Fußkrämpfe sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft und den Alltag erheblich beeinträchtigen kann. Diese plötzlichen, schmerzhaften Muskelkontraktionen im Fuß treten oft unerwartet auf und können mehrere Minuten andauern. Besonders häufig sind Sportler, Schwangere und ältere Menschen betroffen. Obwohl Fußkrämpfe meist harmlos sind, können sie auf ernsthafte Erkrankungen hindeuten. Bei regelmäßigen oder starken Schmerzen ist ein Arztbesuch ratsam. Zur Linderung akuter Krämpfe helfen Entlasten, Dehnen und Massieren des betroffenen Fußes. Vorbeugende Maßnahmen umfassen ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Fußkrämpfen, von den Ursachen und Risikofaktoren bis hin zu Sofortmaßnahmen und langfristigen Präventionsstrategien.
Was ist ein Krampf im Fuß?
Ein Krampf im Fuß ist eine plötzliche, schmerzhafte Muskelkontraktion, die oft ohne Vorwarnung auftritt. Diese Krämpfe können sowohl tagsüber als auch nachts vorkommen und betreffen häufig die Wadenmuskeln oder kleinere Fußmuskeln.
Definition und Symptome
Fußkrämpfe zeichnen sich durch starke, einschießende Schmerzen aus, die als ziehend oder stechend empfunden werden. Sie dauern in der Regel zwischen einigen Sekunden und mehreren Minuten an. Überbelastung und Dehydration gehören zu den häufigsten Auslösern. Ein Krampf im Fuß taucht meist ohne Vorwarnung auf und kann starke Schmerzen auslösen. Er kann in den ungünstigsten Momenten auftreten und wird etwa durch eine Überlastung der Muskeln oder ein Flüssigkeits- oder Mineralstoffdefizit ausgelöst. Massagen und Dehnübungen können die Schmerzen zunächst lindern.
Betroffene Muskelgruppen
Obwohl alle Muskeln von Krämpfen betroffen sein können, treten Wadenkrämpfe sowie Krämpfe in Füßen und Zehen am häufigsten auf. Besonders anfällig sind die Fußsohle und das Fußgewölbe. Fehlstellungen wie Platt- oder Senkfuß können das Risiko für Muskelkrämpfe erhöhen.
Häufigkeit und Risikogruppen
Fußkrämpfe sind ein weit verbreitetes Phänomen. Etwa 33 bis 50 Prozent der Menschen über 65 Jahre leiden mindestens einmal pro Woche an Muskelkrämpfen. Sportler sind besonders häufig betroffen, vor allem nach intensiven Belastungen. Auch Schwangere und ältere Menschen gehören zu den Risikogruppen. Über 50% der Betroffenen berichten von einem Zusammenhang mit starkem Schwitzen oder unzureichender Flüssigkeitsaufnahme. Vielfach sind bereits junge Menschen von Krämpfen betroffen, aber die überwiegende Mehrzahl ist im fortgeschrittenen Alter. Etwa 33 bis 50 Prozent der älteren Bevölkerung über 65 Lebensjahre leidet mindestens einmal pro Woche an Muskelkrämpfen.
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Risikogruppe | Häufigkeit | Hauptursache------- | -------- | --------
Ältere Menschen (65+) | 33-50% pro Woche | Altersbedingte VeränderungenSportler | Sehr häufig | Intensive BelastungSchwangere | Häufig | Hormonelle Veränderungen
Medizinische Ursachen für Fußkrämpfe
Fußkrämpfe können durch verschiedene medizinische Faktoren ausgelöst werden. Die Ursachen reichen von einfachen Problemen wie Mineralstoffmangel bis hin zu komplexeren gesundheitlichen Bedingungen.
Mineralstoffmangel und Dehydration
Ein häufiger Auslöser für Fußkrämpfe ist Mineralstoffmangel, insbesondere von Magnesium, Kalium und Calcium. Dehydration spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Starkes Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen können zu einem Elektrolytmangel führen und Krämpfe verursachen. Krämpfe entstehen, wenn sich Muskeln plötzlich stark zusammenziehen. Muskelanspannungen bringen große Schmerzen mit sich. Sie gehen meist auf eine (sportliche) Überbelastung oder eine Störung im Elektrolythaushalt des Körpers zurück. Vor allem ein Mangel an Calcium, Magnesium, Natrium oder Kalium kann die Entstehung von Krämpfen begünstigen.
Neurologische Faktoren
Nervenschädigungen oder Bandscheibenvorfälle können Fußkrämpfe auslösen. Bei älteren Menschen treten langanhaltende und wiederkehrende Krämpfe häufiger auf, oft bedingt durch Gelenkveränderungen oder Durchblutungsstörungen.
Medikamentöse Nebenwirkungen
Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung Fußkrämpfe verursachen. Dazu gehören Asthma-Präparate, entwässernde Medikamente und Blutdrucksenker. Eine sorgfältige Befragung des Patienten ist wichtig, um mögliche medikamentöse Ursachen zu identifizieren.
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Grunderkrankungen als Auslöser
Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Durchblutungsstörungen können hinter wiederkehrenden Krämpfen stecken. Bei unklaren Ursachen kann eine symptomatische Therapie in Betracht gezogen werden.
Ursache | Häufigkeit | Präventionsmaßnahme------- | -------- | --------
Mineralstoffmangel | Sehr häufig | Ausgewogene Ernährung, NahrungsergänzungDehydration | Häufig | Mindestens 2 Liter Wasser täglichMedikamente | Gelegentlich | Ärztliche RückspracheGrunderkrankungen | Seltener | Regelmäßige Gesundheitschecks
Die Rolle der Schilddrüse bei Krämpfen im Fuß
Die Schilddrüse kann indirekt eine Rolle bei Fußkrämpfen spielen, insbesondere wenn sie nicht richtig funktioniert. Dies geschieht aufgrund der Auswirkungen, die Schilddrüsenhormone auf den Stoffwechsel und die Muskelgesundheit haben. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse produziert sie zu wenig Schilddrüsenhormone, was den Stoffwechsel verlangsamen kann. Dies kann die Muskeln anfälliger für Krämpfe machen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann außerdem zu Muskelschwäche und -steifheit führen, was die Muskeln weniger belastbar macht und die Wahrscheinlichkeit von Krämpfen erhöht. Diese sind entscheidend für die Muskelkontraktion und -entspannung.
Dystonie im Fuß
Die Dystonie im Fuß (Extremitätendystonie) ist eine Form der fokalen Dystonie, die sich durch unkontrollierte Muskelkontraktionen, Verkrampfungen und Fehlhaltungen des Fußes äußert. Diese unwillkürlichen Bewegungen können sowohl in Ruhe als auch bei Belastung auftreten und führen oft zu erheblichen Einschränkungen im Alltag. Betroffene haben häufig Schwierigkeiten beim Gehen oder Stehen, da die Muskeln nicht wie gewünscht entspannen oder kontrahieren. Dies kann nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch zu einer Fehlbelastung anderer Körperregionen führen. Die genaue Ursache dieser Bewegungsstörung ist nicht immer bekannt, jedoch wird eine fehlerhafte Signalübertragung im Gehirn als Hauptfaktor vermutet.
Symptome der Dystonie im Fuß
Die Symptome der Dystonie im Fuß können von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt sein. Sie entwickeln sich meist schleichend und werden mit der Zeit stärker. Typische Beschwerden sind plötzliche oder anhaltende Muskelverkrampfungen, Fehlstellungen der Zehen oder des gesamten Fußes sowie Schwierigkeiten bei der Bewegungsausführung. Einige Betroffene berichten zudem über Missempfindungen wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln, die durch eine veränderte Nervenaktivität im betroffenen Bereich entstehen.
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Krampf in der Fußsohle als Anzeichen
Viele Betroffene klagen über wiederkehrende oder anhaltende Krämpfe in der Fußsohle. Diese Muskelverkrampfungen treten häufig bei Belastung auf, können aber auch in Ruhephasen bestehen bleiben. Besonders unangenehm sind diese Krämpfe, da sie spontan auftreten und sich oft nur schwer lösen lassen. Die Verkrampfungen können den gesamten Fuß oder nur einzelne Muskelgruppen betreffen und führen zu Schmerzen sowie einer unnatürlichen Stellung des Fußes. Dies kann das Gehen erschweren und zu einer erhöhten Sturzgefahr führen.
Taubheitsgefühl im Fuß
Neben Verkrampfungen berichten einige Betroffene über ein Taubheitsgefühl im Fuß oder ein unangenehmes Kribbeln. Diese Empfindungsstörungen können durch die gestörte Muskelkontrolle und eine veränderte Nervenaktivität im betroffenen Bereich verstärkt werden. In manchen Fällen kommt es auch zu einer verminderten Sensibilität der Fußsohle, wodurch Betroffene Schwierigkeiten haben, den Untergrund richtig wahrzunehmen. Schmerzen, die durch die dauerhafte Muskelanspannung oder Fehlbelastung entstehen können
Ursachen der Dystonie im Fuß
Die Ursachen der Dystonie im Fuß sind nicht vollständig geklärt, jedoch gibt es verschiedene Faktoren, die zur Entstehung beitragen können. Forschungen zeigen, dass neurologische Fehlsteuerungen, genetische Veranlagungen und äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Es handelt sich um eine komplexe Erkrankung, bei der mehrere Mechanismen zusammenwirken können.
Fehlsteuerung in den Basalganglien
Das Gehirn spielt eine entscheidende Rolle bei der Steuerung von Bewegungen. Insbesondere die Basalganglien, eine Gruppe von Nervenzellen tief im Gehirn, sind für die Kontrolle und Koordination von Bewegungen verantwortlich. Bei Dystonie-Patienten scheint es in diesen Hirnregionen zu einer Fehlsteuerung zu kommen, sodass die Muskeln unkontrolliert aktiviert oder gehemmt werden. Dies führt zu den typischen Verkrampfungen und unwillkürlichen Bewegungen, die bei einer Dystonie auftreten.
Genetische Veranlagung
In einigen Fällen gibt es Hinweise auf eine familiäre Häufung von Dystonien, was darauf hindeutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen können. Wissenschaftler haben bereits einige genetische Mutationen identifiziert, die mit bestimmten Formen der Dystonie in Verbindung gebracht werden. Allerdings bedeutet eine genetische Veranlagung nicht zwangsläufig, dass die Erkrankung ausbricht. Oft spielen zusätzliche Umweltfaktoren oder individuelle Belastungen eine Rolle.
Überlastung und wiederholte Bewegungsmuster
Eine dauerhafte Fehlbelastung oder wiederholte Bewegungen, etwa durch intensive sportliche Aktivitäten oder berufliche Beanspruchung, können die Entstehung einer Dystonie im Fuß begünstigen. Besonders betroffen sind Personen, die ihre Füße stark beanspruchen, wie Tänzer, Läufer oder Menschen, die lange stehen müssen. Durch die wiederholten Bewegungen kann es zu einer fehlerhaften Speicherung von Bewegungsmustern im Gehirn kommen, wodurch es zu unkontrollierten Muskelreaktionen kommt.
Auswirkungen der Fußdystonie auf den Alltag
Die Dystonie im Fuß kann das tägliche Leben erheblich beeinflussen. Je nach Schweregrad der Symptome kann es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Die Erkrankung kann nicht nur die Mobilität beeinträchtigen, sondern auch psychische Belastungen mit sich bringen, die das Wohlbefinden der Betroffenen negativ beeinflussen.
Beeinträchtigung der Mobilität
Unkontrollierte Muskelkontraktionen erschweren das Gehen, was zu Unsicherheiten und Schmerzen führen kann. Viele Betroffene versuchen, ihre Bewegungen anzupassen oder eine Schonhaltung einzunehmen, was jedoch langfristig zu zusätzlichen Muskelverspannungen oder Fehlhaltungen führen kann. In einigen Fällen sind Hilfsmittel wie spezielle Schuheinlagen oder orthopädische Schuhe erforderlich, um die Belastung zu reduzieren und das Gehen zu erleichtern.
Psychische Belastung
Die Einschränkungen im Alltag können Stress und Frustration verursachen. Viele Betroffene empfinden ihre Symptome als unvorhersehbar und schwer kontrollierbar, was zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führen kann.
Sofortmaßnahmen bei akutem Krampf im Fuß
Ein plötzlicher Krampf im Fuß kann äußerst schmerzhaft sein. Glücklicherweise gibt es wirksame Methoden, um die Beschwerden schnell zu lindern.
Dehnen der betroffenen Muskulatur
Eine sanfte Dehnung der betroffenen Muskulatur ist oft der erste Schritt zur Entspannung. Ziehen Sie die Fußspitze langsam in Richtung Schienbein, um die verkrampften Muskeln zu strecken. Greife deinen Fuß und ziehe ihn langsam, aber mit Kraft in Richtung Oberkörper. Deine Ferse drückst du dabei nach vorn.
Massage des Fußes
Eine gezielte Massage kann ebenfalls Erleichterung bringen. Kneten Sie vorsichtig den betroffenen Bereich mit kreisenden Bewegungen. Dies fördert die Durchblutung und hilft, den Krampf zu lösen. Achten Sie dabei auf eine ruhige Atmung, um zusätzlich zur Entspannung beizutragen.
Wärme gegen den Krampf
Wärme ist ein weiteres bewährtes Mittel gegen Muskelkrämpfe. Ein warmes Fußbad oder eine Wärmflasche können die Muskulatur lockern. Nach dem Krampf empfiehlt sich leichte Bewegung, um die Durchblutung anzuregen und erneuten Krämpfen vorzubeugen. Auch Wärme hilft gegen den Krampf. Wenn du gerade gesessen oder lange gestanden hast, als der Krampf im Fuß auftrat, kann etwas Bewegung helfen.
Neue Behandlungsmethoden
Neue Behandlungsmethoden wie spezielle Dehngeräte oder innovative Wärmeapplikationen versprechen zusätzliche Hilfe. Diese können besonders bei häufig auftretenden Krämpfen eine sinnvolle Ergänzung sein. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um mögliche Grunderkrankungen auszuschließen.
Präventive Maßnahmen und Vorbeugung
Die Prävention von Fußkrämpfen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da rund 40 Prozent der Deutschen gelegentlich darunter leiden. Um diesem Problem vorzubeugen, empfehlen Experten eine Reihe von Maßnahmen.
Ernährungsempfehlungen
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei der Vorbeugung von Fußkrämpfen. Besonders wichtig ist die ausreichende Zufuhr von Magnesium. Studien zeigen, dass ein Magnesiummangel häufig zu Krämpfen führt, insbesondere bei Schwangeren und Diabetikern. Experten raten zu magnesiumreichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Nüssen und grünem Gemüse.
Sportliche Aktivitäten
Regelmäßige körperliche Betätigung kann das Risiko von Fußkrämpfen senken. Sportmediziner empfehlen, vor dem Training die Muskulatur aufzuwärmen und die Belastung dem individuellen Fitnesszustand anzupassen. Bei intensiven Workouts ist es ratsam, isotonische Getränke zu sich zu nehmen, um den Elektrolythaushalt auszugleichen.
Lifestyle-Anpassungen
Zur Prävention gehören auch Änderungen im Alltag. Regelmäßige Dehnübungen, besonders vor dem Schlafengehen, können nächtliche Krämpfe reduzieren. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls wichtig, da Dehydrierung ein häufiger Auslöser für Krämpfe ist. In einigen Fällen kann die Einnahme von Magnesium-Präparaten sinnvoll sein, sollte aber mit einem Arzt abgesprochen werden.
Weitere Tipps zur Vorbeugung
- Regelmäßiges Dehnen der Muskeln: Schon einfache Dehnübungen können helfen, Krämpfen vorzubeugen.
- Ausreichende Bewegung: Empfohlen werden 150 Minuten pro Woche moderate körperliche Aktivität oder 75 Minuten intensiveres Training pro Woche.
- Massagen und Entspannungsübungen: Diese können zur Vorbeugung und Linderung beitragen.
- Wärme: Warme Bäder oder Umschläge können Schmerzen lindern und Wohlbefinden fördern.
- Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse sowie ungesättigte Fettsäuren.
- Ausgewogenes Elektrolytgleichgewicht: Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Magnesium, Kalium und Calcium zu sich nehmen.
- Genug trinken: Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag, nach Anstrengungen und an warmen Tagen mehr!
- Verzicht auf Alkohol- und Tabakkonsum.
- Richtiges Schuhwerk und passende Strümpfe: Vermeiden Sie Schuhe, die auf die Gefäße drücken, und Strümpfe, die die Beine einschnüren.
- Geeignete Einlagen bei Fußfehlstellungen.
Was tun bei Dehydration?
Bei einer Dehydratation trocknet der Körper aus. Dies geschieht beispielsweise bei einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr oder einem übermäßigen Flüssigkeitsverlust, z. B. durch starkes Schwitzen oder bei Durchfällen. Verliert der Körper Flüssigkeit, nimmt die Fließeigenschaft des Blutes ab. In der Folge verschlechtert sich die Durchblutung - auch der Muskeln - und damit die Versorgung mit Mineralstoffen, die für die Muskelfunktion essenziell sind. Außerdem verliert der Körper u. a. Kalium, Calcium und Magnesium, sodass ein Ungleichgewicht der Elektrolyte entsteht, was zu Muskelkrämpfen führen kann. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist also wichtig, um den Körper optimal zu versorgen. Ein erwachsener Mensch sollte mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag trinken; bei sportlicher Betätigung oder warmen Temperaturen etwas mehr. Erfahrungsgemäß neigen vor allem ältere Menschen dazu, weniger zu trinken - diese sollten daher dringend darauf achten, genug zu trinken!
Diagnostische Maßnahmen bei Fußkrämpfen
Um die Ursachen von Fußkrämpfen zu ermitteln, können verschiedene diagnostische Maßnahmen eingesetzt werden.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt über die Art, Häufigkeit und Dauer der Krämpfe sowie über Begleitsymptome und Vorerkrankungen ist ein wichtiger erster Schritt. Bei der körperlichen Untersuchung werden der Fuß und die umliegenden Strukturen auf Auffälligkeiten wie Fehlstellungen, Entzündungen oder Durchblutungsstörungen untersucht.
Elektrolyt- und Mineralstoffanalyse
Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss über den Elektrolyt- und Mineralstoffhaushalt geben. Insbesondere die Konzentrationen von Magnesium, Kalium, Calcium und Natrium werden bestimmt, um einen möglichen Mangel festzustellen.
Neurologische Untersuchung
Bei Verdacht auf neurologische Ursachen der Krämpfe kann eine neurologische Untersuchung durchgeführt werden. Dabei werden die Nervenfunktion, Reflexe und Sensibilität überprüft, um mögliche Nervenschädigungen oder -kompressionen festzustellen.
Bildgebende Verfahren
In einigen Fällen können bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder MRT eingesetzt werden, um die Ursache der Fußkrämpfe zu ermitteln.
Ultraschall
Im Ultraschallbild könnte man bei einem Krampf in der Fußsohle verschiedene Anomalien oder Auffälligkeiten feststellen, die auf das Vorhandensein eines Krampfes hindeuten könnten. Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass ein Ultraschall in der Regel nicht der primäre diagnostische Test für Muskelkrämpfe ist. Im Ultraschallbild könnte man sehen, wie der betroffene Muskel sich unwillkürlich zusammenzieht und verhärtet. Der Ultraschall könnte auch verwendet werden, um die Blutzirkulation im betroffenen Bereich zu beurteilen.
Röntgenbild
Ein Röntgenbild ist in der Regel nicht das erste diagnostische Verfahren, das bei einem Krampf in der Fußsohle eingesetzt wird. Röntgenbilder sind am besten geeignet, um Knochen und einige dichtere Gewebestrukturen darzustellen. Bei einem Muskelkrampf liegt das Hauptproblem jedoch im Muskelgewebe selbst, das auf einem Röntgenbild oft nicht sichtbar ist. Wenn der Arzt vermutet, dass der Krampf durch eine Knochenverletzung oder -bruch ausgelöst wurde, könnte ein Röntgenbild erforderlich sein, um dies zu bestätigen oder auszuschließen.
MRT der Fußsohle
Ein MRT (Magnetresonanztomographie) der Fußsohle kann in verschiedenen Situationen angezeigt sein, um bestimmte Strukturen im Fuß genauer zu untersuchen. Wenn andere bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgenbilder nicht ausreichend klare Ergebnisse geliefert haben, kann ein MRT eingesetzt werden, um spezifische Informationen über die Gewebestrukturen im Fuß zu erhalten.
Gang- oder Laufanalyse
Eine Gang- oder Laufanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Art und Weise, wie eine Person geht oder läuft, detailliert untersucht wird. Dies geschieht oft mithilfe moderner Technologien wie Hochgeschwindigkeitskameras oder Druckmessplatten. Eine Gang- oder Laufanalyse ermöglicht es, eventuelle Abweichungen oder Anomalien im Gangmuster oder Laufstil einer Person zu erkennen. Dies kann helfen, die zugrunde liegenden Ursachen von Beschwerden oder Verletzungen zu verstehen.
Behandlung von Krämpfen in der Fußsohle
Bei einem Krampf in der Fußsohle können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um Linderung zu verschaffen und zukünftige Krämpfe zu vermeiden.
Maßnahmen zur Linderung und Vorbeugung
Es ist wichtig, ausreichend Wasser zu trinken und für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen, um den Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten. Regelmäßiges Dehnen der Waden- und Fußmuskulatur sowie das Aufwärmen vor körperlicher Aktivität können vorbeugend wirken. Bequemes Schuhwerk und eine Ernährung reich an Calcium und Magnesium tragen zur Muskelgesundheit bei. Es ist ratsam, den Fuß nicht zu überlasten und ihn bei Bedarf ausreichend zu schonen. Entspannungstechniken wie Entspannungsübungen oder Yoga können ebenfalls helfen, die Muskelspannung zu reduzieren.
Medikamentöse Behandlung
Bei einem akuten Krampf in der Fußsohle können bestimmte Medikamente Linderung verschaffen. In einigen Fällen können Muskelrelaxantien verschrieben werden, um die Muskulatur zu entspannen und Muskelkrämpfe zu lösen. Calcium und Magnesium sind essentielle Mineralstoffe für die Muskelkontraktion und -entspannung. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann helfen, mögliche Mängel auszugleichen. Wenn ein Ungleichgewicht von Elektrolyten wie Kalium, Magnesium oder Calcium vorliegt, können spezifische Präparate auf Anweisung eines Arztes eingenommen werden.
Was tun bei einem anhaltenden Krampf?
Ein anhaltender Krampf in der Fußsohle kann für die betroffene Person sehr unangenehm sein und sollte ernst genommen werden. Wenn ein Krampf länger als üblich, das heißt mehrere Minuten, anhält, ist es ratsam, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, der eine genaue Diagnose stellen kann. Der Arzt wird eine gründliche Untersuchung durchführen, möglicherweise eine Anamnese durchführen und gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen wie Bluttests oder Bildgebung anordnen, um die Ursache der anhaltenden Krämpfe zu identifizieren.