Ganzheitliche Behandlung in der Klinik für Psychosomatik im DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg

In der Klinik für Psychosomatik des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg steht der Mensch mit seinen körperlichen, seelischen und alltäglichen Belastungen im Mittelpunkt der Behandlung. Die Klinik betrachtet die psychosomatische Medizin als einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl seelische als auch körperliche Beschwerden einbezieht. Ziel ist es, Rehabilitanden dabei zu unterstützen, ein aktives Leben zu führen und auch in schwierigen Situationen im Gleichgewicht zu bleiben.

Schwerpunkte der Psychosomatischen Rehabilitation

Die Rehabilitationsklinik für Psychosomatik behandelt Rehabilitanden, die an Depressionen, Angststörungen sowie somatoformen und somatischen Belastungsstörungen leiden, oft als Reaktion auf schwere Lebensbelastungen. Oft äußern sich bei diesen Rehabilitanden körperliche Beschwerden, deren Ursachen häufig in bewussten oder unbewussten seelischen Konflikten liegen. Die Klinik betrachtet den Menschen ganzheitlich und berücksichtigt seine seelische Erschöpfung, körperlichen Beschwerden und die belastende Lebensrealität, in der er sich zurechtfinden muss.

Im geschützten Raum der Klinik erlernen die Patienten hilfreiche Strategien zur Alltagsbewältigung und Selbstfürsorge, unterstützt durch ein erfahrenes Team. Dabei geht es darum, ein tieferes Verständnis für die Hintergründe der Erkrankung zu entwickeln und die eigene Widerstandskraft zu fördern - für einen nachhaltigen und langfristigen Reha-Erfolg. Die gemeinsame Reflexion und das gegenseitige Verständnis sind dabei wichtige Elemente, die den Behandlungserfolg positiv beeinflussen. Psychosomatische Rehabilitation ist daher immer auch Beziehungsmedizin: Das vertrauensvolle Miteinander zwischen Rehabilitanden und Therapeutinnen und Therapeuten ist ein zentraler Bestandteil des Weges zur Genesung.

Therapierbare Psychosomatische Erkrankungen (ICD-10)

Die Klinik behandelt eine Vielzahl psychosomatischer Erkrankungen, darunter:

  • Depressive Störungen (F32-F34)
  • Angststörungen (F40-F41)
  • Zwangsstörungen (F42)
  • Reaktionen auf schwere Belastungen (F43)
  • Dissoziative Bewegungs- und Empfindungsstörungen (F44)
  • Somatoforme Störungen und körperbezogene Ängste (F45) bzw. körperliche Belastungsstörungen (6C20 ICD-11)
  • Neurasthenie (Erschöpfungs- und Ermüdungssyndrom) (F48)
  • Psychosoziale Einflussfaktoren bei körperlichen Erkrankungen (F54)
  • Persönlichkeitsstörungen mit ängstlich-vermeidenden, selbstunsicheren, abhängigen, narzisstischen oder emotional-instabilen Anteilen (F60-F61)

Zusätzlich werden körperliche Nebendiagnosen wie Herz-Kreislauf-, Lungen- und Stoffwechselerkrankungen oder Störungen der Bewegungsorgane berücksichtigt.

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Depressionen: Mehr als nur Traurigkeit

Depressionen äußern sich nicht nur durch Traurigkeit, sondern können auch erhebliche psychische, körperliche und zwischenmenschliche Auswirkungen haben. Typische Symptome sind Antriebs-, Konzentrations- und Schlafstörungen, sowie ein Verlust an Interesse, sozialer Rückzug, Selbstwertprobleme, emotionale Leere, Grübeln, Hoffnungslosigkeit, Reizbarkeit, Müdigkeit und Erschöpfung. Häufig treten zudem belastende körperliche Begleitsymptome auf, wie Kopfschmerzen, Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, Atemnot, Engegefühle in der Brust, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Zittern, Schwindel oder Schwitzen.

Diese Symptome führen oft dazu, dass sich Betroffene zurückziehen und Beziehungen leiden, was die Bewältigung alltäglicher Aufgaben erschwert. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der die Depression weiter verschärfen kann. Viele verstehen nicht, was mit ihnen geschieht, da auf den ersten Blick keine erkennbare Ursache vorliegt. Dies kann dazu führen, dass sie sich von Familie, Freunden und Kollegen unverstanden und ausgegrenzt fühlen, was den Krankheitsverlauf zusätzlich begünstigt.

In solchen Situationen kann es hilfreich sein, das eigene soziale Umfeld zu verlassen, um die festgefahrenen Muster zu durchbrechen. Der Austausch mit anderen Betroffenen und das Streben nach aktiver Bewältigung sind entscheidend. Dabei geht es darum, die persönlichen Prioritäten zu klären und realistische Ziele zu setzen. Zu den zentralen Behandlungsansätzen gehören Psychotherapie, Bewegung und Sport, Entspannungstechniken, zwischenmenschliche Kontakte und gegebenenfalls eine antidepressive Medikation.

Körperliche Symptome als Ausdruck Seelischer Belastung

Viele psychische Erkrankungen sind häufig mit körperlichen Symptomen verbunden, wie Schwindel, Luftnot, Beklemmungsgefühlen, Bauchschmerzen, Zittern, Schwitzen und Erschöpfung. Diese körperlichen Begleiterscheinungen sind oft Ausdruck seelischer und stressbedingter Belastungen, auch wenn keine organische Erkrankung erkennbar ist.

Besonders bei psychosomatischen Störungen stehen körperliche Beschwerden im Mittelpunkt, was zu erheblichen funktionellen und sozialen Einschränkungen führen kann. Ein ganzheitlicher Ansatz ist hier von großer Bedeutung, damit die Betroffenen in ihrer Belastung ernst genommen werden. Zu den wichtigen Behandlungsansätzen zählen Psychotherapie, Bewegung, Entspannung und soziale Interaktionen. Den Betroffenen hilft es, ihre persönlichen Prioritäten zu klären und realistische Ziele zu setzen. Unterstützend kann auch eine antidepressive Medikation in Betracht gezogen werden.

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Chronische Schmerzen und das Bio-Psycho-Soziale Modell

Körperliche und organmedizinische Beschwerden können vielfältige Ursachen haben, sowohl organische als auch psychosoziale. Bei chronischen Störungen wirken oft mehrere Faktoren zusammen, die sich negativ beeinflussen. Chronische Rückenschmerzen sind ein typisches Beispiel, bei denen degenerative Veränderungen im Bewegungsapparat, Bewegungsmangel, Gelenkblockaden, muskuläre Verspannungen, innere Anspannung, Stress und soziale Konflikte in einem Teufelskreis die Schmerzwahrnehmung verstärken. Schmerzmittel allein reichen häufig nicht aus, um diese hartnäckigen Beschwerden zu lindern.

Für eine erfolgreiche Behandlung körperlicher Beschwerden ist es entscheidend, neben der notwendigen Diagnostik einen umfassenden Blick auf die verschiedenen körperlichen, seelischen und alltäglichen Belastungen zu werfen. Ein bio-psycho-soziales Verständnis von Erkrankungen ermöglicht es, passende Behandlungsoptionen abzuleiten. Der Erfolg liegt oft im Zusammenspiel verschiedener Ansätze, wie Muskelaufbau, Entspannung, Ausdauertraining, Klärung beruflicher Perspektiven, medikamentöse Schmerztherapie, Psychotherapie, Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen und der Aktivierung selbstfürsorglicher Ressourcen.

Belastende Lebensereignisse und Psychosomatische Rehabilitation

Belastende Lebensereignisse wie der Verlust eines geliebten Menschen, familiäre Konflikte, schwere körperliche Erkrankungen, Burnout, Mobbing oder existenzielle Bedrohungen können überfordernd sein. Wenn in solchen Situationen psychosomatische Erkrankungen entstehen, ist das kein Zeichen von persönlicher Schwäche. Vielmehr ist es oft ein Hinweis darauf, dass professionelle Unterstützung notwendig ist, um diese Herausforderungen zu bewältigen und die Symptome nicht zu verstetigen.

Der Fokus liegt darauf, neue Kraft zu schöpfen und die eigenen Fähigkeiten zur Bewältigung und Selbstfürsorge zu stärken. Betroffene sollten lernen, Vertrauen in ihren Körper und ihre Leistungsfähigkeit zurückzugewinnen, um sich wieder auf die wichtigen Aspekte ihres Lebens zu konzentrieren und Verlorenes zu betrauern. Psychosomatische Rehabilitation bietet hierfür einen geeigneten Rahmen, um den Blick in eine positive Zukunft zu richten.

Die professionelle Unterstützung in dieser Phase hilft den Menschen, die eigenen Ressourcen zu aktivieren und einen Weg zur Heilung zu finden.

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Unterstützung für Pflegende Angehörige

Unsere Rehabilitationsklinik legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Betreuung pflegender Angehöriger, also auf Menschen, die in der häuslichen Pflege von bedürftigen Verwandten stark beansprucht werden.

Rehabilitanden haben die Möglichkeit, gemeinsam mit der Person, die sie normalerweise pflegen, in unsere Klinik zu kommen. Abhängig von der Erkrankung und dem jeweiligen Pflegegrad können die pflegebedürftigen Angehörigen in unserer Einrichtung ebenfalls betreut werden.

Angststörungen: Wenn Angst den Alltag Bestimmt

Ängste sind nicht immer ein Zeichen für eine psychische Erkrankung; sie können auch normale und angemessene Reaktionen auf reale Bedrohungen darstellen, die bewältigt werden wollen. Krankheitswertige Angststörungen hingegen führen zu erheblichen Einschränkungen im Alltag, ohne dass das Ausmaß der Angst im Verhältnis zum Auslöser steht.

Angststörungen können verschiedene Formen annehmen, darunter Panikattacken, intensive Ängste in bestimmten Situationen, Angst vor körperlichen Erkrankungen oder anhaltendes Sorgen und Grübeln. Betroffene erleben oft auch körperliche Begleitsymptome, die die Angst weiter verstärken können.

Die psychotherapeutische Behandlung von Angsterkrankungen ist oft erfolgreich. Dabei ist es wichtig, sich der Angst aktiv zu stellen, anstatt ihr aus dem Weg zu gehen. Zusätzlich können Medikamente unterstützend eingesetzt werden. Es ist jedoch entscheidend, die richtige Medikation auszuwählen, da einige Präparate, wie Benzodiazepine, nur kurzfristig verwendet werden sollten, während andere, wie bestimmte Antidepressiva, bei entsprechender Indikation auch langfristig eingenommen werden können.

Berufliche Belastungen als Ursache Psychosomatischer Störungen

Berufliche Belastungen wie Stress, Mobbing, Burnout, Überforderung und Kontrollverlust sowie erlebte Ungerechtigkeiten oder Arbeitslosigkeit können zur Entstehung psychosomatischer Störungen beitragen. In der medizinischen Rehabilitation liegt der Schwerpunkt nicht nur auf der kurzfristigen Linderung von Symptomen, sondern auch auf einer besseren Integration in das gesellschaftliche Leben, wobei eine gelingende Berufstätigkeit eine entscheidende Rolle spielt.

Die Rehabilitationsmaßnahmen umfassen die praktische und emotionale Klärung beruflicher Problemfelder, die Entwicklung von Lösungsansätzen und Überlegungen zu einer möglichen beruflichen Neuorientierung. Ein wichtiger Bestandteil ist die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung, die detailliert darstellt, wie krankheitsbedingte Einschränkungen die Bewältigung beruflicher Anforderungen beeinflussen.

Eine besondere Fokussierung auf berufliche Probleme ist besonders wichtig für Menschen, die häufig arbeitsunfähig oder arbeitslos sind oder an ihrer Fähigkeit, wieder zu arbeiten, zweifeln. In solchen Fällen bietet die Rehabilitation spezifische Behandlungselemente, um berufliche Herausforderungen zu klären und Lösungsstrategien zu entwickeln, die eine erfolgreiche Rückkehr ins Berufsleben ermöglichen.

Behandlungsansätze in der Psychosomatischen Rehabilitation

Eine Rehabilitationsbehandlung besteht aus verschiedenen Bausteinen, die zusammen ein umfassendes Konzept bilden. Sie ist multimodal und interdisziplinär, was bedeutet, dass unterschiedliche Fachbereiche im Team mit Ihnen an Ihren persönlichen Reha-Zielen arbeiten. Diese gemeinsam festgelegten Ziele bestimmen den Behandlungsplan und die individuell abgestimmten Therapieangebote.

Psychotherapeutische Behandlung

Die psychotherapeutische Behandlung umfasst Einzel- und Gruppengespräche sowie Seminare. Der Behandlungsweg wird individuell auf Ihre Sorgen und Ziele abgestimmt. In den Gesprächen lernen wir Sie zunehmend besser kennen, Ihre Stärken und Schwächen, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Dabei stehen die Stärkung des Selbstwertgefühls, das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und die Aktivierung persönlicher Ressourcen im Vordergrund. Wir arbeiten an der Auflösung belastender Verhaltens- und Beziehungsmuster und fördern Ihre Fähigkeiten zur Problembewältigung und Lösungssuche.

Ergänzend zu den psychotherapeutischen Gesprächen bieten wir Seminare zu wichtigen Themen an, wie Achtsamkeit, Stressbewältigung, Umgang mit Depressionen und Schmerzen sowie Beruf & Arbeit. Hier vermitteln wir Wissen über die Entstehung und Hintergründe von Erkrankungen, die zugrunde liegenden körperlichen, psychischen und sozialen Einflussfaktoren und geben Einblicke in Behandlungsmöglichkeiten und Bewältigungsstrategien.

Ärztliche Begleitung

Die ärztliche Begleitung umfasst die gemeinsame Festlegung Ihrer Behandlungsziele und die Erstellung eines individuellen Therapieplans. Wir koordinieren alle Behandlungsbausteine und berücksichtigen dabei auch mögliche körperliche Begleiterkrankungen und notwendige medikamentöse Einstellungen. In regelmäßigen Visiten überprüfen wir den Therapieverlauf und passen die Behandlung bei Bedarf an. Zudem bereiten wir Sie schrittweise auf die Zeit nach der Rehabilitation vor. Am Ende Ihres Aufenthalts bewerten wir gemeinsam die erreichten Ergebnisse und besprechen den Entlassungsbericht.

Ergotherapie

In der Ergotherapie steht das heilende Tätigsein im Mittelpunkt, bei dem Ihr eigenes Handeln den Weg zum Ziel ebnet. Kreative Angebote wie Arbeiten mit Ton, Seidenmalerei, Flechten mit Peddigrohr oder Specksteinbearbeitung laden dazu ein, Neues auszuprobieren und selbst aktiv zu werden. Diese Tätigkeiten stärken das Selbstvertrauen und fordern zugleich die eigene Entscheidungsfähigkeit heraus. Zusätzlich bieten wir Hirnleistungstraining und Diagnostik an, um Konzentrations- und Gedächtnisfunktionen zu unterstützen.

Unser Ziel ist es, Ihre Handlungsfähigkeit im Alltag zu erhalten, zu fördern oder wiederherzustellen. Die ergotherapeutische Abteilung bietet dazu verschiedene Behandlungsansätze für psychosomatische Rehabilitanden: Kreativtherapien begleiten die psychotherapeutische Behandlung und fördern Ihre emotionale Ausdrucksfähigkeit. Ergänzend stehen Musik- und Tanztherapie sowie berufsorientierte Projektgruppen zur Verfügung. Unser Team kann außerdem Ihre individuellen kognitiven und psychischen Belastungsfähigkeiten für berufliche Anforderungen gezielt untersuchen.

Kreative Therapieformen

Die kreativen Therapieformen wie z. B. Tanztherapie - vereinen vielseitige Ansätze, die gezielt zur Heilung, Linderung oder Prävention von körperlichen und seelischen Beschwerden eingesetzt werden. Durch den Ausdruck im Tanz können intensive Emotionen erlebt und verarbeitet werden. Außerdem aktivieren diese Methoden besondere innere Kräfte, fördern das seelische Gleichgewicht und tragen dazu bei, Spannungen abzubauen und das Selbstbewusstsein zu stärken. So werden tiefer liegende Probleme sichtbar und neue Lösungswege eröffnet.

Kreative Therapie kann emotionale Blockaden lösen und eröffnet Zugänge zu Gefühlen und Gedanken, die sich durch Worte oft schwer ausdrücken lassen. Diese intensive Selbsterfahrung spielt eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Genesung: Sie unterstützt das Verständnis eigener Muster, steigert die Resilienz und gibt den Betroffenen Werkzeuge an die Hand, um Herausforderungen besser zu meistern.

Körperorientierte Therapien

Körperorientierte Therapien sind eine tragende Säule der psychosomatischen Rehabilitation und tragen maßgeblich zum nachhaltigen Behandlungserfolg bei. Sie stärken nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern wirken auch auf die Psyche und unterstützen die emotionale Stabilität und Selbstfürsorge. Regelmäßige Bewegung, wie Ausdauertraining, Koordinations- und Muskelaufbau, verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden und hat einen besonders positiven Einfluss a…

Weitere Therapieangebote

Neben den genannten Therapieformen bietet die Klinik eine Vielzahl weiterer Angebote, darunter:

  • Nuklearmedizinisches Verfahren zur Entdeckung bestimmter, zuvor markierter Gewebe
  • Schule über elektronische Kommunikationsmittel
  • Blindenleitsystem
  • Untersuchungsgeräte für Patienten mit besonderem Übergewicht oder besonderer Körpergröße
  • Hilfsgeräte zur Pflege für Patienten mit besonderem Übergewicht oder besonderer Körpergröße
  • Hilfsmittel für Patienten mit besonderem Übergewicht oder besonderer Körpergröße
  • Ermächtigung zur ambulanten Behandlung nach § 116 SGB V bzw. § 31a Abs.
  • Heilmittelambulanz nach § 124 Abs. 2
  • Diagnostik und Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Tumoren der Lunge und des Thorax / Brustkorbs
  • Nutzung eines standardisierten Konzepts zur Dekubitusprophylaxe
  • Standortspezifisches Informationsmanagement bzgl. Vorhandensein adressatengerechter und themenspezifischer Informationsmaterialien für Patientinnen und Patienten
  • Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses
  • Prozessbeschreibung für einen optimalen Medikationsprozess
  • Möglichkeit einer elektronischen Verordnung, d. h. strukturierte Eingabe von Wirkstoff (oder Präparatename), Form, Dosis, Dosisfrequenz
  • Bereitstellung eines oder mehrerer elektronischer Arzneimittelinformationssysteme
  • Bewegung und körperliche Aktivität, z. B. Sport- und Bewegungstherapie, Medizinische Trainingstherapie, Gerätegesteuerte Krankengymnastik, Physio- und physikalische Therapie, Schwimmen, QiGong, TaiChi, Yoga, Tanztherapie
  • Entspannung und Körper-Geist-Therapien, z. B. Meditation, Entspannungstraining, Klangschalentherapie, Akupunktur, Lichttherapie
  • Medizinisch-therapeutische Anwendungen, z. B. Massagen, Lymphdrainage, Elektrotherapie, medizinische Bäder, Fortsetzung der Chemo- und Immuntherapie, Kältetherapie, Stomaberatung
  • Psychologische und psychosoziale Unterstützung, z. B. Einzel- und Gruppenpsychotherapie, psychoedukative Seminare, psychologische Betreuung, Sozialberatung, soz.-med. Beratung, berufsorientierte Projektgruppen, Einleitung von Nachsorge und stufenweiser Wiedereingliederung
  • Ernährung und Gesundheitsförderung, z. B. Lehrküche, Ernährungsberatung, alle Diätformen, Gesundheitstraining
  • Kreativtherapie, z. B. Ausdrucksmalen, Bildhauerei
  • Ergotherapie und Hirnleistungstraining
  • Besondere Therapieformen

Qualitätsmanagement und Patientensicherheit

Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie hat die Einrichtung die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorgesehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und den Patientinnen und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und intervenierende Maßnahmen festzulegen. Dies können u. a. Gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben sich Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten (Schutzkonzept).

Die Klinik legt großen Wert auf Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. Die Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit werden mit Fokus auf den typischen Ablauf des Medikationsprozesses bei der stationären Patientenversorgung dargestellt. Eine Besonderheit des Medikationsprozesses im stationären Umfeld stellt das Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung dar. Die im Folgenden gelisteten Instrumente und Maßnahmen adressieren Strukturelemente, z.B. besondere EDV-Ausstattung und Arbeitsmaterialien, sowie Prozessaspekte, wie Arbeitsbeschreibungen für besonders risikobehaftete Prozessschritte bzw. Konzepte zur Sicherung typischer Risikosituationen. Zusätzlich können bewährte Maßnahmen zur Vermeidung von bzw. zum Lernen aus Medikationsfehlern angegeben werden. Das Krankenhaus stellt hier dar, mit welchen Aspekten es sich bereits auseinandergesetzt bzw. welche Maßnahmen es konkret umgesetzt hat. Die folgenden Aspekte können, gegebenenfalls unter Verwendung von Freitextfeldern, dargestellt werden:

  • Aufnahme ins Krankenhaus, inklusive Anamnese ; Dargestellt werden können Instrumente und Maßnahmen zur Ermittlung der bisherigen Medikation (Arzneimittelanamnese), der anschließenden klinischen Bewertung und der Umstellung auf die im Krankenhaus verfügbare Medikation (Hausliste), sowie zur Dokumentation, sowohl der ursprünglichen Medikation der Patientin oder des Patienten als auch der für die Krankenhausbehandlung angepassten Medikation.
  • Medikationsprozess im Krankenhaus Im vorliegenden Rahmen wird beispielhaft von folgenden Teilprozessen ausgegangen: Arzneimittelanamnese - Verordnung - Patienteninformation - Arzneimittelabgabe - Arzneimittelanwendung - Dokumentation - Therapieüberwachung - Ergebnisbewertung. Dargestellt werden können hierzu Instrumente und Maßnahmen zur sicheren Arzneimittelverordnung, z. B. bezüglich Leserlichkeit, Eindeutigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, aber auch bezüglich Anwendungsgebiet, Wirksamkeit, Nutzen-Risiko-Verhältnis, Verträglichkeit (inklusive potentieller Kontraindikationen, Wechselwirkungen u. Ä.) und Ressourcenabwägungen. Außerdem können Angaben zur Unterstützung einer zuverlässigen Arzneimittelbestellung, -abgabe und -anwendung bzw. -verabreichung gemacht werden.
  • Entlassung Dargestellt werden können insbesondere die Maßnahmen der Krankenhäuser, die sicherstellen, dass eine strukturierte und sichere Weitergabe von Informationen zur Arzneimitteltherapie an weiterbehandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie die angemessene Ausstattung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimittelinformationen, Medikationsplan und Medikamenten bzw.

Die Klinik nutzt unter anderem folgende Instrumente und Maßnahmen zur AMTS:

  • Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses
  • Anwendung von gebrauchsfertigen Arzneimitteln
  • Spezielle AMTS-Visiten

Ausbildung und Fortbildung

Das DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg bildet Studenten im Rahmen der Famulatur und des Praktischen Jahres aus. Die theoretische Ausbildung findet im Bildungszentrum des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg statt. Zudem wird ebenfalls ein umfangreiches innerbetriebliches Fort- und Weiterbildungsangebot vorgehalten. Diese AZWV-Maßnahme ist gem.

Kompetentes Ärzteteam

Das Ärzteteam der Klinik für Psychosomatik besteht aus erfahrenen Fachärzten, darunter:

  • Chefarzt Dr. med. Timo SpechtFA für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und für Innere Medizin, Sozialmedizin

Weitere Fachbereiche im DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg

Das DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg bietet neben der Psychosomatik weitere medizinische Fachbereiche, darunter:

  • Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin (Chefarzt Dr. med. Claus Bolling)
  • Onkologische Erkrankungen der Atmungsorgane, der Niere, der ableitenden Harnwege u. Hämatologie
  • Gynäkologische Krankheiten einschließlich onkologischer Erkrankungen der Brustdrüse und des weiblichen Genitals sowie gyn.

Das DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg ist Mitglied im Brustzentrum Hzgt. Lauenburg.

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