Der Alltag kann oft stressig und eintönig sein. Was gibt es da Besseres, als mit einem herzhaften Lachen die Stimmung aufzuhellen? Lustige Sprüche sind ein probates Mittel, um den grauen Alltag aufzulockern und für gute Laune zu sorgen. Ob freche Bemerkungen, witzige Lebensweisheiten oder einfach nur alberne Wortspiele - Humor ist vielseitig und findet in vielen Situationen seinen Platz.
Lustige Sprüche für den Alltag
Lustige Sprüche sind die perfekte Möglichkeit, Spaß in einen sonst langweiligen Alltag zu bringen. Sie können uns daran erinnern, die kleinen Dinge im Leben nicht zu ernst zu nehmen und auch mal über uns selbst zu lachen. Hier einige Beispiele:
- "Wer sagt, dass man nachts nichts essen soll?"
- "Was sagt der Hammer zu einem Daumen?"
- "Bei dieser Kälte muss man sich genau überlegen, mit welchem Gesichtsausdruck man rausgeht."
- "Immer diese neidischen Blicke im Fitnessstudio."
- "Ich fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen! Also ok, keine Bäume. Bambus vielleicht. Oder Gras."
- "Jeder hat doch so seine Kramschublade."
- "Ich mache momentan drei Diäten. Eine reicht nicht."
- "Ich brauche keine gute Figur. Ich brauche gute Laune."
- "Ich atme. Das ist Sport genug."
Witzige Geburtstagsgrüße
Lustige Sprüche eignen sich auch perfekt für Geburtstage. Sie lockern die Stimmung auf und zaubern dem Geburtstagskind ein Lächeln ins Gesicht. Hier ein paar Ideen:
- „Herzlichen Glückwunsch! Mögest du immer einen Grund zum Lachen haben.“
- „Mit jedem Jahr wirst du weiser - oder vergesslicher.“
- „Happy Birthday! Auf ein weiteres Jahr voller unvergesslicher Momente.“
- „Wieder ein Jahr älter? Keine Panik, du bist wie guter Wein - je älter, desto besser!“
- „Vergiss die Falten, du strahlst von innen! Alles Liebe zum Geburtstag!“
- „Glückwunsch! Lass es krachen und feier ordentlich!“
- „Lächle. Es ist dein Geburtstag!“
- „Keine Panik! Mit jedem Jahr kommen mehr Erfahrung oder mehr graue Haare dazu.“
- „Statistiken zeigen: Wer mehr Geburtstage hat, lebt länger.“
- „Du bist jetzt im perfekten Alter. Du bist alt genug, um es besser zu wissen, aber jung genug, um es trotzdem zu tun.“
Geburtstagssprüche dürfen lustig sein. Schließlich ist es ein „Feiertag“ im Wortsinn! Was gibt es Schöneres, als den Tag mit Sonnenschein und einem guten Morgen Spruch zu beginnen?
Sarkasmus und Ironie: Wenn der Humor etwas schärfer wird
Sarkasmus ist nicht für jeden etwas, doch er ist definitiv lustig. Diese Art von Humor spielt oft mit dem Gegenteil des Gesagten und kann eine Situation auf humorvolle Weise entlarven. Hier einige Beispiele:
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- „Mein Arzt sagt, ich soll mehr Gemüse essen. Also habe ich beschlossen, Pizza mit Peperoni zu bestellen.“
- „Es tut mir leid, dass ich deine Gefühle verletzt habe, als ich gesagt habe, du seist dumm. Ich dachte, du wüsstest das bereits.“
- "Ich mag Ironie. Sie ist wie ein guter Wein - je älter, desto besser."
Sarkasmus ist aber speziell. Nicht jeder mag sarkastische Sprüche.
Humor im Arbeitsalltag
Auch auf der Arbeit musst du dir das Lachen nicht verkneifen. Umso wichtiger, dass wir einen stressigen und anstrengenden Job mit lustigen Sprüchen auf der Arbeit aufwerten. Ein bisschen Humor darf im Arbeitsalltag nicht fehlen! Hier ein paar Sprüche für den Büroalltag:
- „Ich bin nicht gestresst und genervt. Ich bin hochmotiviert, mein Potential auszuschöpfen.“
- "Chef: Warum arbeiten Sie nicht? Ich bin im Energiesparmodus."
- „Ich hatte noch keinen Kaffee und der Chef will schon mit mir reden. Das ist Körperverletzung.“
- „Wie viele Menschen arbeiten in deinem Unternehmen? Ungefähr die Hälfte.“
- „Heute Morgen den Chef gefragt, ob ich später zur Arbeit kommen kann. Er meinte, das wäre kein Problem, ich solle doch einfach morgen kommen.“
- „Was ich davon halte? Ich habe Tinnitus im Auge. Ich sehe nur Pfeifen.“
- "Die Arbeit ist schon ernst genug."
Geschlechterklischees auf die Schippe genommen
Es gibt viele Klischees zu Männern und Frauen. Über Männer und Frauen gibt es unzählige Vorurteile, Geschlechterklischees und Witze. Hier einige Beispiele:
- „Männer sind wie Parkplätze. Die guten sind immer besetzt.“
- „Warum tragen Männer einen Schlips? Damit sie beim Denken nicht wegrutschen.“
- „Meine Frau geht gerade Brötchen holen und sagt, wenn sie zurückkommt, sei der Tisch gedeckt. Ich glaube, ich bestelle lieber Pizza.“
- „Warum sind Männer wie Wolken? Wenn sie sich verziehen, wird’s ein schöner Tag.“
- „Wie nennt man einen intelligenten, sensiblen Mann? Ein Gerücht.“
- „Wenn ein Mann sagt, dass er etwas repariert, dann repariert er das auch. Man muss ihn nur bis 22 Uhr daran erinnern.“
- „Warum merken Frauen immer alles? Weil sie sonst nichts zu tun haben.“
- „Frauen sind wie Computer. Keiner versteht sie, aber man kann nicht ohne sie leben.“
- „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Hauptsache, er muss nicht bügeln.“
Lustige Lebensweisheiten
Auch Lebensweisheiten können lustig sein. Sie bringen uns zum Nachdenken und regen uns gleichzeitig zum Schmunzeln an. Hier einige Beispiele:
- „Manche Menschen sind wie Wolken. Wenn sie sich verziehen, wird’s ein schöner Tag.“
- „Das Leben ist zu kurz, um ernst zu sein.“
- „Früher war alles leichter. Heute ist es einfacher.“
- „Kein Besuch, kein Erbe. So einfach ist das.“
Wenn Gespräche nerven: Strategien für den Ausstieg
Gerade jetzt, wo auch viel über Politik gestritten und diskutiert wird, sind einige in der SWR3 Community genervt. Gemeinsam mit der SWR3 Community haben wir in SWR3 MOVE mögliche Sprüche und Strategien gesammelt, mit denen wir aus unangenehmen Gesprächen möglichst ohne Streit rauskommen.
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Du hängst in einem Gespräch fest, das du beenden willst? Aber dir fehlen die Worte? Natürlich ist es wichtig, auch mal hitzige Debatten zu führen und gut zu streiten. Es gibt aber auch Gespräche, die verlaufen irgendwie nicht so, dass es noch Spaß macht, sie weiterzuführen. Gerade bevor ein Streit zum Beispiel bei einem Familientreffen eskaliert, kann eine gute Exit-Strategie viel wert sein.
Hier sind die besten Sprüche und Strategien, um aus doofen Gesprächen galant zu fliehen:
- Der Klassiker: "Entschuldigung, ich muss mal kurz telefonieren/etwas erledigen."
- Streittypen erkennen: Zu wissen, welcher Streittyp man selbst und der andere ist, kann übrigens auch helfen. Vor allem bei Leuten, mit denen du öfter diskutierst, ist das interessant - in einer Beziehung, unter Freunden oder der Familie. Sprecht ihr beim Streiten eine Sprache, oder sprecht ihr aneinander vorbei?
- Ablenkungsmanöver: „Haben wir nicht eine schöne Lampe?“ hat wohl auch schon öfter funktioniert, um Gespräche zu beenden und nicht weiter zu streiten.
- Relativieren: „Vom Mond aus betrachtet hat das ganze gar keine so große Bedeutung“ …
- Fragen zu unnützem Wissen: Fragen zu unnützem Wissen die Aufmerksamkeit vom Streitthema wegbringen können.
- Haushaltstipps: Was auch oft funktioniert, ist das Ablenken mit Haushaltstipps, zu denen jeder etwas zu sagen hat. Viele haben uns geschrieben, dass sie folgende Frage stellen: „Kann man Brot eigentlich einfrieren?“ Und schon ist das nächste Gesprächsthema gefunden - sicherlich auch sehr leidenschaftlich diskutiert, weil jeder da seine eigene Methode haben wird.
- Die Ausrede: „Ich muss aufs Klo“ - also abhauen, Handy rausholen und diese Liste (die du dir bestimmt schon für solche Situationen gespeichert hast) durchlesen. Lass dir Zeit. Dann kannst du zurückkommen und hoffen, dass das Thema sich von allein erledigt hat.
Weitere lustige Sprüche und Bemerkungen
- „Meine Laune ist im Keller. Ich gehe mal runter und schaue, ob sie noch lebt.“
- „Das sind keine Augenringe. Das ist der Schatten meiner außergewöhnlichen Persönlichkeit.“
- „Bin gerade genervt. Brauche Schokolade.“
- „Habe meinem Freund einen Limonadenwitz erzählt. Er war sauer.“
- „Ich brauche keinen Mittelfinger. Ich kann das auch mit den Augen.“
- „Wer sagt, dass man nachts nichts essen soll? Die Waage.“
- „Mich braucht jeder! Manche als Vorbild, andere als abschreckendes Beispiel.“
- „Habe mir vorgenommen, jeden Abend vor dem Schlafengehen 20 Liegestütze zu machen. Bisher ist es bei der Vornahme geblieben.“
- „Ich liebe Schuhe. Man kann nie genug davon haben.“
- „Ich habe nicht das Problem, morgens aufzustehen. Ich habe das Problem, überhaupt aufzustehen.“
- „Auch mit 60 kann man noch 40 sein. Aber nur noch eine halbe Stunde am Stück.“
- „Habe beim Lernen einen Textmarker benutzt. Jetzt leuchtet mein Gehirn.“
- „Herr, bitte schmeiß Hirn oder Steine. Egal, was. Hauptsache, du triffst.“
- „Eines Tages putz‘ ich mal die Fenster. Aber nicht heute.“
- „Natürliche spreche ich mit mir selbst. Manchmal brauche ich einfach kompetente Beratung.“
- „Ab heute werde ich nur noch positiv denken. Mal sehen, wie lange das gut geht.“
Kinderwitze zum Auflockern
FINN und Lotte lieben Witze! Hier sind einige Beispiele:
- Häschen kommt zum Bäcker. Es fragt: „Haddu 500 Bröötchen?“ Der Bäcker ist verwundert und sagt nein. Am nächsten Morgen kommt Häschen wieder: „Haddu 500 Bröötchen?“ Der Bäcker sagt nein.
- In einem Haus wohnten drei Leute: Keiner, Niemand und Blöd. An einem Tag klaute Keiner dem Blöd eine Uhr. Blöd ging daraufhin zur Polizei und sagte: „Keiner hat meine Uhr geklaut und Niemand hat es gesehen!“ Der Polizist antwortet: „Sind Sie blöd?“ Darauf Blöd: „Ja!
- Es gingen einmal ein Apfel, eine Banane und eine Zigarette spazieren. Da sagt der Apfel: „Das ist immer so doof, die Menschen essen mich immer auf!“ Da sagt die Banane: „Das ist noch gar nichts. Bei mir ziehen sie erst die Haut ab und dann essen sie mich.“ Da sagt die Zigarette: „Das ist noch gar nichts, Leute. Bei mir zünden sie erst das Köpfchen an und dann ziehen sie an mir.“
- Was ist grün und liegt im Sarg? Naaa? Ein Friedhofsgurke!
- Was ist grün, glücklich und hüpft übers Gras? Hmmm? Eine Freuschrecke!
- Während der Schulleiter in der Klasse den Unterricht prüft, wird er durch lautes Geschrei aus der Nachbarsklasse gestört, sodass er wutschnaubend hinüberläuft, sich den größten Schreihals packt und ihn in seine Klasse mitnimmt. Nebenan wird es still und plötzlich klopft es an der Tür. Der Schulleiter öffnet und der Lehrer der Nachbarklasse steht da und fragt: „Entschuldigung, Herr Direktor, aber wer beantwortet jetzt die Rechenaufgabe?“
- Mama liegt krank im Bett. Sie fragt: „Lea, kannst du mir ein Glas Wasser bringen?“ „Klar“, antwortet Lea. Sie geht in die Küche und will ein Glas holen. Aber ihr fallen alle Tassen aus dem Schrank! Also geht Lea Tassen einkaufen. Auf dem Weg geht sie bei Rot über die Straße. Ein Polizist beschwert sich: „Sind bei dir alle Tassen noch im Schrank?“ Da sagt Lea: „Nö! Ich muss erst neue kaufen!“
- Fritzchen ist bei seiner Oma. Sie gehen spazieren. Da sagt Fritzchen: „Guck mal Oma, da ist ein Euro!“ Fritzchen will ihn hochheben, aber da sagt die Oma: „Nein Fritzchen, was auf dem Boden liegt, darf man nicht hochheben!“ Sie gehen weiter. Da sagt Fritzchen: „Guck mal Oma, da sind zwei Euro!“ Wieder antwortet die Oma: „Was auf dem Boden liegt, darf man nicht aufheben!“ Sie gehen weiter. Plötzlich rutscht die Oma aus und fällt hin. Sagt Fritzchen: „Oma, bleib liegen! Was auf dem Boden liegt, darf man nicht aufheben!“
- Kommt ein Mann mit sehr langen Beinen zum Arzt und sagt: „Herr Doktor! Sie müssen mir unbedingt helfen! Meine Beine sind fünf Meter lang. Wie bekomme ich sie kürzer?“ Darauf der Arzt gelassen: „Kein Problem! Gehen Sie in den Zauberwald zum Brunnen. Dort lebt der Zauberfrosch. Den müssen Sie fragen, ob er Sie heiraten will. Fröhlich geht der Mann in den Zauberwald zum Brunnen und fragt den Zauberfrosch: „Willst du mich heiraten?“ Frosch: „Jaaaa!“ Und tatsächlich-die Beine werden einen Meter kürzer! Also fragt der Mann am nächsten Tag wieder: „Willst du mich heiraten?“ ,“Jaaaa!“, antwortet der Frosch. Wieder ein Meter weg! Glücklich geht der Mann ein drittes Mal zum Frosch. „Willst du mich heiraten?“ Darauf der Frosch genervt: „Wie oft willst du mich noch fragen! Ich habe dir doch schon zweimal Ja gesagt!“ Antwortet der Mann: „Ich wollte nur wissen, wie lang ich noch laufen muss!“
- Spielen Maus und Elefant Fußball. Stampft der Elefant die Maus aus Versehen in den Boden. Da entschuldigt sich der Elefant. Sagt die Maus: „Schon gut, ist mir auch schon passiert!“
- Geht ein Mann in die Zoohandlung und will einen Eisbär kaufen. Der Verkäufer sagt zu ihm: ,,Aber nicht auf die Nase drücken!“ Dann geht der Mann nach Hause und drückt dem Eisbär auf die Nase. Der Bär bäumt sich auf und brüllt. Der Mann flüchtet in eine Ecke, doch der Bär kommt immer näher! Schließlich, als der Mann denkt, sein Ende ist gekommen, tippt der Eisbär ihm auf die Schulter und sagt: ,,Hab dich!
- Tom kaut im Unterricht Kaugummi. Der Lehrer fragt ihn: „Tom, was soll das denn? Du weißt ganz genau, dass Kaugummi in der Schule verboten ist. Tom antwortet: „Steht das irgendwo?“
- Fritzi und Paulchen stehen ganz oben in einem Hochhaus. Plötzlich wirft Fritzchen sein Handy aus dem Fenster. Da fragt Paulchen: „Was machst du? Bist du verrückt?“ Antwortet Fritzchen: „Ach, ich habe so viele!“ Im nächsten Moment schmeißt Paulchen seinen Fernseher aus dem Fenster. Fragt Fritzi: „Was machst du denn jetzt?“ Antwortet Paulchen: „Ich wollte ihm eins auswischen!“
- Was isst ein Auto am liebsten? Naaaa…? Parkplätzchen!
- Was ist orange und geht im Wald spazieren? Ein Wanderine!
- Fritzchens Großeltern wollen einkaufen. Die Oma sagt: „Öffne nicht meinen Tassenschrank!“ Und der Opa sagt: „Klettere bloß nicht aufs Dach!“ Dann gehen die beiden zum Supermarkt. Fritzchen will was trinken und macht Omas Tassenschrank auf. Alle Tassen fallen runter. Dann klettert er aufs Dach und es stürzt ein. Als die Großeltern zurückkommen, fragt die Oma: „Was hast du denn gemacht, Fritzchen?“ Antwortet Fritzchen: „Ich hatte Durst!“
- In der Schule sagt der Lehrer zu seiner Klasse: „Wer die nächste Frage richtig beantwortet, darf nach Hause gehen.“ Fritzchen wirft seinen Stift nach vorne. Sagt der Lehrer: „Wer hat diesen Stift geworfen?? Fritzchen antwortet: „Das war ich. Tschüss!“
- Der Vater bringt seinen kleinen Sohn ins Bett. Der Junge fragt: „Papa, ist es wahr, dass ein Gespenst unter meinem Bett wohnt?“ Der Vater antwortet: „Nein, das ist nicht wahr! Ich schaue gleich nach.“ Er beugt sich unter das Bett und sieht ein Gespenst. Das Gespenst flüstert: „Hier wohne ich!“ Der Vater erschrickt, geht zurück und sagt: „Nein, da ist nichts!“ Der Junge: „Ich wusste es!“
- Fritzchen macht in der Wohnung seiner Oma eine große Vase kaputt. Oma ruft schockiert: „Die Vase war aus dem 17. Jahrhundert!“ Fritzchen antwortet erleichtert: „Zum Glück! Ich dachte schon, sie wäre neu!“
Schluss mit der Selbstoptimierung: Es darf auch mal unperfekt sein
Gesünder, schöner, achtsamer: Unsere Autorin hat genug von der ewigen Selbstoptimierung. Auch der Haushalt darf im neuen Jahr ruhig mal liegen bleiben, findet unsere Autorin. Happy new year? Liegt es an mir, oder fühlt sich dieser Wunsch auch für euch irgendwie gar nicht so happy an. Eher wie eine Drohung. So als wäre es ein Vergehen, wenn das neue Jahr nicht wirklich super-duper-happy und vor allem rundum "new" werden würde.
Egal wohin ich schaue, ich werde zugeballert mit Vorschlägen, was ich jetzt gefälligst neu, oder eher gesagt anders machen soll als im vergangenen Jahr. Wobei anders natürlich perfekter meint. Zum Beispiel effektiver. Dazu habe ich mal eine Frage, liebe Insta-Influencerinnen und Mami-Blogger, liebe YouTuber und Zeitschriftenredaktionen: Wie kommt ihr eigentlich alle darauf, dass ich im neuen Jahr irgendetwas besser machen möchte? Wer sagt euch, dass ich letztes Jahr nicht längst mein Bestes gegeben habe? Denn das habe ich! Und verdammt noch mal, ich war gut letztes Jahr. Sehr gut sogar! Eine Eins mit Sternchen. Ich war bereits die beste Version von mir, die Limited-Deluxe-Edition. Da IST nichts mehr, was ich besser machen kann im neuen Jahr. Oder was ich besser machen WILL. Ich habe so was von die Schnauze voll von der ständigen Frage, wie ich mich und mein Aussehen und meine Gesundheit und meine Erziehung und meine Freundschaften und meine Partnerschaft und meinen ökologischen Fußabdruck und einfach ALLES noch weiter optimieren kann - ich mache da einfach nicht mehr mit.
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Stattdessen schalte ich einen Gang zurück. Vielleicht sogar zwei. Hier kommen sie, meine 15 schlechten Vorsätze fürs neue Jahr:
- Mehr Nachtisch essen: Die Kinder bekommen ihn täglich, nur ich zähle ständig Kalorien. Warum eigentlich? Das Leben ist zu kurz, um auf Panna Cotta zu verzichten!
- Mehr faule Pyjama-Sonntage: Die Familien-Regel "jeden Tag mindestens einmal rausgehen" habe ich eingeführt. Und ja, ich habe die Macht, sie dieses Jahr wieder abzuschaffen.
- Mehr Kinderfilme gucken: An diesen Sonntagen will ich dann keine pädagogisch wertvollen Lernspiele spielen, sondern einfach 90 Minuten lang Vaiana auf dem Bildschirm sehen. Oder Eiskönigin Elsa. Oder beide.
- Mehr Serien gucken: Und wenn die Kinder dann im Bett sind, möchte ich auch endlich mehr Erwachsenen-Bildschirmzeit! Ich habe ja noch nicht mal "Emily in Paris" gesehen!
- Weniger Sport: Qualität vor Quantität! Ich habe keinen Bock mehr, diese frustrierenden YouTube-Videos nachzutanzen. Wenn Sport, dann mit Spaß! Im Zweifel halt (noch) seltener als eh schon.
- Weniger selber machen: Dieses Jahr werde ich keine Kinder-Geburtstagseinladungen mehr basteln. Gedruckte gehen auch (und sehen eh schöner aus als das, was ich aus Pappe und Wackelaugen zaubere.)
- Weniger selber backen: Und wenn wir schon dabei sind - die Torte wird dieses Jahr auch gekauft. Macht schon mal zwei Pre-Kindergeburtstags-Nachtschichten weniger (und 2x2 Stunden Schlaf mehr).
- Öfter zu spät kommen … Es gibt Menschen, die kein Problem damit haben, wenn andere auf sie warten. So will ich auch sein: weniger von A nach B hetzen, öfter einfach die Letzte sein - und es egal finden.
- … oder gar nicht dabei sein! Die Steigerung von Punkt 8: Im neuen Jahr werden Elternabende und andere Pflichtveranstaltungen häufiger ohne mich auskommen (allein schon wegen Punkt 4).
- Mehr Fast Food erlauben: Letztes Jahr war ich mit meinen Kindern genau ein Mal bei McDonald's. Nur EIN EINZIGES Mal! Dieses Jahr geht es spätestens alle sechs Wochen in den Drive-in - versprochen.
- Weniger Wäsche falten: Handtücher, Bettwäsche und Unterhemden werden künftig nicht mehr zusammengelegt, sondern in meinem cleveren Stopfsystem verstaut. Was das an Zeit spart!
- Weniger putzen: Und wenn wir schon beim Haushalt sind - die Küche sieht eh jeden Abend wieder aus wie Sau. Ich probiere einfach mal, sie nur noch jeden zweiten Tag zu putzen. Merkt eh keiner.
- Weniger aufräumen! Ich hab's sieben Jahre lang probiert, es hat keinen Sinn: Die Kinderzimmer sind an das ewige Spielzeug-Chaos verloren. Die Mühe, dort Ordnung reinzubringen, spare ich mir künftig.
- Mehr fluchen: Seit ich Mutter bin, presse ich ein beherrschtes "Sapperlot!" hervor - nur damit die Kinder "Scheiße!" und "Fuck!" im Bus aufschnappen? Wenn ich so drüber nachdenke: Tatsächlich gibt es noch einen 15. Punkt. Nämlich den, To-Do-Listen nicht immer so ernst zu nehmen. Das zählt auch für diese. Vermutlich bringt mein schlechtes Gewissen mich in der Nacht vor den Kindergeburtstagen doch wieder dazu, eine Lego-Ninjago-Torte mit Gummibärenbelag zu zaubern.
Aber ganz im Ernst: Allein die Erkenntnis, dass ich an mir nichts "besser" machen muss, reicht mir schon für einen entspannten Start ins neue Jahr.