Das St. Augustinus-Krankenhaus in Düren-Lendersdorf bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen. Dieser Artikel fasst Erfahrungen von Patienten, Informationen über die neurologische Abteilung und deren Schwerpunkte zusammen. Ziel ist es, einen umfassenden Einblick in die neurologische Versorgung in Lendersdorf zu geben.
Vielfältige Erfahrungen von Patienten
Die Erfahrungen der Patienten mit der Neurologie in Lendersdorf sind vielfältig. Einige Patienten berichten von sehr positiven Erfahrungen, während andere kritische Stimmen äußern. Es ist wichtig, ein differenziertes Bild zu zeichnen, um die Stärken und Schwächen der neurologischen Versorgung in Lendersdorf zu beleuchten.
Positive Rückmeldungen
Viele Patienten loben die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals, von der Aufnahme bis zur Entlassung. Besonders hervorgehoben werden die ärztliche Betreuung, die Erklärungen der Ärzte und die Zeit, die sie sich für die Beantwortung von Fragen nehmen. Auch die pflegerische Betreuung wird oft als sehr gut und zugewandt beschrieben. Einige Patienten fühlen sich als Mensch wahrgenommen und gut aufgehoben.
Ein Patient berichtet beispielsweise über eine Hüftgelenkersatz-Operation und äußert sich sehr zufrieden mit dem gesamten Prozess, von der Aufnahme bis zur Entlassung. Er lobt das freundliche und hilfsbereite Personal sowie die Ärzte, die sich Zeit für seine Fragen genommen haben. Ein anderer Patient hebt die Kompetenz und Freundlichkeit der Ärzte nach einer Spinalkanalstenose-Operation hervor. Er konnte die Station bereits nach drei Tagen beschwerdefrei verlassen.
Auch die Stroke Unit, die Schlaganfall-Überwachungsstation, wird von einigen Patienten positiv erwähnt. Trotz Personalmangels wird die Betreuung durch das Ärzteteam und die Mitarbeiter in der Pflege als bestens beschrieben. Ein Patient hebt hervor, dass sein Sonderwunsch nach Haferflocken erfüllt wurde.
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Kritische Stimmen
Es gibt auch kritische Stimmen. Einige Patienten berichten von negativen Erfahrungen, insbesondere in Bezug auf die Kommunikation und Organisation. Ein Patient schildert, dass seine Frau mit Verdacht auf Schlaganfall eingeliefert wurde, aber erst nach einer Stunde in der Notaufnahme untersucht wurde. Zudem seien die täglichen Visiten von inkompetenten Ärzten durchgeführt worden, die nicht über die weitere Behandlung informiert waren.
Ein anderer Patient berichtet von einer Fehldiagnose aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse eines Arztes. Nach einem CT-Befund, der einen gutartigen Tumor der Hirnanhangdrüse zeigte, wurde nach einem MRT fälschlicherweise ein bösartiger Hirntumor diagnostiziert.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Schere zwischen der Versorgung von Kassenpatienten und Privatpatienten. Ein Patient berichtet von katastrophalen Zuständen auf der Station für Kassenpatienten, während die Versorgung auf der Privatstation sehr gut war.
Schwerpunkte der Neurologischen Abteilung
Die Neurologische Klinik des St. Augustinus-Krankenhauses hat sich auf die Behandlung und Betreuung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen spezialisiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Schlaganfällen auf der Stroke Unit.
Stroke Unit
Die Stroke Unit ist eine Schlaganfall-Überwachungsstation, auf der Patienten nach einem Schlaganfall intensivmedizinisch betreut werden. Ziel ist es, die Folgen des Schlaganfalls zu minimieren und die Rehabilitation so früh wie möglich zu beginnen. Das Team der Stroke Unit besteht aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Logopäden.
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Weitere neurologische Erkrankungen
Neben Schlaganfällen werden in der Neurologischen Klinik auch andere neurologische Erkrankungen behandelt, wie z.B.:
- Kopfschmerzen (z. B. Migräne, Spannungskopfschmerzen)
- Epilepsie
- Schwindel
- Morbus Parkinson
- Demenzerkrankungen
- Multiple Sklerose
- Funktionsstörungen einzelner oder mehrerer Nerven (z. B. Karpaltunnelsyndrom)
Diagnostik und Therapie
Zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung neurologischer Erkrankungen werden verschiedene elektrophysiologische Untersuchungen, EEG- und Ultraschalluntersuchungen (Doppler und Duplexsonographie) sowie neuropsychologische Testungen durchgeführt.
Elektrophysiologische Untersuchungen
- EEG (Elektroenzephalografie): Eine Untersuchung zur Hirnfunktionsprüfung des Gehirns. Die Messung der spontanen Hirnaktivität erfolgt über Elektroden auf der Kopfhaut. Das EEG wird z.B. in der Diagnostik von Anfallserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Hirnabbauprozessen, Durchblutungsstörungen, Entzündungen oder Tumoren eingesetzt.
- Elektroneurografie: Eine Untersuchung der Funktionsfähigkeit der peripheren Nerven durch Messung der Nervenleitgeschwindigkeit. Durch einen kleinen elektrischen Impuls wird der Nerv gereizt und die Signalweiterleitung an einem Muskel mit Oberflächenelektroden registriert. Die Störung der Nervenleitgeschwindigkeit gibt Hinweise auf Engpasssyndromen (Karpaltunnelsyndrom) oder bei Polyneuropathien.
- Elektromyografie (EMG): Über das Einführen einer dünnen Nadel durch die Haut in den Muskel wird die elektrische Aktivität von Muskeln gemessen. Die Elektromyografie wird bei Schwäche oder Schmerzen der Muskulatur, z.B. bei Bandscheibenvorfällen; Muskelerkrankungen, Polyneuropathien durchgeführt.
- Evozierte Potentiale: Untersuchen die elektrische Aktivität des Gehirns als Antwort auf einfache, wiederholt dargebotene akustische, sensible oder visuelle Reize. Die Reizableitung erfolgt mittels kleiner Nadelelektroden (wie Akupunkturnadeln) von der Kopfhaut. Die Untersuchungen geben Aufschluss über die Leitfähigkeit des Hörnerven, der sensiblen Leitungsbahnen und der Sehbahn bei entzündlichen Erkrankungen (z.B. bei MS).
Neuropsychologische Testungen
Diese Untersuchungsverfahren überprüfen die Wahrnehmung, die Konzentration, die Merkfähigkeit und die Motorik. Sie gestatten eine Aussage z.B. über die Gedächtnisleistung und die räumliche Orientierung und werden beispielsweise eingesetzt in der Diagnostik von Gedächtnisstörungen bei Demenzen oder Depressionen.
Kooperationen und Veranstaltungen
Das St. Augustinus-Krankenhaus kooperiert mit der Uniklinik Aachen/Neurologie. Zudem finden regelmäßig Informationsveranstaltungen zu neurologischen Themen statt. So luden das St. Augustinus-Krankenhaus Düren-Lendersdorf und das St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg zu einem kostenfreien Infoabend rund um das Thema Schlaganfall und Demenz ein. Im Mittelpunkt standen die Themen Schlaganfall und Demenz - zwei Erkrankungen, die im Alter häufig auftreten und für viele Betroffene mit tiefgreifenden Veränderungen im Alltag verbunden sind.
Medizinische Versorgungszentren (MVZ)
Am St. Augustinus-Krankenhaus gibt es mehrere Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit neurologischen Praxen. In diesen Praxen werden alle organischen Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur behandelt.
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Neurologische Praxen im MVZ
- Neurologische Praxis Dr. Dr. med. Frank Brinkmann
- Neurologische Praxis Dr. Dr. med. Martin Brand
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