Epilepsie: Ursachen für plötzliches Verschwinden und umfassender Überblick

Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen, die durch eine Vielfalt von Erscheinungsformen gekennzeichnet ist. Diese Funktionsstörung des Gehirns manifestiert sich in Form von epileptischen Anfällen, die plötzlich und meist unprovoziert auftreten und in der Regel nur wenige Sekunden bis Minuten dauern. Das harmonische Zusammenspiel der Nervenzellen im Gehirn wird dabei abrupt gestört, was zu einer synchronen Entladung vieler Neuronen führt, die entweder einzelne Hirnregionen oder beide Hemisphären reizen kann.

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist durch wiederholte epileptische Anfälle gekennzeichnet, die nur durch geeignete therapeutische Maßnahmen wirksam behandelt werden können. Die Diagnose Epilepsie wird in der Regel gestellt, wenn mindestens zwei epileptische Anfälle im Abstand von mehr als 24 Stunden auftreten oder wenn ein einziger unprovozierter Anfall auftritt, aber die Wahrscheinlichkeit für weitere Anfälle in den nächsten zehn Jahren bei mindestens 60 Prozent liegt. Auch das Vorliegen eines Epilepsie-Syndroms, wie beispielsweise des Lennox-Gastaut-Syndroms (LGS), deutet auf eine Epilepsie hin.

Es wird geschätzt, dass etwa 2 bis 4 % aller Menschen im Laufe ihres Lebens einen einzelnen, isolierten epileptischen Anfall erleiden, während etwa 0,5 bis 1 % eine manifeste Epilepsie entwickeln. Die Inzidenz variiert je nach Lebensalter.

Gelegenheitsanfall vs. Epilepsie

Es ist wichtig, zwischen einem einmaligen "Gelegenheitsanfall" und einer manifesten Epilepsie zu unterscheiden. Etwa 5-10 % aller Menschen erleben einmal in ihrem Leben einen solchen Gelegenheitsanfall, der durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann. Bei einer Epilepsie liegt hingegen eine langfristige Veränderung des Gehirns vor, die sich in wiederholt auftretenden Anfällen äußert.

Ursachen und Auslöser von Epilepsie

Epilepsie kann verschiedene Ursachen haben, darunter genetische Faktoren, Hirnschäden durch Unfälle oder Krankheiten sowie Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt. In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache jedoch unbekannt.

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Arten von Anfällen

Epileptische Anfälle können sich sehr unterschiedlich äußern. Einige Patienten verspüren nur ein leichtes Zucken oder Kribbeln einzelner Muskeln, während andere kurzzeitig "wie weggetreten" sind (Absencen). Es gibt auch Anfälle, die mit Bewusstseinsverlust, Krämpfen und Stürzen einhergehen (tonisch-klonische Anfälle).

  • Generalisierte Anfälle: Betreffen beide Gehirnhälften von Beginn an.
    • Tonisch-klonische Anfälle: (früher Grand-mal-Anfälle): Verkrampfung des ganzen Körpers, Bewusstlosigkeit, Zuckungen, bläuliche Hautverfärbung, Einnässen, Speichelaustritt, Zungenbiss.
    • Absencen: Kurze Bewusstseinsaussetzer, oft als "Verträumtheit" verkannt, häufig bei Kindern und Jugendlichen.
  • Fokale Anfälle: Beginnen in einer Gehirnhälfte.
    • Mit oder ohne Bewusstseinsbeeinträchtigung: Eigenartiges Verhalten, Halluzinationen, Missempfindungen, Muskelzuckungen.
    • Fokal zu bilateral tonisch-klonisch: Beginnen fokal und entwickeln sich dann zu einem tonisch-klonischen Anfall.
  • Akut-symptomatische Anfälle: Werden durch akute Faktoren ausgelöst, z.B. Fieberkrämpfe bei Kindern, Unterzuckerung, Natriummangel, Vergiftung, Alkoholentzug, akute Hirnschäden.
  • Reflexepilepsie: Seltene Form, bei der Anfälle durch bestimmte Alltagssituationen ausgelöst werden, z.B. flackerndes Licht, Musik, warmes Wasser, Lesen oder Essen.

Anfallsauslöser

Bestimmte Faktoren können epileptische Anfälle auslösen oder begünstigen. Dazu gehören:

  • Schlafentzug
  • Erhöhter Alkoholkonsum oder abrupte Abstinenz
  • Drogenkonsum
  • Stress
  • Fieber
  • Flackerndes Licht
  • Hormonelle Veränderungen (z.B. während der Menstruation)

Es ist wichtig zu beachten, dass Anfälle durch Schlafentzug als unprovozierte Anfälle zählen, weil der Schlafentzug nur Anfallsauslöser ist, nicht der Grund für den Anfall.

Psychogene nichtepileptische Anfälle (PNEA)

Epilepsieähnliche Anfälle mit psychischen Ursachen werden oft mit epileptischen Anfällen verwechselt und können auch zusätzlich zu einer Epilepsie vorkommen. Mögliche Ursachen sind traumatische Erlebnisse oder belastende Lebensumstände, aber sie können auch ohne solche Umstände auftreten. Gegen PNEA helfen Psychoedukation (= Aufklärung über PNEA) und, wenn das nicht reicht, Psychotherapie, Antiepileptika sind hier wirkungslos. Die Abgrenzung ist wichtig für die Therapie und Verwechslungen können gefährlich sein.

Diagnose von Epilepsie

Die Diagnose von Epilepsie ist ein Prozess, bei dem verschiedene Untersuchungen durchgeführt und deren Ergebnisse aufeinander bezogen werden müssen.

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  • Anamnese: Eine detaillierte Beschreibung der Anfälle, idealerweise von Betroffenen und Zeugen. Videoaufnahmen können hilfreich sein.
  • Neurologische Untersuchung: Prüfung der neurologischen Funktionen.
  • Elektroenzephalographie (EEG): Messung der Hirnströme, um epileptische Aktivität festzustellen. Eine Langzeit-Video-EEG-Ableitung kann über mehrere Tage in einem spezialisierten Zentrum durchgeführt werden.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Bildgebung des Gehirns, um strukturelle Veränderungen als Ursache der Epilepsie zu erkennen.
  • Computertomogramm (CT): Kann in der Akutphase hilfreich sein, um beispielsweise Hirnblutungen als Auslöser des Anfalls zu entdecken.
  • Laboruntersuchungen: Blutuntersuchungen und Liquorpunktion, um andere Ursachen wie Entzündungen oder Stoffwechselstörungen auszuschließen.

Behandlung von Epilepsie

Die Epilepsiebehandlung zielt darauf ab, Anfälle zu verhindern oder zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Behandlung mit Antiepileptika ist die häufigste Therapieform bei Epilepsie. Antiepileptika wirken direkt auf das Nervensystem und die Nervenzellen. Sie sorgen dafür, dass die Reizweiterleitung der Nerven gehemmt und die Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn vermindert wird. Im Wesentlichen werden zwei Wirkmechanismen unterschieden: Die Blockierung epileptischer Impulse sowie das Verhindern der Ausbreitung epileptischer Aktivität.

  • Monotherapie: In der Regel wird zunächst ein einzelnes Antiepileptikum eingesetzt.
  • Kombinationstherapie: Bei unzureichender Wirksamkeit der Monotherapie können mehrere Antiepileptika kombiniert werden.
  • Regelmäßige Einnahme: Antiepileptika müssen regelmäßig und gemäß den Anweisungen des Arztes eingenommen werden, um wirksam zu sein.
  • Ausschleichen: Ein Absetzen der Medikamente sollte nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen und schrittweise erfolgen.

Epilepsiechirurgie

Bei manchen Patienten ist die Epilepsie mit Medikamenten nicht ausreichend behandelbar. Gehen die Anfälle immer von einer begrenzten Hirnregion aus (fokale Anfälle), ist es in manchen Fällen möglich, diesen Teil des Gehirns operativ zu entfernen (Resektion, resektive Operation). In vielen Fällen verhindert dies zukünftige epileptische Anfälle.

Die Epilepsiechirurgie ist eine erprobte und anerkannte Behandlungsform und wird in spezialisierten Zentren durchgeführt. Im Rahmen einer stationären prächirurgischen Abklärung sollte die Möglichkeit einer epilepsiechirurgischen Behandlung überprüft werden. Dabei untersucht man, ob die epileptischen Anfälle von einer bestimmten Stelle des Gehirns ausgehen und ob es möglich ist, diese operativ zu entfernen, ohne dass der Patienten Störungen im Bereich von Gedächtnis, Kraft oder Sprache erleidet.

  • Resektive Operation: Entfernung des anfallsauslösenden Hirngewebes.
  • Balkendurchtrennung (Kallosotomie): Durchtrennung des Verbindungsstücks zwischen den Gehirnhälften zur Reduktion von Sturzanfällen.
  • Nach der Operation und dem anschliessenden stationären Aufenthalt wird in der Regel ein weiterer stationärer Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik mit Epilepsie-Schwerpunkt (Medizinische Rehabilitation) empfohlen.
  • Innerhalb der ersten Jahre nach der Operation finden in unterschiedlichen Abständen Nachsorgeuntersuchungen statt, in die alle an der prächirurgischen Diagnostik und operativen Epilepsietherapie beteiligten Berufsgruppen (Ärzte, Neuropsychologie, Psychologie, Sozialdienst) mit eingebunden sind. Ebenso müssen die Medikamente zur Epilepsiebehandlung nach der Operation noch mehrere Jahre eingenommen werden. Sind dann keine weiteren Anfälle aufgetreten, kann nach Absprache mit dem behandelnden Arzt versucht werden, die Medikamente abzusetzen.

Neurostimulation

Im Gegensatz zur Epilepsiechirurgie kann mit der Neurostimulation keine Anfallsfreiheit erreicht werden. Allerdings bewirkt sie, je nach Art der Epilepsie und des eingesetzten Verfahrens, eine deutliche Minderung der Anfallsfrequenz bzw.

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Bei der Neurostimulation werden Strukturen im Gehirn oder solche, die dorthin führen (wie der Vagus-Nerv), mit niedriger Stromstärke stimuliert.

  • Vagusnerv-Stimulation (VNS): Ein Gerät wird unterhalb des Schlüsselbeins implantiert und stimuliert den Vagusnerv im Halsbereich.
  • Tiefe Hirnstimulation (THS): Elektroden werden in bestimmte Hirnstrukturen implantiert, um diese zu stimulieren.
  • Transkranielle Magnetstimulation (TMS): Stimulation des Gehirns durch die Schädeldecke mit Magnetfeldern.
  • Transkutane Vagusnervstimulation (tVNS): Weiterentwicklung der VNS, bei der keine Operation und kein Klinikaufenthalt erforderlich ist. Spezielle Nervenfasern werden hier über eine Ohrelektrode am Ohr durch sanfte elektrische Impulse aktiviert (Neurostimulation).

Alternative Behandlungen

Parallel zur medikamentösen Epilepsietherapie kann auch der verhaltenstherapeutische Ansatz der Anfallsselbstkontrolle in die Behandlung integriert werden.

Behandlung bei Status epilepticus

Ein Status epilepticus ist ein lebensbedrohlicher Zustand, bei dem ein epileptischer Anfall übermäßig lange andauert oder sich Anfälle wiederholt ohne dass der Patient zwischendurch das Bewusstsein wiedererlangt. In diesem Fall ist sofortige notärztliche Hilfe erforderlich.

  • Notfallmedikation: Verabreichung von Beruhigungsmitteln (Benzodiazepinen) durch Laien oder Notarzt.
  • Klinische Behandlung: Fortsetzung der Behandlung im Krankenhaus, ggf. mit Narkose und künstlicher Beatmung.

Leben mit Epilepsie

Ein Leben mit Epilepsie erfordert eine gute Selbstverwaltung und die Berücksichtigung bestimmter Sicherheitsvorkehrungen.

Erste Hilfe bei einem Anfall

  • Ruhe bewahren
  • Betroffene Person auf den Boden legen und vor Verletzungen schützen
  • Gegenstände entfernen, die zu Verletzungen führen könnten
  • Nicht festhalten oder versuchen, den Anfall zu unterbrechen
  • Auf die Uhr schauen und Dauer des Anfalls beobachten
  • Notruf 112 rufen, wenn der Anfall länger als 5 Minuten dauert, sich wiederholt oder Verletzungen vorliegen
  • Nach dem Anfall dabeibleiben, bis die betroffene Person wieder vollständig orientiert ist

Risikomanagement

  • Anfallskalender: Führen eines Anfallskalenders, um mögliche Auslöser zu erkennen.
  • Sicherheitsvorkehrungen: Anpassung der Wohnumgebung, um Verletzungen zu vermeiden (z.B. Polsterung scharfer Kanten).
  • Vermeidung von Risikosituationen: Vermeidung von Aktivitäten, die bei einem Anfall gefährlich sein könnten (z.B. Schwimmen, Klettern).
  • Information der Angehörigen: Aufklärung von Familie, Freunden und Kollegen über die Epilepsie und das Verhalten bei einem Anfall.
  • Epilepsie-Überwachungsgeräte: Können bei Anfällen mit Bewusstseinsverlust und Sturz helfen.
  • Epilepsie-Hunde: Warnhunde haben die Fähigkeit, einen kommenden Anfall zu spüren und warnen dann den Betroffenen, sodass dieser Zeit hat, sich z.B. vor Verletzungen zu schützen. Anzeigehunde lernen, einen tatsächlichen Anfall zu erkennen und dann in vorher geübter Art und Weise zu helfen, z.B.

Autofahren mit Epilepsie

Beim Autofahren mit Epilepsie geht es nicht nur um Ihre eigene Sicherheit, sondern auch um die Sicherheit anderer Menschen. Es gelten besondere Bestimmungen und Einschränkungen, die beachtet werden müssen.

Plötzlicher unerwarteter Tod bei Epilepsie (SUDEP)

SUDEP ist die Abkürzung für "sudden unexpected death in epilepsy". Wie auch beim sog. plötzlichen Kindstod können Menschen mit Epilepsie plötzlich und unerwartet versterben. Meistens werden Betroffene morgens tot im Bett gefunden. Die Todesursache lässt sich oft nicht klären. Das passiert zwar nur sehr selten, aber bei Menschen mit Epilepsie häufiger als bei Menschen ohne Epilepsie. Bei tonisch-klonischen Anfällen (Grand-mal-Anfällen) ist das Risiko besonders hoch, besonders wenn diese im Schlaf kommen.

Wahrscheinlich lässt sich SUDEP oft verhindern, wenn Betroffene nach einem tonisch-klonischen Anfall nicht allein bleiben. Anwesende können den Menschen nach dem Anfall ansprechen, berühren, rütteln, umdrehen und in die stabile Seitenlage bringen. Bei Atemaussetzern und Herzstillstand können sie einen Notruf absetzen und Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

Umgang mit Risiken

Es ist wichtig, sich umfassend über die Risiken von Epilepsie zu informieren und gemeinsam mit dem Arzt und den Angehörigen eine individuelle Strategie zum Risikomanagement zu entwickeln.

Epilepsie bei Kindern

Epilepsie kann auch bei Kindern auftreten und erfordert eine spezielleDiagnostik und Behandlung. In der Schön Klinik Vogtareuth sind wir bestens ausgerüstet, um selbst therapieschwierige Epilepsien zu behandeln. Für manche Kinder kommt ein epilepsiechirurgischer Eingriff infrage, dem ein aufwendiges Epilepsie-Monitoringvorausgeht.

  • Ursachen: Störungen der Hirnreifung während der Schwangerschaft oder Geburtskomplikationen können ebenfalls eine Epilepsie auslösen. Im Jugendalter sind dann eher Unfälle und Gehirntumore die Verursacher der Erkrankung. In vielen Fällen ist allerdings keine konkrete Ursache erkennbar.
  • Diagnostik: Mit unserer modernen Monitoring-Unit für Kinder sind wir eine der wenigen Kliniken in Deutschland, die ein präzises und intensives Video-EEG durchführen können. EEG-überwacht, um Anfallsverläufe aufzeichnen zu können. Als eine der wenigen Kliniken in Deutschland implantieren wir Tiefenelektroden in das Gehirn. Dieses Verfahren erlaubt uns eine noch akkuratere Messung der Hirnströme und somit eine exakte Diagnose. Mithilfe des robotergestützten Navigationssystems ROSA setzt unser neurochirurgisches Personal oft weit über zehn Tiefenelektroden in das Gehirn. Dank der Roboter-Assistenz geschieht dies sehr rasch und die Narkosezeit kann erheblich verkürzt werden. Der Roboter greift auf vorher eingespeiste Computerdaten zurück und weist dem Operateur den Weg. Dadurch können die Elektroden ganz präzise eingebracht werden. Anhand genauester Daten kann nun unser kinderneurologisches Personal gemeinsam mit dem neurochirurgischen Operierenden entscheiden, welche Abschnitte des Gehirns entfernt werden können, ohne wichtige Gehirnfunktionen zu schädigen. Ziel dabei ist meist die Anfallsfreiheit, manchmal auch eine Reduktion belastender Anfälle. Die Magnetresonanztomografie (MRT) liefert uns hochauflösende Bilder: Hier können selbst feinste Veränderungen im Gehirn sichtbar gemacht werden. Dank der funktionellen MRT können außerdem wichtige funktionstragende Areale lokalisiert werden. Zudem setzt unser ärztliches Personal das sogenannte Fibertracking-Verfahren ein. Dabei werden aus den MRT-Aufnahmen die Verläufe einzelner Nervenfasern im Gehirnre konstruiert. Kombiniert mit der Neuronavigation bietet Fibertracking einen bedeutenden Fortschritt für mikrochirurgische Therapie-Ansätze.

Die Frage nach dem plötzlichen Verschwinden von Epilepsie

Es ist wichtig zu verstehen, dass Epilepsie in den meisten Fällen eine chronische Erkrankung ist. Es gibt jedoch Situationen, in denen es zu einer deutlichen Verbesserung oder sogar zum Verschwinden der Anfälle kommen kann.

Remission

Eine Remission liegt vor, wenn ein Patient über einen längeren Zeitraum anfallsfrei ist, in der Regel mindestens fünf Jahre, ohne Antiepileptika einzunehmen. Dies kann bei bestimmten Epilepsieformen oder nach erfolgreicher Behandlung einer zugrunde liegenden Ursache der Fall sein.

Spontanheilung

In seltenen Fällen kann es zu einer spontanen Heilung von Epilepsie kommen, bei der die Anfälle ohne erkennbare Ursache oder Behandlung verschwinden. Die genauen Mechanismen dahinter sind jedoch nicht vollständig verstanden.

Fehlinterpretation der Diagnose

Es ist auch möglich, dass eine vermeintliche Epilepsie in Wirklichkeit eine andere Erkrankung war, die fälschlicherweise als Epilepsie diagnostiziert wurde. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass die Anfälle verschwinden, weil die zugrunde liegende Erkrankung behandelt wurde oder sich von selbst gebessert hat.

Bedeutung der kontinuierlichen Betreuung

Auch wenn die Anfälle verschwunden sind, ist eine kontinuierliche Betreuung durch einen Neurologen wichtig, um das Risiko eines Rückfalls zu minimieren und die allgemeine Gesundheit zu überwachen.

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