Kurkuma und seine Wirkung auf das Gehirn nach einem Hirninfarkt: Ein Überblick

Ein Schlaganfall, auch Hirninfarkt oder Apoplex genannt, entsteht durch eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn, was zum Absterben von Gehirnzellen führen kann. Um die Risikofaktoren zu minimieren, ist eine gesunde Lebensweise essenziell. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Genussmittel wie Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum. Auch die Behandlung von zugrunde liegenden Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Herzrhythmusstörungen ist von großer Bedeutung.

Die Bedeutung einer gesunden Ernährung zur Schlaganfallprävention

Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu denen auch Schlaganfälle gehören. Täglich sollten Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, während Fett und Zucker eingeschränkt werden sollten. Gesunde Fette, wie sie beispielsweise in raffiniertem Olivenöl, Nüssen und Fisch vorkommen, sind ebenfalls wichtig. Eine gesunde Ernährung trägt dazu bei, die Arterien gesund zu halten und Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) vorzubeugen, in denen sich leicht Blutgerinnsel bilden können.

Übergewicht und Bewegungsmangel als Risikofaktoren

Übergewicht begünstigt die Entstehung zahlreicher Erkrankungen und gilt als Risikofaktor für Schlaganfälle. Eine langfristige Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung sind daher wichtig, um abzunehmen und das Risiko zu senken. Regelmäßige Aktivitäten, wie Walken, Schwimmen, Joggen, Radfahren oder Yoga, können ebenfalls Arteriosklerose und damit einem Schlaganfall vorbeugen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sich an mindestens fünf Tagen in der Woche für jeweils 30 Minuten zu bewegen.

Genussmittel und Stress als zusätzliche Risikofaktoren

Nikotinkonsum verdoppelt das Schlaganfallrisiko, da Nikotin die Blutgefäße verengt und den Blutdruck ansteigen lässt. Auch Alkoholkonsum kann das Gehirn schädigen und das Risiko für Hirnblutungen und Hirnschläge erhöhen. Stress kann den Blutdruck und Cholesterinspiegel erhöhen und die natürliche Abwehr gegen Krankheiten schwächen, was indirekt das Schlaganfallrisiko erhöht.

Natürliche Blutverdünner und ihre potenziellen Vorteile

Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten setzen einige Menschen auch auf natürliche Blutverdünner, um die Arterien freizuhalten. Dazu gehören Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Resveratrol, Nattokinase, Beeren, Vitamin E, Brennnesseltee und Zimt. Diese Nahrungsmittel enthalten bioaktive Verbindungen, die blutverdünnende Eigenschaften haben und gleichzeitig wichtige Nährstoffe liefern, die zu einem gesunden Lebensstil beitragen.

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Kurkuma als potenzieller natürlicher Blutverdünner

Kurkuma, insbesondere der darin enthaltene Wirkstoff Curcumin, gilt als natürlicher Blutverdünner. Ähnlich wie Ingwer weist Kurkuma antioxidative Eigenschaften auf, die oxidativem Stress entgegenwirken können. In einem Versuch an Ratten konnte nachgewiesen werden, dass sich das aromatische Ar-Turmeron positiv auf das Stammzellwachstum auswirkt.

Weitere natürliche Blutverdünner im Überblick

  • Knoblauch: Enthält Allicin, das die Bildung von Blutgerinnseln hemmen und den Blutdruck senken kann.
  • Ingwer: Enthält Gingerol und Shogaol, die die Produktion von Thromboxan hemmen können.
  • Resveratrol: Wirkt ähnlich wie Aspirin, indem es die Aktivität von Blutplättchen hemmt.
  • Nattokinase: Kann Fibrin abbauen, ein Protein, das die Blutgerinnung fördert.
  • Beeren: Enthalten Antioxidantien, Vitamine und andere bioaktive Verbindungen, die potenziell blutverdünnende Eigenschaften haben können.
  • Vitamin E: Kann die Blutplättchenaggregation hemmen und die Bildung von Blutgerinnseln reduzieren.
  • Brennnesseltee: Fördert die Ausscheidung von Wasser und Salz durch den Urin und enthält sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamin C mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.
  • Zimt: Enthält Cumarin, das für seine blutverdünnende Wirkung bekannt ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass natürliche Blutverdünner nur nach ärztlicher Absprache eingesetzt werden sollten.

Medikamenteneinnahme: Worauf ist zu achten?

Bei der Einnahme von Medikamenten gibt es einiges zu beachten, um die Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen. So sollten beispielsweise Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline nicht mit Milchprodukten eingenommen werden, da das Kalzium die Aufnahme des Wirkstoffs verhindern kann. Auch Grapefruitsaft kann bei verschiedenen Medikamenten zu Wechselwirkungen führen. Generell sollten Medikamente mit Wasser eingenommen werden, da Obstsäfte, Cola oder Heißgetränke die Wirkung beeinträchtigen können.

Neuroprotektion und pflanzliche Wirkstoffe

Der Begriff Neuroprotektion beschreibt Strategien zum Schutz von Nervenzellen vor Schäden und vorzeitigem Absterben. Pflanzen werden seit Jahrtausenden in der Heilkunde genutzt, und die moderne Medizin untersucht zunehmend pflanzliche Wirkstoffe auf ihre neuroprotektiven Eigenschaften. Im Gegensatz zu synthetischen Medikamenten bestehen Pflanzenextrakte aus einem komplexen Gemisch bioaktiver Substanzen, die mehrere krankheitsrelevante Mechanismen gleichzeitig beeinflussen könnten.

Curcumin: Neuroprotektives Potenzial der Kurkuma-Wurzel

Curcumin, der Hauptwirkstoff der Kurkuma-Wurzel, wird intensiv auf seine potenziell schützenden Effekte auf das Nervensystem untersucht. Studien haben gezeigt, dass Curcumin antioxidative, entzündungshemmende und anti-amyloide Eigenschaften besitzt. Es konnte in Alzheimer-Modellen die Ablagerung von Amyloid-Plaques reduzieren und Verhaltensstörungen verbessern. In Parkinson-Tiermodellen zeigte es eine schützende Wirkung auf dopaminerge Neuronen und verbesserte motorische Defizite. Auch in Schlaganfall-Modellen erwies sich Curcumin als vielversprechend, indem es Neuronen vor ischämisch bedingtem Zelltod schützen und kognitive Defizite nach einer Durchblutungsstörung des Gehirns abmildern konnte.

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Weitere vielversprechende Pflanzenstoffe

  • Ginkgo biloba: Besitzt antioxidative, neuroprotektive und durchblutungsfördernde Eigenschaften und wird zur symptomatischen Behandlung von Alzheimer, leichten kognitiven Störungen sowie zur Verbesserung der Hirndurchblutung und Gedächtnisleistung eingesetzt.
  • Grüner Tee: Enthält Polyphenole, insbesondere das Katechin Epigallocatechingallat (EGCG), das antioxidative Enzyme aktivieren und die Amyloid-induzierte Neurotoxizität hemmen kann.
  • Rosmarin: Enthält ätherische Öle, die antioxidative, entzündungshemmende und Anti-Acetylcholinesterase-Aktivitäten aufweisen und potenziell positive Effekte auf das Nervensystem haben könnten.

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