Matthias Kiefer: Ein Überblick über Neurologie und Patientenversorgung im Kontext der Medizinischen Universität Lausitz

Einleitung

Die neurologische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Lausitz. In diesem Artikel werden wir uns mit der Rolle von Neurologen, insbesondere im Kontext der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL - CT), befassen. Dabei werden wir auch auf aktuelle Entwicklungen und Initiativen im Bereich der Gesundheitsversorgung und Forschung eingehen.

Die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL - CT): Ein Überblick

Die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL - CT) ist eine junge, aufstrebende Universität, die sich der medizinischen Versorgung, Forschung und Lehre in der Lausitz widmet. Die MUL - CT wurde am 1. Juli 2024 gegründet, als das Carl-Thiem-Klinikum von kommunaler in Landesträgerschaft überging. Sie versteht sich als Kern eines digital unterstützten Netzwerks von Akteuren aus Gesundheit und Pflege in der Modellregion Gesundheit Lausitz.

Ziele und Schwerpunkte der MUL - CT

Die MUL - CT hat sich ambitionierte Ziele gesetzt:

  • Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Lausitz: Die Universität soll dazu beitragen, die medizinische Versorgung in der Region zu verbessern und sicherzustellen.
  • Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten für Brandenburg: Die MUL - CT bildet Mediziner aus, um den Bedarf an Ärzten in Brandenburg zu decken.
  • Forschung in den Schwerpunkten Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens: Die Universität forscht an innovativen Lösungen für das Gesundheitssystem und die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Ausbau der MUL - CT

Die MUL - CT befindet sich in einem rasanten Aufbau. Bereits im Wintersemester 2026/27 sollen die ersten Medizinstudierenden starten. Im Vollausbau sind perspektivisch jährlich 200 Erstsemester-Studienplätze, 80 Professuren und rund 1.300 zusätzliche Stellen für Forschung und Lehre geplant. Die Gesamtkosten für den Aufbau der Universitätsmedizin bis 2038 betragen rund 3,7 Milliarden Euro.

Investitionen in die Zukunft

Das Land Brandenburg und der Bund investieren erheblich in den Aufbau der MUL - CT. Ein Zuschussvertrag zwischen dem Land Brandenburg und der Medizinischen Universität in Cottbus ermöglicht ein einheitliches Finanzierungsverfahren sowie die Vergabe und Beauftragung eines Totalauftragnehmers. Das Investitionsvorhaben umfasst die Neu-, Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen der Medizinuniversität, mit denen erstmals Flächen für Forschung und Lehre, Erweiterungsflächen für die Krankenversorgung sowie Flächen zur übergangsweisen Unterbringung geschaffen werden.

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Neurologie an der MUL - CT: Prof. Dr. Alexander Dressel

Ein wichtiger Baustein der MUL - CT ist die Klinik für Neurologie, die von Prof. Dr. Alexander Dressel geleitet wird. Prof. Dressel wurde im Dezember 2025 auf eine W3-Professur für Neurologie berufen. Er ist seit 2016 Chefarzt der Klinik für Neurologie am Cottbuser Klinikum.

Fachliche Expertise und Forschungsschwerpunkte

Prof. Dressel verfügt über eine hohe fachliche Expertise, insbesondere in der Schlaganfallforschung und der Immunpathogenese der Multiplen Sklerose. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Prävention neurovaskulärer und dementieller Erkrankungen in der Modellregion Gesundheit Lausitz.

Ziele und Perspektiven

Prof. Dressel hat sich zum Ziel gesetzt, die neurologische Versorgung in der Lausitz zu stärken und innovative diagnostische Ansätze als Aufbruch in eine patientenzentrierte Forschung zu etablieren.

Weitere Professuren an der MUL - CT

Neben Prof. Dressel wurden im Dezember 2025 weitere Professuren an der MUL - CT verliehen:

  • Prof. Dr. Katharina Ladewig: Honorarprofessorin für Künstliche Intelligenz (KI) in der Public-Health-Forschung
  • Prof. Dr. Dirk Große Meininghaus: W3-Professur im Fach Versorgungsforschung / Herz-Kreislauf
  • Prof. Dr. Michael Herzog: W3-Professur im Fach Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Prof. Dr. Ehab Shiban: W3-Professur im Bereich der Neurochirurgie
  • PD Dr. med. Daniel Messroghli: Außerplanmäßige Professur

Initiativen und Engagements der MUL - CT

Die MUL - CT engagiert sich in verschiedenen Bereichen, um die Gesundheitsversorgung und die Forschung in der Lausitz voranzutreiben.

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Primärpflege (Primary Nursing)

Die MUL - CT führt die Primärpflege (Primary Nursing) als Ganzhausansatz ein. Dieses Modell stärkt Pflegefachpersonen, strukturiert Prozesse und verbessert die Qualität im gesamten Versorgungssystem.

Spendenaktionen und Unterstützung

Die MUL - CT profitiert von zahlreichen Spendenaktionen und Unterstützungsleistungen:

  • Die Freiwillige Feuerwehr Kolkwitz unterstützte die Kinderklinik mit einer Weihnachts-Benefizaktion.
  • Die Cottbuser Niederlassung der BERATA-GmbH Steuerberatungsgesellschaft beteiligt sich an der Aktion „Spenden statt Weihnachtskarten“ und unterstützt regionale, gemeinnützige Einrichtungen.
  • Die Kundinnen und Kunden der Edeka-Filiale in Peitz spenden ihre Pfandbons zugunsten krebskranker Kinder.

Internationale Zusammenarbeit

Die MUL - CT pflegt eine internationale Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen. Im Rahmen internationaler Projekte fand ein Besuch von Vertretern der indischen staatlichen Institution „Norka Roots“ statt, um die Zusammenarbeit und den Austausch über gemeinsame Programme, insbesondere im Bereich der Ausbildung indischer Pflegefachpersonen in Deutschland, zu vertiefen.

Zertifizierungen und Auszeichnungen

Die MUL - CT legt großen Wert auf Qualität und Sicherheit. Das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung inklusive Schultermodul und das Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie an der Orthopädischen Klinik der MUL - CT wurden erfolgreich rezertifiziert.

Universitätsmedizin im Wandel: Digitalisierung und Präzisionsmedizin

Die Medizin befindet sich in einem rasanten Wandel, der von Digitalisierung und Präzisionsmedizin geprägt ist. Die MUL - CT will diesen Wandel aktiv mitgestalten und innovative Lösungen für die Gesundheitsversorgung entwickeln. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine wichtige Rolle. Prof. Dr. Katharina Ladewig, Honorarprofessorin für KI in der Public-Health-Forschung an der MUL - CT, forscht an den Möglichkeiten, wie KI die Welt verändert und der digitale Wandel im Zusammenhang mit Public Health steht.

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Kooperationen und Vernetzung

Die MUL - CT setzt auf Kooperationen und Vernetzung, um die Gesundheitsversorgung in der Region zu verbessern. Die Klinik arbeitet sowohl innerhalb des Klinikums als auch mit externen Kooperationspartnern eng zusammen. Steigende Anforderungen an die Qualität der ärztlichen Versorgung erfordern ein höheres Maß an Vernetzung und Kooperation.

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