oder Verkürzung durch Ärzte: Die behandelnden Ärzte können die Besuchszeiten nach Notwendigkeit verlängern oder verkürzen.

Diese Einschränkungen dienen dem Schutz der Patienten und der Gewährleistung einer optimalen Behandlung.

Was Sie bei Besuchen beachten sollten

Um den Klinikaufenthalt für alle Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Sie bei Ihren Besuchen einige Punkte beachten:

  • Rücksichtnahme: Nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Patienten im Zimmer und vermeiden Sie laute Gespräche.
  • Hygiene: Achten Sie auf eine gute Händehygiene, um die Ausbreitung von Keimen zu vermeiden.
  • Pflanzen: Aus hygienischen Gründen sind Topfpflanzen in den Zimmern nicht erlaubt. Schnittblumen sind hingegen gestattet. Auf bestimmten Stationen mit immungeschwächten Patienten sind jedoch auch Schnittblumen nicht erlaubt.
  • Rauchen: Das Rauchen ist nur in den dafür vorgesehenen Bereichen im Freien erlaubt. Auf normalen Stationen, Fluren und im Wartebereich ist der Betrieb erlaubt.
  • Informationen: Informieren Sie sich vorab über die spezifischen Regeln und Richtlinien der jeweiligen Station.

Die Stroke Unit als Beispiel für spezialisierte Versorgung

Die Stroke Unit der Kopfklinik Neurologie ist eine Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten. Sie wurde 1998 als eine der ersten Stationen dieser Art in Baden-Württemberg eröffnet und kontinuierlich ausgebaut. Auf der Stroke Unit werden Schlaganfall-Patienten in der Akutphase umfassend betreut. Wichtige Ziele der Behandlung sind die ätiologisch orientierte Akuttherapie und Sekundärprävention, die Vermeidung bzw. adäquate Behandlung potentieller Komplikationen und eine individuell abgestimmte frühzeitige Rehabilitation.

Das Team der Stroke Unit besteht aus einem engagierten, multiprofessionellen Team aus Pflegemitarbeitern, Physiotherapeuten, Logopädinnen, Ergotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeitern und Ärzten verschiedener Fachdisziplinen. Durch interne und externe Weiterbildungen wird ein hohes Wissensniveau erzeugt und erhalten. Die individuelle Einarbeitung neuer Mitarbeiter erfolgt durch ein qualifiziertes Praxisanleiterteam und erfahrene Mitarbeiter.

Die Stroke Unit ist ein Beispiel dafür, wie die Kopfklinik Neurologie modernste Verfahren und interdisziplinäre Zusammenarbeit einsetzt, um Patienten eine optimale Behandlung zu ermöglichen.

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Das Behandlungsspektrum der Neurologischen Klinik

Die Neurologische Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Platten behandelt ein breites Spektrum an neurologischen Erkrankungen. Dazu gehören:

  • Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems: Entzündungen wie Multiple Sklerose, bakterielle und virale Entzündungen.
  • Epilepsien: Diagnostik und Behandlung verschiedener Formen der Epilepsie.
  • Neurodegenerative Erkrankungen: Parkinson-Syndrom und Muskelerkrankungen.
  • Schlaganfälle: Akutbehandlung und Rehabilitation auf der Stroke Unit.
  • Seltene neurologische Erkrankungen: Spezialisierung auf die Entdeckung und Behandlung seltener Erkrankungen.
  • Neuromuskuläre Erkrankungen: Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV).
  • Autoimmunerkrankungen: Behandlung von Autoimmunerkrankungen, die das Nervensystem betreffen.

Die Klinik bietet umfassende Möglichkeiten der Diagnostik, einschließlich elektrophysiologischer und neurosonologischer Methoden, Labordiagnostik und modernste bildgebende Verfahren (CT, MRT, Angiographie) in enger Kooperation mit der Abteilung für Neuroradiologie.

Stationärer Aufenthalt: Was Sie wissen müssen

Wenn ein stationärer Aufenthalt in der Neurologischen Klinik bevorsteht, gibt es einige wichtige Informationen zu beachten. Termine für einen stationären Aufenthalt können über die Patientenmanagerin vereinbart werden. Die Neurologische Klinik und Poliklinik verfügt über drei Normalstationen (6 West, 5 West, 5 Ost), eine Privatstation (2 Nord), eine Stroke Unit und eine Intensivstation.

Entlassmanagement

Bereits während des Krankenhausaufenthaltes unterstützt die Klinik Patienten und Angehörige, um die Versorgung nach der Entlassung bestmöglich vorzubereiten. Dazu gehört ein Entlassmanagement, das eine bedarfsgerechte und individuelle Anschlussversorgung durch den Haus- oder Facharzt gewährleistet. Das Entlassmanagement umfasst beispielsweise:

  • Beratungen und ggf. eine Terminvereinbarung mit dem weiterbehandelnden Arzt
  • Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen bei Kranken- und Pflegekassen
  • Verordnungen von Hilfsmitteln, soweit dies für die Versorgung unmittelbar im Anschluss an die Krankenhausbehandlung erforderlich ist

Was Sie mitbringen sollten

Bei einem stationären Aufenthalt sollte man einige wichtige Dinge mitbringen:

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  • Medikamente: Eine Liste der aktuell eingenommenen Medikamente und, falls vorhanden, die Medikamente selbst.
  • Persönliche Gegenstände: Bequeme Kleidung, Toilettenartikel, Bücher oder andere Beschäftigungen.
  • Dokumente: Einweisungsschein, Versichertenkarte, relevante medizinische Unterlagen.

Entlassung

Der Entlassungstermin wird in der Regel so gewählt, dass der Patient noch am gleichen Tag ein Rezept für die empfohlenen Medikamente beim niedergelassenen Arzt besorgen sowie die weitere Behandlung mit ihm besprechen kann. Das Universitätsklinikum kann Medikamente nur zur Überbrückung bis zum nächstmöglichen Arztbesuch (maximal für 3 Tage) mit nach Hause geben. Zur Entlassung erhalten die Patienten alle notwendigen Dokumente, die für die Weiterbehandlung notwendig sind, einschließlich des Arztbriefs für den Hausarzt oder überweisenden Arzt.

Forschung und Innovation

Die Neurologische Klinik legt großen Wert auf Forschung und Innovation. Zahlreiche Forschungsprojekte beschäftigen sich mit den Grundlagen neurologischer Erkrankungen und der Verbesserung der Behandlungsmethoden. Die Klinik arbeitet eng mit anderen Institutionen zusammen, darunter das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.

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