Rauchen nach einer Weisheitszahn-OP: Was Sie wissen müssen

Ein Facelift kann das Erscheinungsbild nachhaltig verjüngen. Bereits ab dem 30. Lebensjahr zeigen sich erste Anzeichen von Hautalterung im Gesicht, wie zum Beispiel Falten auf der Stirn, um die Augen und um den Mund herum. Dies entsteht durch eine nachlassende Hautelastizität, Volumenverlust sowie durch die Schwerkraft, welche zu hängender Haut im Kinn- und Halsbereich führt. Auch die erschlaffende Muskulatur des Unterhautgewebes trägt zu einem gealterten Aussehen bei.

Die Entfernung von Weisheitszähnen ist ein Routineeingriff, aber das Rauchen danach kann den Heilungsprozess erheblich beeinträchtigen. Es ist wichtig, die Risiken zu verstehen und die richtigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Dieser Artikel beleuchtet die Auswirkungen des Rauchens nach einer Weisheitszahn-OP und gibt Ratschläge für eine schnelle und problemlose Genesung.

Warum Rauchen nach einer Weisheitszahn-OP schädlich ist

Rauchen ist nicht nur schädlich für Blutgefäße, Herz und Lunge. Es gefährdet auch die Zahn-, Zahnfleisch- und Kiefergesundheit. Nikotin und die vielen anderen schädlichen Substanzen im Zigarettenrauch können den Blutfluss verringern, was die Wundheilung verlangsamt.

Erhöhtes Infektionsrisiko

Rauchen kann das Risiko von Infektionen erhöhen, da es das Immunsystem schwächt und die Durchblutung im operierten Bereich einschränkt. Die rauchertypischen Verfärbungen der Zähne und die geschwächten Abwehrkräfte sorgen für mehr Zahnbeläge und damit eine erhöhte Karies-Anfälligkeit.

Trockenes Zahnfach (Alveolitis sicca)

Dies ist eine schmerzhafte Komplikation, bei der das Blutgerinnsel, das die Wunde schützt, sich auflöst oder gar nicht erst bildet. Ein fehlendes Blutgerinnsel kann dazu führen, dass der Knochen und die Nervenenden freiliegen, was extreme Schmerzen verursacht.

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Verzögerte Heilung

Die durch das Rauchen verursachte verminderte Durchblutung kann dazu führen, dass die Heilung der Wunde wesentlich länger dauert als normal. Die Heilungsprozesse des Körpers sind auf eine gute Durchblutung angewiesen, um Nährstoffe und Sauerstoff zu den betroffenen Geweben zu transportieren. Genau wie die allgemeine Wundheilung ist bei Rauchern auch die regenerative Fähigkeit des Zahnfleisches stark eingeschränkt. Daher schreitet Parodontitis bei Rauchern nicht nur schneller voran, sondern auch die Heilung ist erschwert. So legt sich das Zahnfleisch nach erfolgter Therapie schlechter wieder an den Zahnhals an und die Zahnfleischtaschen bilden sich weniger zurück.

Risiko von Parodontitis

In Abhängigkeit von der Anzahl gerauchter Zigaretten pro Tag haben Raucher ein bis zu 20-mal höheres Risiko, an Parodontitis zu erkranken als Nichtraucher. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass mehr als 70 Prozent der Parodontitispatienten Raucher sind. Parodontitisbehandlungen sind bei Rauchern aus diesem Grund nicht so erfolgreich wie bei Nichtrauchern.

Erhöhtes Risiko für Implantatverlust

Rauchen erhöht das Risiko für Parodontitis und damit den Kieferknochenabbau. Nikotin und Schadstoffe im Tabakrauch können Entzündungen fördern und die Heilung des Implantats verzögern oder erschweren. Das erhöhte Verlustrisiko bei Implantaten entsteht zum Beispiel dadurch, dass sich bei Rauchern häufiger das Gewebe um das Implantat entzündet (Periimplantitis). Wenn diese Entzündung nicht gestoppt werden kann, führt dies im schlimmsten Fall zum Verlust des Implantats.

Erschwertes Anlegen des Zahnfleisches

Genau wie die allgemeine Wundheilung ist bei Rauchern auch die regenerative Fähigkeit des Zahnfleisches stark eingeschränkt. Daher schreitet Parodontitis bei Rauchern nicht nur schneller voran, sondern auch die Heilung ist erschwert. So legt sich das Zahnfleisch nach erfolgter Therapie schlechter wieder an den Zahnhals an und die Zahnfleischtaschen bilden sich weniger zurück.

Heilungsverlauf nach einer Weisheitszahn-OP

Der Heilungsverlauf nach einer Weisheitszahn-OP ist entscheidend für eine vollständige Genesung. Es ist von großer Bedeutung, dass der Patient den Heilungsprozess nicht durch Rauchen behindert.

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Erste 24 Stunden

In dieser Phase bildet sich ein Blutgerinnsel, das die Wunde bedeckt und schützt. Dieses Gerinnsel ist essenziell, um die Wunde vor äußeren Einflüssen zu bewahren und die Heilung einzuleiten.

Erste Woche

Das Gewebe beginnt zu heilen und es bildet sich neues Gewebe um die Wunde. Während dieser Phase ist die Wunde besonders anfällig für Infektionen und Entzündungen. Rauchen kann diese Phase erheblich verzögern, da die schädlichen Substanzen im Rauch die Durchblutung beeinträchtigen und das Immunsystem schwächen.

Nach 2 Wochen

Die meisten Patienten beginnen, sich besser zu fühlen, und die Wunde zeigt deutliche Anzeichen der Heilung. Trotz dieser Fortschritte kann Rauchen in dieser Phase immer noch das Risiko einer verzögerten Heilung und Infektionen erhöhen.

Empfohlene Dauer des Rauchverzichts

Nach einer Weisheitszahn-OP empfehlen Zahnärzte in der Regel, mindestens 72 Stunden (3 Tage) auf das Rauchen zu verzichten. Diese Mindestdauer ist entscheidend, um sicherzustellen, dass sich das Blutgerinnsel stabilisiert hat und die erste Heilungsphase nicht beeinträchtigt wird.

Erste Woche

Ein völliger Verzicht auf das Rauchen in den ersten 7 Tagen nach der Operation ist ideal, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren. Während dieser Woche beginnt das Gewebe zu heilen, und die Wunde ist besonders anfällig für Infektionen und Entzündungen.

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Erste 2 Wochen

Für eine optimale Heilung empfehlen viele Zahnärzte, in den ersten zwei Wochen nach der OP nicht zu rauchen. In dieser Zeit hat das Gewebe die Möglichkeit, sich vollständig zu regenerieren, und das Risiko von Infektionen und verzögerter Heilung wird weiter reduziert.

Zusätzliche Empfehlungen für Raucher

Auch wenn eine vollständige Rauchentwöhnung das Beste für Ihre Gesundheit wäre, helfen auch schon kleine, realistische Veränderungen zum richtigen Zeitpunkt, um Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun und Ihrem Implantat die bestmögliche Einheilung zu ermöglichen.

Stärkung des Immunsystems

Stärken Sie Ihr Immunsystem unbedingt mit Vitamin C. Auch Vitamin D sowie zahlreiche wichtige B-Vitamine werden durch Tabakkonsum schneller abgebaut und können Mangelzustände hervorrufen. Als Raucher sollten Sie deshalb unbedingt darauf achten, dass Sie Ihrem Körper genügend Vitamine und Antioxidantien wieder zuführen. Hier können Nahrungsergänzungsmittel helfen.

Reduzierung des Zigarettenkonsums

Langfristig sollte Sie als Raucher mit Zahnimplantaten versuchen, dauerhaft unter zehn Zigaretten pro Tag zu bleiben.

Vermeidung risikoreicher Eingriffe

Außerdem sollten Zahnärzte bei Rauchern weniger risikoreiche Eingriffe wählen und beispielsweise einen großvolumigen Knochenaufbau möglichst vermeiden.

Was tun, wenn Sie nicht auf das Rauchen verzichten können

Optimalerweise stellen Sie das Rauchen für mindestens drei Tage vollständig ein - oder reduzieren es zumindest. Selbstverständlich können Sie vermehrt zu Spülungen greifen oder häufiger die Zähne putzen. Dies senkt jedoch nicht die Gefahr des Rauchens nach Entfernung der Backen-, Front- oder Weisheitszähne. Dringend abzuraten ist von einer Massage der Wunde mit dem Ziel, eine bessere Durchblutung zu erwirken. Was Sie jetzt brauchen, ist pures Durchhaltevermögen - umso mehr genießen Sie Ihre Zigaretten nach etwa einer Woche.

Alternativen zum Rauchen

Sie können auf zuckerfreie Lutschpastillen, Wasser oder kühlende Getränke zurückgreifen, um das Verlangen abzuschwächen.

E-Zigaretten

Auch E-Zigaretten bergen Risiken, da die Hitze und chemischen Bestandteile die Wundheilung beeinträchtigen können.

Umfassende zahnärztliche Beratung und Nachsorge

Eine umfassende zahnärztliche Beratung nach einer Weisheitszahn-OP ist unerlässlich, um den Heilungsprozess zu unterstützen und Komplikationen zu vermeiden. Der Zahnarzt wird spezifische Anweisungen geben, die sorgfältig befolgt werden sollten.

Medikamenteneinnahme

Befolgen Sie strikt die Anweisungen zur Einnahme von Antibiotika und Schmerzmitteln. Antibiotika helfen, Infektionen vorzubeugen, während Schmerzmittel die postoperativen Beschwerden lindern.

Mundhygiene

Vermeiden Sie in den ersten 24 Stunden intensives Spülen oder Zähneputzen im Operationsbereich, um das frisch gebildete Blutgerinnsel nicht zu stören. Verwenden Sie die von Ihrem Zahnarzt bzw.

Ernährung

Vermeiden Sie harte, knusprige und scharfkantige Lebensmittel, die die Wunde reizen oder das Blutgerinnsel lösen könnten. Stattdessen sollten weiche und lauwarme Speisen wie Suppen, Joghurt oder Kartoffelpüree bevorzugt werden.

Nachuntersuchung

Besuchen Sie alle geplanten Nachuntersuchungstermine, um den Heilungsfortschritt zu überprüfen und eventuelle Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Der Zahnarzt wird bei diesen regelmäßigen Kontrollen nicht nur Ihre Zähne, sondern auch Ihr Zahnfleisch und die Mundschleimhaut untersuchen, um krankhafte Veränderungen früh zu erkennen.

Warnsignale und Komplikationen

Warnsignale sind starke Schmerzen, ein unangenehmer Geschmack im Mund, auffälliger Mundgeruch oder sichtbare Lücken in der Wunde. Wenn die Schmerzen einige Tage nach dem Zahn ziehen immer noch bestehen, die Schwellung nicht abnimmt und/oder verstärkte Nachblutungen auftreten, sollten Sie erneut Ihren Zahnarzt aufsuchen.

Zahnimplantate für Raucher

Ja, es ist möglich, dass Raucher Zahnimplantate erhalten. Allerdings haben starke Raucher und Raucherinnen durch die aufgenommenen Giftstoffe ein sechsmal höheres Risiko für entzündliche Erkrankungen des Zahnapparates wie Nichtraucher. Das gilt für Karies, vor allem aber auch für Parodontitis.

Vorbereitung auf ein Implantat

Vor dem ersten Eingriff können Sie sich gegen das Risiko dieser Folgekosten versichern. 14 Tage vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin). Die blutverdünnende Wirkung verzögert die Blutgerinnung und kann Nachblutungen verursachen. Auch auf hormonhaltige Medikamente wie Östrogenpräparate oder die Antibabypille sollten Sie verzichten. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein oder leiden Sie unter Allergien (z. B. gegen Medikamente, Desinfektionsmittel oder Pflaster), teilen Sie dies unbedingt dem Arzt mit. Informieren Sie ihn auch auf jeden Fall über bekannte Krankheiten. Neigen Sie zu blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach kleinen Verletzungen, sollte der Plastische Chirurg eine Gerinnungsstörung vor der Operation unbedingt ausschließen. Als Raucher sollten Sie mindestens vier Wochen vor Ihrem Termin das Rauchen einstellen, um das Risiko von Wundheilungsstörungen zu vermindern, bei denen Zellen der frischen Wunde absterben.

Risiken und Komplikationen bei Implantaten

Rauchen erhöht das Risiko für Parodontitis und damit den Kieferknochenabbau. Nikotin beeinträchtigt außerdem die Calciumaufnahme des Körpers, das für starke und gesunde Knochen unerlässlich ist. Das hat zur Folge, dass Raucher und Raucherinnen häufig eine schlechtere Knochenqualität aufweisen als Nichtraucher. Für die erfolgreiche Implantation von Zahnimplantaten ist jedoch ein ausreichend stabiles Knochenbett nötig, damit das Implantat genügend Halt im Knochen finden kann. Wenn der Knochen nicht ausreichend Halt bietet, kann er durch einen Sinuslift operativ aufgebaut werden. Die Schadstoffe im Tabakrauch fördern Entzündungsprozesse im Mundraum und erschweren so die Wundheilung. Wer nach der Einheilung des Implantats weiter raucht, sollte beachten, dass Implantate bei Rauchern eine kürzere Lebensdauer haben als bei Nichtrauchern.

Vorteile des Rauchstopps für Implantate

Ein strahlendes Lächeln: Sie schützen Ihren wertvollen Zahnersatz und Ihr neugewonnenes Lächeln. Verfärbungen auf den Zähnen, den Lippen oder der Zunge durch Nikotin oder Teer gehören der Vergangenheit an. Gesunde Zähne: Sie leiden weitaus seltener an Karies als Menschen, die rauchen. Hinzu kommt, dass Raucher und Raucherinnen dazu neigen, mehr Zahnstein auf den Zähnen zu bilden als Nichtraucher. Weniger Entzündungen und Schmerzen: Rauchen begünstigt die Schmerzempfindlichkeit der gesamten Mundhöhle. Als Nichtraucher reduzieren Sie das Risiko von Entzündungen im Mund- und Rachenraum wie zum Beispiel Parodontitis und damit einhergehende freiliegende empfindliche Zahnhälse. Kraftvolle Zähne: Jede Entzündung von Zahnfleisch und Zahnbett kann den Zahnhalteapparat schwächen. Die Folge: Die Zähne können ausfallen. Studien bestätigen, dass Raucher ihre Zähne häufiger verlieren als Nichtraucher. Frischer Atem: Auch die Bildung von Bakterien, die einen unangenehmen Atem und mitunter Mundgeruch auslösen, wird verringert, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören. Geringeres Krebsrisiko: Rauchen erhöht das Risiko an Mund-, Rachen- und Kehlkopfkrebs zu erkranken. Selbst wenn Sie schon viele Jahre rauchen: Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Die Vorteile des Nichtrauchens für die Mundgesundheit sind oftmals sofort und langfristig spürbar.

Wurzelspitzenresektion

Erforderlich wird eine Wurzelspitzenresektion dann, wenn eine tiefe Infektion an der Wurzelspitze vorhanden ist und Zähne kontinuierlich Schmerzen verursachen. Zunächst kann diese Entzündung unbemerkt verlaufen, zeigt sich jedoch im weiteren Verlauf im Röntgenbild klar in Form eines Abszesses, eines Gewebehohlraumes, in Form von krankhaftem Gewebe oder in Form einer Fistelbildung. Oftmals handelt es sich bei den betroffen Zähnen um bereits mit einer Wurzelfüllung vorbehandelte Zähne, an deren Seitenkänälen des Wurzelsystems sich eine Entzündung bildet. Ebenfalls bietet sich eine Wurzelspitzenresektion an, wenn eine adäquate Wurzelbehandlung (auch Wurzelfüllung genannt) aufgrund eines stark gekrümmten, entzündeten oder verschlossenen Wurzelkanals nicht möglich ist.

Durchführung der Wurzelspitzenresektion

Im Unterschied zu einer Wurzelbehandlung, bei der der Zugang über den Wurzelkanal führt, erfolgt bei der Wurzelspitzenresektion der Zugang zur Wurzel über den Kieferknochen. Die Wurzel wird also über das Zahnfleisch und den Kieferknochen freigelegt und in einer Länge von 2 bis 3 Millimetern gekappt und entfernt. Anschließend wird die Knochenhöhle gereinigt, desinfiziert und die Wunde wird mittels einer Naht verschlossen.

Weisheitszahn-OP: Ablauf und Vorbereitung

Ob ein Weisheitszahn gezogen werden muss, stellt meist der Zahnarzt bei einer Kontrolluntersuchung fest. Ist der Zahn dagegen tief im Kieferknochen eingebettet, liegt schräg oder zeigt eine ungewöhnliche Wurzelform, erfolgt oft eine Überweisung an eine Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Dort führt ein spezialisierter Kieferchirurg den Eingriff durch.

Vorbereitung auf die OP

Schon beim Beratungstermin informiert Sie der behandelnde Arzt über den genauen Ablauf und bespricht, welche Betäubungsform in Ihrem Fall geeignet ist. Wird die Operation unter örtlicher Betäubung durchgeführt, dürfen Sie zuvor wie gewohnt essen. Auf sehr heiße, fettige oder schwer verdauliche Speisen sollten Sie aber verzichten. Auf Alkohol sollten Sie spätestens ab dem Vortag verzichten, da er den Kreislauf belastet und sich negativ auf die Betäubung oder Narkose auswirken kann. Auch Rauchen stört die Durchblutung und verzögert die Wundheilung. Wenn Sie eine Erkältung, Halsschmerzen oder Fieber haben oder wenn die Stelle um den Weisheitszahn entzündet ist, sollten Sie die Praxis frühzeitig informieren.

Ablauf der Operation

Am Tag der Weisheitszahn-OP kommen Sie am besten ausgeruht und pünktlich in die Zahnarztpraxis oder kieferchirurgische Klinik. Vor dem Eingriff wird nochmals besprochen, wie die Behandlung genau abläuft und welche Betäubung zum Einsatz kommt. In den meisten Fällen genügt eine örtliche Betäubung, bei größeren Eingriffen oder auf Wunsch kann auch eine Sedierung oder eine Vollnarkose erfolgen. Sobald die Betäubung wirkt, beginnt die Operation. Zunächst wird das Zahnfleisch an der betroffenen Stelle vorsichtig geöffnet. Ist der Weisheitszahn noch komplett im Kieferknochen verborgen, entfernt der Arzt gezielt etwas Knochengewebe, um den Zahn freizulegen. Wenn der Zahn bereits teilweise oder vollständig durchgebrochen ist, lässt er sich meist einfacher und schneller entnehmen. Nach dem Entfernen kontrolliert der Arzt die Wunde sorgfältig und reinigt die Stelle. Anschließend wird die Wunde mit ein paar feinen Nähten verschlossen, damit sie gut verheilen kann.

Was passiert direkt nach der Operation?

Ist der Eingriff abgeschlossen, bleibt zunächst etwas Zeit zur Erholung. In der Praxis oder Klinik werden Sie für einige Minuten ruhig gelagert, damit sich der Kreislauf stabilisieren kann. Ein mitgegebener Tupfer auf der Wunde hilft dabei, die Blutung zu stillen. Leichten Druck auf die Stelle auszuüben, unterstützt die Blutgerinnung. Sobald die Betäubung nachlässt, kann es zu einem Ziehen oder Pochen kommen. Für diesen Fall erhalten Sie in der Regel ein geeignetes Schmerzmittel, das Sie nach Anweisung einnehmen können. Nach einer örtlichen Betäubung dürfen Sie die Praxis in der Regel selbstständig verlassen. Falls Sie eine Narkose erhalten haben, brauchen Sie eine Begleitperson und sollten den Rest des Tages nicht allein sein. Am besten verbringen Sie den Tag in Ruhe zu Hause, legen sich mit leicht erhöhtem Oberkörper hin und verzichten auf körperliche Anstrengung. Noch vor dem Verlassen der Praxis erhalten Sie Hinweise für die nächsten Tage, zum Beispiel zur Mundpflege, zur Einnahme von Medikamenten und zum Verhalten bei Schmerzen oder Komplikationen.

Dauer des Eingriffs

Wie viel Zeit Sie für den Eingriff einplanen sollten, hängt davon ab, wie viele Weisheitszähne auf einmal behandelt werden und wie kompliziert die Zahnextraktion ist. Wird nur ein einzelner Zahn gezogen, der bereits sichtbar im Mund liegt, dauert der Eingriff oft nicht länger als 20 bis 30 Minuten. Für zwei Zähne auf einer Kieferseite planen viele Praxen etwa 45 Minuten ein. Werden alle vier Weisheitszähne in einer Sitzung entnommen, dauert der Eingriff im Durchschnitt 60 bis 90 Minuten.

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