Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, die das zentrale Nervensystem betreffen. Nach der Alzheimer-Demenz stellt sie die zweithäufigste Erkrankung dieser Art dar. Weltweit und auch in Deutschland stellt Parkinson eine erhebliche gesundheitliche Herausforderung dar. Dieser Artikel beleuchtet die Prävalenz von Morbus Parkinson in Deutschland, diskutiert aktuelle Trends und mögliche Ursachen für Veränderungen in der Inzidenz und Prävalenz.
Epidemiologie von Morbus Parkinson in Deutschland
Aktuelle Zahlen und Betroffene
In Deutschland leben schätzungsweise 400.000 Menschen mit Morbus Parkinson. Die Parkinson-Krankheit oder Morbus Parkinson ist ein langsam fortschreitender Verlust von Nervenzellen. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 55. und 60. Lebensjahr auf, wobei etwa jeder zehnte Patient bereits vor dem 40. Lebensjahr betroffen ist. Aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung wird erwartet, dass die Zahl der Parkinson-Patienten in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.
Geschlechterunterschiede und regionale Unterschiede
Männer sind etwas häufiger von Parkinson betroffen als Frauen. Analysen zeigen zudem regionale Unterschiede in der Prävalenz. So ist ein signifikantes Ost-West-Gefälle zu beobachten, wobei die Erkrankungslast in Ostdeutschland und im Saarland besonders hoch ausfiel. Auf Kreisebene lag die Prävalenz in ländlichen Kreisen höher als in städtischen. Stadt-Land-Unterschiede erklären sich aber vor allem durch die demografische Struktur und sind somit relevant für den Versorgungsbedarf und die Versorgung einer älteren Bevölkerung.
Begleiterkrankungen
Die Parkinson-Krankheit tritt oft in Verbindung mit anderen Erkrankungen auf. Die häufigsten Begleiterkrankungen in der Gruppe der Parkinson-Patient:innen waren Hypertonie (76 Prozent) und Stoffwechselstörungen (55 Prozent). Bei über 40 Prozent der Parkinson-Patient:innen sind psychische Störungen diagnostiziert worden. Sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems wurden bei fast 15 Prozent der Betroffenen festgestellt. Die Wahrscheinlichkeit für an Parkinson Erkrankte, eine Diagnose aus diesen Diagnosegruppen zu erhalten, lag dreimal höher als bei Patient:innen der Kontrollgruppe.
Aktuelle Trends in der Parkinson-Inzidenz
Rückgang der Inzidenz laut Zi-Studie
Eine aktuelle Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigt einen Rückgang der Parkinson-Inzidenz um 30% in den Jahren 2013-2019. Die Studie von Lotte Dammertz und Kollegen beschreibt die aktuellen geschlechts- und altersspezifischen Trends sowie regionale Unterschiede in Deutschland bei Personen ab einem Alter von 50 Jahren. Datengrundlage waren pseudonymisierte Abrechnungsdaten aus den Jahren 2013-2019. In den krankenkassenübergreifende vertragsärztliche Abrechnungsdaten gemäß § 295 SGB V und Arzneiverordnungsdaten gemäß § 300 Abs. 2 SGB V wurde die Inzidenz - die Häufigkeit des Neuauftretens von Parkinson - bei Patienten erfasst, die über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren beobachtet worden waren. Das Neuauftreten wurde anhand verschiedener Parameter bestimmt, unter anderem Diagnosestellung (ICD-Code G20) und Verordnung eines Medikamentes aus der Arzneimittelgruppe Antiparkinsonmittel (ATC-Code N04). Die Ergebnisse zeigen einen Rückgang der Neuerkrankungen von 149 auf 112 Neuerkrankungen pro 100.000 Patienten. Dieser Rückgang war unabhängig von Alter und Geschlecht und wurde in fast allen KV-Bereichen beobachtet.
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Kritik und alternative Erklärungen
Dieser Rückgang steht im Widerspruch zu der Erwartung, dass die Parkinson-Inzidenz aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung zunehmen sollte. Experten der Deutschen Parkinson-Gesellschaft (DPG) haben die Daten der Zi-Studie daher kritisch geprüft und mit der internationalen Datenlage verglichen. Die Ergebnisse wurden in einer Pressemeldung und einer Stellungnahme der DPG thematisiert. Prof. Günter Höglinger, Direktor der Klinik für Neurologie der Medizinischen Hochschule Hannover und Vorstandsmitglied der DPG, äußerte sich zu den Ergebnissen der Zi-Studie in der Pressmeldung der DPG: „Dieses Ergebnis widerspricht den bisher beobachteten steigenden Trends und der Annahme, dass sich die Zunahme der Parkinson-Risikofaktoren, allen voran das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung, weltweit weiter fortsetzt.“
Die Autoren der Stellungnahme äußern den Verdacht, dass verzerrte Messungen, bedingt durch veränderte Messbedingungen, als Ursache für den scheinbaren Inzidenz-Rückgang verantwortlich sein könnten. Beispielsweise könnte sich das Diagnose- und Kodierverhalten der Vertragsärzte verändert haben. Auch könnten Patienten weniger Gesundheitsleistungen in dem Sektor des Gesundheitssystems in Anspruch genommen haben, welche in der Zi-Studie untersucht wurden. Internationale Daten, etwa aus der Global Burden of Disease Study, zeigen weiterhin eine hohe Parkinson-Inzidenz in Deutschland.
Mögliche Ursachen für den Rückgang
Es gibt verschiedene Theorien, die den vermeintlichen Rückgang der Parkinson-Inzidenz erklären könnten:
- Veränderte Risikofaktoren: Theoretisch könnte sich die rückläufige Parkinson-Tendenz dadurch erklären lassen, dass Risikofaktoren wie Alter und die schädlichen Wirkung industrieller Gifte wie Pestizide (z. B. Paraquat), Lösungsmittel (z. B. Trichlorethylen aus der Halbleiterindustrie) und Schwermetalle rückläufig sind und gleichzeitig Schutzfaktoren zunehmen. Vor Parkinson schützen sollen körperliche Aktivität, Koffein (hier entsprechende Studiendaten) und Rauchen. Die DPG-Experten zweifeln an, dass sich diese Faktoren innerhalb von sechs Jahren so stark verändert haben könnten, dass es zu einem so deutlichen Rückgang der Parkinson-Inzidenz kam.
- Verändertes Diagnose- und Kodierverhalten: Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass sich das Diagnose- und Kodierverhalten der Ärzte geändert hat. Es könnte sein, dass Parkinson-Fälle weniger häufig oder anders diagnostiziert werden.
- COVID-19-Pandemie: Prinzipiell könnte auch die COVID-19-Pandemie durch seltenere Kontakte mit dem Gesundheitswesen die diagnostizierte Prävalenz beeinflusst haben, so die RKI-Forschenden. So könne es sein, dass Menschen mir frühen Parkinson-Symptomen wie Muskelschmerzen und Tremor während der Coronapandemie 2020-2022 aufgrund von Kontaktbeschränkungen nicht zum Arzt gegangen seien und nicht in der Statistik auftauchten.
Abnahme der altersstandardisierten Parkinsonprävalenz zwischen 2017 und 2022
Eine Analyse von Diagnosedaten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt, dass die altersstandardisierte Parkinsonprävalenz in Deutschland zwischen 2017 und 2022 abgenommen hat. „Im Jahr 2017 lag die Gesamtprävalenz mit 0,38 % um 0,09 Prozentpunkte höher als 2022“, schreiben Forschende des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Journal of Health Monitoring. Sie hatten anonymisierte Krankenkassenroutinedaten der etwa 27 Millionen AOK-Versicherten aus den Jahren 2017 bis 2022 untersucht. „Auf Basis der verwendeten Falldefinition waren im Jahr 2022 0,35 % (Frauen 0,34 %, Männern 0,36 %) der Bevölkerung in Deutschland von der Parkinsonkrankheit betroffen (administrative Prävalenz).“ Dies entspreche etwa 295.000 Menschen, schreibt das Team um Alexander Rommel vom RKI. Die administrative Prävalenz sank seit 2017 mit 0,04 Prozentpunkten weniger deutlich als die altersstandardisierte Prävalenz.
Mit dem Alter nehme die Prävalenz der Parkinsonkrankheit deutlich zu, so die Forschenden. So hatten 2022 0,61 % der Bevölkerung ab 40 Jahren eine diagnostizierte Parkinsonkrankheit, in der Altersgruppe der 90- bis 94-Jährigen waren es 2,99 %.
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Diskussion um die Entwicklung der Parkinson-Zahlen
Wie sich die Parkinson-Zahlen in Deutschland entwickeln, ist seit einigen Jahren in der Diskussion. Im Dezember 2024 sagte Joseph Claßen, zweiter Vorsitzender der DGP, dass die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2040 nach Prognosen der Fachgesellschaft um 50 Prozent steigen könnte. Erst kürzlich schrieben Forschende im britischen Ärzteblatt (BMJ 2025; DOI: 10.1136/bmj-2024-080952), dass sich die Zahl der weltweit an Parkinson erkrankten Menschen von 11,9 Millionen im Jahr 2021 auf 25,2, Millionen im Jahr 2050 erhöhen könnte.
Die befürchtete Zunahme sei zum Teil auf das Bevölkerungswachstum und die Steigerung der Lebenserwartung zurückzuführen, so die Forschenden. Doch auch andere Faktoren spielten eine Rolle.
Symptome und Diagnose von Morbus Parkinson
Leitsymptome
Zu den Leitsymptomen des Krankheitsbildes zählen Bewegungsstörungen, Muskelverspannungen, Muskelzittern (Tremor) sowie die Störung der aufrechten Körperhaltung. Als Begleitsymptome können Schlafstörungen, verminderter Geruchssinn und Verdauungsbeschwerden auftreten. Außerdem werden Demenz und Depressionen, aber auch weitere psychische Erkrankungen häufig als relevante Begleiterkrankungen diagnostiziert. Die Symptome von Morbus Parkinson entwickeln sich schleichend. Zu den typischen Symptomen gehören das Zittern (Tremor), weitere Bewegungsstörungen wie Steifheit der Muskeln (Rigor), verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) und Gleichgewichtsstörungen. Zusätzliche Symptome können das „Einfrieren“ von Bewegungen (Freezing), Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken, Störungen der vegetativen Funktionen (z. B.
Die häufigsten und bekanntesten Symptome der Parkinson-Krankheit sind Zittern, auch Tremor genannt, sowie verlangsamte und verminderte Bewegungen. Die Frühphase der Erkrankung unterscheidet sich von dem bekannteren Krankheitsbild im späteren Stadium: Als frühe Krankheitsanzeichen können Depressionen, Schlafstörungen, Verstopfung, Störungen des Geruchssinns, eine leisere, monotone Stimme oder das fehlende Mitschwingen eines Armes beim Gehen auftreten. Erst mit der Zeit werden die klassischen Hauptsymptome deutlicher. Bradykinese (Verlangsamung): Bei Betroffenen nimmt die Bewegungsfähigkeit ab. So gehen Parkinson-Patienten auffallend langsam und mit kleinen Schritten, sich drehen fällt ihnen schwer. Die Mimik wird maskenhaft, die Handschrift wird kleiner. Ruhetremor (Ruhezittern): Dabei handelt es sich um ein unwillkürliches Zittern der Hände. Im späteren Verlauf der Krankheit kann der Ruhetremor auch die Füße betreffen. Das Zittern tritt bei Parkinson nur auf, während Hände und Füße ruhen und verstärkt sich bei emotionaler Belastung. Der Ruhetremor kann auch auf eine Körperhälfte beschränkt sein. Er verschwindet, wenn Patienten die betroffene Extremität bewegen oder während Patienten schlafen. Rigor (Steifheit): Typisch für Parkinson-Patienten ist eine Steifheit der Muskeln, von der häufig Nacken, Arme und Beine betroffen sind. Die Körperhaltung ist vornübergebeugt. Es fühlt sich für Betroffene an, als ob Bewegungen gegen einen Widerstand ausgeführt werden müssen. Manchmal sind Bewegungen regelrecht blockiert. Posturale Instabilität (Mangelnde Stabilität der Körperhaltung): Hinter diesem Begriff verbergen sich Gleichgewichtsstörungen. Die Betroffenen gehen und stehen unsicher und können das Gleichgewicht nicht mehr halten, weshalb es zur Gefahr von Stürzen kommt.
Diagnose
Die Diagnose eines Morbus Parkinson beruht nicht auf einem einzigen Test, sondern auf einer Kombination von klinischen und weiteren Untersuchungen. Hier spielt insbesondere die MRT und PET bzw SPECT Bildgebung eine wichtige Rolle in der Diagnosestellung. Diese Methoden werden in der DGKN intensiv beforscht.
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Ursachenforschung
Als Ursache für die Parkinson-Symptome haben Forschende ein Nervenzellsterben im Hirnstamm ausgemacht, genauer gesagt, in einem dunkelfarbigen Bereich, der Substantia Nigra („Schwarze Substanz“). Die Zellen der Substantia Nigra setzen den Botenstoff Dopamin frei. Dieser Botenstoff ist entscheidend für die Feinabstimmung der Muskelbewegung, aber auch, um Bewegungen überhaupt zu starten. Wie es zum Nervenzellsterben in der Substantia Nigra kommt, ist bislang nicht vollständig geklärt. Ein Merkmal der Erkrankung ist, dass in den betroffenen Zellen sogenannte Lewy-Körperchen auftreten. Dabei handelt es sich um Ablagerungen, die einen Eiweißstoff namens Alpha-Synuclein enthalten.
Die Ursache für den Nervenzellverlust ist weiterhin ungeklärt. Bei einigen PatientInnen sind gewisse familiäre Häufungen zu beobachten, bei einem Teil davon wurden Mutationen in bestimmten Genen gefunden. Für die meisten PatientInnen bleibt der Auslöser der Parkinson-Erkrankung unklar. Mit etwa 80 Prozent umfasst sie die größte Gruppe der Betroffenen (idiopathisches Parkinson-Syndrom). Auch eine gezielte Lebensführung kann die Krankheit nicht vermeiden. Nach unserem heutigen Wissen kommen bei der Parkinson-Erkrankung viele (unvermeidbare) und zufällige Ereignisse zusammen, auch die Möglichkeit einer Infektion wird weiterhin als Ursache der Parkinson-Erkrankung diskutiert.
Formen von Parkinson
Der Großteil der Betroffenen erkrankt um das sechzigste Lebensjahr - dann tritt die Krankheit ohne erkennbaren Auslöser auf, was man als idiopathisch oder sporadisch bezeichnet. Neben der idiopathischen Form der Parkinson-Erkrankung, für die sich bislang keine konkreten Ursachen ausmachen lassen, existieren auch genetische Formen: Zehn Prozent der Parkinson-Erkrankungen sind genetisch, d.h. durch Vererbung bedingt. Hier sind Mutationen, also Veränderungen der Erbinformation, Ursache der Erkrankung. Patienten mit genetischer - man sagt auch familiärer- Parkinson sind im Schnitt etwas jünger, wenn sich Symptome zeigen: oft treten erbliche Formen schon vor dem 50. Lebensjahr auf.
Wenn Parkinson-Symptome als Folge einer anderen Erkrankung auftreten, spricht man von einem sekundären Parkinson-Syndrom. Bei etwa 10 bis 20 Prozent der Parkinson-Betroffenen ist dies der Fall. Bedingt durch die zugrunde liegende Vorerkrankung ist die Schädigung des Nervensystems meist weitreichender als beim idiopathischen Parkinson-Syndrom. Die Ursachen können z.B. Hirndurchblutungsstörungen, schwere Schädel-Hirn-Verletzungen, Tumore, Entzündungen des Gehirns, Medikamente oder Schad- und Giftstoffe sein.
Behandlung und Forschung
Behandlungsmöglichkeiten
Morbus Parkinson ist bislang nicht heilbar. Mit geeigneten Therapien lässt sich die Krankheit jedoch oft über Jahre hinweg gut kontrollieren. Eine wichtige Rolle spielt die medikamentöse Behandlung. So kann die Gabe von Dopaminvorstufen (z. B. in Form des Antiparkinson-Wirkstoffs L-Dopa) den Dopaminmangel ausgleichen. Ist die medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreichend, kommt ein so genannter Hirnschrittmacher in Frage. Parkinson wird in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Dabei wird die Therapie von einem Spezialisten für neurologische Bewegungsstörungen individuell an den Patienten angepasst, denn die Beschwerden können variieren und unterschiedlich schnell fortschreiten. Die Parkinson-Symptome lassen sich durch einen Ausgleich des Dopaminmangels lindern, indem man Dopamin als Medikament zuführt (z. B. Manchmal kann auch ein hirnchirurgischer Eingriff sinnvoll sein, die sogenannte Tiefe Hirnstimulation (THS). Dazu werden Elektroden ins Gehirn eingesetzt, die durch elektrische Impulse bestimmte Hirnregionen positiv beeinflussen. Die Forschung hat in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, um die Symptome der Parkinson-Erkrankung zu lindern. Die Lebenserwartung von Menschen mit Parkinson ist heute weitgehend normal.
Forschungsschwerpunkte
Wer eine Krankheit heilen möchte, muss sie zunächst einmal verstehen. Forschende des DZNE fahnden daher nach den Ursachen für das Nervensterben bei Parkinson - sowohl bei der sporadischen als auch bei der erblichen Form der Erkrankung. Andere erforschen die Rolle von Entzündungsprozessen oder bestimmten Genmutationen. Außerdem gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DZNE der Frage nach, wie geschädigte Mitochondrien zur Krankheitsentstehung beitragen können. Die „Kraftwerke der Zelle“ können schädliche Sauerstoffradikale abgeben und bauen zudem Dopamin ab. Ein weiteres wichtiges Forschungsziel ist aber auch die Suche nach so genannten Biomarkern: das sind messbare biologische Merkmale (z. B. im Blut oder Nervenwasser), die eine Früherkennung von Parkinson erlauben und helfen, das Fortschreiten der Erkrankung besser im Auge zu behalten. In Deutschland und international werden daher neue Therapien erforscht, die an der Ursache der Erkrankung ansetzen. Deutschland gehört zu den international führenden Standorten der Parkinson-Forschung. Es gibt hervorragende regionale und nationale Forschungsnetzwerke. Ihre Organisation und Finanzierung ist den Forschern aber weitgehend selbst überlassen. Daher sind private Initiativen und nichtstaatliche bzw.