Einführung
Der menschliche Körper ist ein komplexes System, in dem Muskeln, Sehnen, Bänder und Nerven zusammenarbeiten, um Bewegung, Stabilität und Schutz zu gewährleisten. Diese Strukturen bilden den Bewegungsapparat, der uns ermöglicht, uns fortzubewegen, Gegenstände zu manipulieren und unsere Körperhaltung aufrechtzuerhalten. Ein tiefes Verständnis ihrer Funktionen, Strukturen und potenziellen gesundheitlichen Herausforderungen ist entscheidend, um sie besser zu pflegen und möglichen Problemen vorzubeugen.
Sehnen: Die Verbindungsstücke zwischen Muskeln und Knochen
Sehnen (lat. tendo) bilden das Verbindungsstück zwischen Muskeln und Knochen. Sie ermöglichen uns Bewegung, indem sie, ähnlich wie die Fäden einer Marionette, die Kraft vom Muskel auf die Knochen übertragen. Dabei können sie teilweise unglaublichen Zugbelastungen von bis zu einer Tonne pro Quadratzentimeter standhalten.
Aufbau der Sehnen
Sehnen bestehen aus stabilen Kollagenfasern, dem kollagenen Bindegewebe. Die Kollagenfasern sind zu Bündeln vereinigt und von einer schützenden Sehnenhaut (Peritendineum) umgeben. Diese ermöglicht ein reibungsloses Gleiten der Sehne über den Knochen. Einige Sehnen sind zudem über mehr oder weniger weite Strecken von Sehnenscheiden umgeben. Sie schützen die Sehnen und dienen als Führungskanal.
Arten von Sehnen
Es werden in der Anatomie verschiedene Sehnenarten unterschieden:
- Ursprungssehnen: Sie sind näher an der Körpermitte und an dem weniger beweglichen Skelettteil befestigt.
- Ansatzsehnen: Vom selben Muskel ausgehend liegen sie weiter vom Rumpf entfernt.
- Zwischensehnen: Sie verlaufen quer zur Faserrichtung des Muskels und teilen diesen in Segmente. Auch der gerade Bauchmuskel wird durch mehrere Zwischensehnen unterteilt, d.h. ohne Sehne wäre der berühmte Waschbrettbauch gar nicht möglich.
- Flächige Sehnenplatten (Aponeurosen): Sie bestehen aus mehreren übereinander gelagerten Kollagenfaserschichten und verbinden mehrere Muskeln gleichzeitig. Dabei dienen sie nicht nur der Kraftübertragung, sondern auch der Stabilisierung und schützen z.B. Blutgefäße.
Die stärkste und wohl bekannteste Sehne des menschlichen Körpers ist die Achillessehne.
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Bedeutung für die Bewegung
Wenn wir eine Bewegung ausführen, sind es die Muskeln, die zuerst reagieren und die Bewegung initiieren. Diese Muskelkontraktionen werden dann an die Sehnen weitergeleitet, die ihrerseits die Knochen bewegen. Sehnen ermöglichen uns Bewegung, indem sie die Kraft eines Muskelzuges auf die Skelettteile übertragen. Es wird in Zug- und Gleitsehnen unterschieden. Zugsehnen werden nur auf Zug belastet und verlaufen in der Wirkungsrichtung des Muskels. Dementgegen decken sich die Wirkungsrichtung des Muskels und der Verlaufsrichtung der Sehnen nicht bei Gleitsehnen, da sie z.B.
Gesundheitliche Herausforderungen der Sehnen
Werden die Sehnen übermäßig gefordert, kann es zu Reizungen und Entzündungen der Sehne kommen, die mit eingeschränkter Beweglichkeit, Belastungsschmerzen und Schwellungen einhergehen. Auch die Sehnenscheiden werden häufig in Mitleidenschaft gezogen. Langes Arbeiten am PC führt zum Beispiel nicht selten zu einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) im Handgelenk, dem sogenannte Mausarm. Aber auch das häufige Tippen auf dem Smartphone, ausgedehntes Üben eines Musikinstrumentes, einseitige handwerkliche Tätigkeiten oder monotone Bewegungsabläufe beim Sport (z.B. Besonders betroffen sind die Sehnen im Bereich der Schulter, des Ellenbogens und des Handgelenks. Durch die Entzündung werden oftmals auch die Oberflächen von Sehne und Sehnenscheide verändert, wodurch ein fühl- und hörbares „Schneeballknirschen“ bei Bewegung entsteht. Darüber hinaus kann es zu einer knötchenartigen Verdickung der Sehne kommen, so dass sie nicht mehr frei gleiten kann und das Beugen und Strecken der Gliedmaßen eingeschränkt wird. Nehmt also erste Symptome einer Sehnenscheidenentzündung nicht auf die leichte Schulter, sondern sucht bei Beschwerden zügig einen Arzt auf. Neben dauernder Überlastung, setzen auch ruckartige, schnelle Bewegungen den Sehnen zu. Ist die Belastung zu groß, kann eine Sehne sogar reißen. Bei Sportarten wie Fußball, Handball oder Tennis ist vor allem die Achillessehne gefährdet. Ein lauter, peitschenähnlicher Knall kündigt dann den Riss unserer dicksten Sehne an. Schwellungen und Schmerzen folgen. Völlig intakte Achillessehnen reißen allerdings selten. Meist war das Gewebe schon vorher geschädigt. Verschiedene Medikamente, chronische Fehl- und Überbelastung, mangelnde Bewegung, Stoffwechselstörungen (z.B.
Pflege und Vorbeugung von Sehnenproblemen
Da Sehnen sehr wenige Blutgefäße enthalten, läuft ihr Stoffwechsel nur langsam ab. Im Vergleich zu Knochen und Muskeln regenerieren Sehnen daher auch schleppender und heilen nach einer Verletzung nur mühselig. Überspannt den Bogen also nicht und passt also gut auf Eure Sehnen auf! Haltungsänderungen, regelmäßige Pausen, Stützbandagen und ergonomische Werkzeuge können Euch helfen, Sehnenreizungen vorzubeugen. Und…bewegt Euch! Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern trainiert auch die Sehnen.
Bänder: Stabilisatoren der Gelenke
Bänder, die überwiegend aus Bindegewebe bestehen, spannen sich von einem Knochen zum anderen und bieten Stabilität sowie Unterstützung für unsere Gelenke. Sie verbinden die Knochen miteinander und sind nur in geringem Umfang dehnbar. Bänder sind Stränge aus festem Bindegewebe. Sie ziehen sich über die gesamte Länge der Wirbelsäule und verbinden die einzelnen Wirbel miteinander. Vorne und hinten verläuft jeweils ein Band entlang der Wirbelsäule. Das vordere Längsband ist mit den Wirbeln verwachsen, das hintere mit den Bandscheiben. Die Spannung der Bänder verändert sich mit der Höhe der Bandscheiben. Sinken die Bandscheiben zusammen, verringert sich automatisch die Haltespannung der Bänder. Die Folge: Wir laufen leicht vornübergebeugt und der Rücken verliert an Stabilität.
Funktion der Bänder
Bänder sind dafür zuständig, Gelenke zu stabilisieren. Sie können außerdem Bewegungen begrenzen. Wenn ein Band übermäßig gedehnt wird oder reißt, kann ein Gelenk instabil werden. Sie setzen sich aus vielen einzelnen Bindegewebssträngen zusammen und verhindern unter anderem, dass Gelenke verrutschen oder sich übermäßig bewegen.
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Gesundheitliche Herausforderungen der Bänder
Eine Bänderdehnung tritt auf, wenn ein Band über seine normale Kapazität hinaus gedehnt wird, ohne zu reißen. Es kann zu Schmerzen, Schwellungen und Instabilität im betroffenen Bereich kommen. Ein Sehnen- / Bänderriss kann von intensiven Schmerzen begleitet sein.
Pflege und Vorbeugung von Bänderproblemen
Eine gute Konditionierung und regelmäßiges Training können dabei helfen, Sehnen und Bänder zu stärken. Übungen, die sich auf Gleichgewicht, Koordination und Flexibilität konzentrieren, können besonders vorteilhaft sein. Daher können Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking und Yoga dabei helfen, diese Strukturen zu unterstützen und zu stärken. Es ist von zentraler Bedeutung, auf die Signale unseres Körpers zu hören und die Bedürfnisse unserer Sehnen und Bänder zu berücksichtigen. Dies bedeutet, dass wir nicht nur regelmäßig trainieren, sondern auch sicherstellen sollten, dass wir genügend Erholungszeit und richtige Ernährung erhalten. Das Vermeiden abrupter und unnatürlicher Bewegungen kann dabei helfen, Verletzungen vorzubeugen.
Muskeln: Die Motoren der Bewegung
Muskeln sind ein zentrales Element des menschlichen Lebens. In der Regel gibt es im menschlichen Körper 656 davon. Sie bestehen aus zu Muskelfaserbündeln zusammengefassten Muskelfasern, sind über den Sehnen an den Gelenken befestigt und machen je nach Trainingsstand zwischen 44 und 65 Prozent des gesamten Körpergewichts aus. Ein Muskel arbeitet nie allein. Bei jeder Bewegung des täglichen Lebens hilft mindestens einer der 655 anderen Muskeln mit. Es gibt im Körper verschiedene Arten von Muskeln. Die sogenannten Skelett-Muskeln halten den Körper aufrecht und sind für bewusste Bewegungen, wie zum Beispiel Laufen oder Schreiben, zuständig. Es gibt im Körper aber auch Muskeln, die wir nicht bewusst steuern können. Dazu gehören zum Beispiel der Herzmuskel oder die Muskulatur des Darms.
Arten von Muskeln
Generell unterscheidet man drei Arten von Muskeln:
- Skelettmuskulatur (quergestreifte Muskulatur): zuständig für die bewusst gesteuerten, aktiven Körperbewegungen. Quergestreifte Muskeln können sich auch unwillkürlich zusammenziehen; dann kommt es zum Muskelkrampf.
- Herzmuskulatur (quergestreifte Muskulatur): das Herz pumpt das Blut durch den Körper.
- Glatte Muskulatur: u. a. zuständig für nicht bewusst gesteuerte Bewegungen (z. B. Muskulatur des Darms, der Blutgefäße und Atemwege).
Zwei Drittel der Muskeln im Körper zählen zur Skelettmuskulatur. Quergestreifte Muskeln sind mit Sehnen an den Knochen befestigt und können mit Hilfe der Nerven willentlich gesteuert werden.
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Funktionen der Muskeln
Die Skelettmuskulatur sorgt für die Bewegung des menschlichen Körpers und seiner einzelnen Teile. Sie wird vom Gehirn gesteuert, wobei sich die Muskelfasern zusammenziehen und dadurch den gesamten Muskel anspannen. Die so entstehende Kraft hält die am Knochen befestigten Muskeln in ihrer Position oder ermöglicht Bewegung. Die Muskelkraft hält den Körper aufrecht, bringt ihn zum Laufen, lässt ihn Lasten tragen, arbeiten oder Sport treiben. Die einzelnen Muskeln können sich dabei jeweils komplexe in eine Richtung zusammenziehen. Daher benötigen Bewegungsabläufe immer mindestens zwei Muskeln. Diese teilen sich beispielsweise auf in Beuger und Strecker, die gegeneinander arbeiten, um ans Ziel zu kommen. Beim Beispiel der Bewegung des Armes wird der Armbeugemuskel - der Bizeps - angespannt, was auslöst, dass der Arm gebeugt wird. Durch Anspannen des Trizeps - des Armstreckermuskels - wird der Arm gestreckt. Die Muskulatur der inneren Hohlraum-Organe ist die sogenannte „Eingeweidemuskulatur“, die als glatte Muskulatur anders arbeitet als die Skelettmuskulatur und nur eine geringe Ermüdung vorweist. Sie sorgt beispielsweise in Speiseröhre, Magen und Darm für den Transport des Nahrungsbreies. Diese Muskulatur findet man aber auch in den Blutgefäßen, der Lunge, den Pupillen und anderen Organen. Bei der dritten Art, der Herzmuskulatur, sorgen die automatischen Pumpbewegungen dafür, dass ständig Blut durch den Körper fließt. Auch hier ohne Ermüdung und Unterbrechung.
Wichtige Muskeln im menschlichen Körper
Neben der Herzmuskulatur, die Blut und damit Nährstoffe in alle Körperteile pumpt, und der Eingeweidemuskulatur sind diese Muskeln verantwortlich für die Beweglichkeit des menschlichen Körpers:
- Brustmuskulatur: sorgt für die Bewegungen der Schulter, unterstützt gerichtete Armbewegungen und ist Teil der Atemhilfsmuskulatur, die bei verstärkter Ein- und Ausatmung zum Einsatz kommt.
- Rückenmuskulatur: sorgt für die Aufrichtung und Stabilisierung der Wirbelsäule.
- Bauchmuskulatur: sorgt für eine stabile Körperhaltung und unterstützt das Ausatmen.
- Schultermuskulatur: der Deltamuskel im Schultergelenk bewegt dieses, sorgt mit den restlichen Schultermuskeln für Drehbewegungen der Arme und unterstützt die Rückenmuskulatur.
- Ober- und Unterarmmuskulatur: Bizeps und Trizeps sorgen als Gegenspieler für das Beugen und Strecken der Arme.
- Ober- und Unterschenkelmuskulatur: Der Quadrizeps - ein vierköpfiger Muskel an der Vorderseite des Oberschenkels - ermöglicht das Strecken der Knie und stabilisiert diese.
Gesundheitliche Herausforderungen der Muskeln
Muskelbeschwerden treten in vielfältiger Form auf: von Muskelschmerzen über Muskelkrämpfe und Muskelschwäche bis hin zu Verletzungen oder gar Erkrankungen. Die Ursachen dafür sind ebenso vielfältig wie individuell verschieden. Muskelschmerzen treten häufig infolge von Überlastung oder Verletzungen auf. Aber auch Durchblutungsstörungen können eine Ursache für Schmerzen in der Muskulatur sein. Weitere Ursachen können sein:
- Zerrungen - z. B. nach Stürzen oder Unfällen
- Stress - wodurch sich die Muskeln verspannen können
- Dehydrierung - eine zu geringe Wasserzufuhr kann Schmerzen und Krämpfe begünstigen
- Schlechte Körperhaltung - falsches Stehen oder Sitzen kann die Muskeln belasten
- Schlafmangel - der Körper kann sich nicht erholen und ausruhen
Muskelkrämpfe können durch Mangel an Mineralstoffen wie unter anderem Magnesium, Chlorid, Calcium, Kalium oder Natrium auftreten. Muskelschwäche kann eine Folge körperlicher Inaktivität sein. Längere krankheitsbedingte Bettruhe oder das Ruhigstellen einzelner Extremitäten nach einer Verletzung können hier als Beispiele genannt werden. Eine Muskelerkrankung (Myopathie) kann sich beispielsweise durch Muskelschwund auszeichnen. Ursache kann hier u. a. eine genetische Veranlagung oder eine Muskelentzündung sein. Grob kann man sie wie folgt einteilen:
- Muskelkrämpfe: Hier ziehen sich abrupt und unwillkürlich einzelne Muskeln oder ganze Muskelgruppen zusammen, was starke Schmerzen verursachen kann. Die Krämpfe unterscheiden sich sowohl in ihrer Dauer als auch in ihrer Intensität und können generell fast jeden Körperteil betreffen.
- Einschränkung der Beweglichkeit: Bei Schmerzen wird der Körper häufig intuitiv in eine Schonhaltung versetzt, die die Beschwerden jedoch weiter verschlimmern kann.
- Schwellungen und Entzündungen: Neben tiefen Muskelschmerzen treten oft eine Steifigkeit der Gelenke, Brennen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl auf.
Pflege und Vorbeugung von Muskelproblemen
Muskelgesundheit kann einer der Schlüssel zum allgemeinen Wohlbefinden bis ins hohe Alter sein. Aufbau und Erhalt von Muskelmasse können das Risiko für Herzerkrankungen senken, bei der Gewichtsreduktion helfen, die Mobilität erhalten und ein längeres Leben ermöglichen. Unsere Muskeln können die Gelenke entlasten, Herz und Knochen stärken, die Leistungsfähigkeit steigern und den Stoffwechsel ankurbeln. Wichtig ist, dass alle Muskelpartien gleichmäßig trainiert werden. Hierzu ist es empfehlenswert, sich einen eigenen Trainingsplan zu erstellen. Folgende Muskelpartien lassen sich mit einfachen Übungen trainieren: Wichtig sind ausreichende Erholungs- und Ruhephasen zwischen den Übungen. Außerdem kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung die Trainingseffekte unterstützen.
Nerven: Die Informationsautobahn des Körpers
Das innerhalb der Wirbelsäule verlaufende Rückenmark und das Gehirn bilden das zentrale Nervensystem. Die übrigen Nerven gehören zum peripheren Nervensystem. Zwischen den Wirbeln treten Rückenmarksnerven, sogenannte Spinalnerven, aus dem Wirbelkanal aus. Spinalnerven leiten Signale zwischen Körper und zentralem Nervensystem, also Gehirn und Rückenmark, weiter. Die Ein- und Austrittsstelle nennt sich „Spinalnervenwurzel“. Sie ist besonders empfindlich. Kommt es beispielsweise aufgrund eines Bandscheibenvorfalls im Lendenbereich zu einer Druckbelastung der Spinalnervenwurzel, kann dies zu starken Rückenschmerzen sowie Gefühlsstörungen oder Lähmungen in den Beinen führen. Dann sollten Sie sofort ärztliche Hilfe suchen. Das System aus geschützt verlaufenden und sich immer weiter verzweigenden Nerven sorgt dafür, dass wir uns kontrolliert bewegen und unseren Körper steuern können.
Funktion der Nerven
Nerven spielen eine entscheidende Rolle bei der Steuerung der Muskelkontraktion, der Wahrnehmung von Empfindungen und der Koordination verschiedener Körperfunktionen. Sie leiten elektrische Signale zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers und ermöglichen so eine schnelle und effiziente Kommunikation.
Gesundheitliche Herausforderungen der Nerven
Nerven können durch Verletzungen, Entzündungen, Infektionen oder Kompression geschädigt werden. Nervenschäden können zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter Schmerzen, Taubheit, Kribbeln, Muskelschwäche und Lähmung.
Pflege und Vorbeugung von Nervenproblemen
Eine gesunde Lebensweise, die regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf umfasst, kann dazu beitragen, die Gesundheit der Nerven zu erhalten. Das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen, übermäßigem Alkoholkonsum und unkontrolliertem Diabetes kann ebenfalls dazu beitragen, Nervenschäden vorzubeugen.
Der Stütz- und Bewegungsapparat als Ganzes
Der menschliche Stütz- und Bewegungsapparat sorgt dafür, dass der Körper in seiner festgelegten Form bleibt, aber trotzdem zielgerichtet bewegt werden kann. Dafür ist er aus festen und beweglichen Organen zusammengesetzt. Die Knochen bilden zusammen das Skelett, das nicht nur die Aufgabe hat, die Form des Körpers zu bewahren, sondern auch Schutzfunktionen für die inneren Organe zu übernehmen. Beispiele sind das Becken und der Schädel. Die Muskeln verbinden zwei verschiedene Knochen, indem sie über mindestens ein Gelenk hinweg mit ihren Sehnen an den Knochen ansetzen. Nur dank unserer Muskeln können wir uns überhaupt bewegen. Wenn sich ein Muskel verkürzt, zieht er die beiden Knochen in deren Gelenk auf einander zu. Muskeln haben nur die Möglichkeit, sich zusammen zu ziehen, nicht aber, sich selbst in ihre Ausgangslage zurück zu dehnen. Dafür brauchen sie einen oder mehrere Muskeln, die auf der anderen Seite des Gelenks ansetzen und die entgegengesetzte Bewegung bewirken. Damit die Kraft, die von den Muskeln entwickelt wird, in Bewegungen der Knochen umgesetzt wird, müssen beide Baugruppen mit einander verbunden werden. Diese Aufgabe übernehmen die Sehnen. Bänder stützen die Gelenke und hemmen die Beweglichkeit der Knochen untereinander, damit Muskeln und Sehnen nicht überdehnt werden. Schleimbeutel sind zusätzliche Polster, die die Sehnen vor einem Durchscheuern schützen sollen. Alle Organe des menschlichen Stütz- und Bewegungsapparats können erkranken. Knochen und Gelenke können brechen oder gestaucht werden.
Die Bedeutung von Bewegung
Bewegung ist nicht nur Leben, sondern auch Medizin. Unser Körper wird durch fehlende Bewegung geschwächt. Das heißt aber auch, dass sich viele orthopädische Erkrankungen wie chronische Rückenschmerzen, Knie- und Hüftschmerzen durch geeignete Bewegungsprogramme wirksam lindern lassen. Um Krankheiten und damit verbundene weitreichende Folgen zu vermeiden und zu verhüten, ist regelmäßige körperliche Betätigung essenziell.
Tipps für einen gesunden Bewegungsapparat
Der BVOU unterstreicht zudem die Wichtigkeit von:
- Fokussierung auf eine gesunde Körperhaltung mit aufrechter Wirbelsäule
- Gelenkschonendes Verhalten im Alltag
- Erhalt und Verbesserung der Muskulatur und der Knochendichte
- Verringerung von Schonhaltungen in Job und Freizeit
- Dehnübungen und Beweglichkeitstraining für eine Gelenkbeweglichkeit
- Diverse Entspannungstechniken zur Auflösung von Muskelverspannungen
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