Neurologisches Frührehabilitationszentrum Merzig: Ein umfassender Überblick

Das SHG-Klinikum Merzig hat sich mit seiner neurologischen Frührehabilitation einen Namen gemacht. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Zentrums, von seiner Geschichte und seinem Leistungsspektrum bis hin zu Patientenerfahrungen und Besonderheiten.

Erfolgsgeschichte der Neurologischen Frührehabilitation in Merzig

Vor einigen Jahren wurde am SHG-Klinikum Merzig eine Station zur Neurologischen Frührehabilitation eröffnet. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens wurde Rückblick gehalten. „Was hier in den letzten Jahren gewachsen ist, ist eine Erfolgsgeschichte, von einer Mini-Station bis hin zu den zwölf Betten, die im neuen Krankenhausplan vorgesehen sind“, sagte Neurologie-Chefarzt Professor Dr. Matthias Strittmatter bei der Feierstunde. Zuvor hatten Aufsichtsrat und Förderverein des Klinikums die inzwischen auf zehn Betten angewachsene Station besichtigt und sich von den Fortschritten überzeugt. Die noch ausstehenden Betten würden demnächst realisiert, versprach Verwaltungsdirektor Michael Zimmer. Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Bürgermeister Marcus Hoffeld bedankten sich besonders beim Stationsteam. „Sie haben eine langfristig gewachsene strategische Kernkompetenz ausgebaut und damit dazu beigetragen, das Krankenhaus zukunftsfähig zu machen“, betonte Schlegel-Friedrich.

Zielsetzung und Behandlungsschwerpunkte

Das Hauptziel der neurologischen Frührehabilitation in Merzig ist es, Patienten mit Schlaganfällen und anderen schweren neurologischen Erkrankungen schneller an eine Genesung heranzuführen. Die neurologische Frühreha bildet nach der Erst-Therapie in der klinikeigenen Stroke-Unit die Phase B in der Behandlung eines Schlaganfalls. Besonders wichtig ist sie für Patienten, die aufgrund anhaltender Einschränkungen noch nicht rehafähig sind.

Die Klinik behandelt Patienten jeden Alters mit unterschiedlichen neurologischen Krankheitsbildern und Schweregraden, insbesondere:

  • Schlaganfälle
  • Hirnblutungen
  • Schwere Schädigungen des peripheren Nervensystems (z.B. Critical-Illness-Polyneuropathie)
  • Hirnschädigung durch Atem-Kreislauf-Stillstand
  • Schwere und schwerste Schädelhirnverletzungen
  • Schwere entzündliche Erkrankungen des Gehirns
  • Nach Schädelhirnoperationen

Ausschlusskriterium ist eine noch andauernde Beatmungspflicht des Patienten.

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Ausstattung und Team

Apparativ erfüllt die Frühreha-Station den Standard einer Intensivstation. Auch das Team unterscheidet sich von normalen Stationen. Neben den 16 Pflegekräften - darunter zwei zertifizierte Fachkräften für Frührehabilitation - arbeiten Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Neuropsychologen und soziale Fachdienste Hand in Hand. Ganz wichtig in der neurologischen Frühreha sind die Diagnose und die Therapie von Schluckstörungen. Gerade Schluckstörungen verursachen häufig Komplikationen, beispielsweise Infektionen der Lunge oder gar Tod durch Ersticken. „Verloren gegangene Fähigkeiten wieder zu erlangen und falsch angeeignete neu zu bahnen“ sei eine 24-Stunden-Therapie, erläuterte Christoph Gall, Leiter des Physiotherapie-Teams der Frühreha-Station. Auch die Zusammenarbeit mit der Familie ganz wichtig. „Und wir gehen auch sehr auf das Wohlbefinden der Patienten ein“, sagt Oberarzt Dr.

Das SHG Klinikum Merzig: Ein Überblick

Das SHG Klinikum Merzig umfasst verschiedene Fachabteilungen, die eine umfassende medizinische Versorgung gewährleisten:

  • Klinik für Innere Medizin
  • Klinik für Neurologie, Stroke Unit und Frührehabilitation Phase B
  • Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie/BG
  • Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit dazugehörender Institutsambulanz
  • Abteilung für Palliativmedizin
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie/Tagesklinik (für teilstationäre Pflegesätze)

Ausstattung und Services

Das Klinikum bietet eine Reihe von Ausstattungsmerkmalen und Services, um den Aufenthalt der Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten:

  • Zimmerausstattung: Einzelzimmer mit eigenem Bad (11 Einzelzimmer), Zwei-Bett-Zimmer mit Bad (98 Zweibettzimmer), Mutter-Kind-Zimmer (je nach Bedarf darstellbar)
  • Unterbringung von Begleitpersonen: Möglich
  • Barrierefreiheit: Rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen
  • Service für Patienten aus dem Ausland: Dolmetscherdienst (Arabisch, Albanisch, Englisch, Französisch, Georgisch, Kroatisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Syrisch, Türkisch)

Neurologische Klinik am SHG Klinikum Merzig

Die neurologische Klinik am SHG Klinikum Merzig wurde mit der Eröffnung des Klinikums Merzig gegründet. Das Fachgebiet der Neurologie umfasst Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskeln. Da neurologische Erkrankungen häufig den gesamten Körper betreffen, werden Sie fachübergreifend und teamorientiert betrachtet, um zu einer möglichst umfassenden Diagnose und Therapie zu kommen. Die Behandlung orientiert sich zum einen natürlich an der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnislage, zum anderen aber auch an einer patientenzentrierten Arbeitsweise und Haltung.

Leistungsspektrum der Neurologischen Klinik

Das Leistungsspektrum der neurologischen Klinik umfasst:

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  • Schlaganfall
  • Multiple Sklerose und Borreliose
  • Meningitis, Encephalitis
  • Morbus Parkinson und andere Bewegungsstörungen
  • Morbus Alzheimer und andere Demenzkrankheiten
  • Epilepsie
  • Akuter und chronischer Schwindel und dessen Abklärung
  • Degenerative Wirbelsäulenerkrankung (z.B. Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalverengungen)
  • Hirntumoren
  • Neuromuskuläre Erkrankungen
  • Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen Schmerzzuständen (z.B.

Diagnostik und Therapie

In der Diagnostik spielt die Computertomographie und Kernspintomographie des Kopfes, sowie Ultraschall-Untersuchungen der hirnversorgenden Gefäße am Hals und an der Schädelbasis die größte Rolle. Manchmal ist auch eine radiologische Darstellung der Hirngefäße mittels Angiographie, bei der Kontrastmittel direkt in große Hirnarterien gespritzt wird, erforderlich. Daneben müssen bei einem Schlaganfall auch das Herz und der Kreislauf genau untersucht und z.B. ein Herzinfarkt oder eine Herzschwäche ausgeschlossen werden. Embolie (Blutgerinnsel)-Quellen im Herzen können mittels Herzultraschall (durch die Brust = transthorakal, oder durch die Speiseröhre mit einer dünnen optischen Sonde = transösophageal) gesucht werden.

Die Akuttherapie muss schnellstmöglich beginnen, "time is brain". Ziel der Therapie muss sein, die rasche Wiedereröffnung der verstopften Gefäße zu erreichen. Innerhalb der ersten 4 Stunden nach Beginn eines Schlaganfalls ist dies mit einer medikamentösen Therapie (sog. Thrombolyse) möglich. Je früher die Therapie beginnt, umso mehr Hirngewebe kann gerettet werden!

Therapieschwerpunkte

  • Neurologische Intensivmedizin
  • Akutbehandlung und frühe Rehabilitation des Schlaganfalls auf einer Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit)
  • Moderne Behandlungsstrategien bei sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern, insbesondere Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, Anfallsleiden u.v.a.
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie incl. Schluckdiagnostik (FEES) und -therapie
  • Multimodale Schmerztherapie
  • Botulinumtoxinbehandlung von Bewegungsstörungen
  • Multiprofessionelles Team aus spezialisierten Pflegekräften, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern
  • Neuropsychologie (z.B.

Ganzheitlicher Ansatz in der Neurologischen Frührehabilitation

Die neurologische Frührehabilitation der Phase B folgt einem ganzheitlichen, interdisziplinären biopsychosozialen Konzept, das den Patienten und seine Nächsten als Partner begreift. Der gemeinsam mit dem Patienten erstellte individuelle Rehabilitationsplan zielt auf die Beseitigung oder Verbesserung der Krankheitsfolgen im beruflichen und privaten Alltag und hilft zugleich bei der seelischen Bewältigung der Erkrankung.

Therapiekonzept

In allen Phasen der Rehabilitation erfolgt die Behandlung nach einem ganzheitlichen Therapiekonzept, das von Mitarbeitern der verschiedenen Berufsgruppen getragen wird.

  • Physiotherapie: Der Schwerpunkt der Physiotherapie liegt in der aktiven Behandlung von unterschiedlichen Bewegungsstörungen. Neben traditionellen Behandlungsmethoden (Bobath etc.) kommen vor allem auch moderne, in ihrer Wirksamkeit nachgewiesene Behandlungsverfahren zum Einsatz (z. B. Stehtrainer, repetitives Handtraining).
  • Ergotherapie: In der Ergotherapie werden das motorisch funktionelle Training für Arme und Beine und ein umfassendes Alltagstraining durchgeführt. Von der Situation abhängig kommen die Verbesserung der feinmotorischen Fertigkeiten der Hand, das Training der sensiblen Wahrnehmung, die positive Beeinflussung komplexer motorischer Störung und die Hilfsmittelversorgung hinzu.
  • Logopädie: In der Logopädie werden Störungen der sprachlichen und nicht-sprachlichen Kommunikation behandelt. Hinzu kommen die wichtige Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen. Das moderne Verfahren der Schluckendoskopie (FEES) hilft dabei, frühzeitig Schluckstörungen zu diagnostizieren. Die Nahrungszusammensetzung kann so individuell festgelegt werden, um gefährlichen Lungenentzündungen durch Verschlucken vorzubeugen.
  • Neuropsychologie: Neuropsychologen behandeln Störungen höherer Hirnleistungsfunktionen wie z.B. Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Konzentration, des planvollen Handelns und der Orientierung. Darüber hinaus unterstützen sie Patienten und Angehörige bei der Krankheitsbewältigung.
  • Sozialdienst: Die Mitarbeiter des Sozialdienstes beraten und unterstützen bei der Klärung von Anspruchsvoraussetzungen gegenüber Krankenkassen, der Einleitung von Hilfen zur medizinischen Nachsorge, der Einlegung von Hilfen zur medizinischen Nachsorge (Phase C) und bei der Wiedereingliederung in das berufliche und das häusliche Umfeld.

Das therapeutische Angebot ist durch Seminare und individuelle Beratung zu gesundheitsbewusster Lebensführung und zum Umgang mit der Erkrankung abgerundet. Sollte es zu einem Notfall kommen, gewährleistet unsere interdisziplinäre Intensivstation eine rasche und kompetente Versorgung. Für die Behandlung häufig bestehender Begleiterkrankungen stehen Fachärzte für Innere Medizin sowie andere kooperierender Fachabteilungen zur Verfügung. Die Behandlungskonzepte werden regelmäßig an den aktuellen Kenntnisstand der modernen Rehabilitationsneurologie angepasst. Unsere Krankenpflege ist aktivierend und auf die persönlichen Ressourcen der Patienten ausgerichtet. Mitarbeiter des Pflegeteams helfen, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Sie arbeiten mit den übrigen therapeutischen Berufsgruppen Hand in Hand. Frühzeitig binden wir die Angehörigen ein.

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Schmerztherapie im SHG Klinikum Merzig

Menschen mit chronischen Schmerzen bedürfen einer speziellen Versorgung, da es häufig zu ausgeprägten Beeinträchtigungen im Alltagsleben kommt. Auch kann die ambulante Versorgung oftmals nicht alle Aspekte abdecken oder der Betroffene hat durch seine Erkrankung an Mobilität verloren.

Indikationen für Schmerztherapie

  • Chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen (Migräne, Trigeminusneuralgie, Spannungskopfschmerz, Cluster-Kopfschmerz, …)
  • Polyneuropathie
  • Schmerzen bei/nach Gürtelrose (Postzosterneuralgie)
  • Komplex regionales Schmerzsyndrom
  • Rückenschmerzen (z.B.

NADA-Akupunktur

Die NADA- Ohrakupunktur kann bei Schmerzpatienten unterstützend wirken, indem sie das vegetative Nervensystem beruhigt, Stress reduziert und so die Schmerzwahrnehmung positiv beeinflusst.

Die Akupunktur findet in einer Gruppe statt. Es werden in beide Ohren bis zu 5 feine Nadeln gestochen. Die Nadeln bleiben in der Regel 30 bis 40 Minuten im Ohr. Anschließend ziehen sie sich die Nadeln. Statt Nadeln können Ohrpunkte auch mit Magnetkügelchen behandelt werden.

Ziele der Schmerztherapie

  • Schmerzreduktion
  • Verbesserung der Belastbarkeit im Alltag
  • Steigerung der Lebensqualität
  • Ggf.

Therapieansatz

Die Versorgung wird durch einen ärztlichen Schmerztherapeuten geleitet und umfasst die medikamentöse Therapie, welche bei speziellen Fragestellungen durch interventionelle Verfahren, wie Facettengelenksinfiltrationen im Bereich der Wirbelsäule oder regionalanästhesiologische Verfahren ergänzt wird sowie ggf. die Einleitung und Durchführung ergänzender diagnostischer Verfahren zur Ursachenabklärung der Schmerzsymptomatik. Die ganzheitliche Betreuung, Begleitung und therapeutische Mitorganisation gewährleistet ein engagiertes und speziell geschultes Pflegepersonal. Die Aromatherapie ist Teil des therapeutischen Spektrums der pflegerischen Anwendungen. Die physiotherapeutische Abteilung übernimmt die Organisation und Durchführung physikalischer Maßnahmen (u.a. Fango, Massagen, TENS, …) sowie die gezielte körperliche Beübung, z. B. muskulärer Imbalance durch Rückenschule. Hierbei spielt die Förderung und das Wiedererlangen der Eigenaktivität und Selbstständigkeit eine große Rolle. Die psychosomatischen Aspekte der Erkrankung werden durch den psychologischen Dienst in regelmäßigen Sitzungen besprochen. Hierdurch werden Ressourcen genutzt und Problemfelder im Zusammenhang mit Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung bearbeitet. Im Falle beruflicher Fragen (z.B.

Parkinson-Komplexbehandlung im Klinikum Merzig

Parkinsonsyndrome zählen mit geschätzten 300.000 bis 400.000 Patienten in Deutschland zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie treten meist zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr auf und führen zu Beginn vor allem zu motorischen Einschränkungen. Diese sind bei den meisten Patienten mit wenigen, gut verträglichen Medikamenten zunächst zu lindern. Da es sich beim Parkinson jedoch nicht um eine Erkrankung handelt, die „ausheilen“ kann, kommen im Verlauf immer wieder neue Symptome hinzu. Hierbei treten auch nicht-motorische Beschwerden wie Fehlwahrnehmungen, Schlaf-, Gedächtnis- und Kreislaufregulationsstörungen auf.

Stationäre Parkinson-Komplexbehandlung

Aufgrund der beschriebenen Punkte wird häufig ein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig. Hier bietet das Klinikum Merzig die sogenannte Parkinson-Komplexbehandlung an. Dabei handelt es sich um ein stationäres Therapieangebot von zwei bis drei Wochen Dauer, bei dem eine intensive therapeutische Beübung parallel zu einer medikamentösen Einstellung und ggf. weiteren Untersuchungen erfolgt. Die wöchentliche Beübungszeit umfasst mindestens siebeneinhalb Stunden, in denen Sie als Patient von einem Team aus Ergo-, Physio- und Sporttherapeuten, Logopäden, Pflegekräften und Ärzten in Einzel- und Gruppentherapien betreut werden. Dabei wird der Therapieplan auf Ihre individuellen Beschwerden und Einschränkungen, die im Rahmen Ihrer Erkrankung bestehen, abgestimmt. Zusätzlich wird die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt zusammen mit Ihnen und Ihren Angehörigen geplant und ggf.

Formen von Parkinson

Man unterscheidet die typische Parkinson-Erkrankung von den sogenannten atypischen Formen. Zur zweiteren zählen die progressive supranukleäre Paralyse, die Multisystematrophie, die Lewy-Körperchen-Erkrankung und die corticobasale Degeneration. Sowohl wenn Sie an einer typischen als auch an einer atypischen Parkinson-Erkrankung leiden, können Sie am Programm der Komplexbehandlung teilnehmen. Hierbei ist die Behandlung insbesondere bei mittelschwer bis schwer betroffenen Patienten sinnvoll, um einen Verlust der alltäglichen Selbstständigkeit zu verhindern. Bei nur leichter Betroffenheit genügt zumeist eine ambulante oder kürzere Behandlung. Die Komplexbehandlung kann nicht angeboten werden bei sogenannten symptomatischen Parkinson-Syndromen, also Erkrankungen, die einer Parkinsonerkrankung ähneln, jedoch eine andere Ursache haben. Generell ist bei schwer betroffenen Patienten eine Komplexbehandlung einmal pro Jahr gerechtfertigt. Im Einzelfall kann auch eine häufigere Behandlung sinnvoll sein.

Patientenerfahrungen im SHG Klinikum Merzig

Die Erfahrungen von Patienten im SHG Klinikum Merzig sind vielfältig. Einige Patienten berichten von sehr positiven Erfahrungen mit freundlichem und kompetentem Personal und Ärzten. Andere wiederum äußern Kritik an der Behandlung und Betreuung. Es ist wichtig zu beachten, dass die Erfahrungen subjektiv sind und von verschiedenen Faktoren abhängen können.

Einige positive Rückmeldungen beinhalten:

  • Freundliches und hilfsbereites Personal
  • Kompetente Ärzte, die sich Zeit für die Patienten nehmen
  • Gute Organisation und zügige Durchführung von Untersuchungen
  • Liebevolle und kompetente Betreuung

Negative Rückmeldungen beinhalten:

  • Mangelnde Empathie und unsensible Behandlung
  • Fehldiagnosen und unzureichende Aufklärung
  • Kommunikationsprobleme
  • Mangelnde Berücksichtigung individueller Bedürfnisse

Qualitätsmanagement und Patientensicherheit

Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben Einrichtungen die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorzusehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und den Patientinnen und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und intervenierende Maßnahmen festzulegen. Dies können u. a. Hinweis zur MaßnahmeVerhaltenskodex vorhanden. Alle Mitarbeiter werden diesbezüglich geschult sowie Mitarbeiter hierin eingewiesen. Gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben sich Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten (Schutzkonzept). erfolgt teils schriftlich bzw.

Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. Die Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit werden mit Fokus auf den typischen Ablauf des Medikationsprozesses bei der stationären Patientenversorgung dargestellt. Eine Besonderheit des Medikationsprozesses im stationären Umfeld stellt das Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung dar. Die im Folgenden gelisteten Instrumente und Maßnahmen adressieren Strukturelemente, z.B. besondere EDV-Ausstattung und Arbeitsmaterialien, sowie Prozessaspekte, wie Arbeitsbeschreibungen für besonders risikobehaftete Prozessschritte bzw. Konzepte zur Sicherung typischer Risikosituationen. Zusätzlich können bewährte Maßnahmen zur Vermeidung von bzw. zum Lernen aus Medikationsfehlern angegeben werden. Das Krankenhaus stellt hier dar, mit welchen Aspekten es sich bereits auseinandergesetzt bzw. welche Maßnahmen es konkret umgesetzt hat.

Die folgenden Aspekte können, gegebenenfalls unter Verwendung von Freitextfeldern, dargestellt werden:

  • Aufnahme ins Krankenhaus, inklusive Anamnese: Dargestellt werden können Instrumente und Maßnahmen zur Ermittlung der bisherigen Medikation (Arzneimittelanamnese), der anschließenden klinischen Bewertung und der Umstellung auf die im Krankenhaus verfügbare Medikation (Hausliste), sowie zur Dokumentation, sowohl der ursprünglichen Medikation der Patientin oder des Patienten als auch der für die Krankenhausbehandlung angepassten Medikation.
  • Medikationsprozess im Krankenhaus: Im vorliegenden Rahmen wird beispielhaft von folgenden Teilprozessen ausgegangen: Arzneimittelanamnese - Verordnung - Patienteninformation - Arzneimittelabgabe - Arzneimittelanwendung - Dokumentation - Therapieüberwachung - Ergebnisbewertung. Dargestellt werden können hierzu Instrumente und Maßnahmen zur sicheren Arzneimittelverordnung, z. B. bezüglich Leserlichkeit, Eindeutigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, aber auch bezüglich Anwendungsgebiet, Wirksamkeit, Nutzen-Risiko-Verhältnis, Verträglichkeit (inklusive potentieller Kontraindikationen, Wechselwirkungen u. Ä.) und Ressourcenabwägungen. Außerdem können Angaben zur Unterstützung einer zuverlässigen Arzneimittelbestellung, -abgabe und -anwendung bzw. -verabreichung gemacht werden.
  • Entlassung: Dargestellt werden können insbesondere die Maßnahmen der Krankenhäuser, die sicherstellen, dass eine strukturierte und sichere Weitergabe von Informationen zur Arzneimitteltherapie an weiterbehandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie die angemessene Ausstattung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimittelinformationen, Medikationsplan und Medikamenten bzw. Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses (z. B. Möglichkeit einer elektronischen Verordnung, d. h. strukturierte Eingabe von Wirkstoff (oder Präparatename), Form, Dosis, Dosisfrequenz (z. B. Bereitstellung eines oder mehrerer elektronischer Arzneimittelinformationssysteme (z. B. Anwendung von gebrauchsfertigen Arzneimitteln bzw.

Besonderheiten der Frührehabilitationspflege

Die Abläufe und Strukturen im Bereich der Frührehabilitation unterscheiden sich vom üblichen Krankenhausbereich, insbesondere die zahlreichen Apparaturen und moderne Medizintechnik. Diese erfüllen wichtige Funktionen, um unsere Patienten/-innen rund um die Uhr zu überwachen, optimal zu behandeln und rehabilitative Pflege zu leisten.

Qualifikation der Pflegekräfte

Unsere Pflege zeigt Fachkompetenzen und Qualifikationen in folgenden Bereichen auf:

  • Zertifizierte Fachkräfte in der aktivierend/therapeutischen Pflege von neurologisch/neurochirurgischer Frührehabilitanten
  • Wundmanager/-innen
  • Praxisanleiter/-innen
  • Aromapfleger/-innen

Wir können auch regelmäßige Fortbildungen in den Bereichen Trachealkanülenmanagement, Ernährungsmanagement, Kinästhetik und basaler Stimulation nachweisen. Unser Frührehateam aus Ärzten, Pflegefachkräften, Therapeuten, Sozialdienst u.a. arbeitet Hand in Hand, um eine bestmögliche Behandlung, Versorgung und Rehabilitation für unsere Patienten/-innen sicher zu stellen. Dies ermöglicht uns eine ganz persönliche und individuelle Betreuung.

Tipps für Angehörige

Ihr/e Angehörige/r ist an Überwachungsapparate, Ernährungsapparate und Sauerstoffapparaturen angeschlossen. Trotzdem dürfen Sie ihn gerne anfassen und berühren. Dies ist auch wichtig für ihn, auch wenn er nicht reden kann oder ohne Bewusstsein ist. Erzählen Sie ihm aus ihrem persönlichen Umfeld, da ihm dies Orientierungshilfen und Sicherheit vermittelt. Persönliche Gebrauchsgegenstände sind bei uns gerne gesehen z.B. Fotos, Uhr etc. Wenn Sie Fragen haben oder persönliche Anliegen besprechen wollen, ist unser Team jederzeit für Sie da. Auch bieten wir Ihnen die Möglichkeit spezielle Anleitungssituationen innerhalb der pflegerischen und therapeutischen Versorgung ihres Angehörigen an.

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