Migräne und Taubheitsgefühle: Ursachen, Behandlung und Nebenwirkungen von Medikamenten

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die von intensiven Kopfschmerzen begleitet wird und das tägliche Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. Viele Menschen greifen zur Linderung der Symptome auf Medikamente zurück, darunter auch Triptane wie Sumatriptan. Allerdings können diese Medikamente Nebenwirkungen haben, darunter auch Taubheitsgefühle. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Kribbeln und Taubheitsgefühlen im Zusammenhang mit Migräne, geht auf die potenziellen Nebenwirkungen von Migränemitteln ein und bietet einen umfassenden Überblick über das Thema.

Ursachen von Kribbeln und Taubheitsgefühlen

Kribbeln und Taubheitsgefühle sind Missempfindungen, die an verschiedenen Körperstellen auftreten können. Wer lange in einer Position sitzt, bemerkt manchmal ein Kribbeln oder taubes Gefühl in den Beinen: Sie sind „eingeschlafen“. Das ist meist harmlos und geht durch Bewegung rasch wieder weg. Lassen die Missempfindungen nicht nach oder kommen sie häufiger vor, steckt womöglich mehr dahinter als bloßes „Einschlafen“. Denn Kribbeln und Taubheitsgefühle können Zeichen für eine Erkrankung sein - beispielsweise der Nerven. Tauchen die Taubheitsgefühle plötzlich auf und bestehen zusätzlich Beschwerden wie einseitige Lähmungen oder Probleme beim Sprechen, könnte es sich um einen Schlaganfall handeln.

Mögliche Ursachen

  • Probleme mit den peripheren Nerven: Häufig resultieren die Missempfindungen aus Problemen mit den peripheren Nerven - den ganz kleinen Nerven in Händen oder Füßen, die weit entfernt (peripher) von den zentralen Nerven in Gehirn oder Rückenmark liegen.
  • Zentrales Nervensystem: Kribbeln und Taubheitsgefühle können ihren Ursprung auch direkt im zentralen Nervensystem haben.
  • Psychische Ursachen: Manchmal sind sie psychisch bedingt.

Was ist Kribbeln und wie entsteht es?

Kribbeln ist ein unangenehmes, meist schmerzloses Gefühl auf der Körperoberfläche. In der Haut befinden sich Nervenzellen, die Sinnesreize wie Berührung oder Druck von außen aufnehmen und über die Nervenbahnen zum Gehirn weiterleiten. Dort wird der Reiz verarbeitet und man nimmt die Empfindung wahr. Bei Kribbeln als Krankheitszeichen sind diese Nerven aktiv, ohne dass ein äußerer Reiz erkennbar ist. Es kommt also zu einer „falschen“ Nervenaktivität. Manche Menschen beschreiben das Kribbeln als Ziehen, Stechen oder Ameisenlaufen. Es kann sich brennend oder elektrisierend anfühlen.

Wie entstehen Taubheitsgefühle?

Taubheitsgefühle weisen darauf hin, dass die Nerven zu wenig aktiv sind. Mitunter sind die Nerven in den betroffenen Bereichen geschädigt und haben ihre eigentliche Funktion eingebüßt - was das Empfinden mindert. Wichtig: Plötzliche Taubheitsgefühle und Lähmungen auf einer Körperseite können auf einen Schlaganfall hinweisen. Bei einem Verdacht ist umgehend der Notruf unter 112 zu wählen.

Erkrankungen und Störungen, die mit Kribbeln und Taubheitsgefühlen einhergehen können:

  • Erkrankungen der Nerven

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    • Polyneuropathie: Hier kommt es zu Schäden an den peripheren Nerven - also den Nerven, die weit entfernt von Gehirn und Rückenmark liegen. Vor allem die ganz kleinen Nervenenden an den Händen und Füßen sind häufig früh betroffen. Typische Symptome sind Kribbeln, Ameisenlaufen und Taubheitsgefühle. Die Missempfindungen breiten sich oft handschuh- oder sockenförmig an beiden Gliedmaßen aus.
    • Restless-Legs-Syndrom (RLS): auch Syndrom der unruhigen Beine genannt. Das RLS äußert sich durch Missempfindungen wie schmerzhaftes Kribbeln, Ziehen und Brennen in den Beinen. Die Symptome bestehen oder verschlechtern sich in Ruhe, vor allem abends und nachts. Betroffene verspüren häufig den starken Drang, sich zu bewegen.
    • Multiple Sklerose (MS): MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Zum ZNS gehören das Gehirn und Rückenmark. Die Erkrankung beginnt meist im jungen Erwachsenenalter.
    • Parkinson-Krankheit: Bei Parkinson sterben bestimmte Nervenzellen im Gehirn ab, die den Botenstoff Dopamin bilden. Durch den Zellabbau kommt es zu einem Mangel an Dopamin. In der Folge beeinträchtigt das die normalen Bewegungsabläufe: Es kommt zum Beispiel zu Muskelsteifigkeit (Rigor), Zittern (Tremor) und Bewegungsarmut.
    • Migräne: Kribbeln und Taubheitsgefühle können eine Migräne-Attacke ankündigen. Die Missempfindungen treten zumeist im Gesicht auf oder einseitig an Armen oder Beinen.
    • Guillain-Barré-Syndrom (GBS): Bei der seltenen Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem gegen die peripheren Nerven, greift sie an und zerstört sie. Zunächst äußert sich das häufig durch Kribbeln und Taubheitsgefühle in Händen und Füßen. Im Verlauf können Lähmungserscheinungen hinzukommen, die sich mitunter auf den ganzen Körper ausbreiten. Einem GBS geht oft eine Infektion voraus. Die meisten Erkankten erholen sich innerhalb von einigen Wochen bis Monaten.
    • Bandscheibenvorfall: Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern, die den Wirbelkanal bilden. Im Wirbelkanal verläuft das Rückenmark, darum herum liegen zahlreiche Nervenwurzeln. Die Bandscheiben bestehen im Inneren aus einer gelartigen Masse. Tritt diese bei einem Bandscheibenvorfall aus, kann sie auf die Nervenwurzeln drücken und Schmerzen verursachen. Je nachdem, wo der Vorfall auftritt, sind beispielsweise Kribbeln und Lähmungserscheinungen im Bein oder in Arm und Hand möglich.
    • Karpaltunnelsyndrom: Der Karpaltunnel liegt im Bereich der Handwurzel. Darin verläuft der Mittelhandnerv. Wird dieser eingeklemmt, äußert sich das durch Kribbeln an Mittel- und Ringfinger, im Verlauf an Daumen und Zeigefinger.
    • Ulnartunnel- und Ulnarrinnensyndrom: Zwischen Axel und Hand liegt der Ellen-Nerv (Nervus ulnaris). Hinten am Ellenbogen verläuft dieser Nerv durch eine Knochenrinne; an der Hand passiert er den Ulnartunnel. Gerät der Nerv etwa durch falsche Hand-Haltung beim Radfahren unter Druck, äußert sich das durch Taubheitsgefühle - vor allem am kleinen Finger und teilweise am Ringfinger („Radfahrerlähmung“). Ist der Nerv im Ellenbogen-Bereich eingeklemmt, ruft das ebenfalls Missempfindungen an den Händen hervor. Ursache sind zum Beispiel Unfälle oder Fehlbelastungen wie häufiges Arm-Aufstützen auf hartem Untergrund.
    • Leistentunnelsyndrom: medizinisch Meralgia paraesthetica genannt. Durch Druck im Bereich des Leistenbands oder Leistenkanals wird der Oberschenkelhautnerv eingeklemmt. Mögliche Ursachen sind das Tragen zu enger Kleidung wie Jeans oder Übergewicht. Meist kommt es zu Schmerzen und Gefühlsstörungen am oberen und seitlichen Oberschenkel.
  • Durchblutungsstörungen

    • Schlaganfall: Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns nicht mehr richtig durchblutet. Häufig passiert das durch ein Blutgerinnsel, das ein Hirngefäß verstopft, seltener durch eine Hirnblutung. Die Minderdurchblutung führt zu einem Sauerstoffmangel, der je nach Ausmaß lebensbedrohlich sein kann. Kribbeln und Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen in Arm, Bein oder Gesicht können auf einen Schlaganfall hinweisen - vor allem, wenn sie nur eine Körperseite betreffen.
    • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK): Bei der PAVK ist der Blutfluss in den Beingefäßen behindert. Das äußert sich durch Schmerzen - zu Beginn nur beim Gehen. Typischerweise sind diese Schmerzen so ausgeprägt, dass sie immer wieder zum Stehenbleiben zwingen („Schaufensterkrankheit“).
    • Raynaud-Syndrom: Hier lösen zum Beispiel Kälte oder Stress Gefäßkrämpfe aus. Dies führt zu anfallsartigen Durchblutungsstörungen, vor allem in den Händen, manchmal auch an den Füßen. Bemerkbar macht sich das typischerweise durch kalte, blasse, bläuliche oder rote und gefühllose Finger, die wehtun und sich taub anfühlen können.
  • Psychische Störungen

    • Angst-/Panikattacken und Angststörungen (Phobien): Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle können begleitend zu Panikattacken oder Angstzuständen auftreten.
    • Hyperventilationssyndrom: In Stress-Situationen oder während einer Panikattacke kann es zu hektischem Ein- und Ausatmen kommen. In der Folge atmet man mehr Kohlendioxid aus, wodurch die Menge an Kohlendioxid im Blut abnimmt. Das führt dazu, dass die Nerven und Muskeln kurzfristig zu stark erregt werden. Damit einhergehen können Gefühlsstörungen und Verkrampfungen - etwa an Händen und Lippen. Die Konzentration auf die Atmung zu lenken und bewusst langsam ein- und auszuatmen sollte helfen, die Symptome zu lindern. Falls das nicht genügt, rufen Sie einen Arzt oder eine Ärztin.
    • Somatoforme Störungen: Darunter verstehen Medizinerinnen und Mediziner körperliche Beschwerden, die keine körperliche Ursache haben. Müdigkeit, Muskelverspannungen, Zungenbrennen oder auch Kribbeln sind mögliche Symptome einer somatoformen Störung.
  • Medikamente und Umweltgifte

    • Vergiftungen, zum Beispiel mit Schwermetallen, haben mitunter chronische Schäden an den Nerven zur Folge, die zu Missempfindungen führen.
    • Kribbeln und Taubheitsgefühle treten bisweilen auch als unerwünschte, aber meist vorübergehende Nebenwirkung einiger Medikamente auf. Wichtig: Wenn Sie vermuten, dass bestehende Missempfindungen mit der Einnahme eines Medikaments zusammenhängen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Sumatriptan und seine Anwendung bei Migräne

Sumatriptan ist ein Triptan, das zur akuten Behandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der Serotonin-Rezeptor-Agonisten und wirkt, indem es die Blutgefäße im Gehirn verengt und Entzündungsreaktionen reduziert. Sumatriptan ist verschreibungspflichtig, außer in bestimmten Fällen, in denen es in festen Zubereitungen zur oralen Anwendung in Konzentrationen von 50 mg je abgeteilter Form und in einer Gesamtmenge von 100 mg je Packung nach der Erstdiagnose einer Migräne durch einen Arzt zur akuten Behandlung der Kopfschmerzphase bei Migräneanfällen mit und ohne Aura erhältlich ist.

Wann wird Sumatriptan eingesetzt?

Sumatriptan wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine schnelle und starke Wirkung benötigt wird. Es ist das älteste erhältliche Triptan und wird auch heute noch bei Migräne verschrieben.

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Dosierung und Anwendung

Die übliche Dosis für Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren ist eine Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne. Einige Patienten können 100 mg Sumatriptan benötigen (entspricht 2 Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne). Bei Einnahme höherer Dosen als 100 mg Sumatriptan ist keine Wirkungsverbesserung zu erwarten. Nehmen Sie nicht mehr als 300 mg Sumatriptan (entspricht 6 Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne 50 mg Filmtabletten) innerhalb von 24 Stunden ein. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Am besten wenden Sie Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne an, sobald Sie bemerken, dass der Migränekopfschmerz beginnt. Die Einnahme kann aber auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt während einer Migräneattacke erfolgen. Wenn Ihre Symptome wiederkehren: Wenn bereits abgeklungene Beschwerden wieder auftreten, können Sie weitere Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne 50 mg Filmtabletten innerhalb der nächsten 24 Stunden einnehmen, jedoch im Abstand von mindestens 2 Stunden. Nehmen Sie nicht mehr als 300 mg Sumatriptan (entspricht 6 Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne) innerhalb von 24 Stunden ein. Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne wird unzerkaut mit Wasser eingenommen.

Wenden Sie keine zweite Filmtablette und auch keine andere Darreichungsform von Sumatriptan für dieselbe Migräneattacke an, wenn die erste Filmtablette keine Wirkung zeigt. Wenn Ihnen Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne keinerlei Linderung verschafft, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Die Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm bei Migräne wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren und älteren Patienten (über 65 Jahre) nicht empfohlen.

Gegenanzeigen

Sumatriptan darf nicht eingenommen werden, wenn Sie:

  • allergisch gegen Sumatriptan oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
  • Probleme mit dem Herz haben, wie z. B. Verengung der Herzkranzgefäße (ischämische Herzkrankheit) oder Brustschmerzen (Angina pectoris), oder wenn Sie bereits einen Herzinfarkt hatten.
  • Durchblutungsstörungen in Ihren Beinen haben, die krampfartige Schmerzen beim Gehen verursachen (periphere Gefäßerkrankung).
  • einen Schlaganfall hatten oder vorübergehende Zustände von Minderdurchblutung im Gehirn (auch vorübergehende ischämische Attacke genannt).
  • hohen Bluthochdruck haben. Sie können Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne möglicherweise einnehmen, wenn Ihr Blutdruck leicht erhöht und gut eingestellt ist.
  • eine schwere Lebererkrankung haben.
  • zusammen mit anderen Migräne-Medikamenten, einschließlich solcher, die Ergotamin enthalten, oder vergleichbarer Medikamente wie Methysergid oder einem anderen Triptan/5-HT1-Rezeptor-Agonisten (Medikamente, die ebenfalls zur Behandlung von Migräne verwendet werden).
  • bestimmte Antidepressiva, so genannte MAO-Hemmer (Monoaminoxidase-Hemmer) einnehmen oder bis vor zwei Wochen eingenommen haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne einnehmen, muss ein Arzt festgestellt haben, dass Ihre Kopfschmerzen durch Migräne und nicht durch andere Erkrankungen verursacht werden.

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Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie bestimmte Risikofaktoren haben:

  • wenn Sie ein starker Raucher sind oder wenn Sie sich einer Nikotinersatztherapie unterziehen, und besonders
  • wenn Sie ein Mann über 40 Jahre sind, oder
  • wenn Sie eine Frau in oder nach den Wechseljahren (Menopause) sind.

In sehr seltenen Fällen sind bei Patienten nach der Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne schwerwiegende Herzprobleme aufgetreten, ohne dass es vorher Anzeichen für eine Herzerkrankung gab.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, könnte das bedeuten, dass Sie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Herzerkrankung haben, daher informieren Sie Ihren Arzt, damit Ihre Herzfunktion überprüft werden kann, bevor Sie Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne einnehmen.

Wenn Sie in der Vergangenheit unter Krampfanfällen (epileptischen Anfällen) litten oder bei Ihnen Risikofaktoren vorliegen, die die Gefahr von Krampfanfällen erhöhen, zum Beispiel eine Kopfverletzung oder Alkoholabhängigkeit, informieren Sie Ihren Arzt, damit er Sie genauer überwachen kann. Wenn Sie eine Leber- oder Nierenerkrankung haben, informieren Sie Ihren Arzt, damit er Sie genauer überwachen kann. Wenn Sie allergisch gegen so genannte Sulfonamid-Antibiotika sind, könnten Sie ebenfalls allergisch gegen Sumatriptan sein. Falls Sie wissen, dass Sie allergisch gegen ein Antibiotikum sind, aber nicht wissen, ob es sich um ein Sulfonamid handelt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne einnehmen. Wenn Sie Medikamente gegen Depressionen, so genannte SSRIs (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) oder SNRIs (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer) einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne einnehmen.

Eine zu häufige Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne kann Ihre Kopfschmerzen verschlimmern. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn dies auf Sie zutrifft. Er wird Ihnen möglicherweise das Absetzen von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne empfehlen.

Wenn Sie nach der Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb fühlen, können diese Effekte intensiv sein, gehen aber üblicherweise schnell vorüber. Falls sie nicht schnell vorübergehen oder falls sie schlimmer werden, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies schließt auch pflanzliche oder nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel mit ein.

Manche Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne eingenommen werden und andere können unerwünschte Wirkungen verursachen, wenn sie zusammen mit Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne eingenommen werden. Sie müssen mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

  • Ergotamin, das ebenfalls zur Migränebehandlung eingesetzt wird, oder ähnliche Arzneimittel, wie z. B. Methysergid. Wenden Sie nicht gleichzeitig Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne mit diesen Arzneimitteln an. Beenden Sie die Einnahme dieser Arzneimittel mindestens 24 Stunden vor der Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne. Nehmen Sie nach der Einnahme von mindestens innerhalb der nächsten 6 Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne ratiopharm® bei Migräne. Nehmen Sie nach der Einnahme von mindestens innerhalb der nächsten 6 Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne Stunden keine Arzneimittel, die Ergotamin oder mit Ergotamin verwandte Substanzen enthalten, ein.
  • Andere Triptane/5-HT1-Rezeptor-Agonisten (wie z. B. Naratriptan, Rizatriptan, Zolmitriptan), die auch zur Behandlung der Migräne eingenommen werden. Wenden Sie Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne nicht gleichzeitig mit diesen Arzneimitteln an. Beenden Sie die Einnahme dieser Arzneimittel mindestens 24 Stunden vor der Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne. Nehmen Sie nach der Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne mindestens innerhalb der nächsten 24 Stunden keine anderen Triptane/5-HT1-Rezeptor-Agonisten ein.
  • SSRIs (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) oder SNRIs (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer) zur Behandlung von Depressionen. Die gleichzeitige Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne mit diesen Arzneimitteln kann ein so genanntes Serotonin-Syndrom verursachen (Symptome können Unruhe, Verwirrtheit, Schwitzen, Halluzinationen, gesteigerte Reflexe, Muskelkrämpfe, Zittern/Frösteln, erhöhten Herzschlag und Schütteln beinhalten). Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn sie auf diese Weise beeinträchtigt sind.
  • MAO-Hemmer (Monoaminoxidase-Hemmer) zur Behandlung von Depressionen. Wenden Sie Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne nicht an, wenn Sie ein derartiges Arzneimittel innerhalb der letzten beiden Wochen eingenommen haben.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum). Bei gemeinsamer Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut enthalten, können möglicherweise eher Nebenwirkungen auftreten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es gibt bisher nur begrenzte Informationen zur Sicherheit von Sumatriptan bei schwangeren Frauen, auch wenn es bisher keinen Anhalt für ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko gibt. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob Sie Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne während der Schwangerschaft einnehmen sollten oder nicht.

Stillen Sie Ihren Säugling bis 12 Stunden nach der Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne nicht. Wenn Sie während dieser Zeit Milch abpumpen, verwerfen Sie diese und geben Sie sie nicht Ihrem Säugling.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sowohl durch den Migräneanfall als auch durch die Einnahme von Sumatriptan-ratiopharm® bei Migräne kann Müdigkeit hervorgerufen werden. Wenn Sie hiervon betroffen sind, fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen.

Nebenwirkungen von Sumatriptan

Wie alle Arzneimittel kann auch Sumatriptan Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Einige Symptome können durch die Migräne selbst verursacht sein.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Schmerzen, Schweregefühl, Druckgefühl, Enge oder Schmerzen in der Brust, im Hals oder in anderen Körperteilen
  • Ungewöhnliche Empfindungen oder Sinneseindrücke wie Taubheitsgefühl, Kribbeln, Hitze- oder Kältegefühl
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Müdigkeit oder Benommenheit
  • Schwindel, sich schwach fühlen, Hitzewallungen/Gesichtsrötung
  • Vorübergehender Blutdruckanstieg
  • Kurzatmigkeit
  • Schmerzende Muskeln

Sehr seltene Nebenwirkungen:

  • Veränderungen der Leberfunktion

Nicht bekannte Häufigkeit:

  • Krampfanfälle (epileptische Anfälle), Zittern, Muskelkrämpfe, Steifheit des Nackens
  • Sehstörungen wie Augenflimmern, Verminderung der Sehschärfe, Doppeltsehen, Sehverlust
  • Herzbeschwerden, bei denen der Herzschlag sich beschleunigen, verlangsamen oder den Rhythmus ändern kann

Sumatriptan und Taubheitsgefühle

Taubheitsgefühle können als Nebenwirkung von Sumatriptan auftreten. Der genaue Mechanismus, wie Sumatriptan Taubheitsgefühle verursacht, ist nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass die Wirkung von Sumatriptan auf die Blutgefäße und Nerven eine Rolle spielen könnte.

Weitere wichtige Informationen

Autofahren mit Migräne

Mit Migräne oder anderen Kopfschmerzen Auto zu fahren, ist nicht ungefährlich. Es können Sehstörungen (Aura) auftreten und die Konzentration abgeschwächt sein.

Risiken beim Autofahren mit Migräne:

  • Aura: Sehstörungen, Sprachstörungen, Hörstörungen, Taubheitsgefühl, Kribbeln
  • Müdigkeit, vermehrtes Gähnen
  • Heißhunger auf Zucker
  • Muskelverspannungen
  • Gereiztheit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme
  • Schwindel

Treten diese Frühsymptome auf, sollten Sie Autofahren vermeiden, sich möglichst ausruhen und eventuell Akutmedikamente oder Schmerzmittel einnehmen. Wer nicht mehr richtig sieht, Taubheitsgefühle, Schwindel oder starke Müdigkeit empfindet, kann nicht mehr sicher am Straßenverkehr teilnehmen.

Was kann ich bei Migräne tun?

Stellen Sie bei sich kurz vor einer Autofahrt Symptome eines Migräneanfalls fest, versuchen Sie nach Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Eventuell fährt Sie eine befreundete Person nach Hause. Ist das nicht möglich, warten Sie ab, bis die Symptome nachgelassen haben und Sie wieder sicher fahren können. Außerdem ist es empfehlenswert, die Akutmedikamente immer bei sich zu tragen, um den Anfall möglichst früh zu stoppen.

Rechtliche Aspekte

Wer ein Fahrzeug führen möchte, muss seine Fahrfähigkeit (Fahreignung) vor Fahrtantritt immer erst einmal selbst einschätzen. Im Zweifel sollten Sie stets Ihren behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin fragen. Wer trotz körperlicher oder geistiger Einschränkungen Auto fährt, gefährdet unter Umständen das Leben oder die Gesundheit anderer Menschen.

Wie klärt der Arzt oder die Ärztin Kribbeln und Taubheitsgefühle ab?

Die hausärztliche Praxis ist die erste Anlaufstelle, um Kribbeln und Taubheitsgefühle abklären zu lassen. Um die genauen Ursachen herauszufinden, ist zunächst ein ausführliches persönliches Gespräch wichtig. Nimmt man Reize auf der Haut nicht mehr richtig wahr, etwa einen Piks mit der Nadel, sind meist die kleinen Nervenenden geschädigt. Mit Blut-Tests lassen sich weitere Hinweise auf die möglichen Ursachen finden. Gemessen werden zum Beispiel:

  • der Blutzuckerspiegel
  • die Menge bestimmter Vitamine und Mineralstoffe
  • Entzündungswerte

Je nach Verdachtsdiagnose kommen weitere Untersuchungen infrage.

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