Magnetfeldtherapie gegen Migräne: Wirksamkeit, Anwendung und wissenschaftliche Erkenntnisse

Die Magnetfeldtherapie ist eine alternative medizinische Behandlungsmethode, die magnetische Felder einsetzt, um verschiedene gesundheitliche Beschwerden zu behandeln. Im Fokus steht die Annahme, dass Magnetfelder einen positiven Einfluss auf den menschlichen Körper haben können, insbesondere zur Förderung der Heilung und zur Linderung von Schmerzen. Ein möglicher Anwendungsbereich ist die Migränebehandlung, wobei sowohl akute als auch chronische Formen in Betracht gezogen werden.

Grundlagen der Magnetfeldtherapie

Was ist Magnetfeldtherapie?

Die Magnetfeldtherapie (Magnettherapie) ist eine Form der alternativen Medizin, die magnetische Felder nutzt, um verschiedene gesundheitliche Beschwerden zu behandeln. Diese Therapieform basiert auf der Annahme, dass magnetische Felder einen positiven Einfluss auf den menschlichen Körper haben können, insbesondere in Bezug auf die Förderung der Heilung und die Linderung von Schmerzen.

In der Praxis werden bei der Magnetfeldtherapie Geräte eingesetzt, die magnetische Felder erzeugen. Diese Felder sollen die Zellfunktionen im Körper stimulieren und dadurch verschiedene therapeutische Effekte erzielen. Die Anwendung kann lokal oder am ganzen Körper erfolgen, je nach Art der Beschwerden und des verwendeten Geräts.

Die Magnetfeldtherapie wird häufig zur Behandlung von chronischen Schmerzen, Entzündungen, Arthrose und anderen muskuloskelettalen Erkrankungen eingesetzt. Einige Anwender berichten auch von positiven Effekten bei neurologischen Erkrankungen, Schlafstörungen und zur allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass die wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie gemischt ist. Während einige Studien positive Effekte zeigen, fehlt es in anderen Fällen an ausreichenden Belegen, um die Wirksamkeit eindeutig zu bestätigen. Aus diesem Grund wird die Magnetfeldtherapie oft als ergänzende Behandlungsmethode angesehen und sollte nicht als Ersatz für etablierte medizinische Therapien verwendet werden.

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Manchmal werden die Begriffe Magnetfeldtherapie und Magnetresonanztherapie synonym verwendet. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zur MRT (Magnetresonanztomographie). Die Magnetfeldtherapie ist eine alternative, naturheilkundliche Behandlung, während die Magnetresonanztomographie ein etabliertes bildgebendes Verfahren in der modernen Medizin ist.

Wie funktioniert Magnetfeldtherapie?

Die Magnetfeldtherapie funktioniert durch die Anwendung von magnetischen Feldern auf den Körper. Die zugrunde liegende Theorie ist, dass diese magnetischen Felder mit den natürlichen magnetischen Feldern des Körpers interagieren und dadurch verschiedene physiologische Prozesse beeinflussen können.

Bei der Magnetfeld-Therapie werden Geräte verwendet, die ein magnetisches Feld erzeugen. Dies kann durch permanente Magnete oder durch elektrisch erzeugte Magnetfelder geschehen. Die Stärke und Frequenz dieser Felder können je nach Gerät und Behandlungsziel variieren. Eine Magnetfeldtherapie am Knie. Die Magnetfeldtherapie funktioniert durch die Anwendung von magnetischen Feldern auf den Körper. Die zugrunde liegende Theorie ist, dass diese magnetischen Felder mit den natürlichen magnetischen Feldern des Körpers interagieren und dadurch verschiedene physiologische Prozesse beeinflussen können. Bei der Magnetfeld-Therapie werden Geräte verwendet, die ein magnetisches Feld erzeugen. Dies kann durch permanente Magnete oder durch elektrisch erzeugte Magnetfelder geschehen. Die Stärke und Frequenz dieser Felder können je nach Gerät und Behandlungsziel variieren.

Es wird angenommen, dass die magnetischen Felder auf zellulärer Ebene wirken. Die Theorie besagt, dass sie die Ionenkanäle in den Zellmembranen beeinflussen, was zu Veränderungen in der Zellfunktion und -kommunikation führen kann. Zusätzlich spielt der Prozess der elektromagnetischen Induktion eine wesentliche Rolle. Wenn das magnetische Feld durch den Körper bewegt wird, induziert es elektrische Ströme innerhalb der Gewebe. Diese induzierten Ströme können die elektrische Aktivität der Zellen beeinflussen, was wiederum zur Stimulation von Heilungsprozessen und zur Verbesserung der Zellfunktionen beitragen kann.

Was ist die gepulste Magnetfeldtherapie?

Der Hauptunterschied zwischen der Magnetfeldtherapie und der pulsierenden Magnetfeldtherapie liegt in der Art der verwendeten Magnetfelder und deren Anwendung. Die traditionelle Magnetfeldtherapie nutzt statische, unveränderliche Magnetfelder, die durch Dauermagnete erzeugt werden. Diese Magnete üben eine konstante magnetische Kraft aus, und die Intensität sowie die Richtung des Magnetfeldes bleiben über die Zeit hinweg gleich. Diese Form der Therapie findet häufig Anwendung in Produkten wie magnetischen Armbändern, Einlegesohlen oder Matratzenauflagen, die mit Dauermagneten ausgestattet sind.

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Im Gegensatz dazu basiert die pulsierende Magnetfeldtherapie auf Magnetfeldern, die sich in ihrer Intensität und/oder Frequenz periodisch ändern. Diese dynamischen Felder werden durch elektrische Geräte erzeugt, die das Magnetfeld in regelmäßigen Abständen ein- und ausschalten oder dessen Stärke variieren. Die pulsierende Magnetfeldtherapie wird oft als fortgeschrittener und potenziell wirksamer angesehen, da angenommen wird, dass die variierenden Felder eine stärkere und tiefere Wirkung auf biologische Prozesse im Körper haben. Sie wird in der Regel für komplexere medizinische Anwendungen eingesetzt, wie die Behandlung von chronischen Schmerzen, Entzündungen oder zur Förderung der Knochenheilung.

Magnetstimulation bei Migräne mit Aura

Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA kündigte am 13. Dezember 2013 die Zulassung einer neuen Migräneakuttherapie mittels Magnetstimulation an. Das Verfahren ist als “Cerena transkranielle Magnetstimulation (TMS)” bekannt. Das Gerät ist bisher nur für die Behandlung von Kopfschmerzen bei Migräne mit Aura zugelassen und wird durch ärztliche Verordnung verschrieben.

Die Anwendung erfolgt, indem man das Gerät an den Hinterkopf positioniert und durch Knopfdruck einen magnetischen Puls freisetzt. Dieser stimuliert die Hirnrinde im Bereich des Hinterhauptes. Die Zulassung beruht auf einer Studie bei 201 Patienten, die an einer mittelstarken bis starken Migräne mit Aura litten. Von denen, die den Magnetstimulator einsetzten, berichteten 38 %, dass der Schmerz nach 2 Stunden bedeutsam reduziert worden sei, während in einer Kontrollgruppe ohne entsprechende Stimulation nur 17 % der Patienten von einer Besserung berichteten. 34 % der Anwender berichteten nach 24 Stunden von Schmerzfreiheit.

Die FDA wies darauf hin, dass Schwindel als Nebenwirkung auftreten kann. Insgesamt sind jedoch die Nebenwirkungen sehr mild und ihr Auftreten sehr unwahrscheinlich. Es gibt nur wenige Berichte über Nebenwirkungen wie Sinusitis, Sprachstörungen und Schwindel. Die FDA empfiehlt, dass das Gerät nicht häufiger als einmal pro 24 Stunden eingesetzt wird. Es ist nur für Personen über 18 Jahre zugelassen und sollte nicht bei Patienten eingesetzt werden, die metallische Gegenstände im Kopfbereich oder im Oberkörper tragen, dies gilt insbesondere auch für Herzschrittmacher oder Hirnstimulatoren. In Deutschland ist das Gerät bisher nach unserer Kenntnis nicht zugelassen.

Transkranielle Magnetstimulation (TMS) bei Migräne

Eine weitere Möglichkeit der Magnetfeldtherapie bei Migräne ist die transkranielle Magnetstimulation (TMS). Dabei werden in einer Kupferspule für Sekundenbruchteile durch Stromstöße Magnetfelder aufgebaut. Die Spule wird in der Nähe des Kopfes angebracht, und die Impulse sollen bestimmte Areale unter der Schädeldecke reizen. Das pulsierende Magnetfeld geht wellenartig durch das Gehirn und erzeugt einen Stromfluss, der die Nerven anregen soll. Frequenz und Stärke sind individuell steuerbar.

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Eine Doppelblindstudie in Lancet Neurology (2010) zeigte, dass einzelne magnetische Impulse, die von einem kleinen Gerät an den Nackenbereich abgegeben werden, einige Migränepatienten mit Aura innerhalb von zwei Stunden schmerzfrei gemacht haben. Die Studie bestätigt gegenwärtige Krankheitskonzepte. Die Aura, die bei einigen Migränepatienten dem Schmerz vorausgeht, wird heute mit einer “kortikalen Streudepolarisierung” (Cortical Spreading Depression) in Verbindung gebracht. Von einem Punkt aus sollen sich die Hirnströme über die Hemisphäre ausbreiten - was auch den einseitigen Kopfschmerz erklären würde.

Eine kurze transkranielle Magnetstimulation (single-pulse transcranial magnetic stimulation, sTMS) könnte dies verhindern, glaubt der Hersteller eines kleinen 32,5 cm langen und 1,54 kg schweren elektrischen Gerätes. Die Patienten sollen es nach dem Beginn der Aura unterhalb des Os occipitale an den Schädel pressen und den Startknopf drücken. Das Gerät erzeugt dann für die Dauer von weniger als 1 Millisekunde ein 0,9 Tesla (in 1 cm Entfernung) starkes Magnetfeld, welches, so die Theorie, die kortikale Streudepolarisierung unterbricht und im besten Fall die Migräneattacke im Keim erstickt.

Ob das Gerät tatsächlich die erhoffte Wirkung erbringt, wurde in einer randomisierten Studie an 201 Patienten untersucht. Alle litten an einer Migräne mit Aura, die ein bis achtmal pro Monat auftrat, und bei allen kam es danach in neun von zehn Fällen zu einer Kopfschmerzattacke. Die Teilnehmer wurden instruiert, das Gerät nach dem Einsetzen der Aura anzuwenden. Jeder zweite Patient hatte allerdings ein „Scheingerät“ erhalten, das kein Magnetfeld induziert. Dies wurde den Patienten (und den ausgebenden Ärzten) verschwiegen. Eine spätere Befragung ergab, dass die Patienten auch nicht erraten hatten, ob ihr Gerät funktionierte oder nicht. Damit waren die Bedingungen einer Doppelblindstudie erfüllt.

Endpunkt der Studie von Richard Lipton, Albert Einstein College of Medicine, New York, und Mitarbeitern in 18 US-Zentren war die Schmerzfreiheit nach 2 Stunden. Sie wurde mit dem echten Gerät von 39 Prozent der Patienten und mit dem falschen Gerät von 22 Prozent der Anwendungen erreicht. Von dem Gerät sind also keine Wunder zu erwarten, doch der therapeutische Gewinn von 17 Prozent war bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 3 bis 31 Prozent signifikant.

Auch hinsichtlich der Begleitsymptome wie Nausea, Photophobie und Phonophobie war das Gerät der Scheintherapie nicht unterlegen, und da es keine schweren Nebenwirkungen erzeugt, dürften die Chancen auf eine Zulassung durch FDA und EMEA gut sein. Auch der Editorialist Hans-Christoph Diener von der Universität Essen hat einen positiven Eindruck (Lancet Neurology 2010). Da nicht alle Patienten mit Medikamenten (Triptane) eine überzeugende Schmerzstillung erzielen, andere die Medikamente aufgrund von Kontraindikationen nicht verwenden dürfen, bestehe durchaus Bedarf an einer nicht medikamentösen Therapie der akuten Migräneattacke.

Eine Studie mit 164 Migränepatienten, die in der Aura-Phase einer Migräne ein TMS-Handgerät anwandten, zeigte ähnliche Ergebnisse. In der Verum-Gruppe wurden innerhalb von zwei Stunden nach der TMS-Therapie 39 Prozent schmerzfrei, in der Sham-Gruppe nur 22 Prozent.

Weitere Anwendungsgebiete der Magnetfeldtherapie

Die Magnetfeldtherapie wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, darunter:

  • Muskuloskelettale Erkrankungen: Arthrose, rheumatoide Arthritis, Rückenschmerzen, Knochenbrüche und -verletzungen.
  • Neurologische Erkrankungen: Multiple Sklerose, neuropathische Schmerzen.
  • Erkrankungen des Kreislaufsystems: Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen.
  • Chronische Schmerzzustände: Fibromyalgie, chronische Schmerzsyndrome.
  • Erkrankungen des Verdauungssystems: Reizdarmsyndrom.
  • Psychische und neurovegetative Störungen: Depressionen und Angstzustände, Schlafstörungen.
  • Hauterkrankungen: Psoriasis und Ekzeme.
  • Osteoporose: Zur Unterstützung der Knochengesundheit und möglicherweise zur Schmerzlinderung.

Auch in der Veterinärmedizin, insbesondere bei Pferden, findet die Magnetfeldtherapie Anwendung zur Behandlung von Verletzungen, zur Schmerzlinderung und zur Förderung der Heilung eingesetzt. Sie wird oft bei muskuloskelettalen Problemen wie Sehnenentzündungen, Arthrose oder nach Verletzungen und Operationen angewendet.

Wirkungen und Nebenwirkungen

Wie wirkt Magnetfeldtherapie auf den menschlichen Körper?

Die Wirkung der Magnetfeldtherapie auf den menschlichen Körper basiert auf der Annahme, dass magnetische Felder biologische Prozesse beeinflussen können. Obwohl die genauen Mechanismen noch nicht vollständig verstanden sind, gibt es mehrere Theorien und beobachtete Effekte, wie die Magnettherapie wirken könnte:

  • Verbesserung der Durchblutung: Es wird angenommen, dass Magnetfelder die Blutzirkulation fördern können. Eine verbesserte Durchblutung hilft dabei, Sauerstoff und Nährstoffe effizienter zu den Zellen zu transportieren und Abfallprodukte schneller abzutransportieren. Dies kann zur Beschleunigung des Heilungsprozesses und zur Linderung von Schmerzen beitragen.
  • Stimulation von Zellfunktionen: Magnetfelder könnten die Aktivität von Zellen beeinflussen, indem sie die Ionenkanäle in den Zellmembranen modulieren. Dies kann zu einer verbesserten Zellfunktion und -kommunikation führen, was wiederum regenerative Prozesse sowie den Stoffwechsel im Körper unterstützen könnte.
  • Schmerzlinderung: Viele Anwender berichten von einer Schmerzreduktion durch die Magnetfeldtherapie. Dies könnte durch die Beeinflussung der Nervenaktivität und die Reduzierung von Entzündungsprozessen im Körper erklärt werden.
  • Reduzierung von Entzündungen: Magnetfelder könnten entzündungshemmende Effekte haben, was besonders bei Erkrankungen wie Arthritis oder anderen entzündlichen Zuständen hilfreich sein kann.
  • Einfluss auf den Schlaf: Einige Studien deuten darauf hin, dass die Magnetfeldtherapie die Schlafqualität verbessern kann, möglicherweise durch die Beeinflussung der Melatoninproduktion im Körper.
  • Stressreduktion und Entspannung: Die Anwendung von Magnetfeldtherapie kann auch zu einer allgemeinen Entspannung und Reduzierung von Stresssymptomen führen.

Neben der klassischen Magnetfeldtherapie gibt es noch die Hochenergie-Induktionstherapie, bekannt als Super Inductive System (SIS). Diese Therapieform verwendet hochintensive magnetische Felder, um starke elektrische Ströme in den Körpergeweben zu induzieren. Während bei der klassischen Magnetfeldtherapie eine Intensität im Milli- oder Mikrotesla vorherrscht, sind es bei der hochenergetischen induktionstherapie bspw. mit einem BTL 6000 Super Inductive System Elite bis zu 2,5 Tesla. Ziel von SIS ist es, eine tiefgehende neuromuskuläre Stimulation zu erreichen.

Magnetfeldtherapiegeräte für zu Hause sind leistungsschwächer als professionelle Geräte in einer Arzt- oder Physiotherapiepraxis. Sehr günstige Geräte oder Geräte, die ihnen jemand aufschwatzen möchte, sind unter Umständen wirkungslos, so die Verbraucherzentrale Brandenburg in einem Video.

Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie?

Die Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie ist in der wissenschaftlichen Gemeinschaft umstritten. Einerseits zeigen Studien, dass Magnetfelder, insbesondere bei muskuloskelettalen Schmerzen, eine schmerzlindernde Wirkung haben können. Besonders gepulste Magnetfelder mit niedriger Intensität werden als effektiv und gut verträglich beschrieben. Andererseits gibt es Forschungsergebnisse, die keine signifikante Effektivität der Magnetfeldbehandlung bei verschiedenen Schmerzarten, wie Arthritis oder nach Operationen, belegen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie von spezifischen Bedingungen abhängt und weiterer Forschung bedarf.

Einige Studien, die für die Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie sprechen:

  • Statische Magnetfelder besitzen bei richtiger Anwendung ein vielversprechendes Potenzial zur Schmerzbehandlung. Die Wirksamkeit hängt von der Intensität des Magnetfelds, der Behandlungsdauer und der Art des Schmerzes ab.
  • Gepulste Magnetfelder mit niedriger Intensität und Frequenz (von 1 Hz bis 100 Hz) können effektiv bei der Linderung von muskuloskelettalen Schmerzen eingesetzt werden. Die EMF (elektromagnetische Felder)-Therapie wird als gut verträglich, effektiv und ohne negative Nebenwirkungen beschrieben, die in Kombination mit der Rehabilitation zur Behandlung von chronischen und akuten Schmerzen bei muskuloskelettalen Erkrankungen eingesetzt werden kann.
  • Gepulste elektromagnetische Felder sind eine nützliche Methode zur Schmerzlinderung bei chronischen Rückenschmerzen, obwohl sie die körperliche Funktion nicht verbessern.
  • Die Therapie mit gepulsten elektromagnetischen Feldern kann Schmerzen lindern und die Funktion bei Patienten mit Knie- und Hand-Osteoarthritis verbessern, jedoch nicht bei zervikaler Osteoarthritis.
  • Interventionsprogramme durch elektromagnetische Therapie, allein oder in Kombination mit anderen Therapien, können bei Patienten mit chronischen Beckenschmerzen wirksam sein.
  • Eine Studie der Stanford University School of Medicine hat eine neue Art der Magnetstimulation des Gehirns untersucht, die bei fast 80% der Teilnehmer mit schweren Depressionen zu einer schnellen Besserung führte. Diese Behandlung, bekannt als Stanford Accelerated Intelligent Neuromodulation Therapy (SAINT), ist eine intensive, individuell angepasste Form der transkraniellen Magnetstimulation. Die Studie zeigte, dass die Besserung der Symptome typischerweise innerhalb weniger Tage eintrat und über Monate anhielt, wobei die einzigen Nebenwirkungen vorübergehende Müdigkeit und Kopfschmerzen waren.

Es gibt auch Studien, die gegen die Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie sprechen.

Welche Risiken bestehen bei einer Magnetfeldtherapie?

Jede Behandlung birgt gewisse Risiken - so auch die Magnetfeldtherapie. Die Therapieform ist ungeeignet, wenn eine Schwangerschaft vorliegt oder Erkrankungen wie Epilepsie, Schilddrüsenüberfunktion, Venenentzündungen, Krebs oder Infekte. Auch Menschen, die mit Herzrhythmusstörungen leben und einen Herzschrittmacher tragen, dürfen nicht mit einer Magnetfeldtherapie behandelt werden. An sich ist das erzeugte Magnetfeld nicht zu spüren. Dennoch kann es sein, dass durch die verstärkte Durchblutung Symptome wie Kribbeln, Müdigkeit, Unruhe oder ein Wärmegefühl auftreten.

Praktische Anwendung und Geräte

Wie wird eine Magnetfeldtherapie durchgeführt?

Grundsätzlich werden heute zwei verschiedene Arten der Magnetfeldtherapie unterschieden: die Behandlung mit einem statischen und die Behandlung mit einem sogenannten pulsierenden Magnetfeld.

  • Pulsierende Magnetfeldtherapie: Bei einer solchen Behandlung lässt sich das benötigte Magnetfeld mit Hilfe von Strom künstlich erzeugen. Es werden dabei zum Beispiel Spulen, Röhren, Magnetkissen oder -matten eingesetzt, um die betroffenen Körperstellen einem schwachen magnetischen Feld auszusetzen.

    Die pulsierende Magnetfeldtherapie findet in bequemer Körperhaltung im Sitzen oder Liegen statt. Das erkrankte Körperteil wird für die Behandlung häufig in eine Röhre geführt, die das Magnetfeld erzeugt. Bei anderen Methoden der Magnetfeldtherapie führt der Therapeut eine Spule an den zu behandelnden Körperteil oder legt ein entsprechendes Gerät direkt auf.

    Für die Behandlung müssen Sie sich nicht entkleiden. Metallische Gegenstände wie Schmuck und Uhren müssen Sie für eine Behandlung in der Röhre jedoch ablegen. Das gilt auch für metallhaltige Kleidungsstücke.

    Die Behandlungsdauer beträgt circa fünfzehn bis dreißig Minuten und wird meist zwei- bis dreimal pro Woche durchgeführt. Bei einer Erkrankung, die einen längeren Einsatz der Magnetfeldtherapie erfordert, besteht auch die Möglichkeit, die Behandlung selbst zuhause mit Hilfe von Heimgeräten durchzuführen.

  • Elektro-Osteostimulation: Eine besondere Form der pulsierenden Magnetfeldtherapie ist die sogenannte Elektro-Osteostimulation. Diese Methode wird in manchen Krankenhäusern angewendet, um die Heilung von Knochenbrüchen zu unterstützen. Hierbei werden durch einen operativen Eingriff Elektroden auf dem Knochen angebracht. Im Anschluss kann das Gewebe von außen durch Anlegen eines wechselnden Magnetfeldes elektrisch stimuliert werden, was den Knochenaufbau - und somit den Heilungsprozess - fördert.

  • Transkranielle Magnettherapie: Eine weitere Form der pulsierenden Magnetfeldtherapie ist die transkranielle Magnetfeldtherapie. In einer Kupferspule werden für Sekundenbruchteile durch Stromstöße Magnetfelder aufgebaut. Die Spule wird in der Nähe des Kopfes angebracht. Die Impulse sollen bestimmte Areale unter der Schädeldecke reizen. Das pulsierende Magnetfeld geht wellenartig durch das Gehirn und erzeugt einen Stromfluss, der die Nerven anregen soll. Frequenz und Stärke sind individuell steuerbar.

  • Statische Magnetfeldtherapie: Die statische Magnetfeldtherapie erfolgt durch das direkte Auflegen von Magneten auf die betroffenen Körperstellen, auf Narbengewebe oder Akupunkturpunkte. Anders als pulsierende Magnetfelder beeinflussen diese statischen Magnetfelder ruhende Ladungen nicht.

    Auch Dauermagnete kommen zum Einsatz, die über längere Zeit am Körper verbleiben, beispielsweise in Form von Magnetpflastern, Bandagen oder Armbändern. Es werden auch Magnetkissen, Matten und Matratzen mit eingearbeiteten Magneten verwendet, außerdem Magnetfolien, Magnetschmuck, Einlegesohlen mit Magneten und vieles mehr.

Worauf Sie achten sollten

Eine Magnetfeldtherapie sollte nur nach einer gründlichen gesundheitlichen Untersuchung durchgeführt werden. Nur so kann man sicherstellen, dass keine notwendigen schuldmedizinischen Behandlungen verzögert werden. Auch bei einer Anwendung zur Erhaltung der Gesundheit oder zur Regeneration, sollten akute und chronische Krankheiten vor einer Magnetfeldtherapie ausgeschlossen werden. Die Anwendung ist sehr einfach. Dennoch sollte die Therapie durch einen Spezialisten durchgeführt oder angeleitet werden. Empfohlen wird, vor und nach der Anwendung ein großes Glas Wasser zu trinken. Durch die Magnetfeldtherapie sollen sich Stoffwechselprozesse beschleunigen, bei denen Abfallprodukte entstehen, die über die Nieren ausgeschieden werden müssen.

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