Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, oft sehr starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurden verschiedene Medikamente und Therapieansätze zur Behandlung von Migräne eingesetzt. Dieser Artikel beleuchtet die in der DDR verfügbaren Medikamente, insbesondere im Kontext der damaligen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und der verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Ergotamin: Ein wichtiger Wirkstoff zur Akutbehandlung
Ergotamin, ein Mutterkornalkaloid, spielte eine bedeutende Rolle in der Akuttherapie von Migräneanfällen. Es wirkt vasokonstriktorisch, also gefäßverengend, und kann so die geweiteten Blutgefäße im Gehirn, die bei Migräne eine Rolle spielen, wieder verengen.
Wirkweise und Anwendung
Ergotamin zählt zur Wirkstoffgruppe der Mutterkornalkaloide und wird in der Therapie von akuten Migräne-Anfällen angewendet. Ein weiteres Anwendungsgebiet ohne explizite Zulassung ist die kurzfristige Vorbeugung von Clusterkopfschmerzen. Mutterkornalkaloide besitzen eine komplexe Wirkweise, die eine Wechselwirkung mit einer Vielzahl von Rezeptoren beinhaltet. Die wichtigste pharmakologische Wirkung der Mutterkornalkaloide ist die vasokonstriktorische Wirkung.
Die empfohlene Dosis beträgt 2 mg Ergotamintartrat.
Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Wie alle Medikamente kann auch Ergotamin Nebenwirkungen haben. Zu den häufigsten gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.
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Die gleichzeitige Anwendung von ergotaminhaltigen Präparaten mit 5-HT1-Rezeptor-Agonisten (z. B. Sumatriptan) sowie HIV-Proteinase-Inhibitoren (z. B. ) ist kontraindiziert.
In der Schwangerschaft darf Ergotamin nur nach sorgfältiger Abwägung eingesetzt werden, da der Wirkstoff vorzeitige Wehen auslösen kann. Mutterkornalkaloide hemmen die Prolaktinsekretion und damit die Milchproduktion. Darüber hinaus geht der Wirkstoff in die Muttermilch über und kann beim gestillten Säugling zu unerwünschten Wirkungen wie Durchfall, Erbrechen und Krämpfen führen. beeinträchtigt wird. Tfelt-Hansen, P., et al.
Metamizol (Metapyrin®, Analgin®): Ein Schmerzmittel mit Besonderheiten
Metamizol, in der DDR als Metapyrin® und später als Analgin® bekannt, war ein weiteres häufig eingesetztes Medikament zur Schmerzlinderung, auch bei Migräne. Es war in Apotheken frei verkäuflich und wurde von Ärzten oft verordnet.
Sicherheitsprofil und Agranulozytose-Risiko
Die Möglichkeit myelotoxischer Zwischenfälle (Agranulozytosen) war bekannt, Metapyrin®/Analgin ® wurde aber nicht als „gefährliches“ Medikament wahrgenommen.
Es wurde aber schon damals eine Diskrepanz in der Sicherheitsbewertung von Metamizol zwischen den (kritischen) angloamerikanischen und skandinavischen Ländern sowie den osteuropäischen und sonstigen Ländern deutlich. Rückblickend ist das bis heute eine verstörende Situation: schärfste Warnungen einerseits und Toleranz bei der Anwendung andererseits.
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Auch in der DDR war Arzneimittelsicherheit ein erklärtes hohes Ziel. Es gab ein freiwilliges Meldesystem für unerwünschte Arzneimittelwirkungen.
Wenn man die derzeitigen Warnungen und Häufigkeiten zu Metamizol-Risiken liest (ein Fall pro 1 000-2 000 Anwender), müsste es bei dem massenhaften Gebrauch in der DDR zu zahlreichen Ereignissen/Meldungen gekommen sein. Im Umkehrschluss ließen sich aus fehlenden oder sehr seltenen Meldungen bei funktionierendem Meldesystem rückwirkend Anhaltspunkte für die Inzidenz von Agranulozytosen gewinnen: Bei einer angenommenen Häufigkeit von 1:1 Million müssten aus statistischen Gründen ungefähr 6 Millionen Metamizolanwendungen beobachtet werden, um einen Zusammenhang zu erkennen. Solche Verbrauchszahlen dürften in der DDR erreicht worden sein. Nachdem die Akten des IFAR seit 2018 erschlossen und … recherchierbar sind, wäre es … wichtig nachzuforschen, wie der Stand der Meldungen … bis zum Ende der DDR war. Auf Basis dieser Daten könnte … zumindest in grober Annäherung eingeschätzt werden, wie groß das Agranulozytosevorkommen wirklich war. So könnte die DDR-Bevölkerung unvermutet zur … Klärung einer noch offenen Frage und möglicherweise „Ehrenrettung“ eines wertvollen Arzneimittels beitragen.Dr. med. habil.
Aktuelle Situation
Heutzutage wird Metamizol aufgrund des Risikos für Agranulozytose in einigen Ländern nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr verwendet. In Deutschland ist es rezeptpflichtig.
Kombinationspräparate: Neuranidal® N als Beispiel
In der DDR waren auch Kombinationspräparate zur Schmerzlinderung erhältlich. Ein Beispiel ist Neuranidal® N, das die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein enthielt.
Zusammensetzung und Wirkung
Neuranidal® N enthält die bewährte Wirkstoffkombination Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Die drei Wirkstoffe ergänzen sich gegenseitig, sodass sie niedriger dosiert werden können und schnell wirken.
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Anwendung und Hinweise
Neuranidal® N Schmerztabletten 250 mg/200 mg/50 mg Tabletten Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein. Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen. Hinweis: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger an-wenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. STADA Consumer Health Deutschland GmbH, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel Stand: März 2024
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bzw. 43 kg KG:Einzeldosis: 1-2 Tabletten (entsprechend 250-500 mg Acetylsalicylsäure, 200-400 mg Paracetamol und 50-100 mg Coffein)Tageshöchstdosis: 6 Tabletten (entsprechend 1500 Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol und 300 mg Coffein) Die Einzeldosis kann, falls erforderlich, in Abständen von 6-8 Stunden bis zu 3-mal täglich eingenommen werden. Nehmen Sie die Tabletten entweder in etwas Flüssigkeit gelöst oder unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Nicht auf nüchternen Magen einnehmen. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.Neuranidal® N soll ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage oder in höheren Dosen angewendet werden. Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern, neue Symptome hinzutreten oder nach 3 Tagen keine Besserung eintritt, oder bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. Bei der Einnahme von Paracetamol-haltigen Arzneimitteln (wie z.B. Neuranidal® N Schmerztabletten 250 mg/ 200 mg/50 mg Tabletten) sollten weitere Mittel, die Paracetamol enthalten, nicht ohne ärztliche Rücksprache zusätzlich eingenommen werden.Hinweise Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Bitte verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr nach dem auf der Packung oder der Umverpackung angegebenen Verfallsdatum. Stadastr.
Einzelbestandteile von Neuranidal N
Acetylsalicylsäure: So unangenehm Schmerzen auch sind, sie sind für uns überlebensnotwendig. Denn akute Schmerzen sind ein Warnsignal unseres Körpers. Wer jedoch dauerhaft oder immer wieder Schmerzen hat, leidet oft erheblich. Kopfschmerzen beispielsweise treten relativ häufig auf. Häufige Ursachen für Kopfschmerzen sind Muskelverspannungen im Schulter-, Hals-, Nackenbereich, Stress, übermäßiger Nikotin- oder Alkoholgenuss, körperliche oder psychische Überforderungen oder Erkältungen.
Paracetamol: Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?Paracetamol: Der Wirkstoff wirkt schmerzstillend und fiebersenkend. Er weist zudem geringe entzündungshemmende Eigenschaften auf. Er blockiert die Bildung bestimmter Botenstoffe im Körper, so genannter Prostaglandine. Diese sind an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen wesentlich beteiligt.
Codein: Codein: Der Wirkstoff wirkt schmerzlindernd, indem er im Gehirn die Schmerzwahrnehmung und die Intensität der Schmerzempfindung herabsetzt.Außerdem lindert der Wirkstoff den Hustenreiz bei einem sehr trockenen Husten. Dabei blockiert er im Gehirn das sog. Hustenzentrum, wodurch die Anzahl und Heftigkeit der Hustenstösse vermindert wird. Unterstützt wird diese Wirkung durch eine Eindickung des Schleimes in den Atemwegen. Damit sich kein Schleim in den Atemwegen staut, eignet sich die Substanz aber nur, wenn der Husten vollkommen trocken ist.
Weitere Aspekte der Migränebehandlung in der DDR
Neben den genannten Medikamenten spielten auch andere Therapieansätze eine Rolle. Dazu gehörten:
- Nicht-medikamentöse Verfahren: Entspannungstechniken, Stressmanagement und physikalische Therapien wurden ebenfalls eingesetzt, um Migräne vorzubeugen oder die Symptome zu lindern.
- Psychiatrische Behandlung: In den Fachzeitschriften der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) erschienene Artikel, Lehrbücher und Stichproben von Krankenakten belegen, dass das weite therapeutische Spektrum der Psychiatrie der 1950er und 1960er Jahre auch in der frühen DDR genutzt wurde. Dr. L.
Gelonida
Dosierung von GELONIDA Schmerztabl.Allgemeine Dosierungsempfehlung:Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene ab 43 kg KörpergewichtEinzeldosis: 1-2 TablettenGesamtdosis: 1-4 mal täglich (max. 5-8 Tabletten pro Tag)Zeitpunkt: im Abstand von mindestens 6 Stunden, unabhängig von der MahlzeitPatienten mit Leber-/Nierenfunktionsstörung oder Gilbert (Meulengracht) -Syndrom: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt evtl. die Einzel-/Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.Die Einnahme auf nüchternen Magen fördert den Wirkungseintritt.AnwendungshinweiseDie Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.Art der Anwendung?Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.Dauer der Anwendung?Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die maximale Anwendungsdauer beträgt 3 Tage.Überdosierung?Da sich das Arzneimittel aus verschiedenen Wirkstoffen zusammensetzt, kann es zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Atemnot bis hin zum Koma. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden. Gegenanzeigen von GELONIDA Schmerztabl.Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.Was spricht gegen eine Anwendung?Immer:Überempfindlichkeit gegen die InhaltsstoffeStörungen der Atemfunktion, wie bei:schwere AtemschwächeVerminderte AtmungLungenentzündungAsthmaanfall (akut)Bevorstehende GeburtDrohende FrühgeburtZustand nach Mandeloperation, zur Behandlung eines Schlafapnoe-Syndroms bei Kindern und JugendlichenEnzymstörung mit sehr schnellem Arzneimittelabbau (CYP P450 2D6-Mangel, ultraschnell)Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegtArzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegtAlkoholmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegtBewusstseinsstörungen bis hin zur BewusstlosigkeitStörungen der Atemfunktion, wie bei:Asthma bronchialeChronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)Störungen des Atemzentrums im Gehirn, z.B. bei erhöhtem HirndruckEingeschränkte LeberfunktionGilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)Eingeschränkte NierenfunktionFehlende GallenblaseNiedriger Blutdruck als Folge von BlutverlustenMangelernährungGlutathion-MangelWelche Altersgruppe ist zu beachten?Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.Ältere Patienten: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.Wichtige Hinweise zu GELONIDA Schmerztabl.Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.Was sollten Sie beachten?Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.Vorsicht: Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.Achtung: Bei regelmäßigem bzw. hohem Alkoholgenuss kann es durch eine evtl. schon bestehende Leberschädigung zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen, wenn das Arzneimittel noch zusätzlich angewendet wird.Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt. Nebenwirkungen von GELONIDA Schmerztabl.Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?Magen-Darm-Beschwerden, wie:ÜbelkeitErbrechenVerstopfungKopfschmerzenMüdigkeitSchlafstörungenTinnitus (Ohrgeräusche)MundtrockenheitKurzatmigkeit (Dyspnoe)Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:HautausschlagHautrötungJuckreizNesselausschlagOhnmachtsanfall, bei Einnahme hoher DosenBlutdruckabfall, bei Einnahme hoher DosenBemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten. Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Bitte beachten Sie: Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut.
Aspirin
Sein Vater flößt ihm einen ekeligen Saft ein, der aus der Weidenrinde stammt und widerlich schmeckt. Doch siehe da, wenige Zeit später sind die unerträglichen Schmerzen gelindert und Themistokles kann wieder denken.Wirkstoff SalicinSo oder ähnlich hat sich vor mehr als 2000 Jahren eine Szene im alten Griechenland abgespielt. Und der Wunderstoff, der Kopfschmerzen beseitigte, war Salicin, ein Stoff, der in der Rinde der Weide vorkommt und den schon unsere Vorfahren vor 2000 Jahren kannten. Römer, Germanen und Kelten wussten ebenfalls um die Wirkung dieses Stoffes. Doch es sollte noch eine ganze Weile dauern, bis man das Salicin aus der Weidenrinde als Einzelstoff isolieren - das heißt herausziehen - konnte.AcetylsalicylsäureDas war im Jahr 1828. 1853 konnte man dann diesen Stoff auch künstlich herstellen. Erfunden war die Acetylsalicylsäure. Doch leider war das Medikament zu diesem Zeitpunkt noch nicht brauchbar, da es noch nicht rein genug war. Wer es einnahm, hatte mit unangenehmen Nebenwirkungen zu rechnen. Zwar schwanden die Kopfschmerzen, dafür litt der Magen und der Patient hatte häufig Bauchschmerzen."Erfinder" der reinen AcetylsalicylsäureDer Durchbruch gelang Felix Hoffmann (1868 - 1946) oder Arthur Eichengrün (1867 - 1849), die beide bis heute als "Erfinder" der reinen Acetylsalicylsäure genannt werden, das, was wir heute noch unter der Bezeichnung "Aspirin" kennen und das vielen Menschen gegen Kopfschmerzen hilft. Für die Firma Bayer, in deren Laboren der Wirkstoff entwickelt wurde, war das Mittel gegen Kopfschmerzen der absolute Renner, es wurde zum beliebtesten Medikament des 20. Jahrhunderts und eine unerschöpfliche Geldquelle.Der wirkliche Erfinder ist noch nicht gefundenWer nun der wirkliche Urheber des Aspirins war, bleibt bis heute umstritten. Arthur Eichengrün war angeblich der Vorgesetzte von Felix Hoffmann. Eichengrün kam als Jude während der Zeit des Nationalsozialismus ins Konzentrationslager und hat seine Rechte erst sehr viel später im Jahr 1949 anmelden können. Er selbst sah sich auf jeden Fall als derjenige, der die entscheidende Entdeckung gemacht hatte. Die Firma Bayer geht bis heute davon aus, dass Felix Hoffmann der Erfinder des berühmten Wirkstoffes sei. Bis heute gibt es keinen eindeutigen Erfinder des Wirkstoffes, wobei seit 1999 in der Diskussion wohl Arthur Eichgrüns Begründungen Glauben geschenkt wird. Für die Firma Bayer, in deren Laboren der Wirkstoff entwickelt wurde, war das Mittel gegen Kopfschmerzen der absolute Renner, es wurde zum beliebtesten Medikament des 20. Jahrhunderts und eine unerschöpfliche Geldquelle.Der wirkliche Erfinder ist noch nicht gefundenWer nun der wirkliche Urheber des Aspirins war, bleibt bis heute umstritten. Arthur Eichengrün war angeblich der Vorgesetzte von Felix Hoffmann. Eichengrün kam als Jude während der Zeit des Nationalsozialismus ins Konzentrationslager und hat seine Rechte erst sehr viel später im Jahr 1949 anmelden können. Er selbst sah sich auf jeden Fall als derjenige, der die entscheidende Entdeckung gemacht hatte. Die Firma Bayer geht bis heute davon aus, dass Felix Hoffmann der Erfinder des berühmten Wirkstoffes sei. Bis heute gibt es keinen eindeutigen Erfinder des Wirkstoffes, wobei seit 1999 in der Diskussion wohl Arthur Eichgrüns Begründungen Glauben geschenkt wird.