Mistelcreme: Anwendung und Nutzen bei Nervenschmerzen und mehr

Die Mistel, oft als mystische Pflanze beschrieben, ist mehr als nur ein dekoratives Element in der Weihnachtszeit. Ihre medizinischen Eigenschaften werden seit Jahrhunderten geschätzt, und auch heute noch findet sie in verschiedenen Anwendungsbereichen Verwendung, darunter auch in Cremes zur Linderung von Nervenschmerzen.

Die Mistel: Ein Halbschmarotzer mit Geschichte

Wer in den Baumwipfeln die nestartigen Krönchen einer Mistel entdeckt, fragt sich vielleicht: Pflanze oder nicht? Besonders im Spätherbst und Winter fallen diese immergrünen Halbschmarotzer im kahlen Geäst von vorzugsweise Nadelhölzern und weichholzigen Laubbäumen auf. Jetzt sind auch die milchig weißen Beeren zwischen den lanzettlichen, ledrigen Blättern reif, die die Blüte des Vorjahres im März bis April hervorbrachte.

Misteln sind zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Die Samen der weiblichen Pflanze werden durch Vögel verbreitet. Keimt ein auf einem Baum gelandeter Same, bildet sich zuerst eine Haftscheibe (Haustorium). Nach mehreren Monaten wachsen die so genannten Senker in den Baum hinein, stimmen im Inneren des Stamms die Baumzellen um, die den Senker fortsetzen und eine Verbindung der Mistel zum Leitsystem (quasi dem Ernährungssystem des Baums) zulassen. Die so fest verankerte Mistel kann sich vom Baum ernähren und zu einem Busch von über einem Meter Durchmesser wachsen.

Traditionelle Verwendung der Mistel

Bis in das fünfte vorchristliche Jahrhundert lässt sich die medizinische Verwendung der Mistel zurückverfolgen. Plinius berichtete im ersten Jahrhundert nach Christus vom Einsatz der Mistel gegen Fallsucht und Schwindelgefühle. Dieses Wissen wurde von Hieronymus Bock (1498-1554) sowie P.A. Matthiolus (1501-1577) weitertradiert und ergänzt durch die Anwendung von Mistelsalbe bei Geschwüren und eitrigen Wunden.

Die Mistel wurde in alten Mythen wie ein Heiligtum verehrt. Ihr befremdlicher Sitz in hohen Baumwipfeln ließ den Glauben entstehen, Götter hätten ihren Samen ausgestreut. Wer im Besitz der Mistel war, konnte Schmerzen lindern, Kranke heilen, Schätze aufspüren, und dem wurden alle Wünsche erfüllt. Die Druidenpriester der Kelten zogen im Winter bei zunehmendem Mond in den Wald zu den misteltragenden Eichen, um dort ihr Gebet und Opfer zu verrichten. In weiße Gewänder gehüllt stiegen sie in die mächtigen Kronen und schnitten mit goldenen Sicheln die Mistelzweige, die Helfer mit weißen Tüchern auffingen.

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Heute noch übliche Bräuche um die Mistel sind meist auf frühere Verehrungen zurückzuführen. Aus England stammt der Brauch, in der Weihnachtszeit einen Mistelzweig über die Türe zu hängen. Als altes Fruchtbarkeitssymbol ist die Mistel in vielen Ländern zu finden, zum Beispiel in Frankreich und selbst in Japan. Sogar Feuer und Blitzeinschlag soll die Mistel erfolgreich abwehren und Feuersbrünste löschen können.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen

Die Mistel enthält verschiedene Inhaltsstoffe, die für ihre medizinische Wirkung verantwortlich sind. Dazu gehören:

  • Viscotoxine: Wirken schnell, lösen Zellmembranen auf und helfen der Mistel, sich auszudehnen und zu wachsen.
  • Mistellektine: Wirken langsam, dringen ins Innere des Zellstoffwechsels vor und hemmen diesen.

Diese Polaritäten spiegeln sich auch in den Pflanzenteilen wider. Das lichte Viscotoxin ist vermehrt in Blatt und Stängel zu finden, das dunkle Mistellektin vermehrt in den Beeren, die sich nur im Winter ausbilden.

Mistel in der modernen Medizin

In der klassischen Heilpflanzenkunde unterstützt die Mistel die Therapie gegen Bluthochdruck und Arthrosen. Zusammen mit Weißdorn stärkt sie das müde, geschwächte Herz.

Die in Deutschland am häufigsten angewandte homöopathische Begleitbehandlung bei Krebserkrankungen ist die Mistel-Therapie. Den Grundstein zum Einsatz von Mistel-Präparaten legte 1916 der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner. Dem homöopathischen Prinzip "Gleiches mit Gleichem heilen" folgend, drängte sich wohl der Schmarotzer Mistel als Pendant jener Krankheit auf, zu deren Merkmalen Wucherungen (Schmarotzer im erweiterten Sinn) gehören. Bereits 1917 wurde von der Ärztin Ita Wegmann das erste Mistelpräparat hergestellt. Diese Präparate können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und die Lebensqualität zu erhöhen. Auch als Mittel gegen epileptische und Schwindel-Anfälle findet die Mistel seit dem Altertum Verwendung, zudem ist im Presssaft der Pflanze ein blutdrucksenkender Wirkstoff enthalten. Die antikarzinogene Wirkung ist jedoch schwer nachzuweisen und deshalb umstritten.

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Die Mistel wird für Präparate zur Krebstherapie deshalb zweimal im Jahr geerntet: einmal im Juni und einmal im Dezember. Die aus den beiden Mistelernten gewonnenen Säfte haben unterschiedliche Viscotoxin- und Mistellektinanteile und werden unterschiedlich weiterverarbeitet, wobei jeweils die gegenteilige Polarität verstärkt wird: Der Wintersaft wird aus dem Zentrum in die Leichte geschleudert, den Sommersaft lässt man tropfenweise in die Schwere, in das Zentrum des Wintersaftwirbels fallen.

Mistelcreme: Anwendung und Nutzen

Mistel Creme Mit Mistelextrakt Und Tonerde ist ein medizinisches Körperpflegeprodukt, das auf die individuellen Ansprüche der Haut eingehen soll. Im Gegensatz zu normaler Kosmetik wird bei Artikeln aus dem Sortiment der medizinischen Körperpflege in der Regel auf hautreizende Inhaltsstoffe verzichtet. Damit soll bewirkt werden, dass die Funktionen der Haut (Schutzfunktion, Reizwahrnehmung und Atmungsfunktion) unterstützt bzw. gestärkt werden.

Anwendungsgebiete

Eine schützende und pflegende FeuchtigkeitscremeAnwendungsgebiete:Eine schützende Feuchtigkeitspflege für die besonderen Bedürfnisse der anspruchsvollen Haut jeden Typs über einen langen Tag.Natürliche Hautpflege:Als wirksame Tagescreme mit Feuchthaltefaktoren und einem speziellen Kräuterkomplex aus Mistel, der den Hautstoffwechsel reguliert und zusammen mit Vitamin E vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt.Die wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoffe glätten und pflegen die Haut nachhaltig und geben ihr ein geschmeidiges, glattes Hautgefühl.Dr. Steinbachs Mistelcreme mit Vitamin E eignet sich auch hervorragend als Unterlage für Ihr Make-Up.Dermatologische Tests bestätigen die besonders gute Hautverträglichkeit von Dr. Steinbachs Mistelcreme mit Vitamin E für die anspruchsvolle Haut.Anwendungsgebiete:Dr. Steinbachs Mistelcreme mit Vitamin E nach Reinigung und Erfrischung der Haut auf Gesicht, Hals und Dekolleté auftragen und sanft einmassieren.

Zusammensetzung

Wasser, Maiskeimöl, weißes Wachs, Glycerin, Glycerinester, Sheabutter, Squalan, Zuckerester, Jojobaöl, Mandelöl, Xanthan, Duftstoffe, Vitamin E, Ascorbinsäure, Mistelextrakt, Alkohol, Triglyceride, Zitronensäure.

Misteltee und Umschläge

Die Darreichung der Mistel erfolgt meist in Form von Tee. Dieser wird mit kaltem Wasser angesetzt, da die Mistel schädliche Giftstoffe enthält, die sich in heißem Wasser lösen und entfalten würden. Misteltee kann bereits getrocknet in herkömmlichen Teebeuteln erworben werden.

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Auch eine äußerliche Anwendung des aus der Mistel gewonnenen Tees ist möglich. Hierbei wird der Tee in Form von Umschlägen auf die Haut gelegt oder als Badezusatz ins Wasser gegeben. Durch Neurodermitis oder Schuppenflechte beanspruchte Haut wird durch das Auflegen von Mistelumschlägen beruhigt und bei langfristiger Anwendung sogar widerstandsfähiger gegen schädliche Umwelteinflüsse.

In Misteltee getränkte Umschläge werden außerdem zur Linderung von rheumatischen, arthritischen oder neuralgischen Schmerzen aufgelegt.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) gegen die Mistelpflanze darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.Beim Auftreten von Krankheitszeichen, insbesondere bei hohem Blutdruck oder Ansammlung von Wasser in den Beinen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei Schmerzen in der Herzgegend, die in Arme, den Oberbauch oder in die Halsgegend ausstrahlen können, oder bei Atemnot muss unbedingt sofort ein Arzt aufgesucht werden. Der Anwender sollte bei fortdauernden Krankheitssymptomen oder beim Auftreten anderer als der in der Packungsbeilage erwähnten Nebenwirkungen einen Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultieren.

Zur Anwendung von Naturreiner Heilpflanzensaft Mistel bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Naturreiner Heilpflanzensaft Mistel soll deshalb bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.Die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit wurde nicht untersucht. Für Schwangere und Stillende wird die Einnahme von Naturreiner Heilpflanzensaft Mistel nicht empfohlen.

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