Neuroborreliose-Behandlungskosten für Privatversicherte, gesetzlich Versicherte und Selbstzahler

Die Behandlung der Neuroborreliose, einer späten Manifestation der Lyme-Borreliose, die das Nervensystem betrifft, kann kostspielig sein. Die Kostenübernahme hängt von der Art der Krankenversicherung ab. Dieser Artikel beleuchtet die Kostenaspekte der Neuroborreliose-Behandlung für Privatversicherte, gesetzlich Versicherte und Selbstzahler in Deutschland.

Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen

Private Krankenversicherungen (PKV) übernehmen in der Regel die Kosten für eine angemessene und notwendige Diagnostik und Therapie der Neuroborreliose. Dies umfasst in der Regel:

  • Ärztliche Beratungen und Untersuchungen: Die Kosten für Arztbesuche, neurologische Untersuchungen und andere diagnostische Verfahren werden in der Regel von der PKV übernommen.
  • Laboruntersuchungen: Die Kosten für Blutuntersuchungen, Liquoruntersuchungen (Nervenwasser) und andere Labortests zur Diagnose der Neuroborreliose werden in der Regel übernommen.
  • Medikamente: Die Kosten für Antibiotika, Schmerzmittel und andere Medikamente zur Behandlung der Neuroborreliose werden in der Regel übernommen.
  • Physiotherapie und Rehabilitation: Die Kosten für Physiotherapie, Ergotherapie und andere Rehabilitationsmaßnahmen zur Verbesserung der neurologischen Funktionen werden in der Regel übernommen.
  • Stationäre Behandlung: Wenn eine stationäre Behandlung erforderlich ist, werden die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung in der Regel von der PKV übernommen.

Es gibt jedoch einige private Krankenkassen und Tarife, die nicht alles erstatten oder andere Einschränkungen vorsehen. Daher ist es wichtig, die Versicherungsbedingungen sorgfältig zu prüfen und sich vor Behandlungsbeginn mit der PKV in Verbindung zu setzen, um die Kostenübernahme zu klären. Das Landgericht Köln hat in einem aktuellen Verfahren darüber entschieden, unter welchen Voraussetzungen eine private Krankenversicherung die Kosten für die Behandlung der Folgen einer Borreliose-Infektion zu übernehmen hat. Wichtig ist, dass eine Kostenübernahme für Borrelienbehandlungen nur erfolgen kann, wenn eine Borreliose medizinisch nachgewiesen ist. Hier werden jedoch häufig Fehldiagnosen gestellt, weil viele Ärzte mit der Diagnostik einer Borrelieninfektion nicht vertraut sind. Es kann sich daher lohnen, Ablehnungsentscheidungen der Versicherer zu überprüfen.

Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen

Gesetzliche Krankenkassen (GKV) übernehmen die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen im Rahmen des Leistungskatalogs. Da die Neuroborreliose eine anerkannte Erkrankung ist, werden die Kosten für dieStandarddiagnostik und -therapie in der Regel von der GKV übernommen.

Allerdings gibt es einige Besonderheiten:

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  • Nicht-vertragliche Ärzte: Einige Ärzte, die sich auf die Behandlung der Neuroborreliose spezialisiert haben, sind keine Vertragsärzte der GKV. In diesem Fall müssen Patienten die Behandlungskosten zunächst selbst tragen und können dann versuchen, eine Erstattung von ihrer GKV zu erhalten. Es gibt jedoch gesetzliche Krankenkassen, die Kosten im Einzelfall ganz oder teilweise übernehmen. Hierzu müssen Sie sich mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse abstimmen.
  • Alternative Behandlungsmethoden: Einige alternative Behandlungsmethoden, die von manchen Ärzten und Heilpraktikern zur Behandlung der Neuroborreliose eingesetzt werden, sind nicht Teil des Leistungskatalogs der GKV. In diesem Fall müssen Patienten die Kosten für diese Behandlungen selbst tragen. Die Borreliosebehandlung in der Praxis Dr. med. Adrian Stoenescu und diese von ihm speziell für Sie erstellte Therapiekur basieren nicht auf den S3-Leitlinien zur (Neuro)Borreliose der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2018, sondern auf den deutschen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Borreliose e.V.

Ein Sachverhalt: Bei dem 26-Jährigen gesetzlich versicherten Mandanten bestand aufgrund diverser seit Kindheitstagen erinnerlichen Zeckenstiche, anschließend aufgetretenen Erythema migrans („Wanderröte“) und einschlägiger klinischer Symptomatik der dringende Verdacht einer nicht hinreichend therapierten bzw. Verfahren: Die Mobil Oil Betriebskrankenkasse lehnte die beantragte Ganzkörperhyperthermie nach Konsultation des MDK zunächst durch Bescheid vom 05. November 2019 ab.

Kosten für Selbstzahler

Patienten, die die Kosten für die Neuroborreliose-Behandlung selbst tragen, müssen mit erheblichen Ausgaben rechnen. Die Kosten können je nach Art und Umfang der Behandlung stark variieren.

Einige Beispiele für Kosten, die für Selbstzahler anfallen können:

  • Ärztliche Beratungen und Untersuchungen: 100 bis 300 Euro pro Stunde
  • Laboruntersuchungen: 50 bis 500 Euro pro Test
  • Medikamente: 50 bis 500 Euro pro Monat
  • Physiotherapie und Rehabilitation: 50 bis 100 Euro pro Sitzung
  • Stationäre Behandlung: 500 bis 2000 Euro pro Tag

Gelegentlich entschließen sich Patienten, die Kosten einer der Behandlung selbst zu tragen. In diesem Fall wird für Sie ein individueller Kostenvoranschlag erstellt.

Diagnostische Verfahren und ihre Kosten

Die Diagnose der Neuroborreliose kann komplex sein und verschiedene diagnostische Verfahren erfordern. Die Kosten für diese Verfahren können je nach Labor und Arzt variieren.

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  • Borrelien-Suchtest: Wir empfehlen, direkt nach dem Zeckenbiss Ihr Blut auf Antikörper testen zu lassen und bei Auftreten von Symptomen (einige Wochen später) einen zweiten Antikörper Suchtest vornehmen zu lassen. Für eine sichere Diagnose ist eine Blutentnahme direkt nach dem Zeckenbiss sinnvoll, da sich Antikörper erst nach 4-6 Wochen bilden und man so den Antikörperstatus vor dem Zeckenbiss erfährt. Treten nach einigen Wochen Symptome auf, kann mit einer zweiten Blutentnahme bestimmet werden, ob sich Antikörper als Reaktion auf den Zeckenbiss gebildet haben oder schon vorher im Blut waren.
  • Antikörperbestimmung (IFT, ELISA, Immunoblot): In entsprechenden Laboren kann mittels verschiedener Verfahren auf spezifische Antikörper unterschiedlicher Infektionen getestet werden. Im Allgemeinen hat der Immunblot eine vergleichsweise höhere Spezifität und Sensitivität als die IFT- und ELISA-Techniken. Die ELISA-Antikörper sind von geringer Spezifität und geringer praktischer Bedeutung. Der Immunblot-Test ist spezifisch, kann jedoch nicht zwischen aktiver und vergangener “inaktiver” Infektion unterscheiden. Außerdem kann die Bildung von Antikörpern gegen Borrelia burgdorferi zum Beispiel durch eine Antiobiotika-Therapie ausbleiben oder vollständig unterdrückt werden. Ein Labortest zur Diagnose kostet nochmal zwischen 40 und 160 Euro.
  • Lymphozytentransformationstest (LTT): Nach umfangreichen Voruntersuchungen und Erprobung an mehr als 3000 Patienten kann der Lymphozytentransformationstest mit Borrelien-Testantigenen (LTT-Borrelien) als zusätzliches diagnostisches Kriterium zum Nachweis einer aktuell aktiven Borrelieninfektion dienen. Dabei wird die zelluläre Immunantwort von im Blut zirkulierender Lymphozyten auf Borrelienproteine nachgewiesen. Der Test fällt dann positiv aus, wenn borrelienspezifische T- Lymphozyten im Blut des Patienten vorhanden sind. Diese weisen darauf hin, dass sich das Immunsystem zum Zeitpunkt der Blutabnahme in einer immunologischen Auseinandersetzung mit dem Erreger befindet. Erfolgt daraufhin eine effektive antibiotische Behandlung, wird der LTT- Borrelien ca. 4 bis 6 Wochen nach Therapie überwiegend negativ bzw. es kommt zumindest zu einem signifikanten Rückgang der Stimulationsquotienten (SI- Werte). Das Ergebnis des LTT-Borrelien gibt damit dem behandelnden Arzt einen Hinweis über die Effektivität der antibiotischen Therapie bei dem jeweiligen Patienten. Die von uns durchgeführten Untersuchungen im Rahmen der Validierung des LTT´s im Institut für Medizinische Diagnostik zeigen eine Sensitivität der Methode vor antibiotischer Behandlung von 89,4%. Die Spezifität betrug bei seronegativen Patienten/Probanden 98,7% und bei seropositiven Patienten 91,6%. von Baehr et al. The lymphocyte transformation test for borrelia detects active lyme borreliosis and verifies effective antibiotic treatment. Open Neurol J. 2012;6:104-12. Die Ergebnisse zeigen, dass der LTT auch bei lege artis durchgeführter Methodik keine 100%ige Spezifität hat, was bei der Beurteilung der Gesamtheit von Laborbefunden Beachtung finden muss. Ein negativer Befund im LTT-Borrelien-Test schließt eine aktive Infektion allerdings nicht sicher aus. LTT Test: Der Lymphozytentransformationstest (LTT) zeigt an, ob zum Zeitpunkt der Blutabnahme noch eine Belastung mit dem Erreger besteht und wird in der Komplementärmedizin häufig eingesetzt. Schulmedizinisch ist er, aufgrund mangelnder Spezifität, nicht anerkannt. Somit müssen die Kosten selbst getragen werden.
  • EliSpot: Hier setzt der sogenannte EliSpot-Test an. Der enzymgekoppelte immunabsorbierende Spot ist ein Test, bei dem die Häufigkeit der Zytokinsekretion für eine einzelne Zelle quantitativ gemessen wird. Sobald die Borrelien im Körper inaktiv sind, sollte die Immunantwort zeitnah zur Ruhe kommen und der Test entsprechend negativ ausfallen. Da der Antikörper-Titer, die Menge eines Antikörpers, die gerade noch eine biologische Reaktion hervorruft, bis zu Monaten und sogar Jahren nach einer Infektion mit Borrelien im Blut bleiben kann, lassen sich weder Diagnose, noch Therapieerfolg ausschließlich mit Bestimmung von entsprechenden Antikörpern überprüfen. Nach einigen Infektionen mit offensichtlichen Symptomen, wie Wanderröte, etc. dauert es wiederum Tage und manchmal Wochen, bis die spezifische Antikörper gebildet werden. So kann der Nachweis von Borrelien-Antikörpern, wegen mangelhafter Standardisierung und geringer Sensitivität von ELISA- und Immunoblot-Tests, trotz tatsächlicher Infektion negativ sein. Der Borrelien EliSpot-Test ist eines der empfindlichsten verfügbaren zellulären Testverfahren und kann diese diagnostische Lücke sowohl bei akuter, als auch chronischer Borreliose, durch das Anzeigen der Erregeraktivität, schließen.
  • TickPlex Immunoassay für persistierende Formen: Der akkreditierte TICKPLEX® Borreliose Test sucht nach pathogenen Borrelien-Arten und enthält, verglichen mit den Standard-ELISA- Tests eine Vielzahl an mikrobiellen Antigenen sowie die Antigene der Zysten- bzw. Persisterform (Ruheformen).
  • NK-Zellen CD57+: Bei CD57+ Zellen handelt es sich um spezielle weiße Blutzellen, die mit einer intakten Funktion des zellulären Immunsystems verknüpft sind und das Ausmaß der Immunsuppression bei einer chronischen Borrelien-Infektion dokumentieren. Die CD57+ Zellen gelten als ein prognostischer Laborparameter während und nach der Behandlung von chronischen Borrelien-Infektionen - bei chronischer Borreliose ab einer Krankheitsdauer von >1 Jahr sind sie immer vermindert, was jedoch nicht Borrelien-spezifisch ist, sondern auch bei anderen chronischen Infektionen und allgemeiner Immunschwäche auftreten kann. Die verminderte Anzahl der CD57+ Zellen bleibt bestehen, bis eine Linderung der Symptome durch entsprechende Therapieformen erreicht wird.
  • Zecken Test: Sie können die tote oder lebendige Zecke per Post ins Labor schicken. Wie funktioniert es, eine Zecke auf Borreliose testen zu lassen? Nur wenn bei der eingeschickten Zecke der PCR-Test auf Borrelien positiv ist, müssen Sie bei sich auf Borreliose Symptome achten, vor allem, ob um die Einstichstelle eine kreisförmige Wanderröte, die Erythema migrans, entsteht. Die Zecke auf Borrelien zu testen, hat den Vorteil, dass Sie das Ergebnis bereits nach wenigen Tagen haben.
  • Weitere Untersuchungen: Routine-Laboruntersuchungen und viele technische Untersuchungen wie EKG, CT, NMR und Nervenwasseruntersuchungen bleiben häufig ohne wegweisenden Befund.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Diagnose der Neuroborreliose im Frühstadium überwiegend nach klinischen Kriterien erfolgen sollte. Antikörper sind erst bis zu acht Wochen nach der Infektion nachweisbar. Zu beachten ist aber, dass eine nicht geringe Zahl klinisch symptomatischer Fälle aller Stadien serologisch nicht eindeutig zu beurteilen ist und auch deshalb der klinischen Diagnose die größte Bedeutung zukommt. Außerdem weist der positive Nachweis von borrelienspezifischen Antikörpern lediglich nach, dass in der Vergangenheit eine Borrelieninfektion erfolgte, ob diese zum Zeitpunkt der Untersuchung noch aktiv ist oder die Erreger durch das Immunsystem bzw. eine Therapie eliminiert wurden, kann mit serologischen Methoden nicht entschieden werden. Damit kann auch die Diagnosestellung der Borreliose im Stadium II/III schwierig werden. Hinzu kommt, dass serologische Testmethoden wegen des Polymorphismus der spezifischen Borrelienantigene bis jetzt nicht ausreichend standardisiert wurden und die Beurteilung der Immunoblot-Ergebnisse viel Erfahrung des durchführenden Labors erfordert.

Behandlungsmethoden und ihre Kosten

Die Behandlung der Neuroborreliose umfasst in der Regel eine Antibiotikatherapie. Die Kosten für die Antibiotika können je nach Art des Medikaments und der Therapiedauer variieren. Bei eindeutig diagnostizierter akuter Borreliose sollte eine Antibiotika-Therapie (Doxycyclin) über 14 Tage erfolgen, um alles zu tun, den Erreger in einem frühen Stadium unschädlich zu machen.

Zusätzlich zur Antibiotikatherapie können weitere Behandlungen erforderlich sein, um die Symptome der Neuroborreliose zu lindern und die neurologischen Funktionen zu verbessern. Dazu gehören:

  • Schmerzmittel: Zur Linderung von Schmerzen
  • Physiotherapie: Zur Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination
  • Ergotherapie: Zur Verbesserung der Alltagskompetenzen
  • Psychotherapie: Zur Bewältigung psychischer Probleme wie Depressionen und Angstzustände

Die Kosten für diese zusätzlichen Behandlungen können je nach Art und Umfang der Behandlung variieren. Ohne Wanderröte würden die Ärzte ihnen in der Regle auch keine Diagnose stellen. Deshalb seien die Menschen gezwungen, sich privat behandeln zu lassen. Dafür müssten sie teilweise Hunderte Kilometer zurücklegen. „Für ihre Medikamente zahlen die Leute bis zu 500 Euro im Monat“, sagt Winkler.

Alternative und komplementäre Behandlungsmethoden

Einige Patienten suchen nach alternativen und komplementären Behandlungsmethoden zur Behandlung der Neuroborreliose. Diese Methoden sind jedoch oft nicht wissenschaftlich belegt und werden nicht von allen Ärzten empfohlen. Wenn die Borreliose ins chronische Stadium übergegangen ist, können Antibiotika in der Regel nicht mehr viel ausrichten. Die Ausbreitung von Borrelien im Körper können Sie in diesem Stadium aber trotzdem beeinflussen. Denn es gibt gewisse Umweltbedingungen, die Borrelien ganz und gar nicht mögen. Sie machen es diesen Bakterien deutlich schwerer sich im Körper zu vermehren.

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Einige Beispiele für alternative und komplementäre Behandlungsmethoden:

  • Hyperthermie: Borrelien sind sehr hitzeempfindlich. Bei hohen Temperaturen werden sie zunehmend inaktiv und sterben ab. Um die Anzahl an Borrelien im Körper zu reduzieren, können deshalb Sauna, heiße Bäder, Infrarotkabine oder auch Schwitzkuren hilfreich sein. Aber Vorsicht: große Hitze stellt auch eine besondere Belastung für das eigene Herz-Kreislaufsystem dar. Tasten Sie sich deshalb immer langsam und vorsichtig an höhere Temperaturen heran und besprechen Sie Ihr Vorhaben am besten auch mit Ihrem betreuenden Heilpraktiker oder Hausarzt. Mit dem Verfahren der sogenannten Hyperthermie ist es möglich den gesamten Körper über mehrere Stunden auf eine Temperatur von etwa 41,6 Grad zu erhitzen. Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts, sterben Borrelien oberhalb dieser Temperaturen relativ zuverlässig ab.
  • Ernährungsumstellung: Ein basisches Körpermilieu macht Borrelien angreifbarer. Bei den meisten von uns ist der Körper jedoch viel zu sauer. Um den Säure-Basen-Haushalt in Richtung basisches Milieu zu regulieren, ist es wichtig die Ernährung auf eine vollwertige und pflanzenbasierte Kost umzustellen.
  • Stärkung des Immunsystems: Je stärker das eigene Immunsystem ist, umso schwerer haben es die Borrelien. Tun Sie deshalb alles um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken: Ernähren Sie sich gesund. Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf. Vermeiden Sie Stress und achten Sie auf Entspannung. Darüber hinaus können auch spezielle Mikronähstoffe, wie B- und D-Vitamine, L-Carnitin sowie Omega-3 -Fettsäuren helfen die eigene Immunkraft zu fördern.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Neurogesan B Komplex acitve Gold, 60 KapselTäglich 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit einnehmen+Vitamin D3 Tropfen (ausreichend für 3 Monate)Täglich morgens 1 Tropfen. 1 Tropfen enthält Vitamin D3 1.000 I.E. +ImmunoMyk, 90 Kapseln (3 Packungen für 3-Monats-Kur)Täglich 3 x 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen. Die Vitalpilze Reishi und Shiitake besitzen aktivierende Effekte auf Lymphozyten, Leukozyten und natürliche Killerzellen +AC7 Komplex, 120 Kapseln (3 mal 120 Kapseln für 4-monatige Kur) Täglich 3 x 1 Kapsel mit viel Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen. Extrakt aus Thymian, Salbei, Lavendel, Granatapfel, Rosmarin, Oregano und Berberitzen. Traditionell werden ausgewählte Kräuter- und Pflanzenextrakte zum Schutz vor unerwünschten Mikroorganismen im Körper - und nach häufigen Antibiotikagaben - eingesetzt.+Omega 3 forte 700, 90 Kapseln ( 2 Packungen für 3 Monate)Täglich 2 Kapseln mit viel Flüssigkeit zu einer Mahlzeit einnehmen.

Die Kosten für alternative und komplementäre Behandlungsmethoden werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen.

Prävention von Borreliose

Der beste Schutz vor Borreliose ist, das Risiko zu minimieren, gestochen zu werden bzw. die Zecke über mehrere Stunden auf der Haut zu tragen. Bei Aufenthalt im Grünen und vor allem im hohen Gras oder im Wald sollte man die Hosen in die Strümpfe stecken, Kopfbedeckung und möglichst helle Kleidung tragen. Anschließend die Kleidung und den gesamten nackten Körper absuchen. Bei Kindern vor allem den Kopf-, Nacken- und Schulterbereich absuchen. Die jugendlichen Zecken, die zu 80 Prozent an Menschen gefunden werden, sind so klein wie ein Mohnsamen und können besser ertastet als gesehen werden.

Weitere Präventionsmaßnahmen:

  • Zeckenentfernung: Entfernen Sie die Zecke vorsichtig mit einer Zeckenzange, einer Zeckenkarte oder einer Pinzette, möglichst ohne die Zecke zu verletzen. Packen Sie dazu die Zecke möglichst nah an Ihrer Haut, versuchen Sie die Zecke dabei nicht zu zerquetschen und ziehen (nicht drehen) Sie sie heraus. Eine genaue Anleitung zur Zeckenentfernung finden Sie hierPacken Sie die tote oder noch lebende Zecke in einen kleinen Plastikbeutel, z. B. einen Gefrierbeutel, und verschießen Sie diesen gut, kleben Sie ihn am besten mit Tesafilm zu. Alle Informationen zum Borreliose-Test der Zecke (Kosten und Ablauf) finden Sie hierSie erhalten bereits nach wenigen Tagen ein Ergebnis.
  • Zeckentest: TestBestimmung von Borrelien, Babesien, Anaplasmen, FSME, Bartonella spp. Nicht jeder Zeckenbiss führt zu einer Infektion. Falls Sie jedoch die typische Wanderröte um die Einstichstelle bemerken oder ein bläulich-rotes Lymphozytom, sollten Sie zum Arzt gehen.
  • Blutentnahme: Wichtig: Wir empfehlen eine erste Blutentnahme direkt nach dem Zeckenbiss und eine zweite Blutentnahme nach 4-6 Wochen oder bei Auftreten von Beschwerden. Vereinbaren Sie außerdem online innerhalb weniger Tage nach dem Zeckenbiss einen Termin in einem Mein Direktlabor in Ihrer Nähe zur Blutentnahme. Mit diesen Blutwerten haben wir einen „Status quo“, wir wissen, wie viele Antikörper gegen Borrelien Sie vor dem Zeckenstich im Blut hatten.

Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen

Für Betroffene und Angehörige gibt es zahlreiche Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, die Informationen und Unterstützung anbieten.

Borreliose-Betroffene haben oft eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich, bis die Diagnose gestellt wird. Patienten werden teils als Hypochonder bezeichnet, die an „Internet-Borreliose“ leiden. Als Konrad Winkler 1983 im Spreewald bei Golßen von einer Zecke gebissen wurde, war das alles noch unerforscht. Erst in den 80er-Jahren wurde die Krankheit im US-amerikanischen Ort Lyme entdeckt. Winkler schleppte sich mit Gelenkschmerzen und einer Arthritis zur Arbeit, später hatte er Konzentrationsstörungen und konnte kaum noch lesen. Als er 1998 auf der Arbeit zusammenbrach, sprachen die Ärzte schlicht von Überarbeitung. Erst eine Berliner Hausärztin entdeckte schließlich die Borreliose. Viele Kassen zahlen nicht „Der Begriff war für mich völlig unklar“, erinnert sich Winkler. Weil er nicht sein Leben lang auf Schmerzmittel und Antibiotika angewiesen sein wollte, informierte er sich über Naturheilkunde. Auf eigene Kosten probierte er zwei Jahre lang alles Mögliche aus: Aloe Vera, Brennnessel-Aufgüsse und Kältekammer, später Blutegel und Reittherapie. Für ihn funktioniert das bis heute gut, aber: „Irgendwann ist der finanzielle Rahmen gesprengt.“

Die Borreliose-Selbsthilfegruppe Potsdam trifft sich in den Räumen des SEKIZ e.V. in der Hermann-Elflein-Straße 11. Die nächsten Termine sind jeweils mittwochs am 11. März, 8. April, 13.Mai, 10. Juni und 8. Juli von 19 bis 20.30 Uhr. Erreichbar ist sie auch telefonisch unter (0331) 243 705 71.

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