Meyer Arzt Migräne: Ein umfassender Überblick

Kopfschmerzen und insbesondere Migräne sind weit verbreitete Leiden, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Eine spezialisierte und umfassende Behandlung ist daher von großer Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Kopfschmerzerkrankungen, insbesondere Migräne, und stellt Behandlungsansätze vor, wie sie beispielsweise im Kopfschmerzzentrum Frankfurt unter der Leitung von Dr. Meyer und Kollegen angeboten werden.

Kopfschmerzen: Mehr als nur ein "Kopfweh"

Kopfschmerzen können für den Betroffenen die reinste Qual sein, vor allem, wenn sie ihn ständig begleiten. Der Kopf ist nicht frei. Nur wer Kopfschmerzen hat, weiß die Arbeit zu schätzen, die der Kopf in jedem Moment unaufdringlich und im Hintergrund verrichtet. Besonders quälend sind die chronischen Kopfschmerzformen, denen man hilflos ausgeliefert scheint. Kopfschmerzen sind dann chronisch, wenn sie wenigstens für ein halbes Jahr an mehr als 15 Tagen im Monat vorhanden sind. Dies betrifft 15 % aller Kopfschmerzpatienten, 30 % betreiben gleichzeitig einen Medikamentenmissbrauch. Es handelt sich dabei um die häufigste Diagnose in den Spezialambulanzen der USA und Europa.

Um gezielte Behandlungsstrategien entwickeln zu können, versucht man ständig, diese schwer fassbaren chronischen Kopfschmerzen zu systematisieren. Im Wesentlichen sind dies der chronische Kopfschmerz vom Spannungstyp, die transformierte chronische Migräne („chronic migraine“; bis vor kurzem nicht als eigene Krankheit-Entität erkannt, nicht ausgelöst durch einen Medikamenten-Missbrauch) und der Neue Tägliche Persistierende Kopfschmerz mit plötzlichem Beginn (phänomenologisch Spannungskopfschmerzen, aber mit einem anderen Zeitmuster). Neben der Kenntnis der wichtigsten Unterschiede zwischen den einzelnen Kopfschmerzformen ist auch die Kenntnis der therapeutischen Möglichkeiten und Erfahrung im Umgang damit.

Differenzierung verschiedener Kopfschmerzformen

Im Praxisalltag geht es immer wieder um die Differenzierung von den bekannten Kopfschmerzformen wie die verschiedenen Varianten der Migräne und der Neuralgien, oder auch der symptomatischen Kopfschmerzformen. Dass die Kopfschmerzbehandlung ein schwieriges Feld ist, lässt sich beispielhaft allein schon daran erkennen, wie häufig ein Patient in die Praxis kommt in der festen Überzeugung, an einer Migräne zu leiden. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich solche Migräne-ähnlichen Kopfschmerzen häufig als Spannungskopfschmerzen oder Halswirbelsäulen-abhängige Kopfschmerzen. Dies hat für das individuelle Therapiekonzept enorme Konsequenzen.

Migräne im Fokus

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende, oft pulsierende Kopfschmerzen äußert, die von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet sein können. Die Diagnose und Behandlung von Migräne erfordert eine sorgfältige Anamnese und Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt.

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Expertise im Kopfschmerzzentrum Frankfurt

Das Kopfschmerzzentrum Frankfurt, gegründet von Priv.-Doz. Dr. med. Charly Gaul und Dr. med. T. Kühner, hat sich auf die Diagnose und Therapie von Kopfschmerzerkrankungen spezialisiert. Das Team besteht aus erfahrenen Ärzten und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen, die gemeinsam ein umfassendes Behandlungskonzept anbieten.

Das Team

Das Team des Kopfschmerzzentrums Frankfurt setzt sich aus verschiedenen Fachleuten zusammen:

  • Ärzte:

    • Priv.-Doz. Dr. med. Charly Gaul (Facharzt für Neurologie, Spezielle Schmerztherapie, Neurologische Intensivmedizin)
    • Dr. med. T. Kühner (Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie, Ärztliches Qualitätsmanagement, Notfallmedizin)
    • Dr. med. Marie Meyer-Ohlendorf (Fachärztin für Neurologie, Spezielle Schmerztherapie)
    • Weitere Fachärzte für Neurologie und Anästhesiologie
  • Psychologen:

    • Dipl.-Psych. Anna-Lena Guth (Psychologische Psychotherapeutin, Verhaltenstherapie, Spezielle Schmerzpsychotherapie, Supervisorin)
    • Dipl.-Psych. Katharina Cless (Psychologische Psychotherapeutin, Verhaltenstherapie)
    • M.Sc. Psych. Sabrina Schluckebier (Psychologische Psychotherapeutin)
  • Weitere Mitarbeiter:

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    • Dr. rer. nat. Birgit Boiffin (Studienkoordinatorin)
    • Study Nurse
    • Medizinische Fachangestellte
    • Sekretariat

Die Rolle von Frau Elena Vasylieva

Frau Elena Vasylieva, eine ärztliche Kollegin aus Saporischschja in der Ukraine, unterstützt das Ärzteteam als fachliche Beraterin in der fachneurologischen Versorgung ukrainischer Patienten. Sie absolvierte ihr Studium an der Ukrainian Medical and Dental Academy in Poltova und erlangte 2010 ihr Facharztzeugnis für Neurologie am Zaporizhzhia Medical Institute. Ihre Erfahrung als Neurologin in verschiedenen Krankenhäusern in Saporischschja macht sie zu einer wertvollen Unterstützung für das Team.

Diagnostik und Therapie im Kopfschmerzzentrum Frankfurt

Das Kopfschmerzzentrum Frankfurt bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an, um Kopfschmerzerkrankungen individuell und effektiv zu behandeln.

Diagnostische Verfahren

  • Ausführliche Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte und der aktuellen Beschwerden
  • Körperliche Untersuchung: Neurologische Untersuchung zur Beurteilung der Hirnfunktionen
  • Apparative Diagnostik:
    • Elektroenzephalographie (EEG) zur Messung der Hirnströme
    • Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns zum Ausschluss struktureller Ursachen
    • Doppler-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße zur Beurteilung der Durchblutung
    • Weitere spezielle Untersuchungen je nach Bedarf

Therapeutische Ansätze

  • Medikamentöse Therapie:
    • Akuttherapie zur Behandlung von Migräneattacken
    • Prophylaktische Therapie zur Reduktion der Migränefrequenz und -intensität
    • Behandlung von Begleitsymptomen wie Übelkeit und Erbrechen
  • Nicht-medikamentöse Therapie:
    • Akupunktur
    • Naturheilverfahren
    • Entspannungsverfahren (z.B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Autogenes Training)
    • Manuelle Therapie
    • Psychotherapie (Verhaltenstherapie, Spezielle Schmerzpsychotherapie)
    • Stressbewältigungstechniken
  • Spezielle Therapieverfahren:
    • Botulinumtoxin-Injektionen bei chronischer Migräne
    • Nervenblockaden
    • Infusionstherapien

Medikamenteninduzierter Dauerkopfschmerz

Als Sonderfall gilt der Medikamenten-induzierte Dauerkopfschmerz. Dieser tritt täglich oder fast täglich auf, mindestens an 15 Tagen pro Monat. Er ist ausgelöst durch Schmerzmittel-Missbrauch. Wichtigste Behandlungsmaßnahme ist der Entzug, jegliche Schmerztherapie muss abgesetzt werden. Da es dann kurzfristig zu einer Zunahme der Kopfschmerzen kommt, kann man sich eventuell mit einer Überbrückungs-Medikation im Entzug behelfen. Die Tatsache, dass die Medikamenten-induzierten Kopfschmerzen im Entzug vorübergehend zunehmen, macht die Behandlung so schwierig. Neben einer begleitenden Verhaltenstherapie muss ein individuelles Therapiekonzept erstellt werden, in dem die eigene Initiative des Betroffenen eine große Rolle spielt.

Die Rolle des Patienten

Aber auch hier kann die beste Empfehlung des Arztes - und nebenbei auch die beste Akupunktur - erfolglos sein, wenn der Patient nicht selbst Initiative ergreift. Ganz wichtig in der Behandlung der verschiedenen nicht-symptomatischen Kopfschmerzformen ist das Erlernen von Stressbewältigungstechniken, wobei sich Dr. Meyer / Dr. Gauß besonders viel Wert auf begleitende nicht-medikamentöse Behandlungsmaßnahmen wie Akupunktur, Naturheilverfahren und Entspannungsverfahren legen. Diese werden jeweils angepasst auf den Einzelfall eingesetzt. Dabei wird aber auch darauf geachtet, dass sich Patienten sich nicht nur behandeln lassen, sondern auch selbst aktiv werden.

Psychotherapeutische Unterstützung

Bei der Kopfschmerztherapie bietet die Psychotherapie hilfreiche Ansätze hinsichtlich Schmerzreduktion, Steigerung der Lebensqualität und im Umgang mit schmerzbedingten Beeinträchtigungen. Das Ziel der psychologischen Psychotherapeuten im Kopfschmerzzentrum Frankfurt ist es, Patienten bei einer aktiven Krankheitsbewältigung mit Fokus auf deren Lebensziele zu unterstützen.

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Weitere neurologische Schwerpunkte

Neben Kopfschmerzerkrankungen bietet das Kopfschmerzzentrum Frankfurt auch Leistungen in anderen neurologischen Bereichen an, wie beispielsweise:

  • Epileptologie
  • Neuroimmunologie (z.B. Multiple Sklerose)
  • Demenzerkrankungen
  • Parkinson und sonstige Bewegungsstörungen
  • Polyneuropathien
  • Schwindelerkrankungen
  • Nervenkompressionssyndrome
  • Muskelerkrankungen
  • Schlaganfallvor- und Nachsorge
  • Diagnostik bei Hirntumorverdacht

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