Die Neurologie Station 8a im Krankenhaus Merheim ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Dieser Artikel fasst verschiedene Erfahrungen und Informationen zusammen, um ein umfassendes Bild der Klinik zu vermitteln. Dabei werden sowohl positive als auch negative Aspekte beleuchtet, um potenziellen Patienten und Angehörigen eine realistische Einschätzung zu ermöglichen.
Positive Erfahrungen und Kompetenzen
Einige Patienten berichten von äußerst positiven Erfahrungen auf der Neurologie Station 8a. Besonders hervorgehoben werden die Freundlichkeit, Kompetenz und Hilfsbereitschaft des Personals.
- Freundliches und hilfsbereites Personal: Mehrere Patienten loben das herzliche und zugewandte Personal. Sie hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Pflegekräfte genervt oder gestresst sind. Man hat sich die nötige Zeit für die Patienten genommen.
- Kompetente Ärzte: Die Stationsärzte und Oberärzte werden als super freundlich und sehr kompetent beschrieben. Sie beantworten jede Frage und nehmen einem die Angst. Abteilungsübergreifende Untersuchungen werden direkt durchgeführt, sodass man ein Gesamtbild hatte.
- Gute Rundumversorgung: Einige Patienten haben schon viele Kliniken erlebt, aber diese Station war mit Abstand die beste rundum Versorgung!
- Professionelles Team: Das Team um Prof Dr.L. ist absolut professionell, die Abläufe stimmen, Oberärzte nehmen sich Zeit (insbesondere Fr Dr H. und Hr Dr L). Das Pflegepersonal ist sehr fürsorglich und aufmerksam. Die Untersuchungen sind allumfassend und gewissenhaft (zb EMG Dr H usw.).
- Sozialdienst: Die Beratung und Unterstützung durch den Sozialdienst ist ein wichtiger Teil der Versorgung im Krankenhaus und ergänzt die pflegerische und ärztliche Behandlung. Alle Patienten der Kliniken haben Anspruch auf eine Beratung durch den Sozialdienst und erhalten auf Wunsch fachliche Unterstützung bei der Organisation der bevorstehenden Entlassung.
Herausforderungen und Kritikpunkte
Trotz der vielen positiven Rückmeldungen gibt es auch Kritikpunkte und Herausforderungen, die in den Erfahrungsberichten zur Sprache kommen.
- Lange Wartezeiten: Mehrere Patienten berichten von langen Wartezeiten in der Notaufnahme, die als unzumutbar empfunden werden. In einem Fall wurde von Wartezeiten bis zu 16 Stunden berichtet.
- Mangelnde Kommunikation: Einige Patienten bemängeln die Kommunikation seitens der Ärzte. Der Oberarzt erklärt nichts, bevor man selbst konkret nach den Ergebnissen und dem Befund fragt. Er nutzt leider ausschließlich Fachbegriffe, sodass man als medizinischer Laie kaum etwas versteht und nach jedem Satz nachfragen muss. Die anderen Ärzte auf der Station sind leider auch sehr unfreundlich.
- Unfreundliches Personal: Einige Patienten empfinden das Personal als unfreundlich und arrogant. Es ist so schlimm, das ich es immer noch unter Schock stehe, so einen arroganten, unfreundlichen, sarkastischen Arzt Dr. Pxxxxx habe ich noch nie erlebt.
- Fehlende Untersuchungen: In einigen Fällen wurden notwendige Untersuchungen verzögert oder gar nicht durchgeführt. Meine Mutter wurde infolge eines Krampfanfalles mit dem Rettungswagen hier in die Notaufnahme eingeliefert, seit fünf Tagen warten wir auf ein MRT, was erst morgen (am 6. Tag) spät nachmittags stattfinden soll. Die Ursache für den Anfall ist unbekannt.
- Hygienemängel: Insgesamt ist auch die Hygiene mangelhaft.
- Mangelnde Wertschätzung: Einige Patienten haben das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Junge Patienten werden nicht ernst genommen . Man wird mit der gleichen Symptomen entlassen, mit denen man eingetroffen ist .
- Probleme bei der Blutabnahme: Bei der Blutabnahme kam ich vor, wie ein Versuchskaninchen. Eine Pflegerin hat nach drei Versuchen die Blutabnahme abgebrochen und ihren Chefpfleger heranzitiert, er hat es sofort geschafft die Blutabnahme erfolgreich durchzuführen.
- Unzureichende Information: Wie die von ihm empfohlenen Medikamente wirken und warum, konnte er nicht erklären. Aber was in Studien bewiesen ist wußte er wohl, nun dafür hätte man wohl auch einen dressierten Affen dort hinsetzen können….
- Fehldiagnosen: Nach einem Bandscheibenvorfall im HWS - der vom Team der Neurochirurgen trotz MRT nicht erkannt wurde - wurde ich eine Woche mit einer Schmerztherapie (3xtäglich IBU) als Privatpatient "geparkt" und üppig abkassiert, ohne dass auf meine Symptome(starke motorische Beeinträchtigung der rechten Hand) eingegangen wurde.
- Schwierigkeiten bei Terminvereinbarungen: Nach meinem Anruf wurde mir mitgeteilt das ich frühestens!!!Ende Oktober 2016 (also in 3 in Worten DREI Monaten!) einen Termin bekommen könnte!
Umgang mit speziellen Patientengruppen
Besondere Herausforderungen scheinen bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose (MS) zu bestehen.
- MS-Patienten: Anfangs waren alle sehr bemüht. Dann wurde es von Mal zu Mal schlechter . Wartezeiten in der Notsaufnahme bis zu 16 Stunden. Bei einem MS-Schub,ohne Bewegungsfähigkeit,heißt es dann endlos sitzen, der Schmerztropf wurde mehr als einmal vergessen. Keiner der fragt ob man mal zur Toilette müßte oder was zu Essen oder Trinken bräuchte.
- Palliative Patienten: Ich möchte bestimmt niemanden zur Last fallen. Deshalb gehe ich auch nicht in ein Palliativzentrum. Wenn sie diese Meinung hat, warum teilt sie es so laut mit das auch meine Frau das mitbekam und weinte.
Hygiene und Infektionsschutz
Einige Berichte deuten auf Mängel im Bereich Hygiene und Infektionsschutz hin.
Lesen Sie auch: Umfassende neurologische Betreuung in Bitterfeld-Wolfen
- MRSA-Infektion: Zudem lief ein Patient herum, der MRSA-infiziert war und nutzte dieselbe Toilette, die meine Mutter auch nutzte.
- Rotavirus: Meine Mutter hatte sich angeblich den Rotavirus eingefangen. Die Tür ging auf und 2 Männer betraten das Krankenzimmer. Kurz vorher hatte ich sie immer Nebenzimmer gesehen. Das war nur einige Minuten her. Sie hatten einen kleinen Putzeimer dabei. Ich schätze darin waren 500 Gramm Flüssigkeit. Jeder dieser Männer hatte einen kleinen Lappen in der Hand. Ich weiß nur, wenn ich mit einem Lappen alles reinige z.B.
- Mangelnde Reinigung: Die Tische am Bett wurden nie abgewischt.
Verbesserungsvorschläge und Empfehlungen
Aus den Erfahrungen der Patienten lassen sich einige Verbesserungsvorschläge ableiten:
- Verbesserung der Kommunikation: Ärzte sollten sich bemühen, Befunde und Behandlungsschritte verständlich zu erklären und auf die Fragen der Patienten einzugehen.
- Verkürzung der Wartezeiten: Die Wartezeiten in der Notaufnahme sollten durch effizientere Abläufe reduziert werden.
- Sensibilisierung des Personals: Das Personal sollte für die Bedürfnisse von Patienten mit chronischen Erkrankungen und palliativen Bedürfnissen sensibilisiert werden.
- Verbesserung der Hygiene: Die Hygienestandards sollten konsequent eingehalten und regelmäßig überprüft werden.
- Respektvoller Umgang: Das Personal sollte stets einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den Patienten pflegen.
- Bessere Organisation: Es wäre sehr hilfreich, wenn man am Morgen ein kurzes Update bekäme - Untersuchungen ja / nein, dann ist man nicht den ganzen Tag so nervös .
Lesen Sie auch: Neurologische Versorgung im Hedwig Krankenhaus
Lesen Sie auch: Schmerztherapie in der Neurochirurgie Meppen
tags: #krankenhaus #merheim #neurologie #station #8a