Meningitis, oder Hirnhautentzündung, ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, die lebensbedrohlich sein kann. Während die häufigsten Ursachen Bakterien wie Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae sind, können auch Salmonellen in seltenen Fällen eine Meningitis verursachen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Meningitis durch Salmonellen.
Was ist Meningitis?
Meningitis ist eine Entzündung der Meningen, der Schutzhäute, die Gehirn und Rückenmark umgeben. Sie kann durch verschiedene Erreger verursacht werden, darunter Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Eine bakterielle Meningitis ist ein medizinischer Notfall, der schnellstmöglich intensivmedizinisch behandelt werden muss, um schwere Komplikationen oder sogar den Tod zu verhindern.
Ursachen der Meningitis
Die Ursachen einer Meningitis sind vielfältig. Hierzulande sind es vorwiegend Bakterien wie Meningokokken, Pneumokokken, Listerien oder Haemophilus influenzae und Viren wie das Masernvirus, Herpesvirus oder Eppstein-Barr-Virus. Auch Pilze wie Candida, Aspergillus und Kryptokokken sowie Parasiten wie Echinokokken und Toxoplasma gondii können eine Meningitis auslösen. Neben erregerbedingten Ursachen gibt es auch nicht-infektiöse Ursachen, wie maligne Zellen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.
Die Bakterien können die Hirnhäute auf drei Wegen erreichen:
- Hämatogene Streuung: Über den Blutweg, insbesondere über den Plexus choroideus.
- Per continuitatem: Von Entzündungen im Nasen- und Rachenraum oder nach offenen Verletzungen.
- Direkte Übertragung: Durch Tröpfcheninfektion.
Salmonellen als Ursache einer Meningitis
Salmonellen sind Bakterien, die in erster Linie Darminfektionen (Salmonellose) verursachen. Es gibt über 2.500 Serovare von Salmonellen, wobei Salmonella enterica und Salmonella bongori die Hauptarten sind. Salmonelleninfektionen werden meist durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel verursacht, insbesondere von nicht ausreichend erhitzten Eiern, Geflügel und Milchprodukten.
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Obwohl Salmonellen hauptsächlich Darmerkrankungen verursachen, können sie in seltenen Fällen auch in den Blutkreislauf gelangen und sich zu anderen Organen ausbreiten, einschließlich des Gehirns und der Hirnhäute. Dies kann zu einer Meningitis führen, insbesondere bei Säuglingen, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Salmonellose: Die Vorstufe zur Meningitis
Eine Salmonellose manifestiert sich meist als akute Darmentzündung mit plötzlich einsetzendem Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein und manchmal Erbrechen. Häufig tritt leichtes Fieber auf. Die Symptome halten oft über mehrere Tage hinweg an. Bei Kleinkindern oder älteren Erwachsene kann die resultierende Dehydrierung stark ausgeprägt sein.
Von fokalen Absiedlungen der Erreger kann jedes Organ betroffen sein. Abszesse, septische Arthritis, Cholezystitis, Endokarditis, Meningitis, Perikarditis, Pneumonie, Pyodermie oder Pyelonephritis können als Komplikationen auftreten - insbesondere bei Menschen über 60 Jahren.
Symptome der Meningitis durch Salmonellen
Die Symptome einer Meningitis durch Salmonellen ähneln denen anderer bakterieller Meningitiden, können jedoch je nach Alter und allgemeinem Gesundheitszustand des Patienten variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Starke Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit
- Hohes Fieber
- Übelkeit und Erbrechen
- Lichtempfindlichkeit
- Bewusstseinstrübung
- Krampfanfälle
Bei Säuglingen und Kleinkindern können die Symptome weniger spezifisch sein und sich durch Reizbarkeit, Lethargie, Trinkschwäche, vorgewölbte Fontanelle und Hautausschläge äußern.
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Diagnose der Meningitis durch Salmonellen
Die Diagnose einer Meningitis wird in der Regel anhand einer Lumbalpunktion gestellt, bei der eine Probe der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) entnommen und auf Entzündungszeichen und Erreger untersucht wird. Bei Verdacht auf eine Meningitis sind Blut- und Liquoranalysen unverzichtbar. Im Blut finden sich entzündungstypische Veränderungen wie erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit, Leukozytenanzahl, C-reaktives Protein, Procalcitonin und Interleukin-6. Bei bakterieller Meningitis sind eine Leukozytose mit Neutrophilie und Linksverschiebung sowie erhöhte CRP- und Procalcitoninkonzentrationen zu erwarten. Darüber hinaus wird eine Blutkultur angesetzt.
Der Liquor wird mittels Lumbalpunktion untersucht. Beurteilt werden Zellzahl und Zelldifferenzierung, Proteingehalt, Grampräparat, Glucose und Laktat. Zudem wird eine Liquorkultur bebrütet. Muss mit einer Antibiose vor der ersten Liquorpunktion begonnen werden, sollte zunächst ein Latexagglutinationstest erfolgen. Damit sind Bakterien wie Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae über einen Antigennachweis im Nativliquor nachzuweisen.
Liquorbefunde bei Meningitis
Je nach Ursache der Meningitis unterscheiden sich die Liquorbefunde. Als Referenz bei gesunden Menschen erscheint die Flüssigkeit klar, die Zellzahl ist unter 5/µl, der Laktatwert beträgt 1,5 bis 2,1 mmol/l, die Gesamtproteinkonzentration 150 bis 400 mg/l und der Glucosegehalt liegt zwischen 2,7 bis 4,2 mmol/l (Liquor-Serum-Quotient > 0,5). Unterschiedliche Meningitiden sind mit folgenden Befunden assoziiert:
- Bakterielle Meningitis: Flüssigkeit trüb bis eitrig, Glucose erniedrigt, Protein erhöht, Laktat deutlich erhöht (> 3,5 mmol/l), Zellzahl erhöht (1.000 bis 6.000), massive Granulozytose (Neutrophilie)
- Tuberkulöse Meningitis: Flüssigkeit klar - aber mit weiß-gelblichen, schleierartigen Gerinnseln (Spinngewebsgerinnsel), Glucose erniedrigt, Protein erhöht, Laktat erhöht (> 2,5 mmol/l), Zellzahl erhöht (30 bis 500), Lymphozytose, Monozytose, Granulozytose (buntes Bild)
- Virale Meningitis: Flüssigkeit klar, Glucose normal, Protein normal (evtl. leicht erhöht), Laktat normal, Zellzahl erhöht (10 bis 500), Lymphozytose, evtl. Monozytose
Im Falle einer Meningitis durch Salmonellen würde die Liquoranalyse typischerweise eine erhöhte Zellzahl, einen erhöhten Proteingehalt und einen niedrigen Glukosegehalt zeigen. Die Liquorkultur würde das Vorhandensein von Salmonellen bestätigen.
Behandlung der Meningitis durch Salmonellen
Die Behandlung der Meningitis durch Salmonellen erfordert eine sofortige Antibiotikatherapie. Da Salmonellen zunehmend Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika entwickeln, ist es wichtig, die Empfindlichkeit der isolierten Salmonellen gegenüber verschiedenen Antibiotika zu testen und die Therapie entsprechend anzupassen. In Abhängigkeit von den Ergebnissen der Resistenztestung können Cephalosporine der 3. Generation, Co-Trimoxazol, Ampicillin oder (bei Erwachsenen) auch Fluorochinolone wie Ciprofloxacin angewendet werden.
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Neben der Antibiotikatherapie ist es wichtig, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Dies kann die Verabreichung von Flüssigkeiten zur Behandlung von Dehydration, die Gabe von Antipyretika zur Senkung des Fiebers und die Anwendung von Antikonvulsiva zur Kontrolle von Krampfanfällen umfassen. In schweren Fällen kann eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich sein, um die Atmung und den Kreislauf zu unterstützen.
Prävention der Meningitis durch Salmonellen
Die beste Möglichkeit, einer Meningitis durch Salmonellen vorzubeugen, ist die Vermeidung von Salmonelleninfektionen. Dies kann durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
- Sorgfältige Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und Wasser, insbesondere nach dem Kontakt mit rohen Lebensmitteln und nach dem Toilettengang.
- Sichere Lebensmittelzubereitung: Gründliches Erhitzen von Lebensmitteln, insbesondere von Geflügel, Eiern und Milchprodukten, um Salmonellen abzutöten. Vermeidung des Verzehrs von rohen oder nicht ausreichend erhitzten tierischen Produkten.
- Getrennte Lagerung von Lebensmitteln: Vermeidung der Kreuzkontamination von rohen und gekochten Lebensmitteln durch getrennte Lagerung und Verwendung unterschiedlicher Schneidebretter und Utensilien.
- Sicheres Trinkwasser: Verwendung von sauberem und sicherem Trinkwasser.
Salmonellenvergiftung: Was ist das?
Eine Salmonellenvergiftung (Salmonellose) ist ganz allgemein eine Infektion mit bestimmten Bakterien: den Salmonellen. Sie verläuft unterschiedlich - je nachdem, um welche Salmonellenart es sich handelt und wie die Verfassung des Betroffenen ist. Bei manchen Menschen zeigt sich eine Salmonellenvergiftung in Form einer Darmentzündung, in einigen Fällen zeigt sie sich systemisch, also im ganzen Körper. Dann sprechen Mediziner von einer typhösen Erkrankung.
Was sind Salmonellen?
Salmonellen sind bewegliche, stäbchenförmige Bakterien, die in menschliche Zellen eindringen. Man unterscheidet zwei Arten: Salmonella enterica und Salmonella bongori. Die erste Art, Salmonella enterica, wird in sechs Unterarten und über 2.000 sogenannte Serovare eingeteilt, die zum Teil unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen. Manche dieser Serovare tragen Eigennamen wie:
- Salmonella typhi: Typhuserreger
- Salmonella parathyphi (A, B, C): Paratyphuserreger
- Salmonella enteritidis (und Salmonella typhimurium): Enteritiserreger
Die Erreger von Typhus und Paratyphus lösen nur bei Menschen eine Erkrankung aus. Sie gelangen vom Darm in das Blut, verteilen sich über die Blutbahn im ganzen Körper und lösen in schweren Fällen eine gefährliche Blutvergiftung (Sepsis) aus. Die Enteritiserreger kommen sowohl bei Mensch als auch Tier vor und verlassen den Darm meist nicht. Sie verursachen Brechdurchfälle.
Salmonellen sind - selbst im Gefrierschrank - mehrere Monate überlebensfähig und passen sich ihrer Umgebung sehr gut an. Dies hat besonders für die Salmonellen-Enteritis Bedeutung: Salmonella enteritidis kommt häufig in Geflügel vor. Aufgetautes Geflügel und das Auftauwasser enthalten mitunter eine große Zahl von Salmonellen und führen in diesem Fall leicht zu einer Salmonellenvergiftung.
Salmonellenvergiftungen: Häufigkeit
Die bereits in der Antike bekannte Salmonellenvergiftung gewann im 19. und 20. Jahrhundert an Bedeutung. Durch eine Verbesserung der Wasserversorgung, Sanitäranlagen und Hygiene sowie der Einführung der Antibiotika wurden solche Infektionen eingedämmt. Die Salmonellen-Enteritis ist nach der Campylobacter-Infektion die zweithäufigste meldepflichtige lebensmittelbedingte Darmerkrankung in Europa. Diese Form der Salmonellenvergiftung tritt vor allem bei Kleinkindern und im Sommer auf.
An Typhus abdominalis erkranken weltweit pro Jahr geschätzte elf bis 21 Millionen Menschen. Zwischen 128.000 und 161.000 der Betroffenen sterben daran. Am größten ist das Erkrankungsrisiko in Indien und Pakistan. Die meisten in Europa vorkommenden Fälle treten nach Reisen in (sub-)tropische Gebiete auf. Paratyphus, eine typhusähnliche Erkrankung, tritt ebenfalls selten in Europa auf und kommt meist in Folge von Reisen nach Indien und in die Türkei vor.
Jeder Verdacht auf Salmonellen-Enteritis, Typhus oder Paratyphus muss dem Gesundheitsamt gemeldet werden (Meldepflicht), weil Salmonellen ansteckend sind. Ebenfalls meldepflichtig sind die festgestellte Erkrankung und der Tod durch eine Salmonellenvergiftung. Wer in Schulen, Kindergärten und ähnlichen Gemeinschaftseinrichtungen oder in Lebensmittelbetrieben tätig ist, darf in bestimmten Fällen schon bei Verdacht auf eine Salmonellenvergiftung nicht mehr arbeiten. Das Gesundheitsamt überwacht Erkrankte und erlaubt die Arbeit erst wieder, wenn in drei Stuhlproben keine Salmonellen mehr nachweisbar sind.
Lebensmittelvergiftung: Symptome
Typische Symptome einer Lebensmittelvergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe. Die Beschwerden setzen oft wenige Stunden nach dem Verzehr ein. In schweren Fällen kann es zu intensivem Erbrechen und blutigem Durchfall kommen. Je nachdem, wodurch die Lebensmittelvergiftung ausgelöst wurde, treten unterschiedliche Symptome auf.
Klassische Anzeichen einer Lebensmittelvergiftung, die fast immer auftreten, sind:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Bauchkrämpfe
Meist machen sich bei einer Lebensmittelvergiftung die Symptome innerhalb weniger Minuten bis Stunden nach dem Verzehr des verdorbenen oder giftigen Lebensmittels bemerkbar. In seltenen Fällen von Lebensmittelvergiftungen - etwa bei einer Infektion mit dem Bakterium Campylobacter - beträgt diese sogenannte Inkubationszeit aber möglicherweise auch mehrere Tage. Oft sind die Symptome der Lebensmittelvergiftung nur mäßig ausgeprägt und verschwinden nach einigen Tagen von alleine wieder. Manchmal kommt es aber auch zu einer schweren Vergiftung mit sehr ausgeprägten Beschwerden wie heftigem Erbrechen, stark blutigem Durchfall oder mehr als zehn Durchfällen pro Tag. Spätestens dann ist es ratsam, zum Arzt zu gehen!
Lebensmittelvergiftung durch Krankheitserreger
Bei einer Lebensmittelvergiftung durch Krankheitserreger (Lebensmittelinfektion) hängt das genaue Beschwerdebild von der Art des Erregers ab, mit dem man sich angesteckt hat. Wichtige Infektionen sind Salmonellose, Listeriose und Botulismus:
- Salmonellose: Symptome einer Lebensmittelvergiftung durch Salmonellen sind neben den oben erwähnten Beschwerden besonders Schüttelfrost und Fieber. Manchmal verläuft eine Infektion mit Salmonellen aber auch symptomlos.
- Listeriose: Eine Listerien-Infektion ruft bei sonst gesunden Menschen meist keine Symptome hervor. Wenn Beschwerden auftreten, handelt es sich oft um Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber, Erbrechen und Durchfall. Weitere Beschwerden sind möglich, wenn sich die Listerien auf andere Organsysteme ausbreiten. Besonders gefährlich ist es, wenn sie ins Gehirn eindringen und dort eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hervorrufen. Eine derartige Lebensmittelvergiftung äußert sich durch hohes Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteife. Zudem ist es möglich, dass die Listerien in das Blutsystem gelangen und eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen. Auch eine Entzündung der Herzinnenwand (Endokarditis) oder eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) sind mögliche Folgen/Folgeschäden einer Lebensmittelvergiftung durch Listerien. Anfällig für solche schweren Komplikationen sind vor allem Säuglinge, ältere Menschen sowie Personen, deren Immunsystem durch andere Erkrankungen oder Medikamente stark geschwächt ist. Besonders gefährlich ist diese Art der Lebensmittelvergiftung zudem in der Schwangerschaft: Eine Listerien-bedingte Lebensmittelvergiftung bei der werdenden Mutter löst unter Umständen eine Fehl- oder Totgeburt aus.
- Botulismus: Botulismus wird durch Bakterien vom Typ Clostridium botulinum (Clostridien) ausgelöst. Symptome dieser Infektion betreffen das Nervensystem, weil die Bakterien dieses befallen: Etwa 20 bis 36 Stunden nach dem Verzehr Clostridien-verseuchter Nahrungsmittel treten erste Lähmungserscheinungen der Augenmuskulatur auf. Später kommt es zu einer Schwächung der gesamten Skelettmuskulatur, Sprechstörungen, einem verlangsamten Herzschlag und erniedrigtem Blutdruck sowie Verstopfung und Harnverhalt. Typisch sind auch ein trockener Mund, Schluck- und Sehstörungen, erweiterte Pupillen, herabhängende Augenlider und herabgesetzte Reflexe. Gefährlich wird es, wenn Nerven betroffen sind, die für die Atmung verantwortlich sind. Ohne maschinelle Beatmung ist eine Lebensmittelvergiftung mit Clostridien dann unter Umständen tödlich (Atemstillstand). Aus diesem Grund ist es wichtig, die Patienten immer im Krankenhaus zu behandeln.
Andere bakterielle Ursachen und deren Symptome
Es gibt noch viele andere Krankheitserreger, die potenziell für eine Lebensmittelinfektion verantwortlich sind. Hier einige Beispiele und typische Symptome der Infektion:
- Escherichia coli: Eine E.-coli-Infektion löst zunächst wässrigen, später blutigen Durchfall aus.
- Staphylokokken: Symptome sind Untertemperatur und Kreislaufschwäche
- Yersinien: Häufige Krankheitssymptome sind Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Fieber.
- Campylobacter: Symptome einer Lebensmittelvergiftung durch Campylobacter sind hohes Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit und wässriger Durchfall.
- Shigellen: Eine durch Shigellen verursachte Lebensmittelvergiftung verursacht krampfartige Bauchschmerzen, schmerzhaften Stuhlgang und Durchfall.
Lebensmittelvergiftung durch Pilze
Zu den Symptomen einer pilzbedingten Lebensmittelvergiftung zählen:
- Magenschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Schweißausbrüche
- Schüttelfrost
- Schwindelgefühl
- Bewusstseinsstörungen
- Wahrnehmungsstörungen
- Luftnot
- Herzrasen
- Gleichgewichtsstörungen
Das Ausmaß der Vergiftungsbeschwerden hängt von der Art und Menge des aufgenommenen Pilzgiftes ab. Aus diesem Grund ist es wichtig, den alarmierten Arzt darüber zu informieren, welche Pilze man (vermutlich) verzehrt hat. Zudem ist es sehr hilfreich, wenn man noch einen Rest der Mahlzeit oder Erbrochenes aufbewahrt. So hat der Arzt die Möglichkeit, die Probe zu analysieren. Vergiftungssymptome treten möglicherweise auch auf, wenn man verschimmelte Lebensmittel (Schimmel) verzehrt hat. So produzieren manche Schimmelpilze sogenannte Aflatoxine, welche die Leber stark schädigen.
Lebensmittelvergiftung durch Fische, Muscheln, Krebse
Eine Vergiftung durch verzehrte Fische, Muscheln oder Krebse äußert sich durch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Lebensmittelvergiftung durch Pflanzen
Beispiele für Giftpflanzen und die von ihnen ausgelösten Vergiftungssymptome sind:
- Efeu: In hoher Dosis Magenbeschwerden und Fieber
- Eibe: Kreislaufstörungen, Atemlähmung, Bewusstseinstrübung
- Goldregen: Lähmung bis Atemstillstand
- Engelstrompete: Einschränkung des Bewusstseins, Herzversagen
- Herbstzeitlose: Übelkeit, Atemlähmung
- Maiglöckchen: Lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen
- Eisenhut: Unterkühlung, Krämpfe, Herz- bzw. Atemlähmung, Tod
- Fingerhut: Herzrhythmusstörungen, Entzündungen, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Halluzinationen
- Bilsenkraut: Halluzinationen, Herzbeschwerden
Verständigen Sie sofort den Notarzt, wenn Sie glauben, dass Sie oder Ihr Kind giftige Pflanzen gegessen haben!
Lebensmittelvergiftung durch Schadstoffe
Art und Schwere der Symptome hängen vom Schadstoff und der aufgenommenen Menge ab. Beispielsweise sind organische Bleiverbindungen in der Lage, das Zentralnervensystem zu stören und dadurch Halluzinationen, Erregungszustände und Krämpfe auszulösen. Als Spätfolgen dieser Art der Lebensmittelvergiftung treten gegebenenfalls Parkinson-ähnliche Symptome und Lähmungen auf.
Was tun bei einer Lebensmittelvergiftung?
Bei starken Beschwerden, wie heftiger Übelkeit, Erbrechen oder sogar blutigem Durchfall, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt ganz besonders, wenn kleine Kinder, ältere Menschen oder Schwangere an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt sind. Wenn nicht klar ist, welches Lebensmittel die Symptome verursacht hat, sollte man dem Arzt einige Proben der zuletzt verzehrten Speisen für eine Laboranalyse geben. Dies gilt insbesondere nach einer Pilzmahlzeit. Dann kann es nötig sein, ein spezifisches Gegengift zu verabreichen.
Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass Patienten ausreichend viel trinken und ihren Elektrolythaushalt ausgleichen. Dem Kranken am besten Tee mit Zucker oder Wasser sowie eine Elektrolytlösung aus der Apotheke geben.
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