Das menschliche Gehirn ist ein faszinierendes Organ, das uns ermöglicht, zu fühlen, zu denken und zu handeln. Um die komplexen Prozesse im Gehirn zu verstehen, gibt es das Fach-Bilderbuch „Lotta und Leopold erklären das Gehirn“ von Imke Urmoneit, das sich an Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sowie an Eltern, Großeltern und Fachkräfte richtet. Dieses Buch bietet einen altersgerechten Einstieg in die Neurobiologie und hilft Kindern, ihre eigenen Emotionen und Verhaltensweisen besser zu verstehen.
Einführung in die Neurobiologie für Kinder
Das Buch „Lotta und Leopold erklären das Gehirn“ behandelt auf spielerische Weise Fragen wie: Warum kann man sich so richtig freuen? Warum hat man manchmal Angst oder wird wütend? Was passiert im Gehirn, wenn Lotta und Leo fernsehen oder Leo heimlich am Handy spielt? Müssen Kinder lernen, sich anzustrengen, um wichtige Fähigkeiten zu erlernen?
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, und ihr Gehirn braucht viele Jahre, um vollständig auszureifen. In dieser Zeit müssen sie viele Herausforderungen meistern, Fähigkeiten üben und benötigen die Unterstützung von Erwachsenen. Das Buch hilft Kindern, die Abläufe in ihrem Gehirn zu verstehen und unterstützt Eltern und Fachkräfte dabei, Kinder auf diesem Weg zu begleiten.
Die Regionen des Gehirns und ihre Funktionen
Imke Urmoneit vermittelt in ihren Seminaren und Büchern die Regionen des Gehirns und ihre Funktionsweise auf anschauliche Weise. Sie verwendet dazu kleine Figuren wie ein Krokodil für den Hirnstamm und das Rumpelstilzchen für die Amygdala (Mandelkern). Diese bildlichen Darstellungen erleichtern das Verständnis der komplexen Zusammenhänge im Gehirn.
Das limbische System
Das limbische System ist für die Verarbeitung von Emotionen zuständig. Hierzu gehört die Amygdala, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Angst spielt. Wenn Kinder beispielsweise Angst haben, wird die Amygdala aktiv und löst eine entsprechende Reaktion aus.
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Der Hippocampus
Der Hippocampus ist für das Lernen und die Gedächtnisbildung zuständig. Er speichert Informationen und ermöglicht es uns, uns an vergangene Ereignisse zu erinnern.
Der Cortex
Der Cortex ist die äußere Schicht des Gehirns und für höhere kognitive Funktionen wie Denken, Planen und Entscheidungen treffen zuständig. Er ermöglicht es uns, komplexe Aufgaben zu lösen und unser Verhalten zu steuern.
Die Entwicklung des kindlichen Gehirns
Das Gehirn von Kindern entwickelt sich über viele Jahre hinweg. In dieser Zeit müssen Kinder viele Fähigkeiten erlernen, um in der Welt zurechtzukommen. Dazu gehört die Fähigkeit, die Welt um sich herum wahrzunehmen, die eigenen Gefühle zu regulieren, nachzudenken und Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.
Herausforderungen und Unterstützung
Die Entwicklung des Gehirns ist ein anstrengender Prozess, der mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Kinder erleben dabei Ängste, Unsicherheiten und Wutausbrüche. Es ist wichtig, dass sie in dieser Zeit die Unterstützung von Erwachsenen erhalten.
Psychoedukation
Die Psychoedukation kann Kindern und Erwachsenen helfen, die Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen. Durch das Wissen um die neurobiologischen Prozesse können Kinder ihre eigenen Emotionen und Verhaltensweisen besser einordnen und lernen, damit umzugehen.
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Die Bedeutung der Neurobiologie für Pädagogik und Beratung
Das Wissen über neurobiologische Grundlagen ist für Pädagogik und Beratung von großem Wert. Es ermöglicht es Fachkräften, Kinder und Jugendliche besser zu verstehen und sie gezielt in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Systemische Familientherapie
Die systemische Familientherapie berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und ihrem Umfeld. Sie kann dazu beitragen,dysfunktionale Muster in Familien aufzudecken und zu verändern.
Pferdegestützte Pädagogik
Die pferdegestützte Pädagogik nutzt die besondere Beziehung zwischen Mensch und Pferd, um Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu fördern. Pferde können als Co-Therapeuten eingesetzt werden, um das Selbstbewusstsein, dieEmpathiefähigkeit und die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Das SCARF-Modell
Das SCARF-Modell von David Rock beschreibt fünf soziale Bedürfnisse, die unser Verhalten beeinflussen: Status, Certainty (Gewissheit), Autonomy (Autonomie), Relatedness (Beziehung) und Fairness. Daniel Mittelstädt zeigte auf, wie wir diese Aspekte im Coaching erkennen und berücksichtigen können - etwa bei der Zielklärung oder in Veränderungsprozessen.
Die hypnosystemische Methode
Daniel stellte die hypnosystemische Methode nach Gunther Schmidt vor. Dabei geht es um das bewusste Aktivieren innerer Ressourcen, oft durch Arbeit mit inneren Bildern und Körperwahrnehmung. Ziel ist es, Menschen aus der Problemtrance in den Lösungsraum zu begleiten.
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Die Frage nach dem Besitz der Welt
Die Frage, wem die Welt gehört, ist eine philosophische Frage, die unterschiedliche Antworten zulässt. Einige Menschen glauben, dass die Welt niemandem gehört, andere meinen, dass sie allen gehört. Wieder andere sind der Ansicht, dass die Welt denjenigen gehört, die sich um sie kümmern und sie schützen.
Verschiedene Perspektiven
Die Meinungen darüber, wem die Welt gehört, sind vielfältig. Einige Zitate aus der Einleitung verdeutlichen dies:
- „Ich denke, dass die Welt zwar einerseits niemandem, aber andererseits uns allen gehört, aber nicht nur uns Menschen, auch der Natur und den Tieren, denn wir sind alle ein fester Teil dieser Welt.“
- „Die Welt gehört sich selbst. Sie kann über sich bestimmen.“
- „Die Welt gehört dir. Denn du kannst selbst entscheiden, was du mit der Welt machst.“
- „Die Welt gehört entweder allen oder keinem. Wir sind nur Gäste auf dieser Welt.“
Verantwortung für die Welt
Unabhängig davon, wem die Welt gehört, tragen wir alle eine Verantwortung für sie. Wir müssen unsere Entscheidungen gut überdenken und uns fragen, ob sie wirklich sinnvoll sind und ob wir sie am Ende bereuen werden. Denn auch wenn wir nur ein kleiner Teil der Welt sind, können wir Großes verändern.