Migräne und Kopfschmerzen lindern: Die Kraft der Ohrmassage

Wir alle kennen diesen einen fiesen Schmerz - Kopfschmerzen und Migräne. Entweder beginnt er schleichend, wird immer stärker, drückt oder hämmert wie aus heiterem Himmel auf deinen Kopf ein. Je nach Schweregrad kennen die meisten Menschen nur drei Lösungen: Die “Augen-zu-und-durch-Methode”, Betäubung durch Medikamente oder sich im Bett verkriechen und am liebsten nie wieder aufstehen. Doch es gibt Alternativen, die sanft und wirksam helfen können.

Die Allgegenwärtigkeit von Kopfschmerzen

In Deutschland leiden etwa 54 Millionen Menschen unter vorübergehenden oder anhaltenden Kopfschmerzen. Das sind rund 70 Prozent der deutschen Bevölkerung. Insgesamt soll es wohl über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen geben. Angeführt wird das Kopfschmerzregister vom Spannungskopfschmerz. 53,6 Prozent der Kopfschmerzpatienten geben an, mit dieser Art von Kopfschmerz konfrontiert zu sein. Es scheint so, als würde dieser Kopfschmerz vor allem durch Stress und Frustration getriggert werden. Oft kommt diese Art von Kopfschmerz durch Verspannungen im Nacken, die wiederum auf Nerven oder Arterien drücken und dadurch die Blutzirkulation im Kopf erschweren. Mit Migräne haben 38,4 Prozent aller Kopfschmerzpatienten in Deutschland zu kämpfen. Ein oftmals wirklich fieser Begleiter, der es einem nahezu unmöglich machen kann, im Alltag zu funktionieren. Menschen, die Erfahrungen mit Migräne haben, fühlen sich oftmals schwindelig und spüren den Schmerz auf einer oder beiden Seiten des Kopfes. Außerdem sind bekannte Symptome Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Auch hier kann Stress der Übeltäter sein. Aber auch hormonelle Imbalancen, pulsierendes Licht, Ernährung, Koffein, Alkohol, Allergien und vieles mehr können einen Beitrag liefern. Als Grund wird angegeben, dass entweder zu wenig oder zu viel Blut durch die Gefäße hindurch strömt. Es gibt noch seltenere Arten von Kopfschmerzen, wie den Clusterkopfschmerz. Der ist eigentlich die hintertückischste und fieseste Form des Kopfschmerzes. Sie kommen in Gruppen und oftmals in Intervallen. Der Betroffene spürt eine Abfolge von hämmernden Schmerzen im Kopf, die innerhalb von ein bis zwei Tagen immer wieder kommen können. Oft beinhaltet es starken Schmerz hinter einem Auge und - genau wie Migräne - Lichtsensibilität und Übelkeit. Niemand weiß bisher, was diese Art von Kopfschmerzen auslöst, aber es liegt nahe, dass sie mit der biologischen Uhr des Betroffenen zu tun haben, da sie an immer gleichen Tagen oder Uhrzeiten auftreten. Kopfschmerzen mögen zwar allgegenwärtig und weit verbreitet sein, das heißt allerdings nicht, dass man sie auf die leichte Schulter nehmen sollte. Denn immerhin sind sie ein Signal vom Körper, dass irgendetwas gerade nicht stimmt. Kopfschmerzen sind fies und vermitteln vor allem ein Gefühl: Ohnmacht. Wir fühlen uns ausgeliefert und wissen nichts mit uns anzufangen.

Akupressur als sanfte Unterstützung

Akupressur ist eine wunderbare Methode, um dich bei Kopfschmerzen oder Migräne zu unterstützen, dein Immunsystem zu stärken und dir wichtige Entspannungsmomente zu bescheren, die genau in diesen Phasen so dringend nötig sind. Akupressur schafft hier vor allem Abhilfe, indem Muskelverspannungen reduziert und Spannungen an Nervenenden entgegengewirkt wird. Akupressur kann dabei helfen, die Blutzirkulation zu balancieren, Hormonproduktionen auszugleichen und Stress- und muskuläre Anspannungen zu lösen.

Die Ohrmassage: Eine einfache Technik für den Alltag

Stell Dir vor, Deine Ohren sind wie eine Fernbedienung für euer Wohlbefinden. Durch eine sanfte Massage kannst Du nicht nur entspannen, sondern auch Deine Resilienz stärken. Warum? Weil Deine Ohren vollgepackt sind mit Akupunkturpunkten, die, wenn richtig stimuliert, Dir helfen können, Stress abzubauen, besser zu schlafen und sogar Kopfschmerzen den Kampf anzusagen.

Die magische Massage

Jetzt wird’s entspannend. Nehmt eure Ohrläppchen zwischen Daumen und Zeigefinger und beginnt sie sanft zu massieren. Knetet sie richtig durch und geht dann zum oberen Teil über. Zieht leicht daran und massiert die Ohren. Glaubt mir, das fühlt sich nicht nur gut an, sondern tut auch gut.

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Die positiven Effekte

  • Runterkommen und Stress weg: Die Massage hilft euch, den Stress des Tages zu vergessen und einfach mal durchzuatmen.
  • Durchblutung on point: Wie bei jeder guten Massage wird auch die Durchblutung in den Ohren angekurbelt. Das kann Schmerzen und Spannungen lindern - nicht nur bei euch, sondern auch bei euren Patienten.
  • Tschüss, Kopfschmerzen: Viele schwören darauf, dass eine spezielle Massage am Ohr Kopfschmerzen und Migräne lindern kann. Das nächste Mal, wenn euch oder euren Patienten der Kopf brummt, wisst ihr, was zu tun ist.
  • Hello, guter Schlaf: Durch die entspannende Wirkung könnt ihr abends besser abschalten und findet leichter in den Schlaf.
  • Ohrenschmerzen adé: Auch bei Ohrenschmerzen kann eine sanfte Massage Wunder wirken.

Ohrmassage als Werkzeug für Physiotherapeuten

Als Physiotherapeuten habt ihr einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden eurer Patienten. Indem ihr ihnen zeigt, wie sie selbst mit einer Ohrenmassage für kleine Auszeiten sorgen können, gebt ihr ihnen ein Werkzeug an die Hand, das sie leicht in ihren Alltag integrieren können. So fördert ihr nicht nur ihre Gesundheit, sondern stärkt auch ihre Resilienz. Und ganz nebenbei verbessert ihr eure eigene. Liebe Physio-Freunde, es ist Zeit, dass ihr euch selbst genauso viel Aufmerksamkeit schenkt wie euren Patienten. Eine einfache Ohrenmassage kann euch dabei helfen, eure Batterien wieder aufzuladen und eure innere Stärke zu nähren. Probiert es aus und spürt, wie etwas so Einfaches so Großes bewirken kann. Denn am Ende des Tages seid ihr nicht nur für die Gesundheit eurer Patienten verantwortlich, sondern auch für eure eigene. Gebt euch selbst die Erlaubnis, euch Gutes zu tun.

Weitere Massagepunkte am Kopf

Mühelos drücken und dehnen gegen Kopfschmerzen mit dem Nackenretter! Eine Bewegung mit dem Kopf nach links oder nach rechts und du gelangst auch zu den Punkten hinter deinen Ohren.

  1. Finde den richtigen Punkt: Um den richtigen Drück-Punkt zu ermitteln, fährst du mit deinen Fingern deinen hinteren Schädel mittig ab, bis du einen Knubbel spürst. Er befindet sich etwa auf halber Höhe deines Ohres. Ein kleines Stück links und etwas unterhalb dieses Knubbels setzt du den Drücker nun an. Achte bitte darauf, nicht zu tief zu drücken, sondern wirklich auf dem Knochen zu bleiben. Ansonsten kommst du in den Bereich deiner Nackenstrecker hinein. Wichtig: Bleibe beim Drücken immer im Bereich deines Wohlfühlschmerzes. Wenn der Schmerz schon innerhalb der zwei Minuten nachlässt, kannst du den Druck entweder erhöhen oder den Drück-Winkel minimal verändern.
  2. Den richtigen Punkt finden: Führe den Zeige- oder Mittelfinger deiner linken Hand an die rechte Schläfe und halte mit der rechten Hand den Drücker bereit. Setze die Rundspitze in diese Kuhle und baue langsam eine Drucksäule auf. Auch hier ist es wichtig, dass du für zwei bis zweieinhalb Minuten im Bereich deines Wohlfühlschmerzes drückst. Hast du an der rechten Schläfe den Drück-Winkel und die -Intensität einige Male leicht verändert und die Empfindlichkeit überall heruntergeschaltet, kommt die linke Seite wie beschrieben an die Reihe.

Weitere Akupressurpunkte zur Linderung von Kopfschmerzen

  • LI4 (Dickdarm 4): Dieser Punkt ist bekannt für seine schmerzlindernde Wirkung und befindet sich in der Vertiefung unserer Hand, genau dort, wo sich Zeigefinger und Daumen treffen. Er kann dir dabei helfen, überschüssige Wärme loszuwerden, mit der wir es manchmal bei grippalen Infekten zu tun haben. Außerdem kann er ebenfalls bei Migräne helfen. Psst, guter Nebeneffekt: Er hilft auch bei Verdauungsproblemen. Wichtig: Schwangere sollten diesen Punkt auf gar keinen Fall benutzen!
  • GB20 (Gallenblase 20): Dieser Punkt befindet sich am unteren Hinterkopf, wo der Schädel aufhört. Wenn du von der Mitte des Nackens mit deinen Fingern Richtung Ohr entlang fährt, liegt der Punkt in der Vertiefung. Quasi die erste Mulde, die du findest, wenn du vom Ohr Richtung Nacken fährst. Der Punkt ist einer der wichtigsten Punkte des Gallenblasenmeridians und kann deine Geheimwaffe bei Kopfschmerzen und Migräne werden. Wenn du ihn gefunden hast, dann kannst du ihn ein bis 3 Minuten drücken, am besten auf beiden Seiten gleichzeitig. Auch bei Augen-, Nasen- oder Ohrenschmerzen kannst du diesen Punkt drücken, um Schmerzen zu entspannen.
  • LU9 (Lungenmeridian 9): Wenn du deinen Daumen von der Hand wegspreizt und mit dem Finger der anderen Hand vom Daumen Richtung des Handgelenks fährst, stößt du irgendwann auf eine Vertiefung. Von genau dieser Vertiefung fährst du eine Daumenbreite weiter an der Seite des Arms und müsstest dann auf einen herausstehenden Knochen stoßen. Dann hast du LU9 gefunden. Das Drücken dieses Punktes wird dir ebenfalls bei Kopf- und Nackenschmerzen helfen. Es wirkt ebenfalls wohltuend bei Husten. Asthma, Halsschmerzen und Erkältung.
  • GB14 (Gallenblase 14): Diesen Punkt findest du ca. eine Daumenbreite über der Mitte deiner Augenbrauen. Du wirst merken, wie deine Muskeln rund um die Augen und auch die Haut der Stirn entspannen, wenn du diesen Akupressurpunkt anwendest. Er hilft bei frontalen Kopfschmerzen, Migräne und kann deine Augenenergie ausbalancieren, das hilft vor allem bei müden Augen im Büro.

Shakti Mat als Unterstützung bei Kopfschmerzen

Sicherlich kennst du bereits das Konzept von Akupressurmatten, sonst wärst du nicht auf unserer Webseite gelandet. Alle Menschen sind unterschiedlich und daher braucht jeder Mensch eine individuelle Behandlung, wenn es um seine ganz eigene Art von Kopfschmerzen geht.

  1. Viele Menschen beklagen sich über Kopfschmerzen, die aus dem Nacken ausstrahlen. Hier kannst du deine Shakti Mat mit den Spitzen nach außen einrollen (eventuell nutzt du ein Handtuch, um nachzuhelfen). Falls du eines unserer Akupressurkissen besitzt, dann kannst du dich darauf legen. Das funktioniert im Liegen - zum Beispiel im Bett oder auf dem Teppich - genauso gut wie im Sitzen, z.B. auf der Couch. Dabei kannst du dann entweder entspannen, ein Buch lesen oder fernsehen.
  2. Ja, es hört sich verdammt pieksig an und das ist es tatsächlich auch. Aber manche Menschen trauen sich. Vor allem, wenn deine Kopfschmerzen oder Migräne im Stirnbereich sitzt, könnte das eine Möglichkeit sein, um deine Stirnmuskeln aufzulockern. Hier kannst du den Punkt GB14 gleich mitstimulieren.
  3. Falls du dir das ganze Programm geben willst, dann kannst du die Shakti Mat für den Rücken und das Kissen für den Nacken gleichzeitig anwenden. Einige unserer Shakti Mat-Kollegen aus dem Team schwören drauf und freuen sich, auf diese Art einzuschlafen. Keine Sorge, falls du wegnickst und länger als gewollt auf Matte und Kissen liegen bleibst, gibt es gar keine Nebenwirkungen.

Stressabbau und Entspannung als wichtiger Faktor

Viele Umfragen ergeben, dass Kopfschmerzen oftmals in Zusammenhang mit Stress auftreten und sich Betroffene nicht selten in Lebenssituationen befinden, die sie als anstrengend oder herausfordernd einstufen. Ist ja auch irgendwie verständlich, denn unsere Welt wird immer schnelllebiger, durch Technologie stemmen wir statt nur 10 auf einmal 100 Dinge am Tag und sowieso dreht sich alles immer schneller. Gerade dann ist es wichtig, sich Momente für sich zu nehmen und einfach mal einen Gang runterzuschalten. Viele ShaktiNutzer sind sich nämlich vor allem in einem einig: Der ShaktiMoment ist ein Moment, in dem man loslässt und einfach nur ist. Um sich nicht dem Gepiekse hinzugeben, muss man sich auf seine Atmung konzentrieren, was wiederum einen meditativen Aspekt hat. Viele unserer Kunden legen sich vor allem abends auf die Matte und verbinden dieses Ritual mit dem “Zur-Ruhe-Kommen” oder leiten damit das Schlafengehen ein. Wir haben für euch sogar eine Playlist zusammengestellt, die mit meditativen Klängen das Einschlafen vereinfachen und euch so richtig tief ins Land der Träume befördern wird. Dieses Gefühl, dass deine Kopfschmerzen aus einem bestimmten Winkel deines Kopfes kommen oder aus dem Nacken heraufsteigen, kennst du sicherlich. Nicht selten beschreiben Menschen mit regelmäßigen Kopfschmerzen, dass sie bereits vorher spüren können, wenn das Gewitter aufzieht. Für diese Momente entwickelt jede:r eigene Routinen. Bei manchen hilft nur Dunkelheit und ab ins Bett, andere können aktiv etwas dagegen tun. Hierbei kann unser Stirnband mit seinen 264 Spitzen eine echte Hilfe sein, denn du kannst es durch den flexiblen Klettverschluss so fest an die Stelle deines Kopfes binden, wie du es brauchst. Das Beste daran: Du kannst damit herumlaufen und tun, was immer du möchtest. Also leg es am besten beim kleinsten Ziepen im Kopf an und gehe deinen wohltuenden Routinen nach, um dem Kopfschmerz zu entkommen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) als ganzheitlicher Ansatz

Aus Sicht der Chinesischen Medizin können Kopfschmerzen durch folgende Ursachen hervorgerufen werden: Die pathogenen Faktoren wie Wind und Hitze, Wind-Kälte oder Wind-Nässe, blockieren Kopf und Nacken und rufen Kopfschmerzen hervor. Übermäßige Emotionen, aufgestauter Ärger und Stress fallen unter die Emotionen, die zum Aufsteigen von Leber-Yang führen können. Das blockiert häufig die Gallenblasenleitbahn, die Kopfschmerzen liegen an der Schläfe oder den seitlichen Regionen des Kopfes. Falsche Ernährung, wie Zuviel an Süßigkeiten, zuckerhaltigen Fertigprodukten, ein Übermaß an Kuhmilchprodukten oder regelmäßiger Genuss von Alkohol, kann das Magen-und Milz-Qi schwächen, was zu Schleimbildung führen kann. Dieser Schleim blockiert die Leitbahn, was sich in den Kopfschmerzen manifestieren kann. Eine einseitige Ernährung kann zu Blut-Mangel führen, der leere dumpfe Kopfschmerzen auslösen kann. Begleitend zu der Behandlung der Kopfschmerz-Migräne-Symptomatik durch eine:n TCM-Therapeut:in können Patienten und Patientinnen mit Tuina, der chinesischen Heilmassage, über leicht erlernbare Techniken den eigenen Gesundheitszustand positiv beeinflussen. Durch Massage bestimmter Regionen und durch Akupressur ausgewählter Punkte kann der Qi-Fluss wiederhergestellt werden. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, die Symptome der unterschiedlichen Kopfschmerzen können gelindert werden. Nicht nur bei einer akuten Schmerzsymptomatik, auch in der beschwerdefreien Zeit können Sie dazu beitragen, den Energiefluss zu regulieren, das Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen. Führen Sie die Akupressur und Massage immer achtsam und vorsichtig aus. Die Selbstbehandlung sollte schmerzfrei und angenehm sein. Verletzte Hautstellen, Areale mit Hautpilz, frisches Narbengewebe, Bereiche mit Krampfadern massieren Sie bitte nicht. In der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Es ist sinnvoll, die Stimulation der Punkte mehrmals am Tag durchzuführen, insbesondere, wenn die Symptome verstärkt auftreten. Machen Sie mit dem Daumen, Zeigefinger oder Mittelfinger kleine kreisende Bewegungen und stimulieren Sie die Punkte auf folgende Weise: Bei akuten Beschwerden behandeln Sie die Punkte bei Bedarf. Bei länger andauernden, chronischen Beschwerden behandeln Sie die Punkte 1-3 Mal täglich. Wenn ein Punkt sehr empfindlich ist, drücken oder massieren Sie ihn nur leicht für ca. 30 Sekunden. Wenn ein Punkt weniger empfindlich ist, drücken oder massieren Sie ihn intensiver für 20-30 Sekunden.

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Weitere Massageformen zur Linderung von Kopfschmerzen

Es finden sich viele unterschiedliche Massageformen, die bei anhaltenden Kopfschmerzen oder Migräne eine Linderung verschaffen. Da Kopfschmerzen häufig mit einer verhärteten oder verkrampften Nackenmuskulatur verbunden sind, bietet sich eine gezielte Massagetechnik für jene Partie als schnelle Hilfe bei pulsierendem Schmerzreiz an. Dazu werden die Finger ausgestreckt mit der gesamten Fläche oberhalb von dem Haaransatz auf den Nacken gelegt, sodass stehende Kreise mit sanftem Druck zum Einsatz kommen können. Als Folge verspürt der Patient eine Erwärmung im Kopfbereich und die Druckschmerzen genau wie das Spannungsgefühl am Kopf verringern sich. Bei wiederholter Anwendung könnten Symptome, die durch Nackenprobleme hervorgerufen wurden, ganz verschwinden. Eine solche Praktik eignet sich für den Migräneschmerz an den Schläfen und zielt auf den Triggerpunkt in der winzigen Vertiefung eine Daumenbreite entfernt von dem Augenbrauenende ab. Dazu wird Druck auf beide Vertiefungen (links und rechts) ausgeübt oder Zeige- sowie Mittelfinger absolvieren kleine Kreisungen an der besagten Stelle. In den kleinen Vertiefungen der Ohrrückseite, die sich auf derselben Höhe befinden wie die Ohrläppchen, liegen sensible Reizpunkte. Massagen, die den ayurvedischen Lehren folgen, bauen nachweislich Stress ab. Immerhin folgt das Konzept aus der indischen Heilkunst dem Aspekt der Ganzheitlichkeit, der Körper, Geist und Seele gleichermaßen behandelt. Massagen am Ohr kurbeln die Durchblutung an und setzen neue Energien frei. Dazu wird je ein Ohrläppchen in die dazugehörige Hand genommen, zwischen Daumen und Zeigefinger kräftig zusammengedrückt und langsam wieder gelöst, bevor auf der anderen Seite ein identischer Prozess stattfindet. Die Cranio-Sacral-Therapie soll als osteopathisches Verfahren den Gehirnwasserfluss harmonisieren, indem ein sanfter Druck auf die beweglichen Knochen des Schädels (Cranium) sowie das Kreuzbein (Sacrum) verübt wird. Die Klangschalen-Massagen wirken von innen heraus, weil die hervorgerufenen Schwingungen des Klöppels, der gegen unterschiedliche Kupfer- oder Zinnschalen schlägt, mit dem Inneren des Körpers korrespondieren. Zusätzlich könnten die Massagen gegen Kopfschmerzen durch Hilfsmittel optimiert werden. Soll zum Beispiel eine gleichmäßige Wärmeabgabe die Therapie intensivieren und verkrampfte Muskeln lockern, dürfte ein Haartrockner auf mittlerer Wärmestufe eingestellt und für etwa fünf Minuten langsam über Hinterkopf, Nacken sowie Schultern gekreist werden. Des Weiteren hilft es, Nacken, Schläfen und Stirn für circa 60 Sekunden mit zehnprozentigem Minzöl zu massieren. Eine Massage gegen Migräne lässt sich auf verschiedenen Wegen absolvieren. Daher findet sich auch keine einheitliche Migräne Massage Anleitung. Der Patient nimmt eine entspannte Haltung ein und konzentriert sich auf eine gleichmäßige, ruhige Atemtechnik. Die Massage bei Kopfschmerzen kann entweder von einem fachkundigen Therapeuten oder in Eigenleistung absolviert werden. Zunächst empfiehlt es sich, die Daumen in Höhe der Nasenwurzel zu positionieren, während die Finger ineinander verschränkt sind. Jetzt werden die Daumen mit vorsichtigem Druck in Stirnrichtung nach oben gezogen, wobei sechs Wiederholungen vorteilhaft wären. Dies hilft, das gesamte Gesicht zu entspannen. Stimulieren Sie gezielt den Reizpunkt zwischen den Augenbrauen (yincang) mit Mittel- oder Zeigefinger für circa 30 Sekunden. Massieren Sie die Schläfen mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck (tongziliao). Das unterstützt die Linderung von Druckschmerzen hinter den Augen. Agieren Sie äußerst vorsichtig, weil diese Partie recht empfindsam ist. Sobald das Gefühl entsteht, die Schädeldecke würde sich etwas heben, stoppen Sie die Massage. Massieren Sie den Meridianpunkt (shuai gu) circa drei fingerbreit oberhalb der Ohren für ungefähr 30 Sekunden, höchstens eine Minute. Wandern Sie langsam zu dem Triggerpunkt, der am Ohr liegt und in Höhe des Übergangs vom Schädel zum Hals zu finden ist (touqiaoyin). Massieren Sie die Muskulatur im Bereich des Schädelknochens von außen nach innen. Verwenden Sie nur Daumen sowie Zeigefinger und streichen Sie langsam den ganzen Nacken entlang. Stimulieren Sie die Reizpunkte des Nackens in den beiden Wölbungen am Schädelansatz (tian zhu) mit dem Daumen und kreisen Sie etwa zwei Minuten an jenen Triggerpunkten. Streichen Sie die Schulterpartie mehrmals behutsam aus, um Verkrampfungen in diesem Bereich zu lösen. Streichen Sie die Oberarme gleichmäßig aus, absolvieren Sie leichte Kreisungen an den Schulterknochen und führen Sie wiederholt kurze Knetungen an der Falte der linken Ohrmuschel aus, wechseln Sie zur rechten und gehen Sie wieder zu der regulären Massagepraktik über. Positionieren Sie eine Hand auf der Schulter der gegenüberliegenden Seite, tasten Sie nach winzigen Knötchen und drücken Sie diesefür eine Minute so intensiv, dass ein Schmerzreiz entsteht. Eine Migräne Massage überdauert meistens nur 5 bis 10 Minuten, maximal 20 Minuten. Bedenken Sie aber, dass eine Massage gegen Migräne nur dann in Erscheinung treten kann, wenn es sich nicht um eine akute Attacke handelt, die sogar mit Aura einhergeht.

Aromatherapie als unterstützende Maßnahme

Natürlich ist Aromapflege kein Ersatz für eine medikamentöse Behandlung der Migräne, aber sie kann unterstützend wirken und lindern. Als erstes möchte ich daher allen Migräne-Geplagten eine kühle Kompresse mit Pfefferminze empfehlen. Die Kompresse wird als wohltuend empfunden, weil Kälte eine betäubende Wirkung hat und deswegen sehr gut hilft, den Migränekopfschmerz zu lindern. Dazu einen Esslöffel Pfefferminzwasser auf einen Liter kaltes Wasser geben. Ein Baumwolltuch damit tränken und auf Stirn und/oder Nacken legen. 10 ml Jojobaöl mit 4 Tropfen Pfefferminze als kühlende Einreibung für Nacken und Schläfenbereich zubereiten. Vorsicht, dass die Mischung nicht in die Augen kommt! Auch Streichungen der Augenbrauen oder Ohrmassagen mit kalten Fingern helfen, den Kopfschmerz zu lindern. Für die Streichungen die Hände mit kaltem Wasser waschen, sodass diese kalt werden, und dann von der Augenbrauenmitte nach außen streichen. Für die Ohrmassage die Hände ebenfalls mit kaltem Wasser waschen, sodass diese kalt werden, und dann beide Zeigefinger in jeweils einen Gehörgang legen. Bei vielen Betroffenen werden die Migräne-Attacken von Übelkeit und Erbrechen begleitet. Auch hier hilft Pfefferminze. So kann man zum Beispiel unsere befüllbaren Aroma Sticks mit 1 Tropfen Pfefferminze füllen. Es klingt trivial, aber eine hohe Trinkmenge von zwei bis drei Litern täglich (möglichst Wasser oder Tee) können einer Migräne vorbeugen. Warum? Beim Thema Stressabbau kommt einmal mehr die Aromapflege ins Spiel. Als Entspannungshelfer haben sich ätherische Öle wie Kamille römisch, Lavendel, aber auch Majoran bewährt. Massagen haben einen positiven Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Sie blockieren die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn, steigern die Serotonin-Aktivität und stimulieren bestimmte Serotonin-Rezeptoren. Vor allem eine Massage an der Rückseite des Kopfes, in der Mitte der Stirn, zwischen den Augenbrauen, an den Ohren und an den Schläfen hilft, den Schmerz zu lindern. Für die Massage einfach etwas Mandel- oder Sesamöl erwärmen und mit kreisenden Bewegungen die genannten Stellen massieren.

Vorbeugende Maßnahmen und ein gesunder Lebensstil

Um zusätzlich zu der Massage bei Kopfschmerzen vorbeugend gegen die Symptome anzugehen, sollte stets ein gesunder Lebenswandel eingehalten werden. Auch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, viel Flüssigkeit, sportliche Aktivitäten und eine gesunde Haltung sind effektiv gegen die Problematik. Teilweise werden jene Verfahren sogar als Kurse von der Krankenkasse bezuschusst, worüber sich die Betroffenen allerdings explizit informieren müssen.

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